Diese Arbeit bietet einen Überblick über die Praktikumserfahrungen in einer Grundschule während der Coronapandemie. Dabei wird besonders auf die Verwendung digitaler Medien eingegangen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung
2. Digitale Medien
2.1. Empirische Schwerpunktsetzung- Möglichkeiten und Grenzen von Differenzierung im Distanzunterricht- im Vergleich zum Präsenzunterricht
2.1.1. Definition Differenzierung
2.1.2. Differenzierungsformen im Distanzunterricht (persönliche Erfahrungen als Lehrkraft)
2.1.3. Differenzierungsformen im Präsenzunterricht- Vergleich Distanzunterricht
2.1.4. Chancen
2.1.5. Herausforderungen
2.1.6. Fehlende Ressource
2.1.7. Resümee
3. Eigener Unterricht - Lernumgebung
3.1. Rahmenbedingungen
3.2 Fachliche und methodische Lernvoraussetzungen
3.3. Einordnung in die Unterrichtseinheit
3.4. Sachanalyse
3.5. Didaktische Überlegungen zur Einheit und zur Lernumgebung
3.6. Einordnung in die Bildungsstandards Hessen
3.7. Methodische Überlegungen zur Lernumgebung
3.8. Reflexion der Lernumgebung und Auswertung der Ergebnisse
4. Reflexion des Alternativ-Praktikums
Zielsetzung & Themen
Ziel dieser Arbeit ist es, die Möglichkeiten und Grenzen von Differenzierung im Distanzunterricht im Vergleich zum klassischen Präsenzunterricht zu untersuchen. Anhand einer Umfrage unter Lehrkräften sowie der praktischen Durchführung und Analyse einer digitalen Lernumgebung für Grundschulkinder soll die Forschungsfrage beantwortet werden, wie differenzierter Unterricht unter den Einschränkungen der Pandemie realisierbar ist und welche Rolle digitale Medien dabei einnehmen.
- Empirische Untersuchung von Differenzierungskonzepten im Distanz- und Präsenzunterricht.
- Analyse der Herausforderungen und Chancen digitaler Lernumgebungen.
- Darstellung mathematischer Lerninhalte und geometrischer Grundfiguren im Grundschulalltag.
- Reflexion der Rolle der Lehrkraft und der Bedeutung technischer Ressourcen für gelingendes Lernen.
- Verknüpfung fachdidaktischer Überlegungen mit den verbindlichen Bildungsstandards.
Auszug aus dem Buch
1. Einführung
„Wie soll das funktionieren?“ war mein erster Gedanke, als ich erfahren habe, dass das Praktikum nicht wie gewöhnlich stattfinden kann, sondern es ein Alternativprogramm geben wird. Meine Erwartungen sind daher eher niedrig und ich kann mir noch nicht vorstellen, wie man eine theoretische Alternative für ein „praktisches Praktikum“ aussehen wird. Daher sehe ich dem Ganzen eher kritisch entgegen und kann mir noch nicht wirklich vorstellen, dass ein Alternativprogramm einen gleichwertigen Ersatz für das Praktikum darstellen kann. Jedoch kann niemand etwas für diese Situation und ich versuche meinen Fokus auf die positiven Seiten dieser besonderen Umstände zu lenken. Die Alternative des Praktikums findet digital statt, was wiederum zur aktuellen Schulsituation passt, da diese überwiegend im Distanzunterricht stattfindet. Aus diesem Grund erhoffe ich mir, dass ich besonders in dem Themenbereich des digitalen Lernens und des Distanzunterrichts viel lernen werde und neue Erkenntnisse gewinnen kann.
Seit ca. 1 ½ Jahren arbeite ich als TVH-Kraft in einer 2. Klasse. Dort gebe ich Förderstunden, unterrichte selbst in den Fächern Mathe, Deutsch und Sachunterricht und werde teilweise als Doppelsteckung eingesetzt. Dadurch kann ich viele Erfahrungen im Grundschulalltag sammeln. Mir bereitet es große Freude, Kinder zu unterrichten und mitzuerleben, wie sie Fortschritte machen. Durch den Distanzunterricht und den jetzigen Wechselunterricht finde ich es schwer, immer alle Kinder im Auge zu behalten und zu wissen auf welchem Stand sie im Moment jeweils sind. Die Grundschule, sowie viele Elternhäuser sind nicht gut mit elektrischen Endgeräten ausgestattet, um erfolgreiches digitales Lernen zu ermöglichen. Daher wird mit Wochenplänen gearbeitet, die in der Schule abgeholt werden. So erhält man als Lehrkraft leider nur das Endergebnis der Aufgaben und keine Rückmeldung zum Bearbeitungsprozess der Kinder. Besonders bei lernschwächeren Kindern ist dieser Umstand fatal. Durch den geringen Austausch hat man als Lehrkraft keinen großen Einfluss auf den Lernprozess des Kindes. Aufgrund dessen wünsche ich mir, mehr zu lernen, wie man im Distanzunterricht differenzieren kann, um alle Kinder zu erreichen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung: Die Autorin reflektiert ihre Erwartungen an ein digitales Alternativpraktikum vor dem Hintergrund ihrer Erfahrungen als Lehrkraft in einer zweiten Klasse und benennt ihre Motivation für diese Arbeit.
2. Digitale Medien: Dies ist ein theoretischer Exkurs zum Einsatz digitaler Medien im Unterricht, unterteilt in Differenzierungsmöglichkeiten, Chancen und Herausforderungen, ergänzt durch Lehrkrafteindrücke.
3. Eigener Unterricht - Lernumgebung: In diesem Kapitel wird eine konkret erprobte digitale Lernumgebung („Hühner falten“) inklusive Rahmenbedingungen, Sachanalyse und didaktischer Begründung detailliert vorgestellt.
4. Reflexion des Alternativ-Praktikums: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Reflexion über die eigene Entwicklung während des Praktikums und einem Ausblick auf zukünftige Unterrichtsformen.
Schlüsselwörter
Distanzunterricht, Präsenzunterricht, Differenzierung, Grundschule, Digitale Medien, Padlet, Geometrie, Lernumgebung, Inklusion, Bildungsgerechtigkeit, Medienkompetenz, Lehrstrategien, Unterrichtsplanung, Sachanalyse, Schulpraxis.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Problematik von Differenzierungsmaßnahmen in Grundschulen während der Zeit des Distanzunterrichts und vergleicht diese kritisch mit den gewohnten Strukturen des Präsenzunterrichts.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentral sind der Einsatz digitaler Medien zur Differenzierung, die geometrische Bildung in der Grundschule sowie die praktischen Erfahrungen von Lehrkräften im Umgang mit pandemiebedingten Schulschließungen.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Das Hauptziel ist es, praktikable Wege für differenziertes Lehren und Lernen in digitalen Settings zu identifizieren und die eigene Kompetenz in der Gestaltung solcher Lernumgebungen zu erweitern.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Autorin kombiniert eine Literaturanalyse zu digitalen Lernformen mit einer empirischen Befragung von vier Grundschullehrkräften mittels Fragebögen sowie einer eigenen praktischen Erprobungsphase.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung über digitale Medien und eine detaillierte Ausarbeitung einer von der Autorin entwickelten Lernumgebung zum Thema Origami-Hühner.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Besonders prägend sind die Begriffe Differenzierung, Distanzunterricht, digitale Medien, Geometrie und Grundschulpädagogik.
Warum wurde das Thema „Hühner falten“ als Lernumgebung gewählt?
Es dient dazu, mathematische Inhalte wie ebene Figuren (Quadrate, Dreiecke) handelnd und feinmotorisch auf enaktiver Ebene erfahrbar zu machen und durch Videoanleitungen digital zu unterstützen.
Welche Schwierigkeiten traten bei der praktischen Erprobung auf?
Besonders die Bedienung des Computers und des Padlets stellte für die Zweitklässler ein großes Hindernis dar, oft noch vor der eigentlichen mathematischen Aufgabenschwierigkeit.
Was ist das Resümee der Lehrkräfte zum Distanzunterricht?
Die Lehrkräfte bewerten den Distanzunterricht als schwierig für die Förderung bedürftiger Kinder und betonen, dass ohne direkte Rückmeldung und technische Unterstützung eine wirksame Differenzierung kaum möglich ist.
- Quote paper
- Kathleen Haupt (Author), 2021, Unterrichten während der Coronapandemie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1239414