Verändern sich soziale Beziehungen mit steigendem Alter?
Dabei wird besonders auf die sozialen Beziehungen außerhalb der Familie, von Jugendlichen, Erwachsenen und Menschen im höheren Alter eingegangen. Das Thema der sozialen Beziehungen im Alter wurde ausgewählt, da soziale Beziehungen in der gesamten Lebensspanne eines Menschen eine wichtige wie unterstützende Rolle spielen sowie uns ein Leben lang begleiten.
Zuallererst wird die soziale Beziehung dargestellt, indem Freundschaften sowie Bekanntschaften erläutert werden. Daraufhin wird auf die Faktoren, die die soziale Beziehung mit steigendem Alter beeinflussen, eingegangen. Und dann werden zwei Studien dargestellt, in denen die sozialen Beziehungen von Jugendlichen, Erwachsenen, und von älteren Menschen miteinander verglichen. Zuallerletzt wird die Arbeit mit einem Fazit abgeschlossen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Soziale Beziehungen außerhalb der Familie
2.1 Freundschaften
2.2 Bekanntschaften
3 Faktoren die die sozialen Beziehungen mit steigendem Alter beeinflussen
4 Studien zu sozialen Beziehungen von Jugendlichen, Erwachsenen und Menschen im hohen Alter
5 Fazit
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht die zentrale Fragestellung, ob sich soziale Beziehungen mit dem Älterwerden verändern, und analysiert dabei insbesondere die Dynamik außerfamilialer Netzwerke über verschiedene Lebensphasen hinweg.
- Bedeutung sozialer Netzwerke im Lebenslauf
- Differenzierung zwischen Freundschaften und Bekanntschaften
- Einflussfaktoren auf die Netzwerkstruktur im Alter
- Empirischer Vergleich anhand ausgewählter Studien
- Rolle der sozioemotionalen Selektivität
Auszug aus dem Buch
3 Faktoren die die sozialen Beziehungen mit steigendem Alter beeinflussen
Netzwerkänderungen können sowohl strukturell als auch individuell gedeutet werden, bei einer strukturellen Netzwerkänderung beispielsweise, würde ein Netzwerk kleiner werden aufgrund hoher Wahrscheinlichkeiten von Morbidität und Mortalität der Menschen (Hahmann 2021: 242). Aufgrund dieser erhöhten Wahrscheinlichkeit an einer Morbidität der Netzwerkpartner, würden sie erkranken, und damit würde sich die Kontakthäufigkeit oder die Beziehungsinhalte der Netzwerkpartner ändern (Hahmann 2021: 242).
Bei einer erhöhten Wahrscheinlichkeit einer Mortalität der Netzwerkpartner, könnten sie versterben, und damit würde der Kontakt abbrechen (Hahmann 2021: 242). „Individuell kann jedoch auch gedeutet werden, dass Individuen sich aktiv aus bei- spielsweise schwachen Beziehungen zurückziehen und nur Kontakt zu Personen halten, die ihnen persönlich nahe stehen“ (Hahmann 2021: 242). Dies deutet daraufhin, dass bestimmte Individuen schwache Beziehungen aussortieren, und sich dabei auf stärkere und enge Beziehungen fokussieren.
Hingegen beschreibt die Theorie der sozioemotionalen Selektivität, wie sich die sozialen Ziele und damit auch die sozialen Beziehungen im Laufe des Lebens verändern, weil sich die Einschätzung der verbleibenden Lebenszeit ändert (Wrzus et al. 2012: 54). In der Adoleszenz und im jungen Erwachsenalter beispielsweise, geht das Ziel des Informationenerwerbs im Vergleich zu den anderen Lebensabschnitten vor, weil ihnen die verbleibende Lebenszeit unbegrenzt erscheint (Wrzus et al. 2013: 54). Menschen aus diesem Altersbereich legen den Fokus darauf, Wissen und Informationen aus verschiedenen Beziehungen und Quellen zu sammeln, dies funktioniert am besten mit großen Netzwerken mit verschiedenen Beziehungstypen (Wrzus et al. 2013: 54).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Fragestellung ein, ob sich soziale Beziehungen mit steigendem Alter verändern und begründet die Relevanz des Themas angesichts des demographischen Wandels.
2 Soziale Beziehungen außerhalb der Familie: Das Kapitel definiert soziale Netzwerke und differenziert zwischen der Natur sowie Funktion von Freundschaften und Bekanntschaften (sog. Weak ties) im Leben eines Menschen.
3 Faktoren die die sozialen Beziehungen mit steigendem Alter beeinflussen: Hier werden strukturelle und individuelle Gründe für Netzwerkänderungen diskutiert, unter Einbeziehung der Theorie der sozioemotionalen Selektivität.
4 Studien zu sozialen Beziehungen von Jugendlichen, Erwachsenen und Menschen im hohen Alter: Dieser Teil wertet empirische Daten aus dem deutschen Alterssurvey und der Studie von Bhattacharya et al. aus, um den Rückgang sozialer Kontakte zu belegen.
5 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und bestätigt den Rückgang sozialer Kontakte im Alter im Einklang mit den vorgestellten theoretischen Modellen.
Schlüsselwörter
Soziale Beziehungen, Altern, Soziales Netzwerk, Freundschaften, Bekanntschaften, Sozioemotionale Selektivität, Altersforschung, Kontaktfrequenz, Lebenslauf, Demographischer Wandel, Altersverlauf, Emotionale Unterstützung, Netzwerkstruktur, Soziale Integration, Weak Ties.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der soziologischen Untersuchung sozialer Beziehungen und der Frage, wie sich diese Netzwerke im Verlauf des Älterwerdens beim Menschen verändern.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die Schwerpunkte liegen auf der Unterscheidung zwischen privaten Freundschaften und lockeren Bekanntschaften sowie den Mechanismen, die zu einer Verkleinerung dieser Netzwerke in der zweiten Lebenshälfte führen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, zu beantworten, ob und wie soziale Beziehungen mit steigendem Alter abnehmen, und dies durch theoretische Ansätze und empirische Daten wissenschaftlich zu belegen.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit ist als Literaturarbeit konzipiert, die bestehende soziologische Theorien (z.B. Theorie der sozioemotionalen Selektivität) mit empirischen Studien (DEAS, Bhattacharya et al.) vergleicht.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine begriffliche Einführung, eine theoretische Diskussion der Einflussfaktoren auf Netzwerkänderungen sowie eine detaillierte Auswertung von Studien zu Kontaktmustern über die Altersspanne von 20 bis 83 Jahren.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Soziale Netzwerke, Alter, Freundschaft, Bekanntschaft und Sozioemotionale Selektivität.
Welche Rolle spielt die Theorie der sozioemotionalen Selektivität?
Sie erklärt, dass Menschen mit zunehmendem Alter ihre verbleibende Lebenszeit als begrenzter wahrnehmen, was dazu führt, dass sie den Fokus von Wissenserwerb hin zu emotional bedeutsamen Beziehungen verschieben.
Was zeigt der Vergleich zwischen den Altersgruppen?
Der Vergleich verdeutlicht, dass das Maximum an sozialen Kontakten meist in jüngeren Jahren (ca. 25) liegt und danach über verschiedene Altersstufen hinweg kontinuierlich abnimmt, sowohl hinsichtlich der beruflichen als auch der persönlichen Kontexte.
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- Mine Kartal (Author), 2022, Soziale Beziehungen im Alter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1239821