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Die Rückkehr der Zwölf und die Speisung der 5000

Zur Perikope Mk 6,30-44

Titel: Die Rückkehr der Zwölf und die Speisung der 5000

Hausarbeit , 2007 , 15 Seiten , Note: gut

Autor:in: Matthias Kaiser (Autor:in)

Theologie - Biblische Theologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Bevor die Perikope im Gesamtzusammenhang des Markusevangeliums gedeutet werden kann, ist es wichtig über die Entstehung des Evangeliums Bescheid zu wissen. Die Frage nach dem ursprünglichen Verfasser sowie Abfassungsort und –zeit des Markusevangeliums ist bis heute noch umstritten, nach theologischer Forschung und kirchengeschichtlicher Tradition verfasste aber wahrscheinlich der „Dolmetscher des Petrus“ - Johannes Markus um 70 n.Chr. dieses Evangelium.
Mit großer Sicherheit kann man aber insgesamt formulieren, dass ein griechischer Heidenchrist namens Markus einen Bericht über das öffentliche Auftreten und Wirken Jesu geschrieben hat, der besonders von inhaltlicher Genauigkeit geprägt worden ist.
Sicher ist hingegen die Frage nach den Adressaten - Markus schrieb nämlich für eine mehrheitlich heidenchristliche Gemeinde. Vor allem die Erläuterungen jüdischer Bräuche, Fachbegriffe sowie Redewendungen stellen diese Erkenntnis sicher. Der Autor zeigt seinen Adressaten, dass nicht mehr das Kultgesetz, sondern vielmehr das Moralgesetz besonders relevant für den Glauben ist. Markus stellt sogar das Doppelgebot der Liebe weit über das „alte Kultgesetz“. Zuerst wendet sich Jesus - nach dem Markusevangelium - an die Juden und anschließend lehrt er die Heiden, dies wird besonders an den beiden Speisungsperikopen deutlich. Daher ist sicher festzuhalten, dass sowohl Juden, als auch Heidenchristen zu den Adressaten zählen.
Im weiteren Verlauf wird die Perikope unter verschiedene Analysekategorien ausführlich interpretiert, damit die sie in all ihren kontextuellen Zusammenhängen erfasst werden kann. Das Ziel der Analyse ist gegen Ende der Analyse die Formulierung einer Intention bzw. Funktion der Perikope.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung und Einordnung in die Perikope

2. Identifizierung und Erläuterung von Motiven, Realia und Parallelstellen

3. Kurze narratologische Analyse

4. Zuordnung und Beschreibung der Textgattung

5. Tabellarische Veranschaulichung von Narratologie und Gattungskritik

6. Kurzer synoptischer Vergleich der Perikope

7. Zusammenfassung der Kernpunkte sowie Intention und Funktion der Perikope

Zielsetzung und Themen

Diese Arbeit widmet sich einer exegetischen Untersuchung der Perikope Mk 6,30-44, um die erzählerische Struktur, die Gattungsmerkmale und die theologische Intention der Speisung der Fünftausend im Markusevangelium zu analysieren.

  • Narratologische Untersuchung des Erzählvorgangs und der Charakterisierung der Figuren.
  • Gattungskritische Einordnung als Wundererzählung bzw. Geschenkwunder.
  • Synoptischer Vergleich mit den Parallelberichten bei Matthäus und Lukas.
  • Analyse der symbolischen Motive, wie der Rolle Jesu als Hirte und der Bedeutung der Zwölf.
  • Erarbeitung der zentralen Intention und Funktion der Perikope für den Glauben.

Auszug aus dem Buch

3. Kurze narratologische Analyse

Die kurze narratologische Analyse der Perikope Mk 6,30-44 soll den Erzählvorgang näher erläutern, wobei genau auf die Übertragung des Inhalts in die Schriftform und Sprache des Markusevangeliums geachtet werden soll. Das Ziel dieses Arbeitsschrittes ist eine bessere Erfassung der inneren Struktur der überlieferten Perikope.

Unter der zeitlichen Betrachtung fällt auf, dass sich die Perikope in zwei Teile unterschiedlicher Erzählgeschwindigkeiten aufteilt. Der erste Abschnitt (Vers 30-34) besitzt eine erhöhte Erzählgeschwindigkeit, da lediglich ein Mal wörtliche Rede angewendet wird: „Kommt mit an einen einsamen Ort, wo wir allein sind, und ruht ein wenig aus“. Dieser Abschnitt fasst das Gespräch zwischen Jesus und seinen Jüngern über die Aussendung, die Überfahrt mit dem Boot und die lange Lehre der Menschenmasse in wenigen Zeilen zusammen. Hier wurde das Summarium angewendet, weil diese Ereignisse die zentrale Wundergeschichte der Speisung vorbereiten. In dem zweiten Teil der Perikope (Vers 35-44) stellt der Verfasser die Ereignisse in Form einer Szene dar, indem die handelnden Personen einen hohen Anteil an wörtlicher Rede besitzen. Dies hat den Effekt, dass sich der Leser dem Geschehenen näher fühlt. Außerdem werden dadurch die menschlichen Beziehungen zwischen Jesus und seinen Jüngern deutlicher sowie das Ausmaß des Speisungswunders wesentlich größer dargestellt.

Der zweite Teil umfasst beinahe zwei Drittel der gesamten Perikope, obwohl der erste Teil einen viel größeren Zeitraum überbrückt. Auch hier wird also deutlich, dass der Autor die Geschehnisse im zweiten Teil mit der Diskussion mit seinen Jüngern sowie die wunderbare Speisung der Fünftausend mit hoher Relevanz in den Mittelpunkt stellt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung und Einordnung in die Perikope: Die Perikope wird in den Kontext des Wirkens Jesu im Markusevangelium gesetzt und grundlegende Informationen zur Entstehung des Textes werden dargelegt.

2. Identifizierung und Erläuterung von Motiven, Realia und Parallelstellen: Zentrale Motive wie das des "einsamen Ortes", des "Erbarmens Jesu" und der "hirtenlosen Herde" werden in Bezug auf ihren biblischen Kontext analysiert.

3. Kurze narratologische Analyse: Hier wird der Erzählvorgang untersucht, wobei insbesondere auf Erzählgeschwindigkeit, auktoriale Perspektive und Charakterisierung der handelnden Personen eingegangen wird.

4. Zuordnung und Beschreibung der Textgattung: Die Stelle wird als "Geschenkwunder" identifiziert und ihre Struktur anhand typischer Bestandteile der antiken Wundererzählung aufgegliedert.

5. Tabellarische Veranschaulichung von Narratologie und Gattungskritik: Die bisherigen Erkenntnisse werden systematisch in einer Tabelle zusammengefasst und den Versen der Perikope zugeordnet.

6. Kurzer synoptischer Vergleich der Perikope: Es werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede zur parallelen Überlieferung bei Matthäus und Lukas herausgearbeitet, wobei auf die "Zwei-Quellen-Theorie" eingegangen wird.

7. Zusammenfassung der Kernpunkte sowie Intention und Funktion der Perikope: Abschließend wird die theologische Botschaft der Perikope – Jesus als endzeitlicher Hirt und Messias – formuliert und auf ihre Bedeutung für die Gemeinschaft reflektiert.

Schlüsselwörter

Markusevangelium, Speisung der Fünftausend, Perikope, Wundererzählung, Exegese, Jesus Christus, Apostel, Geschenkwunder, Narratologie, synoptischer Vergleich, hirtenlose Herde, Glaube, Gottesreich, Markus, biblische Hermeneutik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit bietet eine exegetische Analyse der Perikope Mk 6,30-44, die die Rückkehr der Jünger und die wunderbare Speisung der Fünftausend thematisiert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die narratologische Struktur der Erzählung, die gattungskritische Einordnung als Wunderbericht, den synoptischen Vergleich mit Matthäus und Lukas sowie die theologische Bedeutung der Motive.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Aufbau, die Intention und die Funktion der Perikope im Markusevangelium zu durchdringen, um ihre Bedeutung für die damalige und heutige Leserschaft zu erfassen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es kommen die narratologische Analyse, die gattungskritische Untersuchung sowie ein synoptischer Vergleich der neutestamentlichen Texte zum Einsatz.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Motive, den Erzählstil des Autors, ordnet den Text gattungstypologisch ein und stellt die markinische Erzählweise den Berichten der anderen Evangelisten gegenüber.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen zählen unter anderem Markusevangelium, Wundererzählung, Geschenkwunder, Exegese, Jesus als Hirt und die Bedeutung des gemeinsamen Mahls.

Warum ist das Erzählerprofil bei Markus so entscheidend für diese Perikope?

Die auktoriale Erzählweise des Verfassers ermöglicht es, den Leser dramaturgisch nahe an das Geschehen heranzuführen und die Bedeutung der Wunderhandlung für den Glauben an Jesus als Sohn Gottes zu unterstreichen.

Welchen Zweck verfolgt der Vergleich mit den anderen Evangelien?

Der Vergleich dient dazu, die Besonderheiten der markinischen Überlieferung herauszuarbeiten und aufzuzeigen, wie Markus das Geschehen durch eine detailliertere Darstellung mit hoher Relevanz in den Mittelpunkt stellt.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Rückkehr der Zwölf und die Speisung der 5000
Untertitel
Zur Perikope Mk 6,30-44
Hochschule
Justus-Liebig-Universität Gießen
Veranstaltung
Methoden und Grundfragen neutestamentlicher Exegese
Note
gut
Autor
Matthias Kaiser (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
15
Katalognummer
V124135
ISBN (eBook)
9783640285723
ISBN (Buch)
9783640286201
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Rückkehr Zwölf Speisung Methoden Grundfragen Exegese
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Matthias Kaiser (Autor:in), 2007, Die Rückkehr der Zwölf und die Speisung der 5000, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/124135
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  15  Seiten
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