Das folgende Kapitel wird sich mit der Frage nach meiner ganz persönlichen Auffassung von Erziehung und Erziehen befassen. Hierbei formuliere ich zunächst meine eigene Definition von Erziehung, die ich nach dem Wissen von 2 Semestern Lehramtsstudium und auf Grund persönlicher Erfahrung formen kann. Anschließend wird diese Definition mit dem Erziehungsbild anderer Pädagogen verglichen.
Frage: Was verstehen sie unter Erziehung, bzw. Erziehen?
Antwort:
Erziehung sollte die Beziehung einer lebenserfahrenen Person zu einer weniger lebenserfahrenen Person sein, wobei erstere ihr Gegenüber auf freiwilliger Basis durch Unterstützung und Rat, mit den Regeln und Normen der Gesellschaft vertraut macht in der sich der Edukantus zukünftig zurechtfinden muss. Ziel sollte sein, die unerfahrene Person aus ihrer Unerfahrenheit zu selbstständigem Denken und Handeln zu führen, so dass diese lernt, verantwortlich zu handeln und später selber einmal die Rolle des „Ausbilders“ übernehmen zu können. Verschiedene Definitionen von Erziehung:
Der Begriff „Erziehung“ ist einer der Grundbegriffe in der Erziehungswissenschaft. Somit muss immer wieder eine Auseinandersetzung mit der Thematik stattfinden, da sich das Verständnis von Erziehung ständig wandelt oder mit anderen Meinungen differiert. Der folgende Text soll verschiedene Definitionen des Begriffes vorstellen und letztlich mit der meinen vergleichen.
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Inhaltsverzeichnis
1.Kapitel: Erziehung
•Mein Erziehungsbild S. 3
•Andere Erziehungsbilder S. 3-10
•Tabelle der Erziehungsbilder im Überblick S. 10-11
•Mein Erziehungsbild im Vergleich zu anderen S. 11-13
2. Kapitel: Manipulation
•Was ist Manipulation S. 13-16
•Wann Erziehung zur Manipulation wird S. 16-18
3. Kapitel: Erziehbarkeit/ Erziehungsbedürftigkeit des Menschen
•Warum der Mensch erzogen werden muss S. 18-22
4. Kapitel: Das pädagogische Problem der Autorität
•Was ist Autorität und ihr Missbrauch? S. 22-23
•Autorität zum Wohl des zu Erziehenden S. 24-25
•Mein Verständnis von Autorität in der Erziehung S. 26
•Über welches Maß an Autorität ich verfügen möchte S. 26-27
5. Kapitel: Menschlichkeit und gesittetes Verhalten
•Die Bedeutung von Menschlichkeit und Sittlichkeit S. 27-29
•Menschlichkeit des Lehrers und eine menschliche Lernatmosphäre S. 29-32
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit setzt sich intensiv mit fünf grundlegenden pädagogischen Fragestellungen auseinander, um ein reflektiertes Verständnis für die Rolle des Erziehers sowie die Dynamik erzieherischer Prozesse zu entwickeln. Das primäre Ziel ist es, persönliche Definitionen zu erarbeiten und diese kritisch mit verschiedenen pädagogischen Theorien und Ansätzen abzugleichen, wobei der Fokus auf einer verantwortungsvollen, nicht-manipulativen Erziehung liegt.
- Reflexion persönlicher Erziehungsbilder im Kontext etablierter Theorien
- Analyse von Manipulationsmechanismen in erzieherischen Kontexten
- Untersuchung der biologischen und psychologischen Voraussetzungen für die Erziehbarkeit des Menschen
- Kritische Auseinandersetzung mit Autoritätsverhältnissen im pädagogischen Alltag
- Bedeutung von Menschlichkeit und ethischem Verhalten für eine förderliche Lernatmosphäre
Auszug aus dem Buch
Die Bedeutung von Menschlichkeit und Sittlichkeit
„Ziel der Erziehung ist, den jungen Menschen zur sittlichen Persönlichkeit zu bilden...“
So lautet eine Zielangabe aus der hessischen Verfassung zum Thema Erziehung. Durch den vorangegangenen Text, in welchem etwa Fragen zu den verschiedenen Erziehungsbildern, aber auch zum Thema Autorität und Erziehungsbedürftigkeit /Erziehbarkeit des Menschen beantwortet wurden, sollte klargeworden sein, dass der Mensch immer von einem Vorbild lernt, welches ihm Normen und Werte vermittelt und ihm bei der Menschwerdung hilft.
„...dass bedeutsames Verhalten von Kindern und Schülern deshalb gelernt und behalten wird, weil sie das gleiche Verhalten auch bei ihren Erziehern und Lehrern wahrnehmen oder gar beobachten und für sich für bedeutsam halten...“
Wenn das Ziel der Erziehung ist, wie im Zitat geschildert, aus dem Lernenden eine sittliche Persönlichkeit zu machen, dann ist es ein klarer Schluss, dass gerade der Erzieher selber, der dem zu Erziehenden als Vorbild dient, eine solche sittliche Persönlichkeit besitzen muss, um bei seinem Schützling selbiges herauszubilden. Es ist also unverzichtbar, dass Personen wie Lehrer, die einen Erziehungsauftrag zu erfüllen haben, menschliches und gesittetes Verhalten zeigen. Doch was genau macht Menschlichkeit aus?
Zusammenfassung der Kapitel
1.Kapitel: Erziehung: In diesem Kapitel wird die eigene Auffassung von Erziehung definiert und kritisch mit verschiedenen pädagogischen Erziehungsbildern, wie z.B. „Erziehung als Führen“ oder „Erziehung als Wachsenlassen“, verglichen.
2. Kapitel: Manipulation: Es wird untersucht, was Manipulation in erzieherischen Kontexten bedeutet und wie die Grenze zwischen notwendiger erzieherischer Einflussnahme und missbräuchlicher Manipulation verläuft.
3. Kapitel: Erziehbarkeit/ Erziehungsbedürftigkeit des Menschen: Hier werden biologische und psychologische Argumente angeführt, die erklären, warum der Mensch aufgrund seiner biologischen „Mängel“ und seiner Weltoffenheit zwingend auf Erziehung angewiesen ist.
4. Kapitel: Das pädagogische Problem der Autorität: Dieses Kapitel analysiert Autorität als unverzichtbares zwischenmenschliches Phänomen und unterscheidet dabei zwischen missbräuchlicher Machtausübung und einer auf freiwilliger Anerkennung basierenden Autorität.
5. Kapitel: Menschlichkeit und gesittetes Verhalten: Der abschließende Teil befasst sich mit der zentralen Rolle von ethischem Verhalten und Menschlichkeit, die als Fundament für eine gelingende Lernatmosphäre und ein positives Lehrer-Schüler-Verhältnis dienen.
Schlüsselwörter
Erziehung, Erziehungsbilder, pädagogische Autorität, Manipulation, Erziehbarkeit, Menschlichkeit, Sittlichkeit, Lernatmosphäre, Lehrer-Schüler-Beziehung, Vorbildfunktion, pädagogisches Handeln, Mängelwesen, Selbstständigkeit, Ethik, Pädagogik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit behandelt fünf essenzielle pädagogische Themenkomplexe, die das Fundament für ein reflektiertes Verständnis von Erziehung, Autorität und menschlicher Entwicklung bilden.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Felder sind Erziehungsbilder, die Abgrenzung von Erziehung und Manipulation, die biologische und psychologische Begründung der Erziehungsbedürftigkeit, das pädagogische Autoritätsproblem sowie die Bedeutung von Menschlichkeit im Lehrberuf.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die kritische Reflexion und Formulierung eines persönlichen pädagogischen Standpunkts, der im Einklang mit ethischen Grundsätzen steht und Erziehung als partnerschaftlichen, nicht-manipulativen Prozess versteht.
Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse, indem sie Zitate und Ansätze verschiedener Pädagogen zusammenstellt, diese im Kontext der aktuellen Fragestellung interpretiert und einer persönlichen Bewertung unterzieht.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in fünf Kapitel, die jeweils durch einleitende Fragen und strukturierte Antworten sowie durch theoretische Erläuterungen und Zusammenfassungen die einzelnen Kernbereiche der Erziehungswissenschaft explizieren.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Erziehungsbilder, pädagogische Autorität, Manipulation, Erziehbarkeit, Menschlichkeit, ethische Vorbildfunktion und eine menschliche Lernatmosphäre.
Wie unterscheidet die Autorin zwischen Erziehung und Manipulation?
Die Autorin sieht einen fließenden Übergang, definiert jedoch Manipulation als gezielte, für das Gegenüber oft unbewusste Beeinflussung durch Druck oder Machtmissbrauch, während Erziehung auf die Förderung der Selbstständigkeit des Kindes abzielt.
Warum wird der Mensch in der Arbeit als „Mängelwesen“ bezeichnet?
Der Mensch wird als „Mängelwesen“ definiert, da er bei der Geburt nicht mit festen Instinkten ausgestattet ist und somit nicht wie ein Tier vorprogrammiert lebt, was ihn im Gegenzug erziehbar, kulturschaffend und lernfähig macht.
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- Andrea Deutsch (Author), 2002, Fünf Zeit- und Grundfragen der Pädagogik zu den Themen: Erziehungsbilder, Manipulation, Erziehbarkeit/ Erziehungsbedürftigkeit, Autorität, Menschlichkeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/12424