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Mitarbeiterkommunikation im internationalen Spannungsfeld. Die strategische Ausrichtung interner Kommunikation in international tätigen Unternehmen vor dem Hintergrund kultureller Einflüsse

Título: Mitarbeiterkommunikation im internationalen Spannungsfeld. Die strategische Ausrichtung interner Kommunikation in international tätigen Unternehmen vor dem Hintergrund kultureller Einflüsse

Tesis de Máster , 2021 , 95 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Anonym (Autor)

Economía de las empresas - Comunicación empresarial
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Im Zeitalter der Globalisierung ist Unternehmenskommunikation längst nicht mehr auf die Stakeholder eines Landes beschränkt, sondern findet zunehmend über verschiedene Länder, Kulturen und Sprachräume hinweg statt. Das stellt international agierende Unternehmen vor ein strategisches Dilemma: eine global konsistente Kommunikation gegenüber der Berücksichtigung lokaler und kultureller Bedürfnisse. Diese Strategiefrage tritt bereits innerhalb des Unternehmens bei der heterogenen, internationalen Mitarbeiterschaft auf.

Die vorliegende Studie untersucht, wie international tätige Unternehmen ihre interne Kommunikation vor dem Hintergrund kultureller Einflüsse strategisch gestalten und welche Herausforderungen sie dabei wahrnehmen. Hierfür wird das Konstrukt nationaler Kultur näher beleuchtet und der Zusammenhang zur Unternehmenskommunikation hergestellt. Die Betrachtung internationaler Unternehmenskommunikation erfolgt auf der Grundlage der globalen Exzellenztheorie, die wiederum Basis für die Strategiefrage internationaler Unternehmenskommunikation ist. Zuletzt wird das Aufgabenfeld der internen Kommunikation unter internationaler Perspektive ergründet.

Die Analyse zwölf qualitativer Leitfadeninterviews mit Kommunikationsverantwortlichen deutscher, international tätiger Großunternehmen legt nahe, dass die internationale interne Kommunikation kulturellen, gesellschaftlichen sowie unternehmensbezogenen Rahmenfaktoren unterliegt. Bei der strategischen Ausrichtung ihrer internen Kommunikationsinstrumente wählen die Unternehmen zur Mitarbeiteransprache einen Mittelweg zwischen globaler Standardisierung und kultureller Differenzierung, indem die Kommunikationszentrale selbst Konzernthemen verantwortet und den nationalen Kommunikationseinheiten die Verantwortung lokaler Themen überlässt. Kulturelle Unterschiede, das komplexe internationale Umfeld sowie unternehmensinterne Aspekte stellen die Unternehmen dabei vor Herausforderungen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Kultur und ihr Verhältnis zu Unternehmenskommunikation

2.1 Kulturbegriff

2.2 Ebenen von Kultur

2.3 Dimensionen nationaler Kultur

2.4 Kultur und Kommunikation

3 Internationale Unternehmenskommunikation

3.1 Handlungsfeld internationale Unternehmenskommunikation

3.2 Kultur als Einflussvariable internationaler Unternehmenskommunikation

3.3 Exzellente internationale Unternehmenskommunikation

3.4 Strategien internationaler Unternehmenskommunikation

3.4.1 Rahmenfaktoren internationaler Kommunikationsstrategien

3.4.2 Standardisierung versus Differenzierung

3.4.3 Zentralisierung versus Dezentralisierung

4 Interne Kommunikation in internationalen Unternehmen

4.1 Aufgabenfeld interne Unternehmenskommunikation

4.2 Instrumente interner Unternehmenskommunikation

4.3 Internationale interne Unternehmenskommunikation

5 Herleitung der Forschungsfragen

6 Empirisches Vorgehen

6.1 Qualitative Leitfadeninterviews als Erhebungsmethode

6.2 Konstruktion des Interviewleitfadens

6.3 Bewusste Auswahl der Befragten und Stichprobenbeschreibung

6.4 Durchführung und Nachbearbeitung der Interviews

6.5 Qualitative Inhaltsanalyse als Auswertungsmethode

7 Darstellung und Interpretation der Forschungsergebnisse

7.1 Einflussfaktoren internationaler interner Kommunikation

7.1.1 Kultur als zentrale Determinante

7.1.2 Gesellschaftliche und kommunikationsspezifische Faktoren

7.1.3 Unternehmensbezogene Charakteristika

7.2 Internationale Organisationsstruktur

7.3 Strategische Gestaltung internationaler interner Kommunikation

7.3.1 Einsatz interner Kommunikationsinstrumente

7.3.2 Strategische Ausrichtung der Instrumente

7.3.3 Strategische Aspekte: Corporate Design, Sprache, Themen

7.4 Herausforderungen

8 Diskussion der Forschungsergebnisse

9 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie international tätige Unternehmen ihre interne Kommunikation strategisch gestalten, um trotz kultureller Unterschiede eine identitätsstiftende Kommunikation zu etablieren. Dabei wird analysiert, wie Unternehmen den Spagat zwischen globaler Standardisierung und lokaler Differenzierung bewältigen und welche Rolle kulturelle sowie unternehmensinterne Rahmenbedingungen dabei spielen.

  • Qualitative Analyse internationaler Kommunikationsstrategien
  • Bedeutung nationaler Kultur für die interne Unternehmenskommunikation
  • Strategien der Standardisierung versus Differenzierung
  • Einsatz und strategische Ausrichtung interner Kommunikationsinstrumente (Intranet, App, Newsletter etc.)
  • Herausforderungen in der internationalen Zusammenarbeit und Mitarbeiteransprache

Auszug aus dem Buch

3.4.2 Standardisierung versus Differenzierung

Internationale Unternehmenskommunikation möchte Anspruchsgruppen ein über Grenzen hinweg wiedererkennbares Erscheinungsbild vermitteln (Röttger et al., 2018, S. 44). Dafür ist es unumgänglich, grenzüberschreitend zu denken und zu handeln (Huck, 2005, S. 15-16). Gleichzeitig stellt sich dabei die Frage, inwieweit sich Kommunikationsstrategien und -aktivitäten von einer Nation auf eine andere übertragen lassen (ebd.). Die Berücksichtigung gesellschaftlicher Rahmenfaktoren ist für eine passgenaue Zielgruppenansprache essentiell (Huck-Sandhu, 2019, S. 456). Aus dieser strategischen Herausforderung gehen zwei idealtypische Ansätze hervor:

Standardisierung meint eine grenzüberschreitende Kommunikationsstrategie, die das Ziel verfolgt, international so einheitlich wie möglich aufzutreten. Die global konsistente Kommunikation soll ein einheitliches Image im Sinne einer One Voice Policy schaffen (Stöhr, 2005, S. 56-57). Ausgangspunkt der Standardisierungsstrategie ist der kultur-freie Ansatz (vgl. Kapitel 3.2), nach dem sich die relevanten Länder hinsichtlich der zu berücksichtigenden Umweltfaktoren mehr ähneln als unterscheiden und folglich als gesamtheitliches Kommunikationsfeld zu beachten sind (Röttger et al., 2018, S. 45).

Hier setzt die Strategie der Differenzierung an, die von einer Ausrichtung der Unternehmenskommunikation an die jeweiligen lokalen und kulturellen Besonderheiten ausgeht. Inhalte und Botschaften werden unter Berücksichtigung der gesellschaftlichen Umweltfaktoren dem nationalen Markt angepasst (Huck, 2005, S. 16; Röttger et al., 2018, S. 45). So wird eine lokale Flexibilität und damit eine möglichst passgenaue Ansprache der kulturell diversen Stakeholder erreicht (Molleda & Kochhar, 2019, S. 124). Diese Theorie basiert somit auf dem kultur-spezifischen Ansatz (vgl. Kapitel 3.2). Die Nachteile einer Differenzierung gehen Hand in Hand mit den Vorteilen der Standardisierung einher: Vor allem auf eine globale Einheitlichkeit und mögliche Synergien muss verzichtet werden (Huck, 2005, S. 16; Röttger et al., 2018, S. 45).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der internationalen Unternehmenskommunikation ein und leitet die zentrale Forschungsfrage sowie das Ziel der Arbeit ab.

2 Kultur und ihr Verhältnis zu Unternehmenskommunikation: Das Kapitel definiert den Kulturbegriff und dessen Ebenen, um anschließend das grundlegende Verhältnis zur Unternehmenskommunikation theoretisch einzuordnen.

3 Internationale Unternehmenskommunikation: Hier wird das Handlungsfeld der internationalen Unternehmenskommunikation beschrieben, die globale Exzellenztheorie fundiert sowie die strategischen Konzepte (Standardisierung vs. Differenzierung) erläutert.

4 Interne Kommunikation in internationalen Unternehmen: Dieses Kapitel widmet sich den spezifischen Aufgaben, Zielen und Instrumenten der internen Kommunikation, insbesondere unter den komplexen Bedingungen einer internationalen Belegschaft.

5 Herleitung der Forschungsfragen: Basierend auf den vorangegangenen theoretischen Ausführungen werden die konkreten Forschungsfragen entwickelt.

6 Empirisches Vorgehen: Das Kapitel beschreibt die qualitative Forschungsmethode, die Konstruktion des Leitfadens, die Stichprobenauswahl sowie die Durchführung und Auswertung der Experteninterviews.

7 Darstellung und Interpretation der Forschungsergebnisse: Dieser zentrale Abschnitt präsentiert die Ergebnisse aus den Experteninterviews und interpretiert diese im Hinblick auf Einflussfaktoren, Organisationsstrukturen und strategische Gestaltung.

8 Diskussion der Forschungsergebnisse: Die Ergebnisse werden hier kritisch bewertet, theoretisch eingeordnet und Implikationen für die Wissenschaft sowie die Praxis abgeleitet.

9 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf künftige Forschungsbedarfe.

Schlüsselwörter

Interne Unternehmenskommunikation, Mitarbeiterkommunikation, Internationale Kommunikation, Internationale PR, Interkulturelle Kommunikation, Strategie, Standardisierung, Differenzierung, Unternehmenskultur, Kulturfaktor, Mitarbeiter-App, Intranet, Führungskräftekommunikation, Organisationsstruktur, Qualitative Inhaltsanalyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, wie国际大手企業 (international agierende Großunternehmen) ihre interne Kommunikation strategisch planen und umsetzen, wobei der Fokus auf dem Spannungsfeld zwischen globaler Einheitlichkeit und lokaler, kultureller Anpassung liegt.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Studie?

Die zentralen Themen sind internationale Unternehmenskommunikation, das Einflussmodell der nationalen Kultur auf Kommunikationsprozesse, die strategische Steuerung durch Kommunikationsinstanzen sowie der Einsatz digitaler und persönlicher Kommunikationsinstrumente.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist die Beantwortung der Frage: "Wie gestalten international tätige Unternehmen ihre interne Kommunikationsstrategie vor dem Hintergrund kultureller Einflüsse?"

Welche wissenschaftliche Methode wird für die Untersuchung verwendet?

Zur Beantwortung der Forschungsfragen wurden zwölf qualitative Leitfadeninterviews mit Kommunikationsverantwortlichen deutscher Großunternehmen geführt und mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Kultur, Exzellenztheorie, Strategieformen) und einen empirischen Teil, in dem die Einflüsse von Kultur und Managementstrukturen auf die praktische Kommunikationsarbeit analysiert werden.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Analyse?

Besonders prägend sind die Begriffe "Standardisierung" und "Differenzierung" sowie der "Mittelweg" der selektiven Differenzierungsstrategie, die als Ergebnis der empirischen Untersuchung die Kommunikationspraxis in internationalen Unternehmen am besten beschreibt.

Wie gehen Unternehmen mit dem Dilemma von globaler Standardisierung und lokaler Differenzierung um?

Die Mehrheit der untersuchten Unternehmen wählt einen Mittelweg, die sogenannte selektive Differenzierungsstrategie: Die Konzernzentrale gibt globale Themen und Richtlinien (z.B. Corporate Design) vor, während nationale Einheiten für lokale Inhalte und deren kulturelle Adaption verantwortlich sind.

Warum spielt die persönliche Kommunikation trotz globaler Digitalisierung eine wichtige Rolle?

Die Experteninterviews zeigen, dass trotz der Verlagerung in den digitalen Raum ein "persönlicher Austausch" (z.B. durch Workshops oder Meetings) weiterhin als extrem wichtig erachtet wird, da dieser soziale Interaktion, Vertrauen und ein besseres Verständnis innerhalb der kulturell diversen Belegschaft ermöglicht.

Wie beeinflussen digitale Instrumente die interne Kommunikation?

Digitale Instrumente wie Intranets und Mitarbeiter-Apps haben Printmedien weitestgehend abgelöst. Sie bieten den Vorteil, Informationen zeitnah und effizient an eine global verteilte Belegschaft zu übermitteln, bergen jedoch die Herausforderung einer drohenden Informationsüberflutung.

Welche Rolle spielt die Kultur für die interne Kommunikation?

Kultur fungiert als zentrale Determinante, die das Kommunikationsverhalten (z.B. direkte vs. indirekte Kommunikation, Machtdistanz) stark beeinflusst. Für eine erfolgreiche Mitarbeiteransprache müssen Unternehmen diese kulturellen Unterschiede in der Aufbereitung ihrer Botschaften berücksichtigen.

Final del extracto de 95 páginas  - subir

Detalles

Título
Mitarbeiterkommunikation im internationalen Spannungsfeld. Die strategische Ausrichtung interner Kommunikation in international tätigen Unternehmen vor dem Hintergrund kultureller Einflüsse
Universidad
Johannes Gutenberg University Mainz  (Institut für Publizistik)
Calificación
1,7
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2021
Páginas
95
No. de catálogo
V1240234
ISBN (Ebook)
9783346663924
ISBN (Libro)
9783346663931
Idioma
Alemán
Etiqueta
Unternehmenskommunikation Public Relations PR interne Kommunikation Mitarbeiterkommunikation internationale Kommunikation stategische Kommunikation Kultur kulturelle Kommunikation Internationalisierung Globalisierung Standardisierung Differenzierung Zentralisierung Dezentralisierung interne Unternehmenskommunikation Mitarbeiter Kulturdimensionen kulturelle Unterschiede Hofstede
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2021, Mitarbeiterkommunikation im internationalen Spannungsfeld. Die strategische Ausrichtung interner Kommunikation in international tätigen Unternehmen vor dem Hintergrund kultureller Einflüsse, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1240234
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