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Ungleichheiten im Zugang zu Medizin und Medikamenten

Indikatoren für einen fortbestehenden Postkolonialismus und welche Perspektiven eröffnet die Corona-Pandemie?

Titre: Ungleichheiten im Zugang zu Medizin und Medikamenten

Essai , 2021 , 9 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Fabian Christmann (Auteur)

Politique - Fondements et Généralités
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Seit nunmehr über einem Jahr ist die gesamte Weltbevölkerung in einer pandemischen Starre gefangen. Die Effekte der Corona-Pandemie sind allgegenwärtig zu spüren und bringen Menschen aller Länder gleichermaßen in zuvor unbekannte Schwierigkeiten. Viele Staaten und Märkte wurden mit starken Rezessionen konfrontiert und die gesamte Weltwirtschaft wird – durch fortschreitende Lockdowns und generell fallende Nachfrage auf einer Seite und nicht zu bewältigendem Bedarf nach Hygiene- und Medizinprodukten auf der anderen – bis an seine Grenzen strapaziert. Diese, zumeist durch staatliche Interventionen und Maßnahmen bedingten Einschnitte, werden noch für viele Jahre spürbare Konsequenzen hinterlassen, sowohl ökonomischer als auch sozialer und medizinischer Art.

Besonders starke Einschnitte haben die Länder des Globalen Südens erfahren müssen. Die Pandemie hat somit nicht nur aktuelle Unzulänglichkeiten in Gerechtigkeit und internationaler Entwicklungshilfe hervorgehoben, sie wird – sofern kein tiefgreifender Wandel angestoßen wird – eben diese auf viele Jahre noch intensivieren (Carmody und McCann 2020). Arzneimittelknappheit und unzureichende medizinische Versorgung im Globalen Süden sind jedoch bei weitem keine Phänomene, welche mit der Corona-Pandemie das erste Mal an Bedeutung gewinnen und Ungleichheit offenbaren (Silver und Payne 2021). Vor diesem Hintergrund lässt sich die Frage stellen, ob Ungleichheiten im Zugang zu Medizin und Medikamenten Indikatoren für einen fortbestehenden Postkolonialismus darstellen und welche Perspektiven die Corona-Pandemie eröffnen könnte.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Universelle Rechte und Ungleichheit in der Corona-Pandemie

3 Medizinische Versorgung als Indikator und mögliche Zukunftsszenarien

4 Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern der ungleiche Zugang zu medizinischer Versorgung während der Corona-Pandemie als Indikator für fortbestehende postkoloniale Strukturen zwischen dem Globalen Norden und dem Globalen Süden dienen kann. Dabei wird analysiert, wie Ungleichheit auf Basis allgemeiner Menschenrechte messbar ist und welche Entwicklungsperspektiven sich durch die Pandemie für die globale Gemeinschaft eröffnen.

  • Postkoloniale Theorie und globale Ungleichheit
  • Das Recht auf Gesundheit als Menschenrecht
  • Auswirkungen der Pandemie auf den Globalen Süden
  • Pharmazeutischer Protektionismus und globale Solidarität
  • Zukunftsszenarien für die globale Entwicklung nach der Pandemie

Auszug aus dem Buch

Universelle Rechte und Ungleichheit in der Corona-Pandemie

Die Theorie des Postkolonialismus beschreibt die fortwährenden Nachwirkungen und das Fortbestehen kolonialer Herrschaft auch lange nach der formellen Dekolonialisierung. Hierbei wird nicht nur eine Unterdrückung seitens der ehemaligen Kolonisatoren auf ökonomischer oder militärischer Ebene identifiziert, sondern eine fortgesetzte generelle Unterdrückung und Ausbeutung gepaart mit dem Aufdrängen westlicher Denkmuster und Epistemologie (Ziai 2012, 291–293). Festzuhalten ist eine grundlegende Ungleichheit zwischen Globalem Norden und Globalem Süden, wobei ersterer noch immer von letzterem profitiert und generell bessergestellt ist.

Um Ungleichheit zu messen, bedarf es zunächst einer gemeinsamen Grundlage, anhand derer Gleichheit und Gleichbehandlung definiert wird. Als kleinster gemeinsamer Nenner für Gleichheit sind hierbei die allgemeinen Menschenrechte anzusehen. Auf Menschenrechte sind drei Aussagen zutreffend, welche auch in jeglichen klassischen Menschenrechtsdokumenten Erwähnung finden: „Grundrechte sind ,angeboren‘, sie sind ,unveräußerlich‘ und stehen – weil eben jedem Menschen ,angeboren‘ – prinzipiell jedem Menschen gleichermaßen zu“. Das Recht auf Gesundheit ist eben solch ein Menschenrecht und soll im Rahmen dieses Essays thematisiert werden (Luf 2017, 9).

Universelle Menschenrechte sind auch heute noch ein „work in progress“. Unterschiedliche sozio-ökonomische und geopolitische Voraussetzungen bieten maßgeblich ungleiche Grundlagen für die Etablierung und Durchsetzung von Menschenrechten. Der Globale Süden hat insbesondere mit dem Nachhall kolonialistischer Einflüsse in Form von schwachen Staaten, welche von Ungleichheit und der Unfähigkeit, sich im Welthandel zu behaupten geprägt sind, zu kämpfen. In Konsequenz sind selbst Grundrechte, wie das Recht auf Gesundheit, oft nur schwer aufrechtzuerhalten und großen Teilen der Bevölkerung ganz versagt (McCann und hAdhmaill 2020, 29).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die pandemiebedingte globale Krisensituation ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach dem Zusammenhang zwischen medizinischer Ungleichheit und fortbestehendem Postkolonialismus.

2 Universelle Rechte und Ungleichheit in der Corona-Pandemie: Das Kapitel verknüpft postkoloniale Theorie mit dem Konzept der Menschenrechte und analysiert die Auswirkungen der Pandemie auf die Verschärfung bestehender globaler Disparitäten.

3 Medizinische Versorgung als Indikator und mögliche Zukunftsszenarien: Dieser Abschnitt untermauert die Bedeutung medizinischer Versorgung als Indikator für systemische Ungleichheit und diskutiert drei verschiedene Entwicklungsszenarien für die Zeit nach der Pandemie.

4 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Pandemie zwar ungleiche Strukturen verdeutlicht hat, aber zugleich als Impuls für ein kollektives Lernen und eine nachhaltigere globale Zusammenarbeit dienen kann.

Schlüsselwörter

Corona-Pandemie, Postkolonialismus, Globale Ungleichheit, Globaler Süden, Menschenrechte, Recht auf Gesundheit, Medizinische Versorgung, Pandemiestarre, Weltwirtschaft, Pharmazeutischer Protektionismus, Zukunftsszenarien, Internationale Solidarität, Entwicklungshilfe, Gesundheitswesen, Globale Herausforderungen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die tiefgreifenden Auswirkungen der Corona-Pandemie im Kontext globaler Machtstrukturen und der Frage nach fortbestehendem Postkolonialismus.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit fokussiert sich auf medizinische Versorgung als Indikator für soziale Ungleichheit, die Theorie des Postkolonialismus sowie das Ringen um globale Menschenrechte.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es zu erörtern, ob Ungleichheiten im Zugang zu medizinischer Versorgung als Indikatoren für einen anhaltenden Postkolonialismus dienen können und wie die Pandemie die globale Zusammenarbeit positiv verändern könnte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung aktueller sozial- und politikwissenschaftlicher Literatur, um Ungleichheit zwischen dem Globalen Norden und Süden neu zu bewerten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert, wie das Recht auf Gesundheit als globales Menschenrecht durch geopolitische Umstände beeinträchtigt wird und welche drei Szenarien die Menschheit nach der Pandemie erwarten könnten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Postkolonialismus, globale Ungleichheit, medizinische Versorgung, Corona-Pandemie und globale Solidarität.

Was ist mit dem Begriff "pharmazeutischer Protektionismus" im Text gemeint?

Der Begriff beschreibt das Verhalten wohlhabenderer Staaten, sich in der Krise bevorzugten Zugriff auf Impfstoffe und medizinisches Equipment zu sichern, anstatt internationale Solidarität zu zeigen.

Warum wird Szenario 3 im Text als das wahrscheinlichste eingestuft?

Der Autor argumentiert, dass Menschen aus Krisen lernen und die aktuelle Pandemie so gravierend ist, dass sie zwangsläufig zur Erkenntnis führt, dass globale Herausforderungen nur durch gemeinsame Problemlösungen bewältigt werden können.

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Résumé des informations

Titre
Ungleichheiten im Zugang zu Medizin und Medikamenten
Sous-titre
Indikatoren für einen fortbestehenden Postkolonialismus und welche Perspektiven eröffnet die Corona-Pandemie?
Université
University of Münster  (Institut für Politikwissenschaft)
Cours
Politische Theorie
Note
1,3
Auteur
Fabian Christmann (Auteur)
Année de publication
2021
Pages
9
N° de catalogue
V1239911
ISBN (PDF)
9783346660930
Langue
allemand
mots-clé
Postkolonialismus Corona Medizin
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Fabian Christmann (Auteur), 2021, Ungleichheiten im Zugang zu Medizin und Medikamenten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1239911
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