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Erhaltung autokratischer Stabilität. Das Konzept des Drei-Säulen-Modells nach Gerschewski et al. am Fallbeispiel Saudi-Arabien

Título: Erhaltung autokratischer Stabilität. Das Konzept des Drei-Säulen-Modells nach Gerschewski et al. am Fallbeispiel Saudi-Arabien

Tesis (Bachelor) , 2018 , 58 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Marina Athanail (Autor)

Política - Región: Otros países
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Das Ziel der vorliegenden Arbeit besteht darin zu untersuchen, wodurch das autoritäre Regime Saudi-Arabien in der heutigen Zeit seine Stabilität wahren kann. Dabei basiert die Untersuchung auf dem Drei-Säulen-Modell autokratischer Stabilität von Gerschewski et al.

Im ersten Abschnitt wird dieses Modell erklärt und seine Entwicklung aufgezeigt. Dabei werden nicht nur die drei Säulen im Einzelnen erläutert, sondern auch ihre Beziehung zueinander aufgezeigt und ihre Messbarkeit beschrieben. Nachdem ein fundierter theoretischer Rahmen geschaffen wurde, besteht der nächste Schritt darin, das Fallbeispiel vorzustellen. In diesem Schritt wird das politische System Saudi-Arabiens und dessen historische Entwicklung erörtert. Im weiteren Verlauf soll dann das Modell von Gerschewski et al. auf Saudi-Arabien angewendet werden. Dafür wird jede Säule anhand empirischer Indizes auf Saudi-Arabien übertragen und analysiert. Aus den Ergebnissen kann dann das Zusammenwirken der drei Säulen abgeleitet werden. Im Abschluss des empirischen Teils wird festgestellt, ob, und wenn ja, inwiefern Saudi-Arabien seine Stabilität erhält. Die Ergebnisse werden schließlich in einem Fazit mit Blick auf die Zukunft resümiert.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Drei-Säulen-Modell

2.1. Entstehungskontext des Modells

2.2. Das Konzept des Drei-Säulen-Modells

2.2.1. Die Legitimationssäule

2.2.2. Die Repressionssäule

2.2.3. Die Kooptationssäule

2.3. Der Stabilisierungsprozess

2.4. Der Destabilisierungsprozess

3. Das Fallbeispiel Saudi-Arabien

3.1. Historischer Hintergrund Saudi-Arabiens

3.2. Das politische System Saudi-Arabiens

4. Anwendung des Drei-Säulen-Modells auf Saudi-Arabien

4.1. Legitimation in Saudi-Arabien

4.2. Repression in Saudi-Arabien

4.3. Kooptation in Saudi-Arabien

4.4. Die Stabilisierungsprozesse der drei Säulen in Saudi-Arabien

5. Fazit und Ausblick

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Stabilität des autokratischen Regimes in Saudi-Arabien unter Verwendung des Drei-Säulen-Modells nach Gerschewski et al., um zu analysieren, wie das Land seine autoritäre Herrschaft trotz regionaler Umbrüche bewahren konnte.

  • Analyse der Legitimationssäule durch wirtschaftliche Performanz und religiöse Ideologie.
  • Untersuchung der Repressionssäule unter besonderer Berücksichtigung von harten und weichen Maßnahmen.
  • Evaluation der Kooptationssäule durch Patronagenetzwerke und Einbindung strategischer Eliten.
  • Analyse des stabilisierenden Zusammenwirkens der drei Säulen innerhalb des saudischen Rentierstaats.
  • Reflektion der künftigen Stabilität des Regimes angesichts globaler wirtschaftlicher Herausforderungen.

Auszug aus dem Buch

2.2. Das Konzept des Drei-Säulen-Modells

Das Drei-Säulen-Modell nach Gerschewski et al. versteht sich als ein theoretisches Konzept, das die Ursachen von Stabilität und Instabilität autokratischer Regime zu erklären versucht (Gerschewski/Merkel 2011: 24). Um das Modell grundlegend verstehen zu können, muss zunächst der Begriff Autokratie definiert werden. Dafür wird im Rahmen dieser Arbeit die in den Politikwissenschaften weitgehend anerkannte Definition von Juan Linz ([1964], 2000) verwendet.

Linz definiert autoritäre Regime als politische Systeme, die „einen begrenzten, nicht verantwortlichen politischen Pluralismus haben; die keine ausgearbeitete und leitende Ideologie, dafür aber ausgeprägte Mentalitäten besitzen und in denen keine extensive oder intensive politische Mobilisierung, von einigen Momenten in ihrer Entwicklung abgesehen, stattfindet und in denen ein Führer oder manchmal eine kleine Gruppe die Macht innerhalb formal kaum definierter, aber tatsächlich recht vorhersagbarer Grenzen ausübt“ (Linz 2000: 129).

Anders als frühere Ansätze, die sich meist nur auf einen Erklärungsfaktor autoritärer Stabilität fokussierten, ziehen Gerschewski et al. drei Säulen zur Erklärung heran: die Legitimations-, die Repressions- und die Kooptationssäule. Die Legitimationssäule zielt auf die aktive oder passive Regime-Unterstützung der breiten Bevölkerung, während die Repressionssäule potentielle Oppositionelle verdrängen soll. Schließlich sollen mithilfe der Kooptationssäule Eliten an das Regime gebunden werden. Die drei Säulen stehen zudem in kausaler Verbindung zueinander, wodurch sie nicht nur jede für sich, sondern vor allem auch im Zusammenspiel stabilisierend auf das autokratische System wirken (Gerschewski 2017: 239). Damit reduziert sich das Drei-Säulen-Modell im Gegensatz zu früheren Erklärungsansätzen nicht nur auf Mikro- oder Makrofaktoren, sondern vereint und synthetisiert beide Dimensionen zu einem umfassenden, kausalen Ansatz. Außerdem eignet sich das Modell aufgrund der Einbeziehung aller Akteure eines politischen Systems für jeden Autokratietyp und -subtyp (Gerschewski 2017: 239 f.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Definiert das Forschungsinteresse an der Stabilität autokratischer Systeme und führt in das Drei-Säulen-Modell als analytischen Rahmen ein.

2. Das Drei-Säulen-Modell: Erläutert theoretisch die Konzepte der Legitimations-, Repressions- und Kooptationssäule sowie deren Mechanismen zur Stabilisierung und Destabilisierung.

3. Das Fallbeispiel Saudi-Arabien: Skizziert den historischen und politischen Kontext Saudi-Arabiens als absolute Monarchie mit einer engen Verbindung von Religion und Staatsführung.

4. Anwendung des Drei-Säulen-Modells auf Saudi-Arabien: Überträgt das theoretische Modell empirisch auf Saudi-Arabien und untersucht die Wirksamkeit der drei Säulen im lokalen Kontext.

5. Fazit und Ausblick: Resümiert die Ergebnisse und bewertet die künftige Stabilität des saudischen Regimes angesichts anstehender ökonomischer und gesellschaftlicher Transformationsprozesse.

Schlüsselwörter

Autokratie, Stabilität, Drei-Säulen-Modell, Saudi-Arabien, Legitimation, Repression, Kooptation, Rentierstaat, Politische Herrschaft, Islam, Wahhabismus, Modernisierung, Institutionen, Regimeunterstützung, Widerstand.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Mechanismen, durch die das autoritäre Regime in Saudi-Arabien seine Stabilität bewahrt. Dabei dient das theoretische Drei-Säulen-Modell nach Gerschewski et al. als Analyseraster.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Analyse fokussiert sich auf drei Hauptpfeiler: Legitimation durch Wohlstand und Religion, die Unterdrückung von Opposition durch harte und weiche Repression sowie die Einbindung wichtiger gesellschaftlicher Eliten durch Kooptation.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel besteht darin herauszufinden, ob und wie Saudi-Arabien seine autokratische Regierungsform trotz verschiedener innerer und äußerer Herausforderungen langfristig stabil halten kann.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Forschungsarbeit nutzt einen qualitativen Ansatz, indem sie ein theoretisches Modell (das Drei-Säulen-Modell) auf den spezifischen Einzelfall Saudi-Arabien anwendet und hierbei durch empirische Indikatoren und Sekundärquellen untermauert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung des Modells, eine historische und politische Einordnung des saudischen Staates sowie eine detaillierte empirische Anwendung des Modells auf die saudi-arabischen Gegebenheiten.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Autokratieforschung, Stabilitätsmechanismen, Rentierstaat-Dynamiken und das komplexe Zusammenspiel von Religion und machtpolitischer Kontrolle in Saudi-Arabien.

Was bedeutet das "Drei-Säulen-Modell" im Kontext Saudi-Arabiens konkret?

Es dient dazu, zu verdeutlichen, wie die Vergabe von Renten (Kooptation), die Einhaltung eines religiösen Gesellschaftsvertrages (Legitimation) und der Sicherheitsapparat (Repression) in Saudi-Arabien gemeinsam wirken, um das Königshaus an der Macht zu halten.

Wie bewertet der Autor die Rolle des "Rentierstaates" für die Stabilität?

Der Autor argumentiert, dass die hohen Öleinnahmen für die Finanzierung von Subventionen und Sicherheitsmaßnahmen essenziell sind, womit die Stabilität des Regimes stark von der volatilen wirtschaftlichen Abhängigkeit und den globalen Energiemärkten beeinflusst wird.

Final del extracto de 58 páginas  - subir

Detalles

Título
Erhaltung autokratischer Stabilität. Das Konzept des Drei-Säulen-Modells nach Gerschewski et al. am Fallbeispiel Saudi-Arabien
Universidad
Johannes Gutenberg University Mainz  (Analyse und Vergleich Politischer Systeme)
Calificación
2,0
Autor
Marina Athanail (Autor)
Año de publicación
2018
Páginas
58
No. de catálogo
V1239998
ISBN (PDF)
9783346663184
ISBN (Libro)
9783346663191
Idioma
Alemán
Etiqueta
Autokratie Autokratien Diktatur Saudi-Arabien Gerschewski Drei-Säulen-Modell Arabien Saudi Autokrat Modell Drei Säulen Stabilität Politische Regime Stabilität politischer REgime Regimestabilität Johannes Gerschewski Repression Kooptation Legitimation Säulen arabischer Frühling Asien Erhalt
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Marina Athanail (Autor), 2018, Erhaltung autokratischer Stabilität. Das Konzept des Drei-Säulen-Modells nach Gerschewski et al. am Fallbeispiel Saudi-Arabien, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1239998
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