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Die Untersuchung mittelalterlicher Kochrezepte am Beispiel ´Daz buoch von guoter spise´

Title: Die Untersuchung mittelalterlicher Kochrezepte am Beispiel ´Daz buoch von guoter spise´

Seminar Paper , 2007 , 14 Pages , Grade: 2,2

Autor:in: Saskya Olympio (Author)

German Studies - Older German Literature, Medieval Studies
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Essen ist nicht nur eine lebensnotwendige Pflicht, sondern kann auch Hochgenuss sein, Lebensstil und sogar Luxus ausdrücken. Das Kochen von Mahlzeiten ist deshalb seit jeher wichtiger Bestandteil aller Kulturen. Um keine Rezepte zu vergessen wurden sie seit Beginn unserer Zeitrechnung aufgeschrieben und so für die Nachwelt erhalten. Nur aufgrund dieser Rezeptsammlungen können wir heute nachvollziehen, was gut situierte Menschen in längst vergangenen Zeiten zu sich nahmen.
Das älteste bisher bekannte Kochbuch „De re coquinaria“, was soviel bedeutet wie „über das Kochen“ stammt aus dem 1. Jahrhundert nach Christus und wurde von dem Feinschmecker Marcus Gavius Apicius aus mündlich überlieferten Kochrezepten schriftlich zusammengefasst. Die älteste deutsche Kochrezeptsammlung ist „Daz buoch von guoter spise“, das in dieser Seminararbeit etwas eingehender untersucht werden soll.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2. Konsumenten und Hersteller

2.1. Die Zielgruppe

2.2. Der Autor der Rezepte im Hinblick auf den Beruf Koch im Mittelalter

3. Die Speisenauswahl in ´Daz buoch von guoter spise´

3.1. Die Gerichte

3.1.1. Die Benennung der Gerichte

3.1.2. Der Schwierigkeitsgrad bei der Herstellung der Gerichte

3.1.3. Vergleich mit der einfachen Küche des Spätmittelalters

3.2. Die verwendeten Lebens- und Würzmittel

3.3. Vergleich mit den Lebensmitteln der einfachen Menschen im Spätmittelalter

4. Schluss:

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Kochgewohnheiten und die Speisenauswahl des Spätmittelalters anhand des ältesten erhaltenen deutschen Kochbuchs „Daz buoch von guoter spise“. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse der Zielgruppen, der sozialen Bedeutung von Zutaten sowie dem Kontrast zwischen der gehobenen Hofküche und der alltäglichen Ernährung der einfachen Bevölkerung.

  • Historische Analyse der ältesten deutschen Rezeptsammlung
  • Untersuchung der sozialen Funktion von „Luxuslebensmitteln“ als Statussymbol
  • Gegenüberstellung von höfischer Repräsentationsküche und bäuerlicher Alltagskost
  • Einfluss von Interkulturalität und Gewürzhandel auf die mittelalterliche Küche
  • Bedeutung des Berufsstandes des Kochs im mittelalterlichen Kontext

Auszug aus dem Buch

3.1.1. Die Benennung der Gerichte

„Daz buoch von guoter spise“ führt viele Gerichte auf, die uns dank ihres lateinisch klingenden Namens wie „Konkavelite“, „Ein condimentelin“ sehr extravagant erscheinen, doch nicht unbedingt außergewöhnlich sind. Konkavelite ist eine cremeartige Süßspeise, die man aus einer kleinen Schüssel isst und wohl auf das Wort „concavum electum“, was soviel wie auserlesene Schüssel bedeutet, zurückzuführen ist.

„Ein condimentelin“, was eine gewürzte Soße ist, geht wohl auf das lateinische Wort „condimentum“, also Gewürz zurück. 18

Das Gericht „Einen blamensir“ klingt andererseits wenig fremdländisch, wobei gerade dieser süße Brei eine sehr internationale Speise ist. Denn nicht nur in Deutschland wurden betuchte Feinschmecker mit diesem Gericht verköstigt. Der Blamensier, auch Blancmanger, oder Deutscher Brei genannt wurde im Spätmittelalter auch in Frankreich und England serviert. Allerdings kann man heute nicht mehr nachvollziehen, wo der Ursprung dieses Gerichts liegt. Es wird vermutet, dass es eine ursprünglich französische Zubereitungsart gegeben hat, die in Deutschland abgeändert wurde und wiederum die französische Zubereitung des Blancmangers veränderte. Sicher kann man aber sagen, dass egal in welchem europäischen Land der Brei zubereitet wird, Hauptbestandteile eines Blamensirs auszumachen sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein, benennt die verwendete Forschungsliteratur und erläutert den Aufbau der Hausarbeit sowie die zeitliche und kulturelle Einordnung der Rezeptsammlung.

2. Konsumenten und Hersteller: Hier wird analysiert, wer die Zielgruppe des Werkes war, wer als potenzieller Autor in Frage kommt und welchen Stellenwert der Beruf des Kochs im Mittelalter einnahm.

3. Die Speisenauswahl in ´Daz buoch von guoter spise´: Dieses Kapitel bildet das Kernstück und untersucht die Gerichte, die Verwendung von Luxuszutaten und den Vergleich zur alltäglichen Ernährung der einfachen Bevölkerungsschichten.

4. Schluss: Der Schluss zieht ein Resümee über die Kontinuität und den Wandel der Esskultur von der mittelalterlichen Zeit bis hin zu modernen Erscheinungsformen wie dem Showkochen.

Schlüsselwörter

Daz buoch von guoter spise, Mittelalter, Kochrezepte, Speisenauswahl, Spätmittelalter, Hofküche, Ernährung, Statussymbol, Gewürze, Weißessen, Luxusgüter, Kulinarik, Kochkunst, Esskultur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den spätmittelalterlichen Kochtraditionen und analysiert das Werk „Daz buoch von guoter spise“ als historisches Dokument der gehobenen Ernährung.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit fokussiert auf soziale Unterschiede bei der Ernährung, die Bedeutung von Repräsentation durch Speisen sowie den interkulturellen Austausch von Rezepten und Zutaten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, nachzuvollziehen, welche Speisen für die wohlhabende Schicht im Spätmittelalter relevant waren und wie sich dies von der Alltagskost der breiten Bevölkerung abgrenzte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf die Auswertung und Synthese existierender Forschungsliteratur, historischer Kochbuchanalysen und kulturgeschichtlicher Quellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Zielgruppen, die Benennung und den Schwierigkeitsgrad der Rezepte sowie den Vergleich zwischen der exklusiven Hofküche und der einfachen Bevölkerungskost.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind mittelalterliche Kochrezepte, Statussymbole, interkultureller Austausch, Luxuslebensmittel und der soziokulturelle Kontext der Ernährung.

Was unterscheidet das „Weißessen“ von der einfachen Kost?

Das „Weißessen“ bestand aus kostbaren Zutaten wie Mandelmilch, Zucker und Hühnerfleisch, während die einfache Bevölkerung überwiegend Getreidebrei, Kraut und Innereien verzehrte.

Warum fehlten in mittelalterlichen Rezepten oft Mengenangaben?

Dies deutet darauf hin, dass die Rezepte für ausgebildete Köche an Hofküchen geschrieben wurden, die über das notwendige handwerkliche Fachwissen und die Erfahrung verfügten, ohne standardisierte Rezepte zu arbeiten.

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Details

Title
Die Untersuchung mittelalterlicher Kochrezepte am Beispiel ´Daz buoch von guoter spise´
College
LMU Munich
Course
Proseminar: Essen und Trinken in der Literatur des Mittelalters
Grade
2,2
Author
Saskya Olympio (Author)
Publication Year
2007
Pages
14
Catalog Number
V123809
ISBN (eBook)
9783640293377
ISBN (Book)
9783640293629
Language
German
Tags
Untersuchung Kochrezepte Beispiel Proseminar Essen Trinken Literatur Mittelalters
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Saskya Olympio (Author), 2007, Die Untersuchung mittelalterlicher Kochrezepte am Beispiel ´Daz buoch von guoter spise´, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/123809
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