Minne und Gesellschaft in den Liedern Dietmars von Aist


Hausarbeit, 2006

33 Seiten, Note: 2,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Minnesang

2. Minnekonzeption bei Dietmar von Aist
2.1 Begriff Minne
2.2 Frauenbild Dietmars von Aist
2.3 Die Liebesbeziehung bei Dietmar von Aist

3. Das Gesellschaftsbild bei Dietmar von Aist

4. Faszination Mittelalter

Anhang – Werk Dietmars von Aist

Literaturverzeichnis

1. Minnesang

Denken wir an Minnesang, so stellen wir uns einen gut aussehenden jungen Mann vor, der vor dem Fenster seiner Angebeteten ein Lied zu deren Ehren singt, ihr damit seine grenzenlose Liebe bezeugt und sie heftig umwirbt. Dass sich dieses Klischee bis heute halten konnte, ist mehr als verwunderlich – sprechen wir doch von einer der bedeutendsten literarischen Strömungen des Mittelalters, einem zentralen Element innerhalb der damaligen höfischen Dichtung.[1]

Die Frühphase des Minnesangs, der so genannte donauländische Minnesang, setzte um 1150 unvermittelt ein. Ihren Kern bildeten Dichter, deren Herkunftsort an der Donau lag, wie Meinloh von Sevelingen und der Burggraf von Regensburg. Ebenfalls dieser Phase zugeordnet werden der stilgeschichtlich älteste Lyriker Kürenberg sowie Dietmar von Aist, auch wenn deren regionale Einordnung in der Forschung umstritten ist[2]. Diese Träger des Minnesangs, die Minnesänger, waren Angehörige des Fürstenstandes, des Adels und der Ministerialen, später auch bürgerliche Dichter.[3] Sie wurden geformt vom Geist der neuen Gesellschaft und der neuen Kunst, die an den Höfen der glücklichen Provence erblühte, den Geist höfisch-gesellschaftlicher Schicklichkeit und Sittlichkeit, eine Welt der Gedanken, Vorstellungen, Begriffe, verfeinerter, überfeinerter, gespaltener statt einfacher Gefühle. Liebesdichtung wird zu Minnesang, einfache Formen werden kunstvoll stilisiert, gedehnt, ausgeprägt, verbindlich festgelegt.

An Stelle der gemeinen Weltsprache natürlichen Liebeslebens entsteht eine kunstvolle Gesellschaftssprache, die im Umkreis der provenzalischen Mutter Europa überzieht vom portugiesischen bis zum Wiener Hof, vom Hofe Friedrichs II. auf Sizilien bis zu den kleinen Höfen des Niederrheins und Deutschlands. So bauen auch die deutschen Minnesinger ihre Strophen um das Sprachgerüst des Troubadours, das ins Deutsche übertragen wird.[4]

2. Minnekonzeption bei Dietmar von Aist

2.1 Begriff Minne

Der zentrale Begriff minne (von lat. memoria = Gedächtnis) lässt sich nicht einfach mit dem neuhochdeutschen Wort Liebe übersetzen, da dies im Mittelalter zunächst die Bezeichnung des Menschen zu Gott und erst dann allgemein eine Freude jeder Art bezeichnete. Und auch wenn es für den Begriff keine bessere Übersetzung als Liebe gibt, ist zu betonen, dass Liebe keinesfalls als Synonym für minne verwendet werden kann. Hinzu kommt, dass der deutsche Minnesang nicht unbedingt als reine Liebesdichtung aufgefasst werden kann, da die in den Liedern von den Sängern beschriebenen Emotionen nicht an eine reale, existierende Frau gerichtet sind, sondern vielmehr an ein Wesen, das den damaligen Vorstellungen vom Idealbild einer Frau vollkommen entsprach.[5]

2.2 Frauenbild Dietmars von Aist

Gegen die eingewurzelten Vorstellungen von der Minderwertigkeit und Schlechtigkeit des weiblichen Geschlechts setzten die höfischen Dichter ein neues Bild der Schönheit und Vollkommenheit.[6] Die Frau wurde ins Überirdische erhöht, bei Heinrich von Morungen sogar mit der Göttin Venus verglichen. Ihr wurden sogar Attribute zugeschrieben, die stark an die damalige Marienverehrung erinnerten.[7] Dieses höfische Frauenbild war jedoch eine reine Erfindung der Dichter. Die Vorstellung, dass zu dieser Zeit adlige Herren zu den Frauen verehrungsvoll aufblickten, stellt die eigentliche Wirklichkeit auf den Kopf und verkehrt das Verhältnis der Geschlechter, wie es in Wirklichkeit bestand, ins Gegenteil.[8] Darüber hinaus wirkte das Frauenbild der höfischen Dichter wie ein scharfer Kontrast zu dem vorherrschenden christlichen Frauenbild, in dem eine Frau nur in Gestalt unberührter Jungfräulichkeit, im Schmuck ihrer Keuschheit und Reinheit, als verehrungswürdig galt.[9] In der höfischen Literatur wurde die Frau plötzlich sinnlich und erotisch, als Geliebte und Liebende, dargestellt. Einer der Dichter, die diese Idealisierung der Frau und die damit verbundene Herabsetzung des Mannes aufgegriffen haben, war Dietmar von Aist.

Um seinem höfischen Publikum das zu vermittelnde Frauenbild nahe zu bringen, wählte Dietmar oft die Form des Wechsels (Lied I, II, III, V, XI, XII, XV). Bei dieser Gattung des Minnesangs kommen in verschiedenen Strophen sowohl der Mann als auch die Frau zu Wort. Dabei sprechen sie jedoch nicht miteinander, sondern übereinander. Auf diese Weise werden die innersten, die geheimsten Gedanken und Gefühle der beiden Liebenden offenbar. Das Publikum erhält Einblick in ihr Innerstes und erfährt darüber hinaus genau, wie die beiden zueinander stehen. Vor allem der Aspekt der Trennung und das damit verbundene Leid wird auf diese Weise besonders gut verarbeitet. Dabei lässt der Dichter die Frau so denken, fühlen, sprechen und handeln wie es seinem Idealbild von einer höfischen Frau entspricht. So ist sie in der Lage, grenzenlose Liebe zu empfinden und die ewige Treue zu halten[10][11][12]. In ihrer Liebe vergeht sie fast vor Sehnsucht[13][14] nach dem Mann, den sie liebt, aber nicht lieben darf. Ihr Äußeres und ihre Gestalt sind so wunderschön[15][16], dass diese fiktive Gestalt, die allein im Geiste des Sängers existiert, schon nahezu unnahbar erscheint. Für den Dichter ist sie das Größte auf der Welt. Er würde alles aufgeben, wenn er nur immer in ihrer Nähe sein könnte[17]. Dadurch, dass sie, ebenso wie der Mann, versucht, ihr Leid hinzunehmen, es stillschweigend zu ertragen und sich nicht stattdessen bemüht, die vermutlich gesellschaftlichen Hindernisse aus dem Weg zu räumen, wird ihr Bild von der idealen höfischen Frau noch verstärkt[18]. Sie fügt sich dem, was von ihr verlangt wird und lebt ihre Liebe, wenn überhaupt, nur sehr selten aus[19][20]. Daran, mit dem Geliebten eine reelle Beziehung einzugehen, wagt sie offensichtlich nicht einmal zu denken. Dies bedeutet aber nicht, dass sie sich zwangsläufig jeglicher körperlicher Liebe gegenüber dem Geliebten entzieht[21][22] – was sie entgegen dem damaligen Bild der Frau für den Sänger jedoch nicht weniger begehrenswert erscheinen lässt. Für ihn ist sie sogar diejenige, die ihn zu einem besseren Menschen werden ließ[23]. So nimmt er es sogar an, von ihr belehrt zu werden[24], was darauf hindeutet, dass er sie tatsächlich auch als Herrin sieht, der zu dienen er bereit ist[25][26][27].

Doch nicht nur im Wechsel, auch in seinen Monologen versucht Dietmar das Bild seiner Ideale zu vermitteln[28]. Auch in diesen Liedern werden die extremen Gefühle der Liebenden beschrieben, wenn auch die wechselseitige Sehnsucht und die überschwängliche gegenseitige Liebe hier nicht zum Ausdruck kommen, in Lied XVI als Element sogar vollkommen fehlen. Der Mann ist der Frau in diesen Liedern ebenso unterwürfig wie im Wechsel.[29]

Vollkommen abweichend ist hingegen das Frauenbild, das in den Frauenliedern VI und VII vermittelt wird. Die Frau gibt hier ihre dominierende Rolle auf und ordnet sich unter. Ihr ist bewusst, dass sich der Mann jederzeit von ihr lösen und einer anderen Frau zuwenden kann. Dabei wird der Geliebte mit einem in der freien Natur umher fliegenden Falken verglichen[30]. Das in den anderen Liedern beschriebene Frauenbild von der idealen höfischen Dame, wunderschön, weise und nahezu unnahbar, weicht nun dem Bild einer zu ihrem edlen Ritter aufblickenden Dame, voller Ängste, ihren Geliebten zu verlieren.

Die Frage, warum die Frau im deutschen Minnesang und damit auch bei Dietmar von Aist derart erhöht wurde, lässt sich nur dann beantworten, wenn man versucht, den Quellen dieser literarischen Gattung auf den Grund zu gehen und daher einen Blick ins Nachbarland Frankreich wirft, das zu dieser Zeit als literarisches Ideal, als Vorbild angesehen wurde. In diesem Land waren die Voraussetzungen für eine gehobene Stellung der adligen Frau besonders günstig, weil südlich der Loire das römische Erbrecht erhalten geblieben war, das die Töchter gleichermaßen wie die Söhne am Besitz des väterlichen Erbes beteiligte. Die Töchter reicher Feudalherren wurden daher ab dem 10. Jahrhundert meist mit einer umfangreichen Mitgift an Burgen, Vasallen und allerlei Rechten ausgestattet oder sie erhielten diese nach dem Tode ihres Vaters durch Testament. Dieses Erbe galt als der persönliche Besitz der Frau, über den sie allein die Verfügungsgewalt besaß. Auf diese Weise kam sie zu Macht und zu einer Position, die ihr Ansehen enorm stärkte. Es wäre jedoch falsch, von diesen vereinzelten Frauen Rückschlüsse auf die allgemeine Stellung der französischen Frau im 11. und 12. Jahrhundert zu ziehen, denn es handelte sich hier wirklich nur um eine sehr dünne Oberschicht der vornehmsten Fürstinnen, um deren Gunst man sich zu bemühen hatte, wenn man am Hof vorwärts kommen wollte. Diese Frauen verfügten über einen sehr hohen Bildungsstand und zeigten starkes Interesse an der Kunst. Aus diesem Grund förderten sie die Kultur an ihrem Hof und sorgten dafür, dass sich Troubadours an ihm aufhielten, manchmal sogar mehrere. Auf diese Weise wurde die südfranzösische Lyrik zu einem Befreiungsprozess der Frau innerhalb der höchsten Schichten der Feudalherrenklasse[31] – ein Trend, der sich später auch im deutschen Minnesang durchsetzte, auch wenn die eigentliche Ursache, das in Frankreich vorherrschende Erbrecht, in Deutschland nicht existierte.[32]

2.3 Die Liebesbeziehung bei Dietmar von Aist

Während Literatur im frühen Mittelalter noch fest in den Händen des Klerus war, grundsätzlich von Mönchen geschaffen wurde und nahezu ausschließlich geistlichen Inhalt hatte, erfolgte mit dem Übergang zum Hochmittelalter eine drastische Wende. Liebe wurde zum Thema der hochmittelalterlichen, höfischen Literatur. Vor allem der Minnesang wandte sich diesem Thema zu. In ihm wurde das Idealbild der Liebe plötzlich zum höchsten gesellschaftlichen Wert. Dies demonstriert die extreme Wirklichkeitsferne dieser poetischen Konstruktion. Die Dichter beschrieben eine Märchenwelt, in der alle politischen, wirtschaftlichen und sozialen Probleme und Konflikte, mit denen die adlige Gesellschaft in der Realität konfrontiert war, künstlich ausgeklammert blieben und halfen mit ihrem Zauber, die Härten und Zwänge der Wirklichkeit zumindest für kurze Zeit zu vergessen.[33]

Das im Minnesang vorherrschende Idealbild ist erst im 19. Jahrhundert unter dem Begriff höfische Liebe (amour courtois) geprägt worden. Es stammt von dem französischen Romanisten Gaston Paris, der 1883 in einem Aufsatz über den Lancelot von Chrétien des Troyes vier Merkmale herausgestellt hat:

1. Höfische Liebe ist ungesetzlich, „illégitime“, und daher auf Heimlichkeiten angewiesen. Sie schließt die volle körperliche Hingabe ein.
2. Höfische Liebe verwirklicht sich in der Unterordnung des Mannes, der sich als Diener seiner Dame betrachtet und die Wünsche seiner Herrin zu erfüllen sucht.
3. Höfische Liebe fordert von dem Mann das Bemühen, besser und vollkommener zu werden, und dadurch seiner Dame würdiger zu sein.
4. Höfische Liebe ist eine Kunst, eine Wissenschaft, eine Tugend („un art, une science, une vertu“) mit eigenen Spielregeln und Gesetzen, die die Liebenden beherrschen müssen.[34]

Auch wenn das von Paris beschriebene Bild in der Forschung äußerst umstritten ist[35], so beschreibt es doch exakt Dietmars Minnekonzeption. In seinen Klageliedern schreibt er doch immer wieder über wechselseitige Liebesbeziehungen, geprägt durch Heimlichkeiten, Abschied und Sehnsucht. Die Liebenden wünschen sich nichts mehr als zusammen zu sein und in den Armen des Anderen zu liegen, haben dazu jedoch aufgrund äußerer Hindernisse nur sehr selten Gelegenheit[36][37][38][39][40]. Der eigentliche Grund, warum die beiden nicht zueinander finden können, wird jedoch nicht genannt. Der damals vorherrschenden Minnekonzeption entsprechend ist die Herzensdame vermutlich eine verheiratete, adelige Frau von Stand. Dies wiederum offenbart die völlige Ausweglosigkeit, der die beiden unterworfen sind. Aufgrund gesellschaftlicher Konventionen werden sie nie in der Lage sein, sich ohne jegliche Heimlichkeiten zu lieben, eine Beziehung oder eine Ehe einzugehen. Diese Tatsache wird von beiden auch hingenommen und akzeptiert. Dennoch wollen sie nicht vollkommen aufeinander verzichten. In gelegentlichen Treffen lassen sie ihre Gefühle füreinander aufleben. Trotz der unendlichen Sehnsucht[41][42][43], die beide oft an den Rand der Verzweiflung treibt[44], schwören sie sich ewige Liebe und Treue[45]. Um das Motiv der Trennung, der räumlichen Distanz zwischen den beiden Liebenden, noch zu verstärken, schuf Dietmar zwei Botenlieder, in denen Mann und Frau über einen Boten kommunizieren, ihre einzige Möglichkeit, überhaupt miteinander in Kontakt zu treten.[46] Trotz der Ausweglosigkeit der Beziehung und der gesellschaftlichen Missachtung dieser Liebe lassen sich beide darauf ein, ihre Liebe in ihren seltenen Treffen auch körperlich zu erleben[47] - ein Element, das laut Gaston Paris ebenfalls Teil der höfischen Liebe ist. Dabei stehen grundsätzlich die Emotionen der Liebenden im Vordergrund. Aussagen über Gewissensbisse gegenüber der Gesellschaft oder dem betrogenen Ehemann werden nicht getroffen. Die Idealisierung dieser Liebe, die so weit geht, dass sich der gut aussehende junge Ritter allein seiner gebundenen Geliebten verspricht, ihr die ewige Treue hält und daher auf körperliche Freuden mit anderen, ungebundenen Frauen verzichtet, erscheint aus heutiger Sicht utopisch und entsprach auch aufgrund des eigentlichen vorherrschenden Frauenbildes und den gesellschaftlichen Anforderungen der damaligen Zeit wohl kaum der Realität, weist jedoch erneut auf die imaginäre Welt hin, zu der dem höfischen Publikum mit dem Minnesang Tür und Tor geöffnet wurden. Der Liebende geht in der höfischen Literatur hingegen sogar noch weiter. Er verspricht nicht nur, der Geliebten bedingungslos treu zu sein, sondern unterwirft sich ihr auch noch völlig. Für ihn hat sie alle Tugenden, die eine höfische Frau besitzen sollte[48][49]. Er hingegen ist erst durch sie zu dem geworden, was er eigentlich ist.[50] Sie ist seines Lebens Herrin.[51] In seiner grenzenlosen Liebe erhöht der Sänger die Geliebte, er lobt sie geradezu in den Himmel, obwohl ihm selbst zahlreiche Eigenschaften zugeschrieben werden, die ihn durchaus begehrenswert erscheinen lassen[52][53][54][55][56]. Um ihr irgendwann doch noch ebenbürtig zu werden, bemüht er sich jedoch ständig darum, noch besser und noch vollkommener zu werden. Dabei schreibt er ihr gewissermaßen die Rolle der Lehrmeisterin zu[57].

[...]


[1] In dieser Hausarbeit wird die Neue Deutsche Rechtschreibung verwendet.

[2] Schweikle, Günther: Minnesang, S. 84.

[3] Brockhaus, Minnesang.

[4] Frings, Theodor: Minnesinger und Troubadours, S. 16-17.

[5] Weil, Bernd: Der deutsche Minnesang, S. 9.

[6] Bumke, Joachim: Höfische Kultur, S. 451.

[7] Brockhaus, Minnesang.

[8] Bumke, Joachim: Höfische Kultur, S. 453.

[9] Bumke, Joachim: Höfische Kultur, S. 454.

[10] Lied I, Vers 6, selten sîn vergezzen wirt in mînem muote.

[11] Lied I, Vers 7, Genuoge jehent, daz grôziu staete sî der besten frouwen trôst. des enmag ich niht gelouben, sît mîn herze ist unerlôst.

[12] Lied XI, Vers 11, Ich wil im iemer staete sîn.

[13] Lied I, Vers 1, Waz ist für daz trûren guot, daz wîp nâch lieben manne hât?.

[14] Lied I, Vers 2, Gerne daz mîn herze erkande, wan ez sô betwungen stât.

[15] Lied I, Vers 3, … frouwe schoene.

[16] Lied XV, Vers 1 und Vers 5, Wart âne wandel ie kein wîp; si ist schoene alsam der sunnen schîn.

[17] Lied II, Vers 3-4, lieber hete ich ir minne danne al der vogellîne singen.

[18] Lied I, Vers 4, Vil wol ich’s an ein ende koeme, wan diu huote.

[19] Lied I, Vers 9-10, alsô redeten zwei geliebe, dô sî von einander schieden.

[20] Lied II, Vers 2, daz mir âne mâze tuot wê, daz ich si sô lange mîde.

[21] Lied XIII.

[22] Lied XIV, Vers 9-11, Wir hân die winter langen naht mit fröiden wol enpfangen, ich und ein ritter wol geslaht.

[23] Lied III, Vers 6-7, … du hast getiuret mînen muot. swaz ich dîn bezzer worden sî, ze heile müez ez mir ergân.

[24] Lied III, Vers 9-12, Man sol die biderben und die guoten ze allen zeiten haben liep. swer sich gerüemet alze vil, der kann der besten mâze niet. joch sol ez niemer hövescher man gemachen allen wîben guot. er ist sîn selbes meister niht, swer sîn alze vil getuot.

[25] Lied XI, Vers 4-5, Ienoh stêt daz herze mîn in ir gewalt, der ich den sumer gedienet hân.

[26] Lied XII, Vers 3-5, Der bin ich worden undertân als daz schif dem stiurman, swanne der wâc sîn ünde alsô gar gelâzen hât.

[27] Lied XIII, Vers 8, Swaz du gebiutest, daz leiste ich, mîn friundîn.

[28] Lied IX, Vers 3-4 und Vers 7-8, Ich waene, nie diu werlt gewan ein schoene wîp sô rehte guot; tugende hât sie michels mê danne ich gesagen kunne. si ist leides ende und liebes trôst und aller fröide ein wunne.

[29] Lied X, Vers 1-2, Frouwe, mînes lîbes frouwe, an dir stêt aller mîn gedanc.

[30] Lied VI, Vers 5-8, Sô wol dir valke, daz du bist, du fliugest, swar dir liep ist. du erkiusest dir in dem walde einen boum, der dir gevalle.

[31] Wallbaum, Christel: Studien zur Funktion des Minnesangs in der Gesellschaft des 12. und 13. Jahrhunderts, S. 90-93.

[32] Wallbaum, Christel: Studien zur Funktion des Minnesangs in der Gesellschaft des 12. und 13. Jahrhunderts, S. 93.

[33] Bumke, Joachim: Höfische Kultur Literatur und Gesellschaft im hohen Mittelalter, S. 381.

[34] Bumke, Joachim: Höfische Kultur Literatur und Gesellschaft im hohen Mittelalter, S. 504.

[35] Bumke, Joachim: Höfische Kultur Literatur und Gesellschaft im hohen Mittelalter, S. 504.

[36] Lied I, Vers 4, Vil wol ichs an ein ende koeme, wan diu huote.

[37] Lied II, Vers 5, Nû muoz ich von ir gescheiden sîn. trûric ist mir al daz herze mîn.

[38] Lied III, Vers 17, Ez dunket mich wol tûsent jâr, daz ich an liebes arme lac.

[39] Lied XI, Vers 17, Im tuot sîn langez beiten wê.

[40] Lied XIII, Vers 11, Wenne wilt du wider her zuo mir?

[41] Lied I, Vers I, Waz ist für daz trûren guot, daz wîp nâch lieben manne hat?

[42] Lied II, Vers I, Seneder friundinne bote, nû sage dem schoenen wîbe, daz mir âne mâze tuot wê, daz ich si sô lange mîde.

[43] Lied XI, Vers 16, daz er ein senendez herze treit, sît er dich sach.

[44] Lied I, Vers 11 und 18, Owê minne, der dîn âne möhte sîn, daz waeren sinne; Wes lie sie got mir armen man ze kâle werden?

[45] Lied XI, Vers 6 und Vers 11, diu ist mîn fröide und al mîn liep. ich wil irs niemer abe gegân; ich wil im iemer staete sîn.

[46] Lied II, XI.

[47] Lied III, Vers 17, Ez dunkent mich wol tûsent jâr, daz ich an liebes arme lac; Lied XIII; Lied XIV, Vers 9, Wir hân die winter langen naht mir fröiden wol enpfangen, ich und ein ritter wol geslaht.

[48] Lied IV, Vers 15, Ir tugende, die sint valsches frî, des hoere ich ir die besten jehen.

[49] Lied IX, Vers 3, Ich waene, nie diu werlt gewan ein schoene wîp sô rehte guot.

[50] Lied III, Vers 5-6, Du hast getiuret mînen muot. Swaz ich dîn bezzer worden sî, ze heile müez ez mir ergân.

[51] Lied X, Vers I, Frouwe, mines lîbes frouwe.

[52] Lied I, Vers I, lieben manne.

[53] Lied II, Vers 7, ritter edele.

[54] Lied XI, Vers 8, allerbeste man.

[55] Lied XII, Vers 7, ritter guot.

[56] Lied XIV, Vers 11, ritter wol geslaht.

[57] Lied III, Vers 9-12, Man sol die biderben und die guoten ze allen zeiten haben liep. swer sich gerüemet alze vil, der kann der besten mâze niet. joch sol ez niemer hövescher man gemachen allen wîben guot. er ist sîn selbes meister niht, swer sîn alze vil getuot.

Ende der Leseprobe aus 33 Seiten

Details

Titel
Minne und Gesellschaft in den Liedern Dietmars von Aist
Hochschule
Universität Regensburg
Veranstaltung
Minnedichtung im Spätmittelalter
Note
2,3
Autor
Jahr
2006
Seiten
33
Katalognummer
V124113
ISBN (eBook)
9783640287093
Dateigröße
602 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Minne, Gesellschaft, Liedern, Dietmars, Aist, Minnedichtung, Spätmittelalter
Arbeit zitieren
Heidi Nissl (Autor), 2006, Minne und Gesellschaft in den Liedern Dietmars von Aist, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/124113

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