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Finanzierung von Restrukturierungen in der Krise bei mittelständischen Unternehmen

Title: Finanzierung von Restrukturierungen in der Krise  bei mittelständischen Unternehmen

Bachelor Thesis , 2007 , 80 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Bachelor of Arts Business Administration Christoph Sindezingue (Author)

Business economics - Investment and Finance
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In einer aktuellen Umfrage der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gibt rund ein Drittel der befragten Unternehmen an, dass der Kreditzugang im Vergleich zum Vorjahr schwerer geworden ist. Insbesondere hat sich die Aufnahme von neuem Fremdkapital bei einer Verschlechterung der Bonität deutlich erschwert.So geben rund 63 Prozent der Unternehmen mit einer verschlechterten Bonität an, dass sich die Aufnahme in den vergangenen Monaten erschwert hat. Dies bedeutet für die Finanzierung einer Restrukturierung eines Unternehmens in der Krise eine deutliche Erschwernis.

Dieser Arbeit beschäftigt sich mit den Folgen, die die aktuelle Situation für die klassische Finanzierung der Restrukturierung eines mittelständischen Unternehmens in der Krise mit Bankendarlehen und -krediten mit sich bringt. Des Weiteren wird gezeigt, ob eine Finanzierung durch Finanzinvestoren eine akzeptable Alternative darstellt.

Die Arbeit geht insbesondere auf die speziellen Probleme des deutschen Mittelstandes und die verschiedenen Unternehmenskrisen und ihre Bewältigung ein. Der Haupteil der Arbeit widmet sich der Gegenüberstellung der klassischen Finanzierung der Restrukturierung durch Bankendarlehen (unter Berücksichtigung von BASEL II) und der Finanzierung durch Finanzinvestoren.

Abschließend wird die Grohe AG vorgestellt, die von dem Finanzinvestor BC Partners an die Finanzinvestoren Texas Pacific Group und Credit Suisse First Boston weiterverkauft und restrukturiert wurde. Es wird dabei aufge-zeigt, wie Finanzinvestoren ein gesundes Unternehmen aus Renditegründen annähernd in den Ruin treiben, aber auch, wie sie ein wirtschaftlich krankes Unternehmen wieder fit für den globalen Wettbewerb machen.




Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Deutscher Mittelstand

2.1 Definition des Mittelstandes

2.2 Charakterisierung des deutschen Mittelstandes

2.3 Bedeutung des Mittelstandes für Deutschland

3 Restrukturierung in der Krise

3.1 Phasen der Unternehmenskrise

3.2 Bewältigung der Unternehmenskrise

3.2.1 Begriffsabgrenzung

3.2.2 Krisenerkennung

3.2.3 Ablauf einer Restrukturierung in der Krise

3.2.4 Erfolgsfaktoren der Restrukturierung

4 Probleme des Mittelstandes

4.1 Allgemeine Wettbewerbsfähigkeit

4.2 Unternehmensfinanzierung

4.3 Unternehmensnachfolge

5 Grundlagen der Finanzierung

5.1 Allgemeine Anforderungen

5.2 Spezielle Anforderungen der Krisenfinanzierung

6 Klassische Finanzierung

6.1 Wandel in der Bankenfinanzierung

6.2 Vor- und Nachteile

6.3 Ausblick

7 Alternative Finanzierung mit Finanzinvestoren

7.1 Abgrenzung des Begriffs „Finanzinvestoren“

7.1.1 Beteiligungsgesellschaften

7.1.1.1 Venture Capital

7.1.1.2 Buy-Out-Fonds

7.1.2 Investmentbanken

7.1.3 Hedgefonds

7.2 Attraktivität des Mittelstands für die Finanzinvestoren

7.3 Einstieg eines Finanzinvestors in ein Krisenunternehmen

7.3.1 Generelle Bedingungen für einen Einstieg

7.3.2 Direkter Einstieg

7.3.3 Indirekter Einstieg

7.4 Exit

7.4.1 Wesentliche Erfolgsfaktoren des Exits

7.4.2 Exit-Optionen

7.5 Bedeutung der Finanzinvestoren für Deutschland

7.6 Heuschreckendebatte

7.7 Vor- und Nachteile

7.8 Ausblick

8 Unternehmensbeispiel Grohe AG

8.1 Ausgangssituation

8.2 Grohe in der Krise?

8.3 Die Restrukturierung

8.4 Fazit

9 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Herausforderungen bei der Finanzierung von Restrukturierungsprozessen in mittelständischen Unternehmen unter Berücksichtigung verschärfter Rahmenbedingungen, insbesondere durch Basel II. Ziel ist es, zu analysieren, inwieweit klassische Bankfinanzierungen erschwert wurden und ob Finanzinvestoren eine praktikable Alternative für Krisenunternehmen darstellen.

  • Herausforderungen der klassischen Bankenfinanzierung im deutschen Mittelstand.
  • Die Rolle und Strategien von Finanzinvestoren als alternative Kapitalgeber.
  • Untersuchung der Restrukturierungsphasen in krisengeschüttelten Unternehmen.
  • Analyse von Erfolgsfaktoren für Turnaround-Konzepte.
  • Fallstudie zur Restrukturierung der Grohe AG durch Finanzinvestoren.

Auszug aus dem Buch

3.1 Phasen der Unternehmenskrise

Die Unternehmenskrisen lassen sich – wie in Abb. 1 sichtbar – in drei Phasen unterscheiden, die aufeinander aufbauen. Bei der strategischen Krise sind die langfristigen Erfolgspotenziale bzw. ist die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens gefährdet. Mögliche Beispiele sind der Verlust eines Technologievorsprungs, eine verpasste Markterschließung, eine unrentable Expansion oder ein unnötiger Aufbau von Überkapazitäten. Wie in Abb. 1 deutlich wird, ist es nur möglich, der strategischen Krise mit langfristigen Gegenmaßnahmen zu begegnen. Auch ist ihre Erkennung zu diesem Zeitpunkt relativ schwer, da häufig dem Management die nötigen Frühwarnsysteme fehlen. Hinzu kommt, dass die Geschäftsführung oft bewusst die ersten Krisenmerkmale nicht zur Kenntnis nimmt und sich auf die zukünftige Entwicklung konzentriert.

Die Ergebniskrise, auch operative Krise, hingegen schlägt sich deutlich im operativen Ergebnis nieder. So werden die mittelfristigen Renditeziele dauerhaft und bei Weitem verfehlt sowie Verluste erwirtschaftet. Abgesehen von dem fehlenden Erfolgspotenzial sind insbesondere die Ineffizienzen im Management verantwortlich für die operative Krise. Neben langfristigen müssen auch mittelfristige Maßnahmen zum Tragen kommen, um diese Krise zu überwinden. Wie in Abb. 1 sichtbar, nimmt der Grad der Bedrohung für die Unternehmung zu und gleichzeitig der Handlungsspielraum ab.

Bei der Liquiditätskrise droht die kurzfristige Zahlungsunfähigkeit und/oder die Überschuldung der Gesellschaft. Dies ist die Folge der länger anhaltenden Verluste und dem daraus resultierenden Aufbrauchen der finanziellen Reserven. Die Liquiditätskrise ist, wie unten abgebildet, die Konsequenz der Ergebniskrise, wenn keine geeigneten Maßnahmen zu ihrer Überwindung eingeleitet wurden. Üblicherweise durchlaufen die meisten krisengeschüttelten Unternehmen die einzelnen Stadien nacheinander. Mit jeder Phase nimmt die Bedrohung für die Unternehmung zu und erhöht den Handlungsdruck.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des erschwerten Kreditzugangs für mittelständische Unternehmen ein und erläutert die Forschungsfrage hinsichtlich der Alternativen durch Finanzinvestoren.

2 Deutscher Mittelstand: Dieses Kapitel definiert den Mittelstand und charakterisiert dessen Besonderheiten sowie seine zentrale Bedeutung als Rückgrat der deutschen Wirtschaft.

3 Restrukturierung in der Krise: Hier werden die Phasen der Unternehmenskrise (strategisch, operativ, Liquidität) definiert und Ansätze zu deren Bewältigung und Erfolgskontrolle dargelegt.

4 Probleme des Mittelstandes: Das Kapitel beleuchtet spezifische Herausforderungen wie die globale Wettbewerbsfähigkeit, Finanzierungsengpässe und die komplexe Unternehmensnachfolge.

5 Grundlagen der Finanzierung: Es werden die allgemeinen Anforderungen an eine Unternehmensfinanzierung sowie die verschobenen Prioritäten in einer akuten Krisensituation erläutert.

6 Klassische Finanzierung: Dieses Kapitel analysiert den Wandel der Bankenfinanzierung durch Basel II und stellt die Vor- und Nachteile von Fremdkapital dar.

7 Alternative Finanzierung mit Finanzinvestoren: Das zentrale Kapitel grenzt verschiedene Typen von Finanzinvestoren ab und untersucht deren Strategien, Eintrittsmöglichkeiten und Exit-Szenarien.

8 Unternehmensbeispiel Grohe AG: Anhand dieses Fallbeispiels wird die Ambivalenz von Finanzinvestoren verdeutlicht, die sowohl zu einer Restrukturierung als auch zur finanziellen Instabilität beitragen können.

9 Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet Finanzinvestoren als ernstzunehmende, wenngleich anspruchsvolle Alternative zur klassischen Bankenfinanzierung.

Schlüsselwörter

Mittelstand, Restrukturierung, Unternehmenskrise, Finanzierung, Finanzinvestoren, Bankenfinanzierung, Basel II, Private Equity, Venture Capital, Buy-Out, Turnaround, Liquidität, Eigenkapitalquote, Sanierung, Exit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Finanzierungsmöglichkeiten mittelständischer Unternehmen in Krisenzeiten und untersucht den Wandel weg von klassischen Bankkrediten hin zu alternativen Finanzierungsformen durch Finanzinvestoren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen die Definition und Probleme des deutschen Mittelstands, die Phasen und Bewältigung von Unternehmenskrisen sowie die spezifischen Strategien von Private-Equity-Gesellschaften und anderen Finanzinvestoren.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist es, zu ermitteln, welche Auswirkungen regulatorische Änderungen wie Basel II auf die klassische Krisenfinanzierung haben und ob Finanzinvestoren eine akzeptable Alternative zur Bankenfinanzierung darstellen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse zu Finanzierungsformen und Krisenmanagement, ergänzt durch eine Fallstudie zum Restrukturierungsprozess der Grohe AG.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich detailliert der klassischen Bankenfinanzierung im Wandel sowie der alternativen Finanzierung durch Finanzinvestoren, inklusive Abgrenzung der Investorentypen, Eintrittsstrategien und Exit-Optionen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Restrukturierung, Unternehmenskrise, Finanzinvestoren, Basel II, Mittelstand, Private Equity und Turnaround-Management.

Was unterscheidet den "direkten" vom "indirekten" Einstieg eines Finanzinvestors?

Beim direkten Einstieg sucht das Unternehmen aktiv den Kontakt zum Investor. Beim indirekten Einstieg erwirbt der Investor notleidende Kredite von Banken und erzwingt über die Gläubigerposition den Einstieg in das Unternehmen.

Welche Rolle spielt die Grohe AG im Kontext der Arbeit?

Die Grohe AG dient als anschauliches Unternehmensbeispiel, um die Ambivalenz von Finanzinvestoren aufzuzeigen – von der anfänglichen Schuldenüberhäufung bis hin zur erfolgreichen operativen Restrukturierung für den Wettbewerb.

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Details

Title
Finanzierung von Restrukturierungen in der Krise bei mittelständischen Unternehmen
College
University of Applied Sciences North Hesse; Bonn
Grade
2,3
Author
Bachelor of Arts Business Administration Christoph Sindezingue (Author)
Publication Year
2007
Pages
80
Catalog Number
V123756
ISBN (eBook)
9783640281770
ISBN (Book)
9783640284627
Language
German
Tags
Turnaround Management Sanierung Restrukturierung Finanzierung BASEL II Grohe Mittelstand Finanzinvestor Heuschrecke Unternehmenswachstum Krise Krisenbewältigung Corporate Restructuring Corporate Finance
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bachelor of Arts Business Administration Christoph Sindezingue (Author), 2007, Finanzierung von Restrukturierungen in der Krise bei mittelständischen Unternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/123756
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