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Die Rolle des Sports in der Schule und in außerschulischen Organisationen im Nationalsozialismus

Title: Die Rolle des Sports in der Schule und in außerschulischen Organisationen im Nationalsozialismus

Master's Thesis , 2009 , 85 Pages , Grade: 1,00

Autor:in: Michael Bode (Author)

Sport - Sport History
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Bereits 1924 hatte Adolf Hitler in seinem Buch „Mein Kampf“ den zukünftigen Weg Deutschlands aufgezeigt, sollte er mit seiner Partei jemals an die Macht gelangen. Im Januar 1933, nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten, begann dieser neue Weg mit seinen grundsätzlichen Veränderungen in allen Bereichen des Lebens, mit dem Ziel, den Grundstein für das Tausendjährige Reich1 zu legen. Einer der Grundgedanken Hitlers war die Formung eines arischen, reinrassigen Herrenmenschen, der seinen Feinden körperlich überlegen sein sollte. Ein besonderes Interesse lag daher bei der Leibeserziehung und beim Sport. Diese Arbeit soll der Frage nachgehen, welche Rolle der Sport und die Leibeserziehung in der Schule und in außerschulischen Organisationen gespielt haben? Wie versuchten die Nationalsozialisten in der Schule, aber auch in der Freizeit, den Kindern und Jugendlichen dieses körperliche Überlegenheitsgefühl zu vermitteln? Welche Voraussetzungen mussten geschaffen werden, und welche Probleme traten bei der Aufwertung des Sports in der Schule und in der Freizeit auf? Um dies beurteilen zu können, wird zu Beginn der Arbeit der Wandel der Leibeserziehung von den Leibesübungen der Deutschen Turnerschaft in der Weimarer Republik hin zur politischen Leibeserziehung im Dritten Reich aufgezeigt. Der erste Schwerpunkt der Arbeit liegt auf Untersuchungen der höheren Jungenschulen in der Provinz Westfalen sowie der Jungenschulen in Halle (Saale) und soll die Schwierigkeiten hervorzuheben, mit denen die Schulen bei der Umsetzung der neuen pädagogischen Richtlinien zu kämpfen hatten. Des Weiteren soll ein Überblick über die Situation an Mädchenschulen, sowie an Adolf-Hitler-Schulen gegeben werden, um beurteilen zu können, ob die Umstrukturierung der Leibeserziehung auch an diesen Schulen stattfand.[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 DIE LEIBESERZIEHUNG IN DER WEIMARER REPUBLIK

3 DIE IDEOLOGISCHEN UND PÄDAGOGISCHEN LEITIDEEN DER NATIONALSOZIALISTEN ZUR LEIBESERZIEHUNG

3.1 DIE GRUNDSÄTZE DER LEIBESERZIEHUNG ADOLF HITLERS

3.2 DIE POLITISCHE LEIBESERZIEHUNG NACH ALFRED BÄUMLER

4 DIE ROLLE DES SPORTS IN DER SCHULE

4.1 DIE UMSTRUKTURIERUNG DES LEHRPLANS AN DEN HÖHEREN JUNGENSCHULEN

4.2 DIE SPORTARTEN AN DEN HÖHEREN JUNGENSCHULEN

4.2.1 SCHWIMMEN

4.2.2 FUßBALL

4.2.3 BOXEN

4.2.4 LEICHTATHLETIK

4.2.5 GERÄTE- UND BODENTURNEN

4.3 DIE NEUEN RICHTLINIEN 1937

4.4 DIE AUSWIRKUNGEN DES VIERJAHRESPLANS AUF DEN TURNUNTERRICHT

4.5 DER TURNUNTERRICHT WÄHREND DES ZWEITEN WELTKRIEGS

4.6 DIE ROLLE DES SPORTS AN DER MÄDCHENSCHULE

4.7 DIE ROLLE DES SPORTS AN ADOLF-HITLER-SCHULEN

5 DIE ROLLE DES SPORTS IN AUßERSCHULISCHEN ORGANISATIONEN

5.1 DIE ROLLE DES SPORTS IN DER HITLERJUGEND

5.2 DIE ROLLE DES SPORTS BEIM BUND DEUTSCHER MÄDEL

5.3 SPORT IN SA UND SS

5.4 SPORT BEI KRAFT-DURCH-FREUDE

5.5 DIE RÜCKDRÄNGUNG DES VEREINSSPORTS

6 DAS VERHÄLTNIS VON SCHULE UND HITLER-JUGEND

7 ABSCHLUSSANALYSE

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Rolle des Sports und der Leibeserziehung im nationalsozialistischen System, insbesondere deren Funktion als Mittel zur Kriegsvorbereitung und zur Vermittlung eines völkischen Überlegenheitsgefühls sowohl in schulischen als auch in außerschulischen Organisationen.

  • Wandel der Leibeserziehung von der Weimarer Republik zum Nationalsozialismus
  • Umsetzung der neuen pädagogischen Richtlinien an Jungenschulen, Mädchenschulen und Adolf-Hitler-Schulen
  • Sportliche Ausbildung in der Hitlerjugend (HJ) und im Bund Deutscher Mädel (BDM)
  • Konfliktverhältnis zwischen schulischer Erziehung und Parteiorganisationen
  • Instrumentalisierung des Vereinssports durch die NSDAP

Auszug aus dem Buch

4.2.3 Boxen

Das Boxen symbolisierte am deutlichsten die neuen pädagogischen Maximen der Nationalsozialisten zu Mut, Entschlossenheit, Kampf, Aggressivität und Härte. Bereits 1927 schrieb Adolf Hitler dazu in Mein Kampf:

„Hierbei darf besonders ein Sport nicht vergessen werden, der in den Augen von gerade sehr vielen „Völkischen“ als roh und unwürdig gilt, das Boxen ... Es gibt keinen anderen Sport, der wie dieser den Angriffsgeist in gleichem Maße fördert, blitzschnelle Entschlußkraft verlangt, den Körper zu stählerner Geschmeidigkeit erzieht ... Vor allem aber, der junge, gesunde Knabe soll auch Schläge ertragen lernen“ (Hitler, 1935, S. 454f).

Da all diese Eigenschaften direkt beim Boxen trainiert werden, stellte das Reichsministerium gerade hierfür ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung. Die meisten Schulen verfügten über eine Turnhalle, wodurch das Raumproblem gelöst war. Allerdings ließ sich schnell erkennen, dass die Lehrkräfte oft nur unzureichend ausgebildet waren. Häufig führte dies dazu, dass eine tiefgreifende Technikschulung nicht möglich war, sondern nur vorbereitende Übungen wie Seilspringen, Fußarbeit oder einfache gerade Schläge eingeübt werden konnten (vgl. Peiffer, 1987, S. 111).

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Darstellung der Zielsetzung der Arbeit, die den Wandel und die Rolle der Leibeserziehung im Nationalsozialismus sowie den Einfluss auf Schulen und Organisationen untersucht.

2 DIE LEIBESERZIEHUNG IN DER WEIMARER REPUBLIK: Beschreibung des sportlichen Umbruchs nach 1918 und der wachsenden Konkurrenz zwischen der Deutschen Turnerschaft und aufstrebenden Sportvereinen.

3 DIE IDEOLOGISCHEN UND PÄDAGOGISCHEN LEITIDEEN DER NATIONALSOZIALISTEN ZUR LEIBESERZIEHUNG: Analyse der nationalsozialistischen Erziehungsgrundsätze, die körperliche Ertüchtigung zur obersten Pflicht erhoben, sowie der politischen Leibeserziehung nach Alfred Bäumler.

4 DIE ROLLE DES SPORTS IN DER SCHULE: Untersuchung der schulischen Reformen, der Einführung neuer Sportarten wie Boxen und Fußball sowie der infrastrukturellen Herausforderungen und Kriegseinflüsse.

5 DIE ROLLE DES SPORTS IN AUßERSCHULISCHEN ORGANISATIONEN: Erläuterung der sportlichen Aktivitäten in der Hitlerjugend, beim Bund Deutscher Mädel, in SA/SS und bei Kraft-durch-Freude sowie die systematische Zurückdrängung des Vereinssports.

6 DAS VERHÄLTNIS VON SCHULE UND HITLER-JUGEND: Analyse der organisatorischen und inhaltlichen Konflikte zwischen dem staatlichen Schulwesen und den nationalsozialistischen Jugendorganisationen.

7 ABSCHLUSSANALYSE: Zusammenfassende Bewertung, dass die Leibeserziehung primär der systematischen Kriegsvorbereitung und der Etablierung eines völkischen Überlegenheitsgefühls diente.

Schlüsselwörter

Nationalsozialismus, Leibeserziehung, Schulsport, Hitlerjugend, Bund Deutscher Mädel, Wehrertüchtigung, Adolf-Hitler-Schulen, Körpererziehung, Wehrerziehung, Sportvereine, Kriegsvorbereitung, Volksgemeinschaft, Ideologie, Pädagogik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die strategische Rolle, die Sport und Leibeserziehung im Nationalsozialismus spielten, um die Jugend im Sinne der NS-Ideologie zu formen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die schulische Leibeserziehung, die sportliche Ausbildung in NS-Organisationen wie HJ und BDM, sowie das Verhältnis zwischen Schule und Parteiorganisationen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu klären, ob die Leibeserziehung rein zur Vermittlung eines Überlegenheitsgefühls diente oder eine gezielte Kriegsvorbereitung Hitlers darstellte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine wissenschaftliche Hausarbeit, die auf einer umfassenden Analyse historischer Quellen, Lehrpläne und zeitgenössischer Literatur basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Behandelt werden die Umstrukturierung des Schulsports, die Rolle des Boxens und Fußballs, die Konkurrenz zur Hitlerjugend und die Ausschaltung des unabhängigen Vereinssports.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Nationalsozialismus, Leibeserziehung, Wehrertüchtigung, Kriegsvorbereitung und die ideologische Formung des "arischen Herrenmenschen".

Warum wurde das Boxen als Sportart so stark forciert?

Das Boxen wurde als ideales Mittel zur Förderung von Mut, Kampfgeist, Aggressivität und körperlicher Härte angesehen, was den militärischen Idealen des Regimes entsprach.

Welche Rolle spielte der "Vierjahresplan" für den Sportunterricht?

Der Vierjahresplan führte zu einer massiven Verschlechterung der Sportbedingungen, da Turnhallen für Getreidelager beschlagnahmt und Sportgeräte zugunsten der Rüstungsindustrie verschrottet wurden.

Inwiefern unterschied sich der Sport für Mädchen vom Jungensport?

Mädchensport zielte primär auf Gesundheit, Anmut und die Vorbereitung auf die Mutterrolle, während bei Jungen die vormilitärische Wehrerziehung im Vordergrund stand.

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Details

Title
Die Rolle des Sports in der Schule und in außerschulischen Organisationen im Nationalsozialismus
College
University of Marburg
Grade
1,00
Author
Michael Bode (Author)
Publication Year
2009
Pages
85
Catalog Number
V124255
ISBN (eBook)
9783640293933
ISBN (Book)
9783640294053
Language
German
Tags
Rolle Sports Schule Organisationen Nationalsozialismus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Bode (Author), 2009, Die Rolle des Sports in der Schule und in außerschulischen Organisationen im Nationalsozialismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/124255
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