Die vorliegende Hausarbeit befasst sich mit dem Thema „Häusliche Gewalt - Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche“.
Zu Beginn werden wir die Begriffe „Gewalt und Häusliche Gewalt“ unter anderem mithilfe von dem Buch „Häusliche Gewalt – Handbuch der Täterarbeit“ von Anja Steingen und Ulrich Papenkort näher erklären. Anschließend möchten wir näher auf die verschiedenen Arten häuslicher Gewalt, also physische, psychische und sexuelle Gewalt eingehen. Als Literatur verwenden wir hierfür das Handbuch Häusliche Gewalt von Melanie Büttner sowie eine repräsentative Studie von Monika Schröttle und Ursula Müller. Im weiterführenden Punkt möchten wir auf die Auswirkungen häuslicher Gewalt auf Kinder und Jugendliche, als Betroffene oder mit betroffenen Müttern eingehen. Hierfür verwenden wir unter anderem auch das Buch von Anja Steingen sowie Bücher von den Autorinnen Sandra Dlugosch und Barbara Kavemann. „Die existierenden Projekte gegen häusliche Gewalt machen deutlich, dass der Fokus auf den Frauen als den primär Betroffenen liegt.“ (Rudolph, 2007) In unserer Hausarbeit möchten wir den Fokus ausschließlich auf die Kinder, Jugendlichen und Frauen als Betroffene richten. Darauf folgend werden wir im nächsten Punkt die Interventionsmöglichkeiten der Sozialen Arbeit näher betrachten. Im nächsten Punkt werden wir noch auf die aktuellen Zahlen, auch im Kontext der Corona Pandemie eingehen Abschließend formulieren wir noch ein Fazit.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Begriffsdefinition
2.1 Gewalt
2.2 Häusliche Gewalt
3. Formen häuslicher Gewalt
3.1 Physische Gewalt
3.2 Sexuelle Gewalt
3.3 Psychische Gewalt
4. Auswirkungen häuslicher Gewalt
5. Interventionsmöglichkeiten für die soziale Arbeit
6. Aktuelle Zahlen
7. Schlussbemerkung
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die Hausarbeit legt den Fokus auf die Auswirkungen häuslicher Gewalt auf betroffene Kinder, Jugendliche und Frauen. Dabei wird untersucht, wie diese Zielgruppen durch Methoden der Sozialen Arbeit unterstützt werden können und welche Rolle das Miterleben von Gewalt für die kindliche Entwicklung spielt.
- Grundlagen und Begriffsbestimmungen sowie verschiedene Formen von Gewalt
- Analyse der physischen, psychischen und sexuellen Gewalt
- Untersuchung der kindlichen Entwicklung und Folgen durch häusliche Gewalt
- Interventionsformen und Ansätze der Sozialen Arbeit bei Gewaltsituationen
- Betrachtung von Fallzahlen und statistischen Daten unter dem Einfluss der Corona-Pandemie
Auszug aus dem Buch
3.3 Psychische Gewalt
Häusliche Gewalt beginnt häufig mit emotionaler bzw. psychischer Gewalt. Menschen, die von psychischer Gewalt betroffen sind, sind oftmals nicht in der Lage zu erkennen, dass sie Opfer psychischer Gewalt sind. Das liegt daran, dass mit Gewalt in unserer Gesellschaft meist Annahmen einhergehen, dass Folgen von Gewalt sichtbar sein müssen. Da die Täter*innen oft manipulativ handeln, ist es häufig der Fall, dass psychische Gewalt selbst von nahen Verwandten und Bekannten lange unbemerkt bleibt. Nach außen zeigen sich die Täter*innen meist freundlich und liebevoll gegenüber ihren Opfern um, das Bild einer guten Beziehung aufrecht zu erhalten. (vgl. Frauenhauskoordinierung e.V., o.D.) Psychische Gewalt kann sich in verschiedenen Formen äußern. Zu den Formen psychischer Gewalt zählen unter anderem die „Isolation der Betroffen“, „Drohungen und Einschüchterungen“, das „Einfordern traditioneller Geschlechterrollen“, „[w]iederholte Herabwertung“, „Überwachung der Kommunikation“ oder aber auch die „Kontrolle von Aspekten des täglichen Lebens“ (ebd.). Die Studie von Schröttle und Müller ist bei der psychischen Gewalt zu dem Ergebnis gekommen, dass 42% von den befragten Frauen in ihrem Leben bereits Opfer von psychischer Gewalt wurden. (vgl. Müller, Schröttle, 2004: S. 9) Die Folgen psychischer Gewalt sind häufig schwerer zu erkennen als die von physischer Gewalt. Das bedeutet jedoch nicht, dass psychische Gewalt einfacher zu verkraften wäre als physische oder sexuelle Gewalt. (vgl. Frauenhauskoordinierung e.V., o.D)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung benennt das Thema, die Relevanz der Untersuchung sowie die Zielsetzung, den Fokus auf betroffene Frauen sowie Kinder und Jugendliche und deren Unterstützungsmöglichkeiten zu legen.
2. Begriffsdefinition: In diesem Kapitel werden grundlegende Termini wie Gewalt in ihren soziologischen Nuancen sowie die Spezifizierung von häuslicher Gewalt definiert.
3. Formen häuslicher Gewalt: Das Kapitel bietet einen Detaileinblick in die verschiedenen Ausprägungen von Gewalt, spezifisch fokussiert auf physische, sexuelle und psychische Gewalthandlungen.
4. Auswirkungen häuslicher Gewalt: Es werden die negativen Folgen und Entwicklungsbeeinträchtigungen für Kinder und Jugendliche thematisiert, die durch die Gewalteskalation im familiären Umfeld entstehen.
5. Interventionsmöglichkeiten für die soziale Arbeit: Fokus auf verschiedene professionelle Vorgehensweisen und Konzepte, um Opfer häuslicher Gewalt zu unterstützen und Schutz zu gewährleisten.
6. Aktuelle Zahlen: Eine statistische Betrachtung der Fallzahlen von Partnerschaftsgewalt im Verlauf der Pandemie unter Einbeziehung von Daten des Bundeskriminalamts.
7. Schlussbemerkung: Zusammenfassung der Kernerkenntnisse hinsichtlich der Folgen häuslicher Gewalt und der Notwendigkeit einer differenzierten pädagogischen und sozialen Interventionsstruktur.
Schlüsselwörter
Häusliche Gewalt, Soziale Arbeit, Kindeswohl, Partnerschaftsgewalt, Physische Gewalt, Psychische Gewalt, Sexuelle Gewalt, Intervention, Prävention, Kindesmisshandlung, Familienberatung, Belastungsfaktoren, Entwicklungsbeeinträchtigung, Gewaltdynamik, Corona-Pandemie.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das übergeordnete Thema der Arbeit?
Die Arbeit analysiert die verschiedenen Aspekte häuslicher Gewalt und deren Auswirkungen auf mitbetroffene Kinder sowie Jugendliche.
Welche Formen häuslicher Gewalt werden genauer untersucht?
Besonderes Augenmerk liegt auf der physischen, psychischen und sexuellen Gewalt.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel liegt darin, aufzuzeigen, wie soziale Interventionen gestaltet sein müssen, um Opfer effektiv zu stützen und Kinder in Gewaltsituationen zu schützen.
Welche theoretischen Ansätze werden zur Intervention herangezogen?
Es werden vor allem der systemische Ansatz und der parteiliche Ansatz in der Frauen- und Kinderhilfe gegenübergestellt und kritisch beleuchtet.
Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Gewaltbegriffen, eine detaillierte Erläuterung der Gewaltformen, die Darstellung von Auswirkungen auf die kindliche Entwicklung sowie die Analyse von Interventionsmöglichkeiten.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich das Werk charakterisieren?
Zentrale Begriffe sind Häusliche Gewalt, Interventionsmöglichkeiten, Kindeswohl, Schutz von Opfern und Auswirkungen auf die Entwicklung.
Wie wirkt sich laut der Arbeit das Geschlecht des gewalttätigen Elternteils auf das Kind aus?
Zwar gibt es keine vollkommen gesicherten Erkenntnisse zu differenzierten Entwicklungsfolgen je nach Geschlecht des Täters, es wird jedoch betont, dass das Geschlecht eine wesentliche Bedeutung für die Identitätsentwicklung des Kindes auf dem Kontinuum der Geschlechterrollen hat.
Gibt es einen eindeutigen Zusammenhang zwischen der Corona-Pandemie und der Gewaltfrequenz?
Basierend auf den Statistiken des Bundeskriminalamtes deutet die Arbeit darauf hin, dass es keinen explizit belegbaren, signifikanten Anstieg im direkten Zusammenhang mit den Lockdowns gab.
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- Cynthia Beckmann (Author), 2021, Häusliche Gewalt. Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1239705