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Alexander der Große und der Gordische Knoten

Eine Suche nach der Wahrheit

Titre: Alexander der Große und der Gordische Knoten

Travail d'étude , 2009 , 26 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Yves Martin Görsch (Auteur)

Histoire globale - Protohistoire, Antiquité
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Fast jeder kennt die Geschichte von Alexander dem Große und dem scheinbar unlösbaren Knoten von Gordion, der die Herrschaft über Asien versprach. 333 v. Chr. wurde er vom jungen Alexander mit einem ungestümen Schwertstreich durchtrennt und ging so als geflügeltes Wort in die deutsche Sprache ein.
Es existiert jedoch noch eine andere Überlieferung, nach der Alexander eine überlegtere und weniger gewaltsame Lösung findet.
Von einigen Historikern wird hingegen der Wahrheitsgehalt der gesamten Episode in Frage gestellt. Was genau hat sich denn nun im Jahre 333 v. Chr. auf dem Tempelberg von Gordion tatsächlich zugetragen ?

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Die Quellen

1.1 Curtius Rufus

1.2 Justin

1.3 Plutarch

1.4 Arrian

1.5 Zusammenfassung

2. Deutungsversuche

2.1 Gordion und sein Wagen

2.2 Der Knoten

2.3 Die Prophezeiung

2.4 Pflock oder Schwert ?

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historischen Hintergründe und Überlieferungen rund um den Gordischen Knoten. Ziel ist es, durch einen kritischen Quellenvergleich Klarheit in die Geschichte zu bringen und die wahrscheinlichste Version des Ereignisses im Jahr 333 v. Chr. zu rekonstruieren.

  • Quellenkritische Analyse der antiken Berichte (Curtius Rufus, Justin, Plutarch, Arrian)
  • Untersuchung des Wahrheitsgehalts der Gordion-Episode
  • Analyse der Bedeutung von Wagen und Knoten in der Antike
  • Interpretation der Alexander-Propaganda und historiographische Einordnung

Auszug aus dem Buch

1. Die Quellen

Um über historische Ereignisse reden zu können, ist es unabdingbar, sich zunächst mit den erhaltenen Quellen zu beschäftigen. Hierbei steht die Überlieferung als solches, aber auch die Auseinandersetzung mit den Geschichtsschreibern im Vordergrund. Obwohl innerhalb und außerhalb der Historiographie ein immenses Ausmaß an Überlieferungen existiert, müssen wir bei der Arbeit mit der makedonischen Geschichte erkennen, dass sämtliche zeitgenössischen Überlieferungen heute nur noch in Fragmenten oder aber überhaupt nicht mehr erhalten sind. Als Vorlagen für spätere Werke sind einige von ihnen jedoch zumindest in ihren Strukturen und Tendenzen rekonstruierbar. In Bezug auf die Person Alexanders III. (des Großen) ist die Quellenlage besonders problematisch. Die uns erhaltenen Berichte sind 300 bis 500 Jahre nach Alexanders Wirken entstanden und wurden von griechischen und lateinischen Autoren für den griechisch-römischen Kulturkreis, also aus der Sicht des Eroberers, geschrieben. Da somit die andere, die achaimenidische Sicht, fehlt, wird die „Erfassung des Fremden“ durch fehlende Informationen über die Perser und die damals allgemein herrschenden Vorurteile verzerrt. Aber auch bewusste Deutungen und „künstlerische Darstellungsmittel“ flossen in die Werke ein. Sie unterscheiden sich sowohl faktisch wie auch in ihrer Persönlichkeitsbeschreibung Alexanders so stark, dass sie „von intellektueller Brillanz und staatsmännischer Weitsicht bis zu ungezügelter Eroberungslust und trunkener Ausschweifung“ reichen. Sie sind stark vom Alexander-Mythos des Hellenismus und der römischen Kaiserzeit durchdrungen und interpretieren oder verändern gar die Tatsachen dementsprechend. Nur durch gründliche Quellenforschungen und Werkanalysen kann man sich dem Wahrheitsgehalt der historischen Begebenheiten annähern. Da dies heute jedoch nicht mehr ganz objektiv möglich ist, bildet sich jeder Historiker „sein eigenes, spezifisches und immer auch zeitgebundenes Alexanderbild.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die Quellen: Dieses Kapitel analysiert den fragmentarischen Zustand der antiken Alexander-Überlieferung und bewertet die Glaubwürdigkeit und Intention der verschiedenen Geschichtsschreiber wie Curtius Rufus, Justin, Plutarch und Arrian.

2. Deutungsversuche: Hier wird der historische Kontext der Gordion-Episode hinterfragt, indem die Bedeutung des Wagens, die Beschaffenheit des Knotens und die Rolle der Prophezeiung als mögliches Propagandamittel untersucht werden.

Schlüsselwörter

Alexander der Große, Gordischer Knoten, Gordion, Historiographie, Quellenkritik, Antike, Midas, Arrian, Plutarch, Curtius Rufus, Justin, Mythos, Prophezeiung, Alexanderbild, Antike Geschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht die antike Überlieferung der Anekdote vom Gordischen Knoten, um die historischen Tatsachen von den Legendenbildungen zu trennen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die Quellenkritik der antiken Historiker, die Bedeutung des Gordion-Besuchs für Alexander sowie die Analyse der verschiedenen Lösungsvarianten des Knotens.

Welches primäre Ziel verfolgt die Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Wahrheitsgehalt der Episode zu prüfen und eine historisch fundierte Einschätzung zu gewinnen, wie Alexander das Problem vor Ort tatsächlich gelöst haben könnte.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine quellenvergleichende Methode angewandt, bei der antike Texte analysiert und in ihren historischen und politischen Kontext eingeordnet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Quellenanalyse der wichtigsten Berichterstatter und eine anschließende Auseinandersetzung mit verschiedenen Deutungsversuchen der Episode.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Alexander der Große, Quellenkritik, Gordischer Knoten und antike Geschichtsschreibung definieren.

Wie bewertet der Autor die Lösung mit dem Schwert?

Der Autor hält die Schwertlegende für eine spätere Erfindung, die Alexander als Tyrannen diskreditieren sollte, und bevorzugt die Version des herausgezogenen Deichselpflocks.

Warum ist das Wissen über die Quellen so problematisch?

Die zeitgenössischen Berichte sind größtenteils verloren gegangen; die erhaltenen Texte stammen erst aus einer Zeit 300 bis 500 Jahre nach den Ereignissen und sind stark von subjektiven Interpretationen geprägt.

Fin de l'extrait de 26 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Alexander der Große und der Gordische Knoten
Sous-titre
Eine Suche nach der Wahrheit
Université
University of Mannheim  (Seminar für Mittelalterliche Geschichte)
Cours
Alexander der Große, Hauptseminar
Note
1,7
Auteur
Yves Martin Görsch (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
26
N° de catalogue
V123799
ISBN (ebook)
9783640293346
ISBN (Livre)
9783640293605
Langue
allemand
mots-clé
Alexander Große Gordischer Knoten
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Yves Martin Görsch (Auteur), 2009, Alexander der Große und der Gordische Knoten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/123799
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Extrait de  26  pages
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