Sehr viele militärabhängige Arbeitsplätze wurden und werden noch bedingt durch die Abrüstung in Deutschland und der Schweiz gekürzt. Es müssen auch in beiden Ländern betriebliche Strategien zur Abrüstung verfolgt werden. Die Branchen, die besonders betroffen sind, sind in der Schweiz und in Deutschland dieselben, nämlich die Metall-, Maschinen-, Apparate-, Fahrzeug und Elektronikindustrie. Durch die Abrüstung wird aber viel Kapital zur Schaffung anderer Arbeitsplätze frei.
Durch die Weiterentwicklung der Technik, sind auch immer weniger Soldaten nötig. Die High-Tech-Rüstung erfordert wenig Arbeitseinsatz, was auch zu Kürzungen militärischer Arbeitsplätze führt.
Inhaltsverzeichnis
I. Vorwort
II. Einleitung
III. Hypothesen zum Thema soziökonomische Folgen der Abrüstung in Deutschland und in der Schweiz
IV. Gründe der Gefährdung militärabhängiger Arbeitsplätze
1.Umstrukturierung der Armeen
2.Stabilisierung der entsprechenden Staatsausgaben
3.Stagnierende Militärausgaben und hohe Staatsverschuldung
V. Deutschland
1.Die Arbeitnehmer der Rüstungsindustrie auf dem Arbeitsmarkt
2.Angaben gekürzter Arbeitsplätze
3.Unternehmensstrategien
VI. Die Schweiz
1.Überblick
2.Die Zukunft der militärabhängigen Beschäftigung
3.Wirtschaftliche und soziale Folgen des Rückgangs militärischer Arbeitsplätze
3.1. Volkswirtschaftliche Folgen
3.2. Regionalwirtschaftliche Folgen
3.3. Auswirkungen auf die verschiedenen Branchen
VII. Überprüfung der Hypothesen
VIII. Zusammenfassung
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die sozioökonomischen Auswirkungen des Abrüstungsprozesses auf die Arbeitnehmerschaft in der Rüstungsbranche, wobei ein vergleichender Blick auf Deutschland und die Schweiz geworfen wird, um die arbeitsmarktpolitischen Herausforderungen und Bewältigungsstrategien zu analysieren.
- Konversionsstrategien in der Rüstungsindustrie
- Struktureller Wandel der Streitkräfte und Waffentechnologie
- Arbeitsmarkteffekte und Personalabbau in verschiedenen Branchen
- Szenarien für die wirtschaftliche Entwicklung nach der Abrüstung
Auszug aus dem Buch
II. Einleitung:
Seit geraumer Zeit bekommt das Thema Abrüstung immer mehr Bedeutung. Die Anreize zur Abrüstung sind groß. Nun muß aber der Frage nachgegangen werden, wie die Beschlüsse zur Abrüstung arbeitsmarktpolitisch umgesetzt und volkswirtschaftlich genutzt werden können. In der Rüstung sind Soldaten, Zivilbeschäftigte der Streitkräfte, Arbeiter und Techniker tätig. Eigentlich steht man der Abrüstung aufgeschlossen gegenüber, doch wenn dies den eigenen Arbeitsplatz kosten soll, sieht man die Abrüstung sicher eher skeptisch.
Von den Politikern und Akteuren wird beklagt, daß es zu wenige Forschungsarbeiten zu diesem Thema gibt. Somit könnte man die Folgen der Konversion nicht angeben können. Untersuchungen gibt es vor allem in Schweden. Diese zeigen die Folgen eines schrittweisen Abbaus der Rüstungskapazitäten für den Arbeitsmarkt und das Wirtschaftswachstum auf. Weiters gibt es amerikanische Studien und Untersuchungen der internationalen Arbeiterorganisation in Genf.
Zusammenfassung der Kapitel
I. Vorwort: Der Autor erläutert die Zielsetzung der Arbeit, die negativen Aspekte der Abrüstung für Rüstungsmitarbeiter aufzuzeigen.
II. Einleitung: Es wird die wachsende Bedeutung der Abrüstung und das Problem des Personalabbaus in der Rüstungsbranche thematisiert.
III. Hypothesen zum Thema soziökonomische Folgen der Abrüstung in Deutschland und in der Schweiz: Der Autor stellt neun Hypothesen auf, die den Zusammenhang zwischen Abrüstung und sozioökonomischen Veränderungen beschreiben.
IV. Gründe der Gefährdung militärabhängiger Arbeitsplätze: Die Umstrukturierung von Armeen, Staatsausgaben und Staatsverschuldung werden als Hauptfaktoren für den Arbeitsplatzabbau identifiziert.
V. Deutschland: Das Kapitel analysiert die Situation auf dem deutschen Arbeitsmarkt und die Strategien von Rüstungsunternehmen.
VI. Die Schweiz: Es werden Szenarien für den schweizerischen Rüstungssektor und die daraus resultierenden volkswirtschaftlichen Folgen diskutiert.
VII. Überprüfung der Hypothesen: Die zuvor aufgestellten Hypothesen werden anhand der gewonnenen Erkenntnisse validiert oder falsifiziert.
VIII. Zusammenfassung: Die Arbeit fasst zusammen, dass in beiden Ländern ein massiver Abbau militärischer Arbeitsplätze stattfindet, der betriebliche Strategien und politische Lösungen erfordert.
Schlüsselwörter
Abrüstung, Rüstungsindustrie, Arbeitsmarkt, Konversion, Personalabbau, Streitkräfte, Rüstungsausgaben, Beschäftigungspolitik, High-Tech-Rüstung, Wirtschaftsstrategien, Deutschland, Schweiz, Strukturwandel, Volkswirtschaft, Technologiepolitik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die sozioökonomischen Folgen, die durch den Rückgang von Rüstungsaufträgen und die Verkleinerung von Streitkräften für die Beschäftigten entstehen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Arbeitsmarktsituation in Deutschland und der Schweiz, dem Einfluss von Rüstungstechnologie auf den Personalbedarf und den Konversionsstrategien der Industrie.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, die negativen Auswirkungen der Abrüstung auf die Arbeitnehmerschaft darzustellen und zu analysieren, wieso und in welchem Ausmaß Personal abgebaut wird.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine vergleichende Analyse, die auf vorhandenen Studien, Berichten (z.B. SIPRI) und der Überprüfung von Hypothesen zu sozioökonomischen Szenarien basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Gründe für den Stellenabbau, die spezifische Lage in Deutschland, die Szenarien der Schweiz sowie die Verifizierung der aufgestellten Hypothesen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Begriffe sind Rüstungskonversion, Personalabbau, Rüstungsindustrie, Abrüstung, Arbeitsmarktauswirkungen und volkswirtschaftliche Anpassung.
Wie unterscheidet sich die Situation in Deutschland von der in der Schweiz?
Deutschland ist stärker durch den Transformationsprozess nach der Wiedervereinigung und spezifische Unternehmensstrategien geprägt, während in der Schweiz zwei Szenarien ("Trend" und "Trend Plus") die Grundlage für die politische Diskussion bilden.
Welche Rolle spielt die High-Tech-Rüstung bei der Arbeitsplatzentwicklung?
High-Tech-Waffen erfordern weniger Arbeitseinsatz, binden jedoch mehr Kapital, was den strukturellen Personalabbau in der klassischen Rüstungsproduktion zusätzlich beschleunigt.
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- Mag. Karin Stepanek (Author), 1997, Sozioökonomische Folgen der Abrüstung in Deutschland und der Schweiz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/12417