Durch den Wandel in den Industrieländern sprechen wir heutzutage von einem völlig anderen Männerbild als wir es damals taten. Das neue Männerbild hielt in den Medien Einzug, darunter auch im Zeitschriftenmarkt. Es entstanden neben Frauenzeitschriften auch Zeitschriften für den Mann, welche als Erzeuger des neuen Männerbildes anzusehen sind. Die Gentlemen`s Quarterly, kurz GQ, ist ein Resultat dieser Entwicklung und wird in der vorliegenden Hausarbeit durchleuchtet. Für die Analyse wurden vier aktuelle Ausgaben des Jahres 2008 verwendet. Die Zeitschrift erscheint einmal im Monat für 4,50 Euro international in vierzehn Ländern auf allen Kontinenten und wird im Condé Nast Verlag gedruckt. Zusätzlich verfügt die GQ über eine Internetpräsenz, welche gleiche Themen wie das Magazin behandelt, doch in verkürzter Form darstellt. Außerdem erscheint monatlich als Sonderheft ein sogenannter Style Guide, für diejenigen, die mehr über aktuelle Modetrends informiert werden möchten. Zunächst werden die Entwicklungen auf dem deutschen Zeitschriftenmarkt hinsichtlich Männermagazine beleuchtet, um anschließend den „neuen Mann“ als Ablösung traditioneller Form aufzuzeigen. Weiterhin präsentiert eine Inhaltsstruktur, in welchen Bereichen die Zeitschrift ihre Schwerpunkte setzt. Im Hauptteil dieser Arbeit sollen die von der GQ definierten verschiedenen Männerbilder beschrieben werden. Mit welchen Mitteln stellt die GQ diese dar und welche jeweiligen Eigenschaften machen sie aus? Weiterhin wird geklärt, welche Männerbilder Identifikationsvorlagen für den GQ Leser bieten und ihn bei seiner Suche nach Orientierung weiterhelfen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- 1. Aktuelle Entwicklung der Männerzeitschriften
- 1.1 Der „neue Mann“
- 1.2 Zur Inhaltsstruktur der Zeitschrift GQ Gentlemen's Quarterly
- 2. Dimensionen von Männlichkeiten:
- 2.1 Konzept 1: Der ideale Mann
- 2.2 Konzept 2: Leistungsstärke
- 2.3 Konzept 3: Männlichkeit, Körperlichkeit und äußere Erscheinung
- 2.4 Konzept 4: Männlichkeit und Sexualität
- 2.5 Konzept 5: Beratung für den Mann
- 2.6 Herleitung der Konzepte Männlichkeiten
- 3. Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit analysiert das Männerbild in der Zeitschrift GQ Gentlemen's Quarterly im Kontext der aktuellen Entwicklungen im deutschen Zeitschriftenmarkt. Die Untersuchung basiert auf vier Ausgaben aus dem Jahr 2008 und beleuchtet, wie GQ verschiedene Konzepte von Männlichkeit präsentiert und welche Identifikationsvorlagen sie für ihre Leser bietet.
- Entwicklung des Männermagazins im deutschen Zeitschriftenmarkt
- Der "neue Mann" als Ablösung traditioneller Männlichkeitsbilder
- Inhaltsanalyse der GQ hinsichtlich der Darstellung von Männlichkeit
- Analyse verschiedener Konzepte von Männlichkeit in der GQ
- Identifikationsmöglichkeiten für den GQ-Leser
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Thematik ein und beschreibt die Relevanz der Analyse von Männermagazinen im Kontext des gewandelten Männerbildes. Kapitel 1 beleuchtet die Entwicklung des deutschen Männermagazins und stellt den „neuen Mann“ als Gegenpol zu traditionellen Männlichkeitsvorstellungen vor. Kapitel 2 analysiert verschiedene von der GQ präsentierte Konzepte von Männlichkeit, untersucht die dargestellten Eigenschaften und die Mittel ihrer Präsentation.
Schlüsselwörter
Männerzeitschriften, GQ, Gentlemen's Quarterly, Männlichkeit, Männerbild, Medien, Geschlechterrollen, Inhaltsanalyse, Identifikation, Traditionelle Männlichkeit, Neuer Mann.
Häufig gestellte Fragen
Was wird unter dem Begriff des „neuen Mannes“ verstanden?
Der „neue Mann“ beschreibt einen Wandel weg von traditionellen, oft starren Männlichkeitsbildern hin zu einem Mann, der sich mehr für Mode, Pflege, Emotionen und Lifestyle interessiert.
Welche Rolle spielt die Zeitschrift GQ in der Definition von Männlichkeit?
Die GQ fungiert als Orientierungshilfe und Erzeuger moderner Männerbilder. Sie bietet Identifikationsvorlagen in Bereichen wie Stil, Leistung, Körperlichkeit und Sexualität.
Welche Konzepte von Männlichkeit analysiert die Arbeit in der GQ?
Die Arbeit untersucht fünf Dimensionen: den idealen Mann, Leistungsstärke, äußere Erscheinung/Körperlichkeit, Sexualität sowie die beratende Funktion des Magazins.
Wie ist die Inhaltsstruktur der GQ aufgebaut?
Neben Modetrends (oft im Style Guide vertieft) setzt die GQ Schwerpunkte auf Beratung, Lifestyle-Themen und die Inszenierung erfolgreicher Männerpersönlichkeiten.
Welchen Zweck erfüllt die Internetpräsenz der GQ?
Die Website ergänzt das monatliche Magazin, indem sie die gleichen Themen in verkürzter, tagesaktueller Form darstellt und so die Reichweite der Männlichkeitskonzepte erhöht.
- Quote paper
- Reyhane Norouzi (Author), 2008, Männlichkeit und Medien. Unter besonderer Berücksichtigung der Zeitschrift Gentlemen's Quarterly (GQ), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/123991