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Singles in Japan - Demografischer Wandel und Konsumverhalten Ende der 1990er Jahre

Titre: Singles in Japan - Demografischer Wandel und Konsumverhalten Ende der 1990er Jahre

Mémoire de Maîtrise , 2003 , 115 Pages , Note: 2,5

Autor:in: Ulrike Schlack (Auteur)

Orientalisme / Sinologie - Lettres, Langues et Civilisation Japonaises (LLCE Japonais)
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„Ich hab schon alles, ich will noch mehr, alles hält ewig, jetzt muß was Neues her. Ich könnt im Angebot ersaufen, mich um Sonderposten raufen, hab diverse Kredite laufen [...] ich kauf’ mir was, kaufen macht soviel Spaß, ich könnte ständig kaufen gehen, kaufen ist wunder-schön.“ Diese Zeilen aus einem Song von dem deutschen Popsänger Herbert Grönemeyer aus dem Jahr 1982 könnten auch auf die sogenannten Parasiten-Singles in Japan passen, die in den letzten Jahren durch ihre hedonistische Lebensweise auf sich aufmerksam gemacht haben und noch immer für ausreichend Gesprächsstoff sorgen.
„Auch mit über dreißig Jahren wohnen sie noch zu Hause bei den Eltern, machen in ihrer Freizeit Auslandsreisen, auf denen sie teure Markenartikel kaufen und führen alles in allem ein gemütliches Leben - dies sind die unbekümmerten und unverheirateten jungen Männer und Frauen Japans - die Parasiten-Singles.“ So beschreibt sie Yamada Masahiro in seinem Buch „Das Zeitalter der Parasiten-Singles“ (Parasaito shinguru no jidai). Yamada, Professor der Soziologie an der Universität für Kunst und Wissenschaft in Tôkyô spezialisierte sich auf dem Gebiet der Eltern-Kind-Beziehung sowie ehelichen Beziehungen zwischen Mann und Frau, wozu er verschiedene Veröffentlichungen wie „Das Risiko namens Familie“ (Kazoku to iu risuku) oder „Die Restrukturierung der Familie“ (Kazoku no resutorakuchâringu) heraus-gegeben hat. In dem erstgenannten Buch „Das Zeitalter der Parasiten-Singles“ versucht er, dem zur Zeit nicht mehr nur japanspezifischen Phänomen auf den Grund zu gehen. Da die „Parasiten-Singles“ aus Bequemlichkeit länger unverheiratet bleiben, macht sie der Soziologe für die sinkende Geburtenrate verantwortlich. Laut Yamada sind es grundsätzlich die jungen Menschen Japans, die unter dem Dach der Eltern und auf Kosten der Eltern leben und dies in vollen Zügen genießen, er verurteilt sie wegen ihres hedonistischen Lebensstils und warnt auch vor Folgen für Gesellschaft und Wirtschaft, bezeichnet sie als das Symbol der Sackgasse, in der sich Japan gegenwärtig befindet.
Die mit einer stark pejorativen Konnotation behafteten Bezeichnung „Parasiten-Singles“ gab mir den Anstoß, dieses Phänomen näher zu untersuchen. Hauptanliegen dieser Arbeit soll es sein, Yamadas These einer gründlichen Prüfung zu unterziehen und eine differenzierende sowie sachlichere Darlegung zu liefern.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Empirische Befunde

1.1 Tendenzen in der Entwicklung der Bevölkerungsstruktur in Japan

1.1.1 Bevölkerungsverteilung nach Altersgruppen und durchschnittliche Lebenserwartung

1.1.2 Geburten- und Sterbeziffern, Eheschließungen und Ehescheidungen

1.1.3 Haushaltsgröße

1.2 Analysen und Fazit

2 Entwicklung des Single-Daseins in Japan

2.1 Vorbetrachtung

2.2 „Parasiten-Singles“ in Japan

2.2.1 Charakteristische Paras I

2.2.2 Charakteristische(?) Paras II

2.3 Non-paras – die Gegenspieler

3 Exkurs: Konsumtheorie – ein Definitionsversuch

3.1 Der wirtschaftliche Kontext

3.2 Der sozialwissenschaftliche Kontext — Konsumtheorien — ein Auszug

3.3 Konsum in Japan

4 Konsum - Ausdruck des Lebensstils der Singles in Japan

4.1 Vorbetrachtung

4.2 Lebensstil in Japan

4.2.1 Freizeit als gegenwärtiges Phänomen

4.2.2 Shopping als neue Freizeitbeschäftigung

4.2.3 Käuferverhalten und Präferenzbildung

4.2.4 Kaufentscheidungsprozesse

5 Konsumverhalten paras vs. non-paras

5.1 Die Äußerlichkeiten der paras und non-paras

5.2 Der Konsum der paras

5.3 Das non-bura-Konzept

5.4 Die Brillanz der non-paras

6 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Phänomen der sogenannten "Parasiten-Singles" in Japan Ende der 1990er Jahre vor dem Hintergrund des demografischen Wandels. Das Hauptziel besteht darin, Yamadas These, welche diese Gruppe für die sinkende Geburtenrate verantwortlich macht, einer kritischen Prüfung zu unterziehen und durch eine detaillierte Analyse des Konsumverhaltens eine differenzierte Sichtweise auf die unterschiedlichen Single-Typen (paras vs. non-paras) zu entwickeln.

  • Demografischer Wandel und Veränderung der Familienstrukturen in Japan
  • Soziologische Einordnung des "Parasiten-Single"-Begriffs
  • Konsumtheoretische Grundlagen und deren Anwendung auf den japanischen Markt
  • Vergleichende Analyse des Konsumverhaltens von "Parasiten-Singles" und "Nicht-Parasiten-Singles"
  • Einfluss von Lifestyle, Freizeit und Shopping auf die Identitätsbildung in der modernen japanischen Gesellschaft

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Charakteristische Paras I

Im Zusammenhang mit der Zunahme der „Parasiten-Singles“ erschien eine Interviewreihe in der Zeitschrift AERA, herausgegeben von der Asahi Shinbun. Die Journalistin Takahashi Junko hat verschiedene Erfahrungen und Meinungen zum Thema zusammengetragen, um ein vielseitiges Bild zur Problematik der „Parasiten-Singles“ zu geben. In den ersten Ausgaben wurden einerseits junge Leute, die sich selbst als para sehen, andererseits diejenigen, die aus verschiedenen Gründen gezwungen sind so zu leben, zu Wort gebeten.

Beginnen möchte ich mit einem echten para, welcher das erste Beispiel des Interviews von Takahashi Junko in der japanischen Zeitschrift AERA ist.

Frau A, die in einer Immobilienfirma angestellt ist, kann sich nicht erklären, was so schlimm daran ist, dass sie so lebt, sie hat keinen Ärger, kann sehr oft zum Einkaufen gehen und kurbelt damit die Wirtschaft an. Ihr Leben hat sich seit ihrer Kindheit nicht großartig verändert, sie gibt keinen Pfennig zu Hause ab, bekommt die Wäsche gewaschen und gebügelt, das Essen gekocht und vieles mehr, so erzählt sie. Sie lebt allein mit ihrer Mutter, ihr Vater starb, als sie 20 war. In solchen Fällen kommt es häufig vor, dass das alleinerziehende Elternteil von den Kindern psychisch abhängig wird, den Kindern niemals vorgeschlagen würde, von zu Hause wegzugehen, um nicht selbst zu vereinsamen.

Michiko Miyamoto erläutert in dem Artikel „Young people who don’t grow up“, dass rund 10% der Eltern, die zusammen mit ihren unverheirateten Kindern leben, wollen, dass ihre Kinder so lange wie möglich in ihrem Haushalt leben bleiben, über die Hälfte aller befragten Eltern haben darüber mit ihren Kinder noch nie gesprochen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Empirische Befunde: Darstellung des demografischen Wandels in Japan, charakterisiert durch Überalterung, sinkende Geburtenraten und veränderte Familienstrukturen.

2 Entwicklung des Single-Daseins in Japan: Analyse der Entstehung und Definition von "Parasiten-Singles" sowie der Abgrenzung zu "Nicht-Parasiten-Singles" anhand von Fallbeispielen.

3 Exkurs: Konsumtheorie – ein Definitionsversuch: Theoretischer Abriss konsumsoziologischer Ansätze (von Marx bis Bourdieu) als Grundlage für die Untersuchung des Konsums in Japan.

4 Konsum - Ausdruck des Lebensstils der Singles in Japan: Erläuterung der Bedeutung von Freizeit und Shopping für den Lebensstil junger Singles in einer konsumorientierten Gesellschaft.

5 Konsumverhalten paras vs. non-paras: Detaillierter Vergleich der Konsumpraktiken, Ausgabenschwerpunkte und Einstellungen zwischen Parasiten-Singles und Nicht-Parasiten-Singles.

6 Zusammenfassung: Synthese der Ergebnisse zur Rolle der "Parasiten-Singles" in Wirtschaft und Gesellschaft sowie Reflexion über die zukünftige Entwicklung der Lebensformen in Japan.

Schlüsselwörter

Parasiten-Singles, Japan, Konsumverhalten, Demografischer Wandel, Lebensstil, Nicht-Parasiten-Singles, Kaufentscheidungsprozesse, Freizeit, Markenbewusstsein, Bevölkerungsstruktur, Soziologie, Generationenkonflikt, Familie, Einzelhaushalt, Konsumgesellschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Magisterarbeit untersucht die soziologische Phänomene der "Parasiten-Singles" in Japan Ende der 1990er Jahre im Kontext des demografischen Wandels und deren Konsumgewohnheiten.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Die zentralen Themen sind der demografische Wandel, die Entwicklung des Single-Daseins, Konsumtheorien sowie das spezifische Konsumverhalten verschiedener Single-Typen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die These des Soziologen Yamada Masahiro kritisch zu hinterfragen, welche "Parasiten-Singles" als Hauptverursacher für gesellschaftliche und ökonomische Probleme identifiziert.

Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?

Die Arbeit stützt sich auf eine Kombination aus statistischer Datenanalyse, der Auswertung bestehender Literatur, Medienberichten und qualitativen Befragungen bzw. Fallbeispielen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die demografische Empirie, die Kategorisierung von Singles, einen theoretischen Exkurs zum Konsum und eine detaillierte Gegenüberstellung des Konsumverhaltens zwischen "paras" und "non-paras".

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Die wichtigsten Schlüsselbegriffe sind "Parasiten-Singles" (paras), "Nicht-Parasiten-Singles" (non-paras), Konsumverhalten, demografischer Wandel und der japanische Lebensstil.

Warum wird das Verhalten der Eltern im Kontext der "Parasiten-Singles" diskutiert?

Die Eltern spielen eine Schlüsselrolle, da sie durch ihre Unterstützung (Wohnraum, Versorgung) das Single-Dasein der Kinder im Elternhaus erst ermöglichen und damit Teil des "Eltern-Kind-Sets" sind.

Wie unterscheiden sich "paras" und "non-paras" hinsichtlich ihres Konsums?

Während "paras" oft markenbewusst agieren und ihr Einkommen in Luxusartikel investieren, zeichnen sich "non-paras" durch ein ökonomisches Bewusstsein, No-Name-Präferenzen und eine kritischere Lebensführung aus.

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Résumé des informations

Titre
Singles in Japan - Demografischer Wandel und Konsumverhalten Ende der 1990er Jahre
Université
University of Leipzig
Cours
Magisterstudium MA Japanologie (Hauptfach)
Note
2,5
Auteur
Ulrike Schlack (Auteur)
Année de publication
2003
Pages
115
N° de catalogue
V123917
ISBN (ebook)
9783640284825
ISBN (Livre)
9783640284719
Langue
allemand
mots-clé
Singles Japan Demografischer Wandel Konsumverhalten Ende Jahre Magisterstudium Japanologie
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Ulrike Schlack (Auteur), 2003, Singles in Japan - Demografischer Wandel und Konsumverhalten Ende der 1990er Jahre, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/123917
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