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Der Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich 1938

Title: Der Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich 1938

Term Paper , 2002 , 14 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Jürgen Menze (Author)

History of Europe - Ages of World Wars
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Nach der gemeinsamen Niederlage des Deutschen Reichs und Österreichs im Ersten Weltkrieg gab es sowohl von deutscher als auch von österreichischer Seite Bestrebungen nach einer Vereinigung der beiden Staaten. In Wien hatte die provisorische Nationalversammlung im „Gesetz über die Staats- und Regierungsform von Deutschösterreich“ im November 1918 erklärt, dass Deutschösterreich ein Bestandteil der Deutschen Republik sei. In den von den alliierten Siegermächten 1919 diktierten Friedensverträgen von Versailles und Saint-Germainen-Laye wurde jedoch der Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich und selbst die Benutzung der Bezeichnung „Deutschösterreich“ untersagt und somit die Forderung nach dem Selbstbestimmungsrecht für die Deutschen ignoriert.
Die Anschlussidee blieb nach dem Verbot allerdings in großen Teilen der Bevölkerung lebendig, wobei ihre Intensität in Österreich, das wirtschaftlich gesehen nach dem verlorenen Krieg kaum überlebensfähig zu sein schien, stark von ökonomischen Konjunkturschwankungen abhing. Vom Deutschen Reich aus „gelenkte und vor allem finanziell unterstützte Organisationen“ sollten dafür Sorge tragen, dass der Anschlussgedanke in der österreichischen Bevölkerung präsent blieb.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Die Anschlussidee nach dem Ersten Weltkrieg

2. Deutsch-österreichische Beziehungen seit 1933

2.1. Die österreichischen Nationalsozialisten und ihr Putschversuch 1934

2.2. Deutsches Evolutionskonzept und das Juli-Abkommen 1936

3. Konferenz von Berchtesgaden

4. Das geplante Plebiszit über den Erhalt der Eigenstaatlichkeit Österreichs

5. Haltung der Westmächte und Italiens

5.1. Die Position Englands und Frankreichs

5.2. Die Position Italiens

6. Die deutschen Ultimaten vom 11. März 1938

7. Der Anschluss und seine Bedeutung für das Deutsche Reich

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den historischen Prozess des Anschlusses Österreichs an das Deutsche Reich im Jahr 1938, analysiert die politischen Rahmenbedingungen sowie die diplomatischen Druckmittel, die zur Preisgabe der österreichischen Souveränität führten, und beleuchtet die machtpolitische sowie wirtschaftliche Bedeutung dieses Ereignisses für das nationalsozialistische Regime.

  • Entwicklung der Anschlussidee nach dem Ersten Weltkrieg
  • Einfluss des Nationalsozialismus und das Juli-Abkommen 1936
  • Die diplomatische Eskalation und die Konferenz von Berchtesgaden
  • Das gescheiterte Plebiszit als Vorwand für die Besetzung
  • Internationale Haltung der Westmächte und Italiens
  • Strategische und ökonomische Auswirkungen für das Deutsche Reich

Auszug aus dem Buch

3. Konferenz von Berchtesgaden

Nach Entdeckung der Pläne, die eine gewaltsame Lösung der Anschlussfrage vorsahen, gelang es Papen, den österreichischen Bundeskanzler Schuschnigg, für den das deutsch-österreichische Abkommen vom Juli 1936 keine genügende Sicherheit mehr bedeuten konnte, zu einem persönlichen Gespräch mit Hitler zu bewegen. Diese Unterredung, von der Schuschnigg erwartete, sie würde dazu dienen, „die Situation zu kalmieren“, fand am 12. Februar 1938 in Berchtesgaden statt. Sie wurde „unter dem Druck deutscher militärischer Scheinmaßnahmen“ an der Grenze zu Österreich geführt. Hitler hatte zudem an diesem Tag demonstrativ einige Generale zu sich eingeladen. Das Gespräch zwischen den beiden Kanzlern widersprach allen diplomatischen Gepflogenheiten, denn Hitler überfiel seinen Besucher mit Vorhaltungen, die sich zu Drohungen steigerten.

Laut Hitler betriebe Österreich keine deutsche Politik, sondern die ganze Geschichte Österreichs sei „ein ununterbrochener Volksverrat“. Er bräuchte nur einen Befehl zu geben und „über Nacht ist der ganze lächerliche Spuk an der Grenze zerstoben“. Das Land sei außenpolitisch isoliert und wehrlos, da sich weder Italien noch die Westmächte England und Frankreich für die Interessen der österreichischen Regierung einsetzen würden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die Anschlussidee nach dem Ersten Weltkrieg: Skizziert die historischen Bestrebungen nach einer Vereinigung beider Staaten nach 1918 und das Scheitern dieser Ambitionen durch die Friedensverträge von 1919.

2. Deutsch-österreichische Beziehungen seit 1933: Beleuchtet die Aktivitäten der österreichischen NSDAP, den Putschversuch von 1934 sowie die spätere diplomatische Evolutionsstrategie und das Juli-Abkommen von 1936.

3. Konferenz von Berchtesgaden: Analysiert den diplomatischen Druck und die Drohkulisse, mit denen Hitler den österreichischen Kanzler Schuschnigg zu weitreichenden Zugeständnissen zwang.

4. Das geplante Plebiszit über den Erhalt der Eigenstaatlichkeit Österreichs: Beschreibt Schuschniggs verzweifelten Versuch einer Volksbefragung als letztes Mittel zur Wahrung der Unabhängigkeit und Hitlers Reaktion darauf.

5. Haltung der Westmächte und Italiens: Untersucht die internationale Passivität gegenüber den deutschen Aggressionen, begründet durch Appeasementpolitik und außenpolitische Isolation.

6. Die deutschen Ultimaten vom 11. März 1938: Dokumentiert das schrittweise Vorgehen Berlins bis zum erzwungenen Rücktritt Schuschniggs und der Machtübernahme durch Seyß-Inquart.

7. Der Anschluss und seine Bedeutung für das Deutsche Reich: Bewertet den vollzogenen Anschluss als strategischen und wirtschaftlichen Zugewinn für das NS-Regime sowie den Beginn einer neuen Expansionsphase.

Schlüsselwörter

Anschluss Österreichs, Nationalsozialismus, Engelbert Dollfuß, Kurt Schuschnigg, Berchtesgaden, Juli-Abkommen, Appeasementpolitik, Wehrmacht, Arthur Seyß-Inquart, Volksabstimmung, Souveränität, Machtübernahme, Expansionspolitik, Deutsche Reich, NS-Regime.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert den Prozess der Annexion Österreichs durch das Deutsche Reich im März 1938, basierend auf den politischen und diplomatischen Entwicklungen der vorangegangenen Jahre.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die deutsch-österreichischen Beziehungen, die Rolle der österreichischen Nationalsozialisten, der internationale Druck auf Österreich sowie die strategischen Interessen des NS-Regimes.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die historisch präzise Darstellung, wie der Anschluss durch eine Kombination aus politischem Druck, diplomatischen Ultimaten und der Ausnutzung internationaler Schwäche herbeigeführt wurde.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine historisch-analytische Methode, basierend auf der Auswertung von Fachliteratur und zeitgenössischen Dokumenten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet chronologisch die Ereignisse von 1933 bis 1938, insbesondere die Konferenz von Berchtesgaden und die unmittelbare Krise um das geplante Plebiszit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Dokument?

Wichtige Begriffe sind Anschluss Österreichs, Souveränitätsverlust, diplomatischer Druck, NS-Expansionspolitik und internationale Isolation.

Warum leisteten die Westmächte keinen Widerstand gegen den Anschluss?

Die Westmächte waren durch innenpolitische Krisen (Frankreich) und die Politik der Appeasement (England) gelähmt, was Hitler außenpolitisch Handlungsfreiheit gewährte.

Welche Rolle spielte Mussolini bei diesem Prozess?

Während Mussolini 1934 noch militärisch intervenierte, annäherte er sich durch den Abessinienkrieg und die gemeinsame Unterstützung der Nationalisten im Spanischen Bürgerkrieg Hitler an, was zu einer Preisgabe Österreichs führte.

Was war der eigentliche Zweck der Volksabstimmung durch Schuschnigg?

Schuschnigg wollte durch ein Plebiszit ein demokratisches Signal für den Erhalt der staatlichen Eigenständigkeit setzen, was Hitler jedoch als Vorwand für eine Eskalation nutzte.

Welche ökonomischen Vorteile ergaben sich für das Deutsche Reich?

Der Anschluss brachte dem Deutschen Reich Devisenreserven, Zugang zu Rohstoffen wie Eisenerz sowie eine signifikante Erweiterung des Bevölkerungs- und Wirtschaftspotenzials für die Aufrüstung.

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Details

Title
Der Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich 1938
College
University of Hannover  (Historisches Seminar)
Course
Deutsche Außenpolitik 1933-1939
Grade
1,7
Author
Jürgen Menze (Author)
Publication Year
2002
Pages
14
Catalog Number
V123883
ISBN (eBook)
9783640287697
ISBN (Book)
9783640287888
Language
German
Tags
Österreich Deutschland Deutsches Reich Drittes Reich Nationalsozialismus Nazi Hitler Außenpolitik Politik politisch Geschichte Westmächte England Frankreich Italien Schuschnigg Dollfuß Seyß-Inquart Miklas Göring Einmarsch Plebiszit Wehrmacht Anschluss Anschlussgedanke
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jürgen Menze (Author), 2002, Der Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich 1938 , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/123883
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