Die zunehmende weltwirtschaftliche Verflechtung fordert von Unternehmen, sich sowohl mit heimischen als auch mit ausländischen Konkurrenten zu messen. Die Orientierung am globalen Markt beeinflusst dabei innerhalb der Wertschöpfungskette neben der Produktion und dem Absatzmarkt auch die Beschaffung. Gerade in Deutschland spielt die internationale Beschaffung und damit auch der Importanteil eine immer wichtigere Rolle.
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Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Definition und Gründe für eine Internationale Beschaffung
2.1 Definition des Global Sourcing
2.2 Gründe für eine Internationale Beschaffung
3 Probleme einer Internationalen Beschaffung
3.1 Probleme in der Informationsphase
3.1.1 Informationsbeschaffung
3.1.2 Informationsauswertung
3.1.3 Lieferantenauswahl
3.2. Sprachprobleme und Kultureinflüsse
3.2.1 Englischkenntnisse
3.2.2 Mentalität
3.3 Politische Risiken
3.4 Rechtliche Risiken
3.5 Technologische Risiken
3.5.1 Know-how-Transfer
3.5.2 Produktpiraterie
3.6 Lieferung
3.6.1 Transportrisiken
3.6.2 Lieferzeit
3.6.3 Versorgungssicherheit
3.7 Qualität
3.8 Service
3.9 Finanzrisiken
3.9.1 Währungsschwankungen
3.9.2 Zusätzliche Kosten
4 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert die Herausforderungen und Problemfelder, die bei der internationalen Beschaffung (Global Sourcing) auftreten können, um Unternehmen eine fundierte Entscheidungsgrundlage für ihre Beschaffungsstrategie zu bieten.
- Grundlagen und Definitionen des Global Sourcing
- Herausforderungen in der Informationsbeschaffung und Lieferantenauswahl
- Umgang mit soziokulturellen und sprachlichen Barrieren
- Analyse politischer, rechtlicher und technologischer Risiken
- Bewertung von Logistik-, Finanz- und Qualitätsrisiken
Auszug aus dem Buch
3.6.3 Versorgungssicherheit
Genauso wichtig wie der Qualitätsstandard ist die Lieferzuverlässigkeit des ausländischen Partners. Häufig gehört aber gerade eine mangelhafte Lieferzuverlässigkeit – die georderten Artikel werden zu spät oder in zu geringen Mengen geliefert – zu den schwerwiegendsten Problemfeldern bei der Zusammenarbeit mit ausländischen Herstellern.
Ursachen können in der Fertigung des Lieferanten liegen (Kapazitätsengpässe, Qualitätsprobleme), sie können durch Fehler in den administrativen Geschäftsprozessen des Lieferanten verursacht werden (Verzögerungen in der Auftragsabwicklung, Fehler und Verzögerungen in der Bestellabwicklung, Kommissionierfehler), sie können auf seinen Vormärkten und auf dem Transportweg zwischen Lieferant und Abnehmer verursacht werden. Bei drohender Illiquidität oder in einem Liquiditätsengpass gerät unter Umständen die Fertigung des Lieferanten ins Stocken, weil er von seinen Lieferanten nicht mehr beliefert wird. Probleme des Lieferanten werden so auch sehr schnell zu eigenen Engpässen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die zunehmende weltwirtschaftliche Verflechtung zwingt Unternehmen dazu, ihre Beschaffung global auszurichten, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
2 Definition und Gründe für eine Internationale Beschaffung: Global Sourcing wird als Strategie zur effizienten Nutzung weltweiter Ressourcen definiert, um Kostenvorteile zu erzielen und Zugang zu technologischem Know-how zu erhalten.
3 Probleme einer Internationalen Beschaffung: Internationale Beschaffung birgt neben Vorteilen auch vielfältige Risiken wie Informationsdefizite, kulturelle Hürden, politische und rechtliche Unsicherheiten sowie Logistik- und Finanzrisiken.
4 Fazit: Obwohl Global Sourcing langfristig notwendig ist, sollte es nur angewandt werden, wenn der Nutzen die erheblichen Vorbereitungs- und laufenden Betreuungskosten sowie die Risiken übersteigt.
Schlüsselwörter
Global Sourcing, Internationale Beschaffung, Lieferantenauswahl, Versorgungssicherheit, Währungsrisiken, Produktpiraterie, Know-how-Transfer, Lieferlogistik, Qualitätsmanagement, Beschaffungsstrategie, Politische Risiken, Wettbewerbsvorteile.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den zentralen Problembereichen und Risiken, die auftreten, wenn Unternehmen ihre Beschaffung international ausrichten (Global Sourcing).
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Arbeit behandelt die Definition von Global Sourcing, die Gründe für diesen Ansatz, die verschiedenen Risikokategorien (z.B. Logistik, Recht, Kultur, Finanzen) und die strategischen Anforderungen.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Ziel ist es, die Komplexität und die potenziellen Nachteile einer internationalen Beschaffung aufzuzeigen, damit Unternehmen abwägen können, ob Global Sourcing für ihren individuellen Fall sinnvoll ist.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine literaturbasierte Analyse, die betriebswirtschaftliche Erkenntnisse zusammenführt und durch Abbildungen zur Risikobewertung veranschaulicht.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Risikofelder, von der Informationsphase über Sprach- und Kulturprobleme bis hin zu technologischen, rechtlichen und finanziellen Risiken sowie der Logistikkette.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Global Sourcing, Beschaffungsrisiken, Lieferantenauswahl, Qualitätsmanagement und Gesamtkostenkalkulation.
Warum stellt die Informationsphase beim Global Sourcing ein Problem dar?
Der Bedarf an landesspezifischen Daten zu Markt, Lieferanten und Produkten steigt enorm, wobei Zeitknappheit und mangelnde Research-Kompetenz die Beschaffung und Auswertung dieser Informationen erschweren.
Wie beeinflusst die Mentalität die internationale Beschaffung?
Unterschiedliche Einstellungen zu Pünktlichkeit, Effektivität und Genauigkeit in verschiedenen Kulturkreisen können die Kommunikation und den Erfolg der Geschäftsbeziehung gefährden.
Welche Rolle spielt die Produktpiraterie in diesem Kontext?
Besonders bei der Verlagerung von Know-how an ausländische Partner besteht die Gefahr, dass technisches Wissen kopiert wird und das Unternehmen seine Wettbewerbsvorteile durch Produktpiraterie verliert.
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- Dipl.-Ing. Thomas Foj (Author), 2005, Zentrale Problembereiche einer internationalen Beschaffung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/124037