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Kinder depressiver Eltern

Zu den Handlungsmöglichkeiten der Sozialen Arbeit

Title: Kinder depressiver Eltern

Bachelor Thesis , 2022 , 55 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Louisa Pause (Author)

Social Work
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Während Kinder psychisch kranker Eltern eine bereits vielfach erforschte Zielgruppe darstellen, bleibt die Frage nach den konkreten Handlungsmöglichkeiten der Sozialen Arbeit im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe und ihrer Wirksamkeit für die gesunde sozial-emotionale Entwicklung der Kinder jedoch weitestgehend unbeantwortet.

Ziel der Arbeit ist es, die Auswirkungen einer unipolaren Depression der Eltern auf die sozial-emotionale Entwicklung ihrer Kinder herauszuarbeiten und aufzuzeigen, inwieweit die Hilfen zur Erziehung der Kinder- und Jugendhilfe für die Arbeit mit Kindern depressiver Eltern und insbesondere die Förderung ihrer sozial-emotionalen Entwicklung geeignet und wirksam sind.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Elterliche Erkrankung

1.1 Klassifikation und Symptomatik nach der ICD-10

1.1.1 Affektive Störungen

1.1.2 Unipolar depressive Störungen

1.2 Entstehung und Aufrechterhaltung

1.2.1 Das Vulnerabilitäts-Stress Modell

1.2.2 Das Modell der erlernten Hilflosigkeit

1.2.3 Das kognitive Modell

2 Kindliche Entwicklung

2.1 Kindheitsbegriff

2.2 Entwicklungsbegriff

2.2.1 Soziale Entwicklung

2.2.2 Emotionale Entwicklung

2.3 Bedeutung und Faktoren der sozial-emotionalen Entwicklung

2.3.1 Risikofaktoren

2.3.2 Schutzfaktoren

3 Einflussfaktoren der elterlichen Erkrankung auf die kindliche Entwicklung

3.1 Lebenssituation der Kinder depressiver Eltern

3.1.1 Belastungen der Kinder depressiver Eltern

3.1.2 Bewältigungsstrategien der Kinder depressiver Eltern

3.2 Erziehungsverhalten depressiver Eltern

3.3 Eltern-Kind-Beziehung

3.4 Ausblick ins Erwachsenenalter der Kinder

4 Handlungsmöglichkeiten der Sozialen Arbeit

4.1 Die Kinder- und Jugendhilfe

4.1.1 Aufgaben und Ziele

4.1.2 Handlungsfelder

4.2 Hilfen zur Erziehung nach dem Kinder- und Jugendhilfegesetz

4.2.1 Erziehungsberatung

4.2.2 Soziale Gruppenarbeit

4.2.3 Erziehungsbeistandschaft

4.2.4 Sozialpädagogische Familienhilfe

4.2.5 Erziehung in einer Tagesgruppe

4.3 Herausforderungen sozialarbeiterischer Maßnahmen

Zielsetzung & Themen

Diese Bachelorarbeit untersucht die Auswirkungen unipolarer Depressionen bei Eltern auf die sozial-emotionale Entwicklung ihrer Kinder und reflektiert die Handlungsmöglichkeiten der Kinder- und Jugendhilfe. Ziel ist es aufzuzeigen, wie unterstützende Hilfen zur Erziehung wirksam eingesetzt werden können, um die gesunde Entwicklung dieser Kinder zu fördern.

  • Psychische Erkrankungen von Eltern und deren Auswirkung auf die kindliche Entwicklung
  • Sozial-emotionale Entwicklung und beeinflussende Risiko- sowie Schutzfaktoren
  • Belastungsfaktoren und Bewältigungsstrategien von betroffenen Kindern
  • Konkrete Interventionsmöglichkeiten der Kinder- und Jugendhilfe
  • Wirksamkeit und Herausforderungen sozialarbeiterischer Unterstützungsmaßnahmen

Auszug aus dem Buch

1.2.2 Das Modell der erlernten Hilflosigkeit

Das Modell der erlernten Hilflosigkeit stammt aus den 1970er Jahren und wurde von dem US-amerikanischen Psychologen Seligman entwickelt (Essau, 2007, S. 106f). Er nimmt an, dass Menschen, die wiederholt die Erfahrung machen, dass sie Situationen aus ihrer Umwelt nicht kontrollieren können, eine Selbstunwirksamkeitserwartung an zukünftige Situationen entwickeln (Essau, 2007, S. 107). Sie erlernen laut Seligman, hilflos und handlungsunfähig zu sein, selbst wenn Handlungsmöglichkeiten bestehen (Essau, 2007, S. 107). Eine Depression entsteht somit nach dem Modell der erlernten Hilflosigkeit nicht etwa durch eine Situation selbst, sondern als Folge der wiederholt erfahrenen, erlernten und erwarteten Unkontrollierbarkeit bzw. Selbstunwirksamkeit (Essau, 2007, S. 107). Auf diese Weise lassen sich einige depressive Symptome, wie z. B. die fehlende Motivation zu handeln und das verringerte Selbstbewusstsein bzw. Selbstvertrauen erklären (Essau, 2007, S. 107; Mohr et al., 2017, S. 32).

Nicht mit diesem Modell der erlernten Hilflosigkeit zu erklären ist allerdings, dass es Menschen gibt, die trotz wiederholter Erfahrung von Unkontrollierbarkeit langfristig handlungsfähig bleiben, d. h. keine Erwartung ihrer Selbstunwirksamkeit entwickeln und nicht an einer Depression erkranken. In Anbetracht dessen wurde das Modell der erlernten Hilflosigkeit um die Attributionstheorie erweitert (Essau, 2007, S. 107). Als Attribution wird die Ursachenzuschreibung eines Menschen für ein Ereignis bezeichnet (Essau, 2007, S. 107). Je nach Attributionsstil des Menschen kann diese unterschiedlich ausfallen (Essau, 2007, S. 107).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Elterliche Erkrankung: Dieses Kapitel klassifiziert die unipolare Depression medizinisch und erläutert relevante psychologische Störungsmodelle zu ihrer Entstehung.

2 Kindliche Entwicklung: Hier werden Grundlagen der Kindheitsentwicklung sowie die Bedeutung von Risiko- und Schutzfaktoren für die sozial-emotionale Kompetenz des Kindes definiert.

3 Einflussfaktoren der elterlichen Erkrankung auf die kindliche Entwicklung: Das Kapitel analysiert die konkreten Belastungen, Bewältigungsstrategien und das gestörte Bindungsverhalten, welches Kinder psychisch erkrankter Eltern häufig erleben.

4 Handlungsmöglichkeiten der Sozialen Arbeit: Hier werden verschiedene Hilfen zur Erziehung kritisch beleuchtet und Herausforderungen für die praktische Umsetzung der Sozialen Arbeit diskutiert.

Schlüsselwörter

Klinische Psychologie, Soziale Arbeit, Unipolare Depression, Kinder psychisch kranker Eltern, Sozial-emotionale Entwicklung, Kindheitsentwicklung, Risikofaktoren, Schutzfaktoren, Erziehungsverhalten, Eltern-Kind-Bindung, Kinder- und Jugendhilfe, Erziehungsberatung, Hilfen zur Erziehung, Emotionsregulation, Resilienz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Auswirkungen, die eine unipolare Depression von Eltern auf die sozial-emotionale Entwicklung ihrer Kinder hat, und untersucht, wie die Soziale Arbeit hier unterstützend tätig werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die klinischen Grundlagen der Depression, die Entwicklungspsychologie des Kindes, die spezifische Lebenssituation dieser Kinder sowie das Spektrum der Hilfen zur Erziehung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet: „Wie wirken sich elterliche Depressionen auf die sozial-emotionale Entwicklung der Kinder aus und was sind Handlungsmöglichkeiten der Sozialen Arbeit?“

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Analyse vorhandener empirischer Literatur und Studien basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die elterliche Störung, die kindliche Entwicklung, Wechselwirkungen zwischen der Erkrankung und dem Erziehungsverhalten sowie die Wirksamkeit spezifischer sozialpädagogischer Hilfsangebote.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere die Resilienz, Emotionsregulation, Eltern-Kind-Bindung, Risikofaktoren sowie die verschiedenen Leistungen nach dem SGB VIII wie Erziehungsberatung oder Familienhilfe.

Welchen Einfluss hat das elterliche Erziehungsverhalten auf die Bindung?

Depressive Eltern sind oft weniger feinfühlig, was häufig zu einer unsicher-desorganisierten Bindung bei ihren Kindern führt, da die elterlichen Reaktionen für das Kind oft schwer vorhersagbar sind.

Was ist das Konzept der „Parentifizierung“?

Dabei übernehmen Kinder vorzeitig Verantwortung für ihre Eltern oder den Haushalt, weil die psychisch erkrankten Eltern dies nicht mehr leisten können, was die eigene Entwicklung des Kindes stark beeinträchtigen kann.

Warum ist die Kooperation mit der Psychiatrie wichtig?

Da Depressionen eine medizinische Behandlung benötigen, reicht Soziale Arbeit allein oft nicht aus; eine langfristige Unterstützung gelingt am besten durch multidisziplinäre Zusammenarbeit der Hilfesysteme.

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Details

Title
Kinder depressiver Eltern
Subtitle
Zu den Handlungsmöglichkeiten der Sozialen Arbeit
College
University of Duisburg-Essen  (Bildungswissenschaften)
Grade
1,0
Author
Louisa Pause (Author)
Publication Year
2022
Pages
55
Catalog Number
V1238311
ISBN (PDF)
9783346657046
ISBN (Book)
9783346657053
Language
German
Tags
Soziale Arbeit Depressionen Kinder- und Jugendhilfe Kindliche Entwicklung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Louisa Pause (Author), 2022, Kinder depressiver Eltern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1238311
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