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Rechtspopulismus als Instrument zur politischen Mobilisierung anhand des Kapitol-Aufstands

Title: Rechtspopulismus als Instrument zur politischen Mobilisierung anhand des Kapitol-Aufstands

Pre-University Paper , 2021 , 36 Pages

Autor:in: Inés Villalva Gándara (Author)

Politics - Other International Politics Topics
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Wie übertragen sich politische Theorien wie der Populismus in die Praxis?
Der ehemalige US-Präsident Donald J. Trump verwendete in seiner Amtszeit rechtspopulistische Strategien um am 6. Januar 2021 eine Masse so weit mobilisieren, dass diese das Kapitol der Vereinigten Staaten mit Gewalt angriffen. Dabei stellen sich zwei Faktoren als ausschlaggebend heraus.
Zum Einen ergeben sich aus der Analyse der Rede Trumps vor dem Kapitol und aus seiner Nutzung sozialer Medien, als auch die seiner Anhänger, zwei Prämissen die zur Mobilisierung dieser Wählerschaft führten. Erstens, die Überzeugung vom Untergang Amerikas und zweitens eine Rettung, welche nur durch Trump erfolgen kann, wodurch er seinen Machtanspruch rechtfertigt.
So sollen in dieser Arbeit diese Strategien im Kontext der neuen Massenmedien und dessen Folgen genauer untersucht werden, um ein Verständnis über die praktische Effekte des heutigen Rechtspopulismus zu erlangen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Verlauf des Aufstands

1.2 Rechtspopulismus als Strategie zur Mobilisierung - Begriffserklärungen

2. Donald Trump als rechtspopulistische Figur

2.1. Welches “Volk” mobilisiert Trump?

2.2. Rechtspopulistische Rhetorik am Beispiel einer Redeanalyse

3. Bedeutung der Medien

3.1. Missbrauch und Delegitimierung etablierter Medien durch Trump

3.2. Umgang mit rechten Alternativ-Plattformen am Beispiel von Parler

4. Fazit

5. Schluss

5.1. Was bedeutet das für die Zukunftspolitik und die Bevölkerung der USA?

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie es Donald Trump gelang, seine Anhängerschaft durch rechtspopulistische Rhetorik und gezielte Medienstrategien zu einer gewaltsamen Mobilisierung beim Kapitol-Aufstand am 6. Januar 2021 zu bewegen. Im Zentrum steht die Analyse des Zusammenspiels von emotionalisierender Kommunikation, der Schaffung von Feindbildern und der Nutzung digitaler Alternativplattformen.

  • Rechtspopulismus als Instrument zur politischen Mobilisierung
  • Analyse der rhetorischen Strategien und Sprachbilder Donald Trumps
  • Die Rolle von Fake News und alternativen Medien bei der Radikalisierung
  • Psychologische Mechanismen der Identitätsstiftung (Wir-Gefühl vs. Elite)
  • Die Bedeutung von Online-Desinformation für die US-Demokratie

Auszug aus dem Buch

Rechtspopulistische Rhetorik am Beispiel einer Redeanalyse

Um die Korrelation zwischen politischem und sprachlichem Handeln, und somit die direkte Rolle der rechtspopulistischen Rhetorik Trumps in der Massenmobilisierung des Kapitol-Sturms ersichtlich zu machen, ist eine sprachliche Analyse von Trumps Rede am 6. Januar notwendig. Des Weiteren wird der strategische Hintergrund jeweils erläutert. Das verwendete Transkript der Rede wurde von dem Amerikanischen Transkriptionsdienst “REV” am 06.01.2021 veröffentlicht.

Hierbei wird auf die Wirkung einiger populistischer Taktiken seiner Rhetorik eingegangen. Der angebliche Wahlbetrug und die vermeintlich antidemokratische Lage in den USA wurde von Trump bei der “Save America Rally” bekräftigt. Er versuchte, seine Partei und dessen Anhänger von der Ungültigkeit des Wahlergebnisses zu überzeugen, und forderte diese dazu auf gegen seine Abwahl vor dem Kapitol zu demonstrieren. Trump heizte mit seiner Rede die bereits polemische Stimmung weiter an und verschärfte damit die anti-institutionellen und gewaltbereiten Emotionen seiner Loyalisten, wodurch er einige zu einem gewalttätigen Angriff auf den Kapitol motivierte. Somit ist sie ein geeignetes Beispiel dafür, wie rechtspopulistische Rhetorik strategisch Massen beeinflussen und manipulieren kann.

Hierbei identifiziert man einige rhetorische Mittel, welche dem ehemaligen US-Präsidenten dabei verhalfen, seine Wähler emotional zu manipulieren. So konnte er zum Einen deren Angst vor dem Untergang der Demokratie Amerikas durch die Demokraten verstärken, und zum Anderen davon überzeugen, dass die Rettung der amerikanischen Gesellschaft nur durch ihn erfolgen könne. Zunächst kreiert Trump eine antagonistische Botschaft in Verbindung mit der Idee des Volkes ein internes Freund-Feind-Bild. Dies soll die Angst und das Misstrauen gegenüber Medien und anderen Politikern steigern und somit die eigene Position als Vertreter des Volkes und als nationales Sprachrohr legitimieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in den Kapitol-Aufstand als Höhepunkt des Trumpismus ein und stellt die Forschungsfrage nach den Mitteln der politischen Mobilisierung.

1.1 Verlauf des Aufstands: Dieses Kapitel beschreibt chronologisch die Geschehnisse um die „Save America Rally“ und den darauffolgenden Sturm auf das Kapitol am 6. Januar 2021.

1.2 Rechtspopulismus als Strategie zur Mobilisierung - Begriffserklärungen: Hier werden theoretische Grundlagen des Rechtspopulismus, wie der Antagonismus zwischen „Volk“ und „Elite“, und der Begriff der „Mobilisierung“ dargelegt.

2. Donald Trump als rechtspopulistische Figur: Dieser Abschnitt beleuchtet Trumps politische Identität, insbesondere den Wirtschaftsnationalismus und die Anziehungskraft bei der weißen Arbeiterklasse.

2.1. Welches “Volk” mobilisiert Trump?: Analyse der sozioökonomischen Zusammensetzung von Trumps Wählerschaft und der Rolle von Nostalgie und kultureller Identität.

2.2. Rechtspopulistische Rhetorik am Beispiel einer Redeanalyse: Eine Untersuchung von Trumps sprachlichen Mitteln, wie der Einsatz von vereinfachender Sprache, Feindbildern und Viktimisierung in seiner Rede.

3. Bedeutung der Medien: Behandlung des Wandels der Medienlandschaft und der wachsenden Bedeutung digitaler Kanäle für das politische Bewusstsein.

3.1. Missbrauch und Delegitimierung etablierter Medien durch Trump: Analyse, wie Trump durch das Narrativ der „Fake News“ Misstrauen säte und seine Anhänger von der Presse entfremdete.

3.2. Umgang mit rechten Alternativ-Plattformen am Beispiel von Parler: Aufzeigen, wie alternative soziale Medien als digitale Parallelgesellschaften die Radikalisierung und Vernetzung der Anhänger förderten.

4. Fazit: Zusammenfassung der Ergebnisse, wonach Trumps Erfolg auf der geschickten Verknüpfung von Misstrauen, Angst und technologischer Mobilisierung beruht.

5. Schluss: Reflektion über die langfristigen Gefahren für die US-Demokratie durch aufgeheizte politische Spannungen und Online-Desinformation.

5.1. Was bedeutet das für die Zukunftspolitik und die Bevölkerung der USA?: Diskussion möglicher Kettenreaktionen und zukünftiger Radikalisierungsrisiken in der amerikanischen Gesellschaft.

Schlüsselwörter

Rechtspopulismus, Donald Trump, Kapitol-Aufstand, Politische Mobilisierung, Rhetorik, Fake News, Medienstrategie, Parler, Radikalisierung, White Working Class, Populismus-Theorie, Antagonismus, Digitale Parallelgesellschaften, Wahlbetrug, Demokratiegefährdung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Mechanismen, mit denen der ehemalige US-Präsident Donald Trump rechtspopulistische Strategien nutzte, um seine Anhänger zu massiver politischer Mobilisierung bis hin zum Sturm auf das Kapitol zu bewegen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentral sind die rhetorische Konstruktion eines „wahren Volkes“ gegen eine „korrupte Elite“, der strategische Einsatz von Desinformation, die Delegitimierung etablierter Medien sowie die Rolle von sozialen Alternativmedien.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit geht der Frage nach: „Wie konnte Trump seine Anhänger durch populistische Mittel zum Kapitol-Aufstand politisch mobilisieren?“

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es wird eine politikwissenschaftlich fundierte Analyse durchgeführt, die unter anderem auf einer qualitativen Redeanalyse von Trumps Ansprache am 6. Januar sowie der Untersuchung von Mediennutzung und gesellschaftspolitischen Forschungstexten basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Trumps rechtspopulistischer Rhetorik, die gezielte Ansprache spezifischer Wählergruppen sowie die mediale Strategie zur bewussten Diskreditierung etablierter Institutionen und der Förderung alternativer Netzwerke.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Mit Begriffen wie Rechtspopulismus, Mobilisierung, Fake News, Identitätspolitik und digitale Radikalisierung lässt sich der thematische Fokus präzise umreißen.

Wie spielt die Plattform „Parler“ eine Rolle bei den Ereignissen?

Parler diente als zentraler, unregulierter Rückzugsort für Trump-Anhänger, auf dem Verschwörungstheorien verbreitet wurden und der Sturm auf das Kapitol aktiv geplant und legitimiert werden konnte.

Welche Ängste nutzt Trump laut der Arbeit gezielt aus?

Trump nutzt die Angst vor dem wirtschaftlichen und kulturellen Untergang Amerikas sowie vor einem Verlust der Vorrangstellung der weißen Bevölkerung, um seinen Machtanspruch als „Retter“ zu rechtfertigen.

Zieht die Arbeit Parallelen zu historischen Ereignissen?

Ja, der Autor zieht unter anderem den „Montgomery Bus Boycott“ als Beispiel für Ereignisse heran, die als Katalysator für breitere soziale Bewegungen wirken können, und warnt vor einer ähnlichen Dynamik für rechtspopulistische Bewegungen.

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Details

Title
Rechtspopulismus als Instrument zur politischen Mobilisierung anhand des Kapitol-Aufstands
Author
Inés Villalva Gándara (Author)
Publication Year
2021
Pages
36
Catalog Number
V1239871
ISBN (PDF)
9783346661043
Language
German
Tags
rechtspopulismus instrument mobilisierung kapitol-aufstands
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Inés Villalva Gándara (Author), 2021, Rechtspopulismus als Instrument zur politischen Mobilisierung anhand des Kapitol-Aufstands, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1239871
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