Jugend und Jugendkulturen im 21. Jahrhundert


Hausarbeit, 2008
11 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was ist Jugend?

3. Was ist Jugendkultur?

4. Die Peer-Groups der Jugendlichen

5. Jugendkulturen im 21. Jahrhundert

6. Jugendkonsum

7. Fazit

8. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Wenn man heutzutage durch die Fußgängerzone läuft oder sich an anderen, für die Jugend beliebten Orte aufhält, so dürfte einem auffallen, dass sich das Gesamtbild der Jugendlichen im Vergleich zu früher gewandelt hat. Zahlreiche Jugendliche kleiden sich dem Emo-Style entsprechend und tragen Röhrenjeans, enge T-Shirts mit Sternchenmuster oder Totenköpfen, Arm- oder Schweißbänder, Buttons und diverse andere Accessoires. Bevorzugte Farbe: Schwarz. Es erweckt beinahe den Eindruck als ob der Emo-Style der Garant dafür ist besonders cool zu sein. An dieser Beobachtung kann man erkennen, dass heute viele Jugendkulturen zum Mainstream geworden sind. Fast sogar, als ob man sich nicht mehr aus Überzeugung einer Jugendkultur/Jugendszene zugehörig fühlt, sondern nur um zur breiten, kultigen Masse zu gehören und um darin mit zu schwimmen.

Das Thema dieser Hausarbeit beschäftigt sich mit der Jugend und den Jugendkulturen im 21. Jahrhundert. Bevor ich allerdings auf das eigentliche Thema zu sprechen komme, werde ich zunächst einmal näher auf den Jugendbegriff eingehen, um ein besseres Verständnis darüber zu vermitteln, inwiefern sich die Jugend in der Zeit gewandelt hat, da man von einer Veränderung der Jugendphase sprechen kann, die sich durch den Strukturwandel, die End- bzw. Destrukturierung und Entstandardisierung der Jugendphase ausweist. Anschließend wende ich mich dem Jugendkulturbegriff zu, zumal dieser Begriff bereits eine pädagogische Tradition besitzt und es sehr interessant ist auch diesen im Wandel der Zeit zu betrachten und um überhaupt einen groben Überblick darüber zu schaffen, um was es sich eigentlich handelt. Im Anschluss daran werde ich mich auf die Peer-Groups, also die Gleichaltrigengruppen der Jugendlichen beziehen, da diese immer wichtiger für die Jugendphase werden und eine wichtige Sozialisationsfunktionen einnehmen. Im Hinblick auf die Entstehung zahlreicher paralleler, aber auch gegenläufiger Jugendkulturen werde ich mich auf diese im 21. Jahrhundert beziehen. In der heutigen Zeit ist es schwer geworden, einen Jugendlichen jeweils einer Jugend(sub)kultur zuzuordnen. Mittlerweile gibt es eine ungeheure Vielfalt an Gruppen, was auch sehr konfus sein kann. Dennoch werde ich versuchen einen Überblick über das facettenreiche Thema zu schaffen. Um die Hausarbeit zum Ende zu bringen werde ich abschließend auf den Jugendkonsum eingehen, da die Kultur, in der heutige Jugendliche heranwachsen zunehmend kommerzialisiert wird und man im alltäglichen Leben von unzähligen Konsumanreizen verführt wird, wie zum Beispiel durch die Medien oder die einen ständig bombardierende Werbung. Kurz werde ich auch auf die Gefahren eingehen, die die heutige Konsumkultur mit sich trägt.

2. Was ist Jugend?

Erst seit dem Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Jugendbegriff entdeckt, der sich als biologisch und entwicklungspsychologisch begründbare eigenständige Lebensphase durchsetzte. (vgl. Ferchhoff 2007, S.86) Allerdings ist es im Zuge der ständigen Ausdehnung der Lebensphase Jugend schwer diese zu definieren. Der Jugendbegriff wird in unterschiedlichem Sinn verwendet, gemeint sein kann beispielsweise eine Alterskohorte, eine ontogenetische Entwicklungsphase, das Akzeptieren der eigenen körperlichen Entwicklung und Erscheinung oder die Aufnahme von Peer-Beziehungen und intimer Beziehung. Jugend umfasst zahlreiche Assoziationen. Meist wird jedoch mit Jugend eine bestimmte Altersphase bezeichnet (vgl. Lenzen 2005, S.799 und Ferchhoff 2007, S.91f), wobei sich daraus einige Abgrenzungsprobleme ergeben, da der Jugendbegriff jedoch zeit- und kulturgebunden ist. 1950 reichte die Jugendphase etwa vom 13. bis zum 21. Lebensjahr und heutzutage in der Regel vom 13. bis zum 27. Lebensjahr, im „Zuge der postadoleszenten Verlängerung der Jugendphase“ (Ferchhoff 2004, S. 87) auch bis zum 35. Lebensjahr. Es wird von einer „internen Untergliederung der Lebensphase Jugend“ ausgegangen: frühe, mittlere und späte Jugendphase (Hurrelmann 2004, S.40f) und ans Ende des Jugendalters schließt sich die Postadoleszenz an. Postadoleszente sind weitgehend autonom, jedoch beruflich und ökonomisch vom Elternhaus abhängig.

Lässt man nun einmal die altersspezifische Definition des Jugendbegriffs außer Acht, so kann man sagen, dass die Jugend der „Übergang“ vom Kind zum Erwachsenen ist. Es ist ein Zwischenschritt vom abhängigen Kind zum unabhängigen Erwachsenen. Das Kind tritt in die Jugendphase ein, wenn es seine Pubertät erlangt. Der Übergang in die Erwachsenenphase ist allerdings nicht ganz so einfach zu definieren, wie der Übergang in die Jugendphase. Wann genau dies der Fall ist, hängt wiederum von biographischen, kulturellen, räumlichen, historischen sowie ökonomischen Faktoren ab und variiert daher in der Regel beträchtlich. Der Austritt aus der Jugendphase ist zumindest erst dann vollzogen, wenn ein vollständiger Grad an Autonomie erreicht ist. Laut Hurrelmann sind die wichtigsten zwei Kriterien um dies zu erreichen erstens das Abschließen der schulischen und der anschließenden beruflichen Ausbildungsverhältnisse und der Einstieg der Jugendlichen in die Berufsrolle, um somit ökonomisch selbständig zu werden. Zweitens sollen sich die Jugendlichen vom Elternhaus lösen, d.h. ausziehen und eine feste Partnerschaft und eigene Familie mit Kind gründen. Allerdings muss hierzu noch gesagt werden, das es heutzutage immer mehr Menschen gibt die sich gegen die Ehe und/oder gegen Kinder entscheiden und deswegen müssen die oben genannten Kriterien nicht immer ausschlaggebend für den Eintritt in die Erwachsenenphase sein.

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Ende der Leseprobe aus 11 Seiten

Details

Titel
Jugend und Jugendkulturen im 21. Jahrhundert
Hochschule
Philipps-Universität Marburg
Note
1,0
Autor
Jahr
2008
Seiten
11
Katalognummer
V123930
ISBN (eBook)
9783640387342
ISBN (Buch)
9783640387403
Dateigröße
381 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Jugend, Jugendkulturen, Jahrhundert
Arbeit zitieren
Leonie Mainka (Autor), 2008, Jugend und Jugendkulturen im 21. Jahrhundert, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/123930

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