Maislabyrinthe haben sich im Lauf der letzten zehn Jahre in der Bundesrepublik sehr stark verbreitet und erfreuen immer größerer Beliebtheit. Sie locken in den Sommermonaten bundesweit viele tausend Besucher ins Grüne und in die Irre.
Neben einem schönen Freizeitvergnügen für die Besucher, kann ein Maislabyrinth auch eine lukrative Einkommensquelle für den Landwirt sein. Betrachtet man nun die vielen unterschiedlichen Maislabyrinthe, die es in Deutschland gibt, im Jahr 2008 waren es über 70 Irrgärten, merkt man, dass keines wie das andere ist, alle sind individuell und einzigartig.
Vor diesem Hintergrund stellt es sich als schwierig heraus, eine genaue Betriebszweiganalyse zu erstellen, die Beweggründe, ein Maislabyrinth zu erstellen und auch die Umsetzungen sind einfach zu verschieden. Deshalb habe ich mich im Folgenden darauf beschränkt, Allgemeines über Maislabyrinthe zu erläutern, sowie einige Beispiele näher zu betrachten und auf die Möglichkeiten, die ein Maislabyrinth mit sich bringt, einzugehen. Weiterführend habe ich eine Umfrage unter den Veranstaltern von einem Maislabyrinth im Sommer 2008 durchgeführt. Die Ergebnisse dieser Umfrage werden erläutert und ausgewertet.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die Vielfalt der Maislabyrinthe in Deutschland
2.1. Labyrinth und Irrgarten
2.2. Maislabyrinthe
3. Der Betriebszweig Maislabyrinth
3.1. Ergebnisse der Umfrage
3.2. Auswertung der Ergebnisse
4. Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Maislabyrinth als landwirtschaftlichen Betriebszweig in Deutschland, um Beweggründe für die Erstellung, betriebliche Umsetzungsmöglichkeiten und ökonomische Potenziale aufzuzeigen. Mittels einer Umfrage unter Veranstaltern im Jahr 2008 werden Strukturen und Erfolgsfaktoren analysiert.
- Unterscheidung zwischen Labyrinth und Irrgarten als Ausgangsbasis
- Analyse der Beweggründe und Ziele von Landwirten und externen Veranstaltern
- Darstellung von Vermarktungs- und Managementstrategien (Planung, Öffnungszeiten, Werbung)
- Bewertung von Besucherstrukturen und Altersgruppen
- Ökonomische Betrachtung von Umsatz und Aufwand
Auszug aus dem Buch
2.1. Labyrinth und Irrgarten
Das ursprüngliche Labyrinth hat im wesentlichen immer die gleiche Form. Von einem Kreuz ausgehend, werden sieben, oder mehr Kreise gezogen, die einen verschlungenen Weg bilden. Dieser Weg hat keine Abzweigungen, keine Sackgassen und keine Irrwege. Er führt hin und her, biegt immer wieder nach innen und nach außen ab und führt schließlich zur Mitte. Dort ist der Ort der Umkehr, und es führt der gleiche Weg wieder nach außen zurück. Der Weg des Labyrinths symbolisiert den schwierigen und verschlungenen Lebensweg des Menschen.
In einem Irrgarten dagegen muss der Weg zum Zentrum durch viele Abzweigungen und Kreuzungen hindurch gefunden werden.
Auf den ersten Blick gleichen sich Labyrinth und Irrgarten, doch setzten sie Besucher ganz gegensätzlichen Erfahrungen aus. Im klassischen Labyrinth kann man sich auf die innere Erfahrung konzentrieren, sicher geleitet zu werden. Man muss keine Bedenken haben, sich zu verirren, auch wenn der Weg sehr lang erscheint. Irrgärten hingegen sind dazu geschaffen, den Besucher in die Irre zu führen, die innere Unsicherheit macht sich in einem solchen Irrgarten an jeder Kreuzung breit (SCHNEIDER, 2004).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die zunehmende Verbreitung von Maislabyrinthen als Freizeitangebot und lukrative Einnahmequelle für Landwirte und führt in die mittels Umfrage erhobene Datenbasis des Jahres 2008 ein.
2. Die Vielfalt der Maislabyrinthe in Deutschland: Dieses Kapitel differenziert zwischen dem klassischen Labyrinth und dem Irrgarten, beleuchtet den historischen Hintergrund und gibt einen Überblick über die Verbreitung sowie die unterschiedlichen Organisationsformen und Gestaltungsansätze der Maislabyrinthe.
3. Der Betriebszweig Maislabyrinth: Hier werden die Ergebnisse der durchgeführten Umfrage unter den Veranstaltern detailliert präsentiert, statistisch ausgewertet und hinsichtlich des betriebswirtschaftlichen Aufwands sowie der ökonomischen Ergebnisse kritisch bewertet.
4. Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel fasst zusammen, dass das Maislabyrinth ein sinnvolles unternehmerisches Vorhaben darstellt, sofern es mit ökonomischem Sachverstand und persönlichem Engagement geplant wird, um eine rentable Bewirtschaftung zu gewährleisten.
Schlüsselwörter
Maislabyrinth, Irrgarten, Landwirtschaft, Betriebszweig, Nebenerwerb, Betriebsumstellung, Feldlabyrinth, Direktvermarktung, Besucherzahlen, Marketing, Rentabilität, Agrartourismus, Deutschland, Umfrage, Diversifizierung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse des Maislabyrinths als speziellen landwirtschaftlichen Betriebszweig in Deutschland und untersucht dessen ökonomische und organisatorische Aspekte.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Im Zentrum stehen die Unterscheidung von Labyrinth und Irrgarten, die betriebswirtschaftlichen Beweggründe der Betreiber, Marketingstrategien sowie die Auswertung von Umfragedaten zu Größe, Besucherzahlen und Umsatz.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die Struktur dieses Betriebszweigs zu schaffen und aufzuzeigen, wie erfolgreich durch betriebswirtschaftliches Management und Engagement Zusatzeinkommen generiert werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Autorin führte eine schriftliche Umfrage mittels Fragebogen unter den Veranstaltern von Maislabyrinthen in Deutschland durch, die Daten aus dem Sommer 2008 erhebt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in die Labyrinth-Kultur und eine detaillierte Auswertung der Umfrageergebnisse inklusive betrieblicher Ausrichtung, Marketing, Besucherzahlen und Umsatzbetrachtungen.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die wichtigsten Begriffe sind Maislabyrinth, Nebenerwerb, Landwirtschaft, Agrartourismus und betriebswirtschaftliche Analyse.
Warum gibt es so große Unterschiede bei den Maislabyrinthen?
Die Unterschiede resultieren aus der Motivation der Betreiber: Einige zielen auf reine Unterhaltung (Freizeitpark), andere auf landwirtschaftliche Pädagogik, Tourismusförderung oder die Verknüpfung mit anderen Betriebszweigen.
Ist der Betrieb eines Maislabyrinths immer wirtschaftlich lohnenswert?
Die Arbeit verdeutlicht, dass eine Rentabilität zwar möglich ist, aber stark vom persönlichen Engagement, der Standortwahl, der professionellen Vermarktung und dem betriebswirtschaftlichen Sachverstand bei der Planung abhängt.
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- Monika Dandemoraju (Author), 2009, Maislabyrinthe in Deutschland. Eine Betriebszweigbetrachtung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/124150