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Familienernährerinnen, wenn sie die Familie ernährt

Titel: Familienernährerinnen, wenn sie die Familie ernährt

Hausarbeit , 2021 , 12 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Mine Kartal (Autor:in)

Soziologie - Arbeit, Ausbildung, Organisation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Hat eine Frau als Familienernährerin mehr Freiheiten oder doch nur mehr Verantwortung?
Dabei wird besonders auf den Zeitaufwand der Haus- und Sorgearbeit in einem Haushalt mit Familienernährerin und auf die Chancen und Grenzen des Status der Familienernährerinnen in Bezug auf die Wahlfreiheit eingegangen.

Das Thema der Familienernährerin wurde ausgewählt, da es eine interessante Weise der modernen Frau aufweist. Und das moderne Bild der Familienernährerin, sich gegen die Vergangenheit und den damaligen traditionellen Leitbildern des männlichen Brotverdieners, widersetzt. Laut Meisenbach „gibt es nur wenige Untersuchungen, die sich speziell mit den Erfahrungen von weiblichen Ernährerinnen befassen“. Obwohl weibliche Ernährerinnen immer häufiger zu finden sind, und somit die westlichen Geschlechternormen in Frage stellen. Das Ziel der wissenschaftlichen Arbeit, ist es auf die Situation von Familienernährerinnen aufmerksam zu machen. Sowie die Fragestellung zu beantworten, ob Familienernährerinnen mehr Freiheit oder doch mehr Verantwortung in ihrem Leben haben. Schließlich wird das traditionelle Familienernährermodell dargestellt. Daraufhin wird die Verbreitung der Familienernährerinnen in Deutschland aufgegriffen. Und das Modell der Familienernährerin dargestellt. In einem weiteren Schritt, wird eine SOEP Analyse von Tanja Schmidt vorgestellt, in der es um den Zeitaufwand für Haus- und Sorgearbeit von Männern und Frauen in Haushalten mit Familienernährerin handelt. Und anschließend untersucht. Danach wird auf die Faktoren eingegangen, die die Arbeitsteilung in Haushalten mit Familienernährerin beeinflussen. Zuallerletzt werden Chancen und Grenzen für den Familienernährerinnen Status in Bezug auf die Wahlfreiheit behandelt, und die Arbeit mit einem Fazit abgeschlossen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Sorge- und Erwerbarbeitsarrangements in deutschen Familien

2.1 Das Modell des traditionellen Familienernährers

2.2 Die Verbreitung von Familienernährerinnen in Deutschland

2.3 Das Modell der Familienernährerin

3 Zeitaufwand für Haus- und Sorgearbeit von Männern und Frauen in Familienernährerinnen Haushalten

4 Faktoren, die die Arbeitsteilung in Familienernährerinnen Haushalten beeinflussen

5 Chancen und Grenzen des Familienernährerinnen Statuses in Bezug auf die Wahlfreiheit

6 Fazit

Zielsetzung & Forschungsschwerpunkte

Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht die Fragestellung, ob eine Frau als Familienernährerin mehr Freiheiten gewinnt oder lediglich zusätzliche Verantwortung trägt. Hierbei wird analysiert, wie sich der Zeitaufwand für Haus- und Sorgearbeit in entsprechenden Haushalten gestaltet und welche Chancen sowie Grenzen sich für den Status der Familienernährerin in Bezug auf die gesellschaftlich angestrebte Wahlfreiheit ergeben.

  • Analyse von Sorge- und Erwerbsarbeitsarrangements in Deutschland
  • Empirische Untersuchung des Zeitaufwands für unbezahlte Arbeit
  • Einfluss der Geschlechterrollenorientierung auf die Arbeitsteilung
  • Bedeutung von Solidargemeinschaften im Alltag
  • Wahlfreiheit erwerbstätiger Mütter und Väter

Auszug aus dem Buch

2.1 Das Modell des traditionellen Familienernährers

Der Begriff der „männlichen Ernährerfamilie“ bezieht sich auf eine bestimmte Weise der Haushaltsorganisation, in der der Ehemann als einziger Akteur auf dem Arbeitsmarkt agiert und seine Arbeitskraft einsetzt, um für den Unterhalt einer abhängigen Ehefrau und die Kinder zu sorgen (vgl. Janssens 1998: 3). Die Frau hingegen übernimmt eine Rolle der Frau, die die unbezahlte Arbeit wie kochen, putzen, und Wäsche waschen verrichtet, welche für die tägliche Reproduktion der Marktarbeit ihres Mannes erforderlich ist (vgl. Janssens 1998: 3). Darüber hinaus sorgt sie für die Arbeit zwischen den Generationen, also des Nachwuchses wie zum Beispiel das Gebären und Aufziehen von Kindern (vgl. Janssens 1998: 3). Klammer erwähne hier auch den Begriff des „ernährens“ der Familie, durch das Verdienen des Lebensunterhalts (vgl. Klammer 2012: 59). In dieser Form werden demnach Männer und Frauen nach strikten Leitbildern im Haushalt aufgeteilt. Das Konzept der traditionellen Familie mit dem Mann als Ernährer war im privaten Recht sowie in der öffentlichen Ordnung, seit Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts fest verankert (vgl. Lewis 2003: 7).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung stellt die zentrale Fragestellung zur Freiheit von Familienernährerinnen vor und erläutert die methodische Herangehensweise anhand der SOEP-Analyse.

2 Sorge- und Erwerbarbeitsarrangements in deutschen Familien: Dieses Kapitel arbeitet die theoretischen Grundlagen zum traditionellen Familienernährermodell auf und analysiert dessen historische Verbreitung sowie neue Modellbildungen.

3 Zeitaufwand für Haus- und Sorgearbeit von Männern und Frauen in Familienernährerinnen Haushalten: Hier werden empirische Daten zum Zeitaufwand für unbezahlte Arbeit in ost- und westdeutschen Haushalten mit einer Familienernährerin ausgewertet.

4 Faktoren, die die Arbeitsteilung in Familienernährerinnen Haushalten beeinflussen: Es werden Einflussfaktoren wie Geschlechterrollenorientierung, zeitliche Verfügbarkeit und die Beständigkeit der Konstellation auf die Verteilung häuslicher Aufgaben diskutiert.

5 Chancen und Grenzen des Familienernährerinnen Statuses in Bezug auf die Wahlfreiheit: Dieses Kapitel beleuchtet das Konzept der Wahlfreiheit und die Rolle verschiedener Solidargemeinschaften bei der Entlastung erwerbstätiger Eltern.

6 Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und bestätigt, dass Familienernährerinnen trotz Vollzeitbeschäftigung häufig eine hohe Verantwortung für unbezahlte Arbeit innehaben.

Schlüsselwörter

Familienernährerin, Hausarbeit, Sorgearbeit, Geschlechterrollen, Arbeitsmarkt, Wahlfreiheit, Solidargemeinschaft, Vereinbarkeit, SOEP-Analyse, Arbeitsteilung, Erwerbstätigkeit, Familienpolitik, Moderne Geschlechterarrangements, Zeitaufwand, Haushaltsorganisation.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das zentrale Thema dieser Hausarbeit?

Die Arbeit befasst sich mit dem modernen Modell der Familienernährerin und untersucht kritisch, ob diese Konstellation für Frauen tatsächlich mehr individuelle Freiheiten bedeutet oder mit einem Zuwachs an familiärer Verantwortung einhergeht.

Welche Forschungsfrage wird verfolgt?

Die leitende Fragestellung lautet: „Ob eine Frau als Familienernährerin mehr Freiheiten oder doch nur mehr Verantwortung hat?“

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Sekundärdatenanalyse der SOEP-Studie, um den Zeitaufwand für Haus- und Sorgearbeit von Männern und Frauen in verschiedenen Familienmodellen zu vergleichen.

Was sind die thematischen Schwerpunkte der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung der Arbeits- und Sorgearrangements in Deutschland, dem tatsächlichen Zeitaufwand in betroffenen Haushalten und der soziologischen Erläuterung, warum traditionelle Rollenmuster oft stabil bleiben.

Welche Rolle spielen Solidargemeinschaften?

Sie dienen als unterstützende Netzwerke – wie etwa Großeltern, Freunde oder bezahlte Dienste –, die Vereinbarkeitskonflikte abmildern und somit die Wahlfreiheit der Akteure beeinflussen können.

Wie verändert sich die Arbeitsteilung, wenn die Frau das Haupteinkommen sichert?

Die Daten zeigen, dass Frauen in dieser Position trotz ihrer Vollzeitbeschäftigung anteilig immer noch mehr Sorgearbeit leisten als ihre männlichen Partner, was unter anderem mit der Geschlechterrollenidentität begründet wird.

Was besagt der "Time-Availability-Ansatz" in Bezug auf Familienernährerinnen?

Dieser Ansatz betrachtet die zeitliche Verfügbarkeit der Partner; so übernehmen arbeitslose oder weniger erwerbsbelastete Männer eher Aufgaben zu Hause, wobei dies jedoch durch traditionelle Geschlechterrollenbilder oft gehemmt wird.

Was sind laut Ergebnis die Auswirkungen auf die "Wahlfreiheit"?

Die Wahlfreiheit ist kein absoluter Zustand, sondern hängt stark von externen Faktoren wie den verfügbaren Solidargemeinschaften und der Art der Erwerbskonstellation ab, wobei Letztere durch soziale Normen beeinflusst wird.

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Details

Titel
Familienernährerinnen, wenn sie die Familie ernährt
Hochschule
Universität Duisburg-Essen  (Soziologie)
Note
1,3
Autor
Mine Kartal (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
12
Katalognummer
V1239814
ISBN (PDF)
9783346660749
ISBN (Buch)
9783346660756
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gerechte Arbeitsverteilung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Mine Kartal (Autor:in), 2021, Familienernährerinnen, wenn sie die Familie ernährt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1239814
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Leseprobe aus  12  Seiten
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