Die Wirtschaftssituation der Provinz Spanien


Hausarbeit, 2008

9 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsangabe

1. Einleitung

2. Hauptteil
2.1. Die Entstehung der spanischen Provinz
2.2. Aktive Bergwerke in Spanien
2.3. Die wirtschaftliche Vielfalt Hispaniens
2.3 Die Importe Spaniens

3. Schluss

4. Quellenund Literaturverzeichnis

5. Bibliographie: Die römische Provinz Spanien

1. Einleitung

Beschäftigt man sich mit der Wirtschaft Roms, so ist es auch notwenig sich mit den römischen Provinzen auseinanderzusetzen um ein vollständiges Bild zu erhalten. Schließlich sind Rom und die Provinzen eng miteinander verknüpft, in manchen Fällen sogar voneinander abhängig. Mit Spanien verbindet man oft den Reichtum an Edelmetallen und kommt in Versuchung diesen Reichtum als das wichtigste wirtschaftliche Element dieser Provinz zu deuten. Wie sieht es aber mit anderen Waren aus? In der vorliegenden Arbeit soll verdeutlicht werden, dass es ausser der Gewinnung von Edelmetallen auch noch einen regen Warenaustausch gab. Ausser den archäologischen Funden gibt es noch schriftliche Quellen zu diesem Thema von STRA- BON und PLINIUS1. Weiterhin hilfreich war insbesondere die Forschungsliteratur von LEONARD A. CURCHIN und SIMON J. KEAY.2

2. Hauptteil

2.1. Die Entstehung der spanischen Provinz

Es erscheint sinnvoll einige Informationen zum historischen Kontext Spaniens an dieser Stelle anzufügen um den nachfolgenden Ausführungen besser folgen zu können. Im Folgendem werden die Überlegungen von SIMON J. KEAY zu diesem Thema knapp dargestellt.

Mit dem Ende des 2. Punischen Krieges (218-201 v.Chr.) war auch die karthagische Herrschaft in Spanien beendet. Die Römer vertrieben 206 v. Chr. die Karthager aus Spanien und eroberten somit ein riesiges Gebiet. Doch brachte diese Eroberung auch verschiedene Probleme mit sich. Zum einen setzte sich Spanien aus verschiedenen Landschaften und zum anderen auch aus verschiedenen Völkern zusammen. Hinzu kam noch, dass die Menschen in Spanien nicht mit einer zentralen Autorität vertraut waren. Um den militärischen Frieden zu wahren, die Völker zu vereinigen und das Land für sich profitabler nutzen zu können, entwickelten die Römer ein zentrales Regierungssystem. Zusätzlich wurden Städte, Festungen und Villen errichtet und ein riesiges Straßennetz geschaffen.3 Die Iberische Halbinsel wurde neu strukturiert und 197 v. Chr. erfolgte eine formale Teilung Spaniens in zwei Provinzen – Hispania Citerior und Hispania Ulterior. Diese waren keine Provinzen im heutigen Sinne, sondern eher Verwaltungsbereiche, die dem Kommando Roms unterstanden. Aufgrund der Größe dieser Gebiete entstanden Schwierigkeiten bei der Aufsicht und dem Regieren. Aus diesem Grund wurde Hispania Ulterior zwischen 16 und 13 v. Chr. nochmals zweigeteilt, in Hispania Baetica mit der Hauptstadt Corduba und Hispania Lusitania mit der Hauptstadt Emerita Augusta (heute Mérida). Hispania Citerior blieb mit ihrer Hauptstadt Tarraco (heute Taragona) erhalten, bekam aber im Laufe der Zeit den Namen Tarraconensis.4

2.2. Aktive Bergwerke in Spanien

Einen großen Stellenwert in der Wirtschaft der spanischen Provinzen nahm die E- delmetallgewinnung ein. So berichtet STRABON von einem großen Bergwerk in Carthago Nova:

„Polybius, in mentioning the silver-mines of New Carthage, says that they are very large; that they are distant from the city about twenty stadia and embrace an area four hundred stadia in circuit; and that forty thousand workmen stay there, who (in his time) bring into the Roman exchequer a daily revenue of twenty-five thousand drachmae.(Strab. Geogr. 3,2,10).

STRABON, der sich auf POLYBIUS beruft, nennt hier nicht nur den Standort der Mienen, sondern auch konkrete Zahlen in Bezug auf die Arbeiter und den Gewinn aus den Bergwerken. Auch PLINIUS berichtet von Silber aus Spanien:

Man findet <Silber> fast in allen Provinzen, das schönste aber in Spanien, und zwar ebenfalls auf unfruchtbarem Boden und auch in den Bergen, und wo immer auch nur eine Ader gefunden wurde, entdecket man nicht weit davon eine andere. [...]

Merkwürdig ist, daß (sic!) die von Hannibal in den spanischen Provinzen angelegten Gruben noch jetzt in Tätigkeit sind. [...] Es gibt in diesen <Silber>adern auch ein Gestein, dessen stets flüssige Ausscheidung Quecksilber genannt wird." (Plin. nat. XXXIII, 96-99)

Neben dem Silber wurde in den Bergwerken reichlich Quecksilber, aber auch Zinnober gefunden, welches als Farbstoff sehr beliebt war:

[...]


1 Strabon: The Geography of Strabo, with an english translation by Horace Leonard Jones, Ph.D., LL.D., Cornell University, 1988.; Gaius Plinius secundus d.Ä.: Naturkunde, lateinisch-deutsch, herausgegeben und übersetzt von Roderich König in Zusammenarbeit mit Joachim Hopp und Wolfgang Glöckner, München Artemis&Winkler (Sammlung Tusculum), 1995.

2 Curchin, Leonard A.: Roman Spain, Conquest and Assimilation, London/New York 1991.; Keay, Simon J.: Roman Spain, Exploring the Roman world, London 1988.

3 vgl.: Keay, (1988: S.47).

4 vgl.: Keay (1988: S.47-49).

Ende der Leseprobe aus 9 Seiten

Details

Titel
Die Wirtschaftssituation der Provinz Spanien
Hochschule
Universität Kassel
Veranstaltung
Wirtschaftsräume in der Antike
Note
2,0
Autor
Jahr
2008
Seiten
9
Katalognummer
V123813
ISBN (eBook)
9783640293407
ISBN (Buch)
9783640293643
Dateigröße
504 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Eine kurze Hausarbeit, mit einer ausführlichen Bibliographie zum Thema Wirtschaft in der Antike.
Schlagworte
Spanien, Alte Geschichte, Römisches Imperium, Wirtschaft, Antike, Provinz Hispania, Rohstoffe, Handel
Arbeit zitieren
Olessja Bojko (Autor), 2008, Die Wirtschaftssituation der Provinz Spanien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/123813

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