Gruppentrainer B Lizenz. Kurskonzept "Low Impact für Einsteiger"


Hausarbeit, 2009

24 Seiten, Note: 1,5


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 BEGRÜNDUNG DER THEMENWAHL
1.1 Persönliche Gründe
1.2 Allgemeine Gründe

2 GRUNDKONZEPT
2.1 Zielgruppe
2.2 Externe Bedingungen
2.2.1. Räumlichkeiten
2.2.2. Unterrichts- und Gruppenform
2.2.3. Einsatz von Musik
2.2.4. Voraussetzungen der Teilnehmer
2.3 Formulierung des Kursziels
2.3.1. Verbesserung der Ausdauerleistungsfähigkeit
2.3.2. Verbesserung der Koordination
2.3.3. Verbesserung des Wohlbefindens der Teilnehmer
2.3.4. Übermittlung einer korrekten Bewegungsausführung
2.4 Konkrete Unterrichtsplanung einer Kursstunde
2.4.1. Begrüßung der Teilnehmer
2.4.2. Allgemeine Erwärmung
2.4.2.1. Beginn der allgemeinen Erwärmung
2.4.2.2. Übergang zur Kombination in der allgemeinen Erwärmung
2.4.3. Spezielle Erwärmung
2.4.3.1. Übergang von allgemeiner Erwärmung zur speziellen Erwärmung
2.4.3.2. Übergang zum Pre-Stretch in der allgemeinen Erwärmung
2.4.4. Hauptteil
2.4.4.1. Block A
2.4.4.2. Block B
2.4.4.3. Block C
2.4.5. Cool Down
2.4.6. Abschlusskommentar

3 ZUWEISUNG DER SPORTMOTORISCHEN FÄHIGKEITEN
3.1 Ausdauer
3.2 Koordination
3.3 Kraft
3.4 Beweglichkeit
3.5 Schnelligkeit

4 LITERATURVERZEICHNIS

1 Begründung der Themenwahl

Ziel der vorliegenden Arbeit ist es ein Kurskonzept aus dem Bereich des Gruppentrai-nings zu erstellen. Mein hierfür ausgewähltes Thema beschreibt eine ausdauerorien-tierte Low Impact Trainingseinheit (45 Minuten) für Einsteiger.

1.1 Persönliche Gründe

Aus persönlicher Sicht macht es mir unglaublich Spaß Bewegungen zur Musik auszu-führen. Dabei finde ich faszinierend wie aus einfachen Grund- und Basisschritten im Aerobic (wie z.B. Step Touch, March oder Side to Side) eine abwechslungsreiche und variierbare Choreographie zur Musik entsteht. Die variantenreichen Kombinationen und ihre Auswirkungen auf die die sportmotorischen Fähigkeiten der Ausdauer und der Koordination, sind für mich ein weiteres Argument zur Wahl des oben genannten The-mas.

Ein weiterer für mich persönlich sehr wichtiger Grund bei der Wahl meines Themas ist in erster Linie die Verwendung von Low Impact Bewegungen, d.h. es werden nur Übungen ausgeführt, bei denen mindestens ein Bein am Boden bleibt (kein Hüpfen oder Springen). Die Musik bleibt daher im Hauptteil auch im Bereich zwischen 120 – 140 bpm, damit das Herz- Kreislaufsystem des Teilnehmers nicht zu sehr belastet wird. Ich erreiche damit, dass möglichst viele Teilnehmer angesprochen werden, egal wel-chen Fitness-Level sie haben. Die Trainingseinheit beansprucht daher auch ‚nur’ 45 Minuten.

1.2 Allgemeine Gründe

Aber auch allgemeine Gründe und deren positiven Auswirkungen haben mich zur Auswahl meines Themas bewogen. So z.B. die Bewegung zur Musik in der Gruppe, die für mich sehr großen Spaß und Motivation bedeutet. Diesen Spaß an Bewegung zur Musik und die daraus entstehende Motivation gebe ich gerne an die Teilnehmer weiter. Ziel ist es positive Auswirkungen auf die Psyche und eine Erhöhung des Wohl-befindens bei den einzelnen Teilnehmern zu erreichen. Sie können ihren Alltagsstress vergessen und sich vollkommen auf die Bewegung zur Musik konzentrieren. Weitere positive Effekte (als allgemeine Gründe) sind dabei z.B. die Stärkung des Immunsys-tems, die Verbesserung des Stoffwechsels und die damit oft verbundene Erhöhung der Leistungsfähigkeit im Beruf oder Alltag. Wichtig ist hierbei natürlich auch die Körper-formung und die damit oft verbundene Gewichtsreduktion, die für viele Sportler eine große Rolle spielt.

2 Grundkonzept

Das Grundkonzept des Low Impact Kurses lässt sich in mehrere Faktoren, welche im Folgenden beschrieben werden, aufschlüsseln.

2.1 Zielgruppe

Im Allgemeinen richten sich Low Impact Stunden an Teilnehmer, die durch ein aerobes Herz-Kreislauftraining ihre Ausdauerleistung und ihre koordinativen Fähigkeiten schu-len wollen. Unter der Voraussetzung, dass in erster Linie Low Impact Bewegungen ausgeführt werden, handelt es sich um ein gelenkschonendes Training. Aus diesen Gründen ist es für Jedermann geeignet.

Konkret werden im vorliegenden Kurskonzept Teilnehmer angesprochen, welche noch keine oder nur geringfügige Erfahrung im Bereich von Low Impact Kursen haben.

Die Zielgruppe des Kurses sind Einsteiger, welche mit hoher Wahrscheinlichkeit noch keine Kenntnisse über die Basisschritte des Low Impact wie Step Touch, March oder Side to Side haben. Aus diesem Grund muss im Kurs bei der Einführung der Schritte auf die korrekte Technik geachtet werden. Dies schließt das Abrollen des Fußes über die Ferse mit ein. Darüber hinaus ist stets auf die Körperhaltung und -spannung zu achten.

2.2 Externe Bedingungen

Ziel eines jeden Gruppentrainings ist es einen möglichst hohen individuellen Trainings-erfolg für jeden Teilnehmer zu gewährleisten. Dies wird durch Einhaltung gewisser ex-terner Bedingungen erreicht.

2.2.1. Räumlichkeiten

Eine grundlegende Basis für jedes Gruppentraining sind helle und freundliche Räum-lichkeiten, die von Anfang an eine ideale Trainingsatmosphäre schaffen sollen. Dies kann z.B. durch angenehmes Licht im Raum, Fenster und eine großzügige Gestaltung zum Beispiel mit Hilfe von Spiegeln, erreicht werden. Die angenehme Ausstrahlung des Raumes hilft den Teilnehmern sich von Beginn an wohl zu fühlen und stellt somit die Basis für ein sinnvolles und erfolgreiches Training von Anfang an dar.

Die Spiegel im Raum schaffen außerdem nicht nur die Illusion eines weitläufigeren Raumes, sie haben auch noch andere wichtige Funktionen sowohl für den Gruppen-trainer, als auch für die Teilnehmer. Der Gruppentrainer hat durch die Spiegel die Mög-lichkeit die Teilnehmer zu beobachten, auch wenn er die Schritte in die gleiche Rich-tung wie die Teilnehmer ausführt. So kann dieser schnell die Schwierigkeiten und Probleme der Teilnehmer beim Erlernen der Choreographie erkennen oder fehlerhafte technische Ausführungen korrigieren. Ohne Spiegel wäre dies nicht ohne weiteres möglich. Die Teilnehmer haben den Vorteil sich auch selber im Spiegel zu beobachten und somit eigene Fehler, fehlerhafte Körperhaltung oder falsche Ausführung der Schrit-te zu erkennen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Raumtemperatur bzw. die damit verbundene Raumbelüftung. Sind die Räumlichkeiten zu sehr aufgeheizt, kein Sauerstoff oder so-gar trockene überhitzte Luft vorhanden, herrschen keine optimalen Trainingsbedingun-gen. Da es sich bei Low Impact Trainingseinheiten um ein aerobes Herz-Kreislauftraining handelt, ist es sehr wichtig, dass der Raum vor Beginn der Trainings-einheit gut belüftet wurde, damit während des Kurses genug Sauerstoff vorhanden ist.

2.2.2. Unterrichts- und Gruppenform

Die Unterrichtsform der Wahl ist im vorliegenden Fall der Frontalunterricht. Hierbei steht der Instruktor vor allen Teilnehmern und richtet an sie die verbal-akustischen oder visuellen Bewegungsanweisungen.

Es ist darauf zu achten, dass die Teilnehmer untereinander genügend Platz haben (Sicherheitsabstand) und jeweils eine optimale Sicht zum Gruppentrainer haben.

2.2.3. Einsatz von Musik

Eine weitere sehr wichtige externe Bedingung für Low Impact Trainingseinheiten ist der Einsatz von Musik, die einen unverzichtbaren Bestandteil darstellt. Diese soll auf die Teilnehmer motivierend und dynamisierend wirken. Es ist erwiesen, dass durch das Zusammenspiel von Bewegung und Musik eine positive Beeinflussung der Teilnehmer stattfindet und es somit zu einer gesteigerten Freude in der Bewegungsausführung kommt.

Im Zusammenhang mit der Verwendung von Musik übernimmt der Begriff Rhythmus ebenfalls eine wichtige Funktion. Der Rhythmus einer Musik gliedert die zeitliche Ab folge der Bewegungsabläufe und wirkt unterstützend auf den Bewegungsfluss in der Choreographie.

Auch die Geschwindigkeit bzw. das Tempo der Musik übernimmt hierbei eine tragende Rolle. Es ist zu beachten, dass bei den einzelnen Kursteilen (Aufwärmung, Choreogra-phieteil, Cool Down) unterschiedliche Geschwindigkeiten in der Musik sinnvoll sind.

Während in der Aufwärmphase das Musiktempo bei ca. 120 - 130 bpm liegt (Motivation der Teilnehmer), hält sich das Tempo im Choreographieteil einer Low Impact Kursein-heit bei ca. 120 bis 140 bpm auf. Beim Cool Down bewegt sich die Musik im Bereich von weniger als 100 bpm.

Im Allgemeinen ist bei der Wahl der Musik, sei es in Bezug auf Geschwindigkeit, Laut-stärke oder Rhythmus, zu beachten, dass diese nicht zu aufpeitschend und hektisch gewählt ist, da es ansonsten zur Überforderung von Teilnehmern kommen kann, die aufgrund der anspornenden Wirkung der Musik und der Gruppendynamik ihre eigenen Grenzen überschreiten, ohne dass es ihnen im ersten Augenblick bewusst ist.

2.2.4. Voraussetzungen der Teilnehmer

Für einen optimalen Kurserfolg ist es wichtig, dass auch die Teilnehmer selber sowohl persönliche als auch externe Voraussetzungen mitbringen.

Als wichtigste persönliche Voraussetzungen gelten die Vorkenntnisse und das Leis-tungsniveau der Teilnehmer. Ideal wäre vor diesem Hintergrund eine möglichst homo-gene Teilnehmergruppe mit geringen Leistungsdifferenzen untereinander. In der Praxis ist dies jedoch eher selten und stellt dadurch den Gruppentrainer vor die Aufgabe allen Teilnehmern etwas zu bieten, ohne dass sich die einen überfordert fühlen (Verlet-zungsgefahr) oder sich die anderen langweilen (Konzentrationsverlust).

Externe Voraussetzungen der Teilnehmer sind die richtige Trainingskleidung und vor allen Dingen das richtige Schuhwerk. Die Kleidung sollte bequem und leicht gewählt sein und die Bewegungsfreiheit nicht einschränken. Das Schuhwerk hat eine wichtige Rolle beim Low Impact, da es bei falschen Schuhen zu einer Überbeanspruchung oder zu Verletzungen in den Fuß- und Kniegelenken kommen kann. Ideal sind funktionelle Sportschuhe, die folgende Kriterien erfüllen:

- Schutz vor zu harten Stößen auf die Gelenke,
- Förderung der Standfestigkeit des Fußes (u.a. durch eine feste und korrekte Schnürung des Schuhs),
- Sohle aus einem rutschfesten Material.

2.3 Formulierung des Kursziels

In meinem Kurskonzept möchte ich den Teilnehmern sowohl allgemeine sportmotori-sche Fähigkeiten des Low Impact Kurses als auch persönliche Ziele vermitteln.

2.3.1. Verbesserung der Ausdauerleistungsfähigkeit

Low Impact Trainingseinheiten gehören in den Bereich der ausdauerorientierten Pro­gramme im Gruppentraining. Daher habe ich während des Kurses das grundlegende Ziel die Ausdauerleistungsfähigkeit der Teilnehmer zu verbessern. Die Ausdauer ist wohl eine der wichtigsten sportmotorischen Fähigkeiten. Im Low Impact wird diese durch ein aerobes Herz-Kreislauftraining erreicht bzw. verbessert.

2.3.2. Verbesserung der Koordination

Das Kursziel der Koordinationsverbesserung bei den Teilnehmern ist ebenfalls nicht zu vernachlässigen. Besonders während des Hauptteils (Choreographieteil) meiner Kurs-einheit werde ich diese sportmotorische Fähigkeit bei den Teilnehmern schulen. Dabei werde ich vor allen Dingen auf die darunter fallenden Begriffe‚ das richtige Timing einer Bewegung, das Zusammenspiel zwischen Bein- und Armbewegungen und die Rhyth-misierungsfähigkeit der Teilnehmer eingehen.

2.3.3. Verbesserung des Wohlbefindens der Teilnehmer

Ein für mich persönlich sehr wichtiges Ziel ist die Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens der Teilnehmer. Diese sollen Spaß an der Bewegung und an der Aus-führung der Choreographie zur Musik haben und während der Trainingseinheit ihre Alltagssorgen vergessen und sich vollkommen auf ihren Körper konzentrieren können. Die Teilnehmer sollen zufrieden aus ihrem Training gehen und sich über ihren Trai-ningserfolg freuen, wie zum Beispiel die korrekte Ausführung der gelernten Choreogra-phie und natürlich die damit verbundene Verbesserung der einzelnen sportmotorischen Fähigkeiten. Somit ist es sehr wichtig, dass die zu übermittelnde Kombination dem Schwierigkeitsgrad eines Einsteigerkurses entspricht und so eine Überforderung und die damit verbundene Frustration der Teilnehmer vermeidet.

[...]

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten

Details

Titel
Gruppentrainer B Lizenz. Kurskonzept "Low Impact für Einsteiger"
Veranstaltung
Gruppentrainer B Lizenz
Note
1,5
Autor
Jahr
2009
Seiten
24
Katalognummer
V124237
ISBN (eBook)
9783640288687
ISBN (Buch)
9783640288762
Dateigröße
775 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
BSA Akademie, Grouptrainer B Lizenz, Aerobic
Arbeit zitieren
Mario Staller (Autor:in), 2009, Gruppentrainer B Lizenz. Kurskonzept "Low Impact für Einsteiger", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/124237

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