Unterrichtskonzeption "Der Zauberlehrling"

Eine didaktische Arbeit


Studienarbeit, 2007
12 Seiten, Note: 2

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Pädagogisch-psychologische Anmerkungen

3. Didaktische und methodische Überlegungen
3.1. Lehrplananalyse
3.2. Einordnung der Stunde in die Unterrichtssequenz
3.3. Sachanalyse
3.3.1. Goethes „Der Zauberlehrling“
3.3.2. Die Ballade
3.4. Fachdidaktische Analyse
3.5. Methodische Vorüberlegungen

4. Beschreibung des Unterrichtsverlaufs

5. Materialien zur Stunde

6. Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Die Ballade war nicht immer ein beliebter Unterrichtsgegenstand, wie sie es heute ist. Es gab Zeiten in denen man dieser Gattung sogar feindlich gegenüber stand, so dass sie im Literaturunterricht kritisch und verächtlich beurteilt oder sogar verschwiegen wurde.[1]

Diese Zeit gehört jedoch der Vergangenheit an. „Die Liedermacher von heute schreiben und komponieren Texte, die balladesk sind und von anderen Autoren selbst als „Ballade“ bezeichnet werden.“[2] Somit wurde es ein beliebtes Ausdrucksmittel in der Musik, erzählende Texte zum Klang der Gitarre vorzutragen.

Im Jahre 1978 wurden zwei Sammlungen von Balladen veröffentlicht (Beate Pinkerneil: Das große deutsche Balladenbuch; Walter Hansen: Das Buch der Balladen).[3] Seit dem findet auch die Ballade im Deutschunterricht wieder Zuspruch. Inzwischen ist die Ballade wieder ein sowohl vom Schüler, als auch vom Lehrer sehr beliebter Unterrichtsgegenstand. Und wenn man dem Volksmund glauben kann, lebt wer einmal irrtümlich für tot erklärt wurde, besonders lange.[4]

2 Pädagogisch-psychologische Anmerkungen

Die 7b, welche 20 Schüler involviert, ist eine sehr aufgeschlossene und gleichmäßig leistungsstarke Klasse. Es gibt keine Schüler, die durch besonders positive oder negative Leistung auffallen. Die Mitarbeit im Unterricht ist sehr rege, wodurch ein angenehmes Unterrichtsgespräch entsteht. Zum Ende der Stunde werden die Schüler etwas unruhig, wodurch eine lockere Art von Disziplinierung gefunden werden muss. Durch Strafen würde in dieser Klasse das Lernklima leiden und das Verhältnis zwischen Schüler und Lehrer unnötig spannen.

Auch außerhalb des Unterrichts, in den Pausen, handelt es sich um eine sehr freundliche Klasse. Die Schüler haben ein sehr ausgeprägtes Gemeinschaftsgefühl. Es gibt keine Außenseiter in der Klasse. Auch zwischen Jungen und Mädchen bestehen keine nicht lösbaren Differenzen.

Jonas weißt ADS auf. Er sieht das aber nicht als Beeinträchtigung. Wenn man ihn darauf anspricht, sagt er: „Ich hab’ ADS und das ist auch gut so.“ Jonas sitzt in der ersten Reihe und versucht auf sich aufmerksam zu machen. Wenn man ihm das Gefühl gibt, ihn wahrgenommen zu haben, stört er den Unterricht nicht. Im Gegenteil, er beteiligt sich rege und bringt mit seinen Antworten den Unterricht erheblich voran.

3 Didaktische und methodische Überlegungen

3.1 Lehrplananalyse

In der siebten Jahrgangsstufe setzen sich die Schüler mit Literatur und Sachtexten auseinander. In diesem Komplex sollen sich die Schüler mit Literatur verschiedener Zeiten und Kulturkreise beschäftigen. Somit soll ihre Lesekompetenz und die Lesebereitschaft gefestigt werden. In diesem Zusammenhang sollen sie die Literatur als Spiegel ihrer eigenen und fremder Identität erfahren.[5] Einzuordnen sind die Balladen in die Unterrichtssequenz „Erweitern der Leseerfahrung und Erschließungsmöglichkeiten im Umgang mit poetischen Texten: Thema, Motivgestaltung, Aufbau, Figuren, Raum- und Zeitgestaltung, erzählerische, lyrische, dramatische Gestaltungselemente in ihrer Wirkung“[6]. Anhand der Ballade lassen sich sowohl epische, als auch dramatische und lyrische Merkmale sehr gut herausarbeiten, denn sie vereint alle drei Gattungen in sich. Des Weiteren kann man in Balladen sehr viele menschliche Aspekte erkennen. Diese finden die Schüler meist bei sich wieder. Aus diesem Grund stellen Balladen meist ein sehr interessante Stoffeinheit dar, der sie mit Freude und Interesse entgegentreten. Durch dieses Wecken der Freude kann die Lesebereitschaft der Schüler folglich verbessert werden. Der Lehrplan überlässt die Wahl der zu lesenden Balladen dem Lehrer. Dadurch kann ein breites wissen über Autoren und verschiedene Thematiken erworben werden. Interessant ist es somit für die Schüler, trotz der Verschiedenheit der unterschiedlichen Balladen, dennoch Gemeinsamkeiten zu erkennen.

3.2 Einordnung der Stunde in die Unterrichtssequenz

Die Stunde „Goethes- Der Zauberlehrling“ ist die Einführungsstunde zum Thema Balladen in der 7. Jahrgangsstufe. Dem Thema voraus ging eine Unterrichtssequenz zum Thema Grammatik. Das heißt es handelt sich um einen völlig neuen Themenkomplex. Der Lehrer handhabt es so, dass in jeder Stunde die Schüler mit einer neuen Ballade konfrontiert werden. In der nächsten Stunde war das Thema „Schillers- Der Handschuh“. Dennoch behält der Zauberlehrling eine zentrale Rolle, denn diese Ballade soll von allen Schülern auswendig gelernt werden.

[...]


[1] Vgl.: Henze, Walter; Röbbelen, Ingrid: Ballade. In: Braun, Peter; Krallmann, Dieter (Herg.): Handbuch Deutschunterricht. Band 2 Literaturdidaktik. Schwann-Bagel GmbH: Düsseldorf 1983, S. 299.

[2] Ebd.

[3] Ebd., S.300.

[4] Vgl.: Ebd., S.316.

[5] Vgl.: www.isb-gym8-lehrplan.de/contentserv/3.1/g8.de/index.php?StoryID=26291, Datum: 12.03.2008.

[6] Ebd.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten

Details

Titel
Unterrichtskonzeption "Der Zauberlehrling"
Untertitel
Eine didaktische Arbeit
Hochschule
Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg  (Deutsche Philologie)
Veranstaltung
Studienbegleitendes Praktikum
Note
2
Autor
Jahr
2007
Seiten
12
Katalognummer
V124067
ISBN (eBook)
9783640296538
ISBN (Buch)
9783640325665
Dateigröße
590 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Unterrichtskonzeption, Zauberlehrling, Studienbegleitendes, Praktikum
Arbeit zitieren
Marjana Schäftlein (Autor), 2007, Unterrichtskonzeption "Der Zauberlehrling", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/124067

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