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Die zwei Formen des einen römischen Messritus

Liturgie / Motu proprio / Alte und Neue Messe

Title: Die zwei Formen des einen römischen Messritus

Term Paper , 2008 , 19 Pages , Grade: sehr gut

Autor:in: Matthias Kaiser (Author)

Theology - Historic Theology, Ecclesiastical History
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Thema „Die zwei Formen des einen Römischen Messritus“ und bezieht sich damit auf das Apostolische Begleitschreiben Motu proprio „Summorum Pontificum“, welches von Papst Benedikt XVI. am 07.Juli.2007 beschlossen und verkündet wurde. Seit dem Motu proprio des Papstes gilt diese Form neben der üblichen Messe als „forma extraordinaria“ und darf also wieder gefeiert werden. Allerdings stellt sich bei dieser Maßnahme die berechtigte Frage, warum der Papst die alte Form der Messe wieder zulässt, obwohl der alte Ritus bereits vor knapp vierzig Jahren reformiert worden ist. Stellt diese Rückbesinnung nicht die Entscheidungen des II. Vatikanischen Konzils in Frage? Andererseits bekennen sich sehr viele gläubige Christen zu der alten Tridentinischen Messe, da sie der Ansicht sind, dass nur auf diese klassische und traditionelle Weise die Heilige Messe würdig gefeiert werden kann. Das Motu proprio des Papstes hat in jedem Fall eine lebhaft kontroverse Diskussion in der Gesellschaft entfacht, allerdings sind die gesamte Liturgie sowie die Hintergründe der Liturgiereformen ebenfalls sehr vielschichtig. Da ich persönlich die Tridentinische Messe nicht mehr miterleben durfte, ist es zunächst einmal wichtig zu erfahren wie diese überhaupt ausgesehen hat. Deshalb werde ich zu Beginn meiner Hausarbeit die Tridentinische Messe detailliert beschreiben und reflektieren sowie erläutern, warum diese auf dem II. Vatikanischen Konzil reformiert worden ist. Auf dieser Grundlage erläutere anschließend das Motu proprio „Summorum Pontificum“, welches die aktuelle Veränderung der Liturgie darstellt. Danach stelle ich die verschiedenen Reaktionen auf dieses Apostolische Schreiben dar und fasse die wichtigsten verschiedenen Stellungnahmen der Theologen zusammen, um die derzeitige theologische Diskussion besser zu verstehen. Am Ende der Hausarbeit fasse ich in einem Fazit noch einmal die wichtigsten Resultate zusammen und gebe für den weiteren Verlauf der Liturgie einen kurzen Ausblick.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung in das Thema

2. Die Besonderheiten der tridentinische Messe

3. Erste Reformversuche und Liturgiereform des II.Vatikanums

4. Das Motu proprio „Summorum Pontificum“

5. Die theologische Diskussion um die Liturgie

6. Fazit und Ausblick

7. Quellenangaben

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das durch Papst Benedikt XVI. erlassene Apostolische Schreiben „Summorum Pontificum“ und analysiert die Hintergründe sowie die Reaktionen auf die damit einhergehende Wiederzulassung der tridentinischen Messe als außerordentliche Form des römischen Ritus. Ziel der Arbeit ist es, die theologische Diskussion über die Liturgie sowie die Beweggründe für die liturgische Öffnung im Kontext der Konzilsreformen kritisch zu reflektieren.

  • Historische Entwicklung und Charakteristika der tridentinischen Messe
  • Entwicklung der liturgischen Erneuerung durch das II. Vatikanische Konzil
  • Kirchenrechtliche Aspekte und Motivationen von „Summorum Pontificum“
  • Theologische Fachdiskurs und Reaktionen auf die „forma extraordinaria“

Auszug aus dem Buch

2. Die Besonderheiten der tridentinische Messe

Die sogenannte „Tridentinische Messe“ wurde in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts auf dem Konzil in Trient (vom 13.12.1545 bis zum 04.12.1563) definiert und herausgebracht. Ziel dieses „Concilium Tridentium“ war es, eine Antwort auf die derzeitigen Missstände und den Herausforderungen durch die Reformation zu finden. Besonderes Augenmerk wurde hier auf die Liturgie gelegt, denn die katholische Kirche war sehr darauf bedacht, sich in vielen elementaren Formen von den neu entstandenen Konfessionen und religiösen Gruppierungen abzugrenzen. Die tridentinische Messe ist nicht die allerälteste Form der Messe, obwohl sie – dadurch, dass sie in lateinischer Sprache gefeiert wird, der Priester „mit dem Rücken zum Volk steht“, auf den modernen Menschen von heute recht altmodisch wirkt. Die Liturgie ist im Allgemeinen ein spezielles religiöses Fachgebiet, welches nicht irgendwann definiert und festgelegt wurde, sondern in einem langen und komplexen Prozess gewachsen ist und auch in Zukunft immer weiter wachsen wird.

Bereits vor seinem Leiden am Kreuz feierte Jesus mit seinen Jüngern das Abendmahl, welches reich an Ritualen, Gesten, Symbolen und Redewendungen war, die bis in die heutige Zeit in der Messe gebraucht werden. Daher kann durchaus davon gesprochen werden, dass die Liturgie zumindest in ihrem Kern bereits zu jener Zeit vorhanden war. Die Liturgie hat sich im Laufe der Zeit immer weiter ausgebildet und erhielt besonders nach den Entscheidungen auf dem Trienter Konzil im 16. Jahrhundert bestimmte Veränderungen in Form von Kennzeichen, Ritualen und Motiven. Bevor ich allerdings detaillierter auf die tridentinische Messe eingehen möchte, halte ich es zunächst für sinnvoll, den allgemeinen Begriff der Liturgie zu erläutern, denn dieser meint in der katholischen Kirche weit mehr als nur eine bloße Ordnung des Gottesdienstes.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung in das Thema: Die Einleitung stellt die Problemstellung der Arbeit vor, die sich auf das Motu proprio „Summorum Pontificum“ und die Koexistenz zweier Formen des römischen Messritus bezieht.

2. Die Besonderheiten der tridentinische Messe: Dieses Kapitel erläutert die historischen Ursprünge der tridentinischen Messe im Konzil von Trient sowie die rituellen Merkmale und den theologischen Gehalt der traditionellen Messfeier.

3. Erste Reformversuche und Liturgiereform des II.Vatikanums: Hier werden die Bestrebungen der liturgischen Bewegung und die darauf folgenden Veränderungen durch das II. Vatikanische Konzil sowie die „Sacrosanctum Concilium“ thematisiert.

4. Das Motu proprio „Summorum Pontificum“: Der Autor beschreibt den kirchenrechtlichen Inhalt des päpstlichen Schreibens von 2007 und beleuchtet die Motive hinter der Wiederzulassung der älteren Messe.

5. Die theologische Diskussion um die Liturgie: Dieses Kapitel gibt die kontroversen Standpunkte und Stellungnahmen prominenter Theologen und Entscheidungsträger zur päpstlichen Entscheidung wieder.

6. Fazit und Ausblick: Der Autor fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen und wagt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung und Verwaltung der beiden Ritusformen.

7. Quellenangaben: Eine Auflistung der verwendeten Literatur und Dokumente für die vorliegende Arbeit.

Schlüsselwörter

Tridentinische Messe, Summorum Pontificum, Papst Benedikt XVI., Liturgiereform, II. Vatikanisches Konzil, forma ordinaria, forma extraordinaria, Liturgie, Sacrosanctum Concilium, Missale Romanum, Theologische Diskussion, Römischer Ritus, Tradition, Kirchengeschichte, Liturgische Bewegung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Zulassung der tridentinischen Messe als außerordentliche Form durch das Motu proprio „Summorum Pontificum“ von Papst Benedikt XVI. und der daraus resultierenden liturgischen Situation in der katholischen Kirche.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die historische Einordnung der tridentinischen Messe, die Liturgiereform des II. Vatikanischen Konzils, der kirchenrechtliche Rahmen des Motu proprios sowie die theologische Debatte um die Koexistenz zweier Messformen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Beweggründe des Papstes für die Wiederzulassung des alten Ritus nachzuvollziehen und die verschiedenen theologischen Perspektiven auf dieses Ereignis kritisch aufzuarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Verfasser nutzt eine deskriptive und analytische Vorgehensweise, indem er historische Dokumente, päpstliche Texte und zeitgenössische theologische Stellungnahmen (von Experten wie Lehmann, Spaemann oder Richter) zusammenführt und reflektiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Beschreibung der traditionellen Messriten, die Analyse der Konzilsreformen, die detaillierte Vorstellung des „Summorum Pontificum“ sowie eine Gegenüberstellung der Reaktionen von Theologen und Entscheidungsträgern.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie „forma extraordinaria“, „liturgische Erneuerung“, „Eucharistiefeier“ und „innere Versöhnung innerhalb der Kirche“ geprägt.

Was unterscheidet die „forma ordinaria“ von der „forma extraordinaria“?

Während die „forma ordinaria“ die seit dem II. Vatikanischen Konzil übliche, meist in der Volkssprache gefeierte Messe darstellt, bezeichnet die „forma extraordinaria“ die tridentinische Messe nach dem Missale von 1962, welche meist in lateinischer Sprache vollzogen wird.

Wie bewerten die zitierten Theologen das Motu proprio?

Die Bewertungen sind zwiegespalten: Während Befürworter wie Spaemann in der Entscheidung eine Rückkehr zur kirchlichen Normalität sehen, äußern Kritiker wie Richter die Befürchtung, dass diese Maßnahme die mühsam erarbeiteten Konzilsreformen schwächen könnte.

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Details

Title
Die zwei Formen des einen römischen Messritus
Subtitle
Liturgie / Motu proprio / Alte und Neue Messe
College
Justus-Liebig-University Giessen
Course
Liturgie als Gottesmedium
Grade
sehr gut
Author
Matthias Kaiser (Author)
Publication Year
2008
Pages
19
Catalog Number
V124133
ISBN (eBook)
9783640285716
ISBN (Book)
9783640286195
Language
German
Tags
Formen Messritus Liturgie Gottesmedium
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Matthias Kaiser (Author), 2008, Die zwei Formen des einen römischen Messritus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/124133
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