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FDJ 1945-1949 - der intendierte Wandel von der Überparteilichkeit zur Parteireserve

Title: FDJ 1945-1949 - der intendierte Wandel von der Überparteilichkeit zur Parteireserve

Term Paper (Advanced seminar) , 2007 , 21 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Markus Bensch (Author)

Pedagogy - History of Pedagogy
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Die Geschichte der FDJ ist eng mit der Geschichte und dem Wandel der SED verknüpft. In meiner Hausarbeit soll die Beziehung zwischen der Jugendorganisation und der Partei dargestellt und das einseitige Abhängigkeitsverhältnis seitens der FDJ herausgearbeitet werden. Meine Erläuterungen begrenzen sich fast ausschließlich auf den Zeitraum zwischen 1945 und 1949 und betrachten die Vorbereitungen zur Gründung der FDJ, die Gründung selbst und den Wandel der Einheitsjugendorganisation bis zum Jahr 1949.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. DER WEG ZUR EINHEITSJUGENDORGANISATION

1.1. Entstehung des Einheitsjugendkonzepts

1.2. Vorbereitungen zur FDJ-Gründung nach Kriegsende

1.2.1. Die Schaffung von antifaschistischen Jugendausschüssen

1.2.2. Der Zentrale Jugendausschuss

1.2.3. Neue Entwicklungen Ende des Jahres 1945

2. DIE GRÜNDUNG DER FDJ UND DIE ENTWICKLUNGEN BIS 1949

2.1. FDJ-Gründung im Februar/März 1946

2.2. Das I. Parlament der FDJ in Brandenburg

2.3. Die Zeit bis zum Jahr 1949 – Der endgültige Schritt von der Einheitsorganisation der Jugend zur Massenorganisation der SED

2.3.1. Die Durchsetzung des Organisationsmonopols der FDJ und das sich verändernde Verhältnis zur SED

2.3.2. Das III. Parlament der FDJ – demonstrative Unterordnung der Jugendorganisation unter die SED

Zielsetzung & Themen

Diese Hausarbeit untersucht den Wandel der Freien Deutschen Jugend (FDJ) zwischen 1945 und 1949 von einer ursprünglich als überparteilich proklamierten Organisation hin zu einer fest in die SED integrierten Parteireserve. Dabei wird das einseitige Abhängigkeitsverhältnis herausgearbeitet, das die jugendpolitische Entwicklung in der Sowjetischen Besatzungszone prägte.

  • Gründungsgeschichte und strategische Vorbereitung der FDJ durch die KPD/SED
  • Die Rolle der antifaschistischen Jugendausschüsse als Steuerungsinstrument
  • Konfliktlinien zwischen überparteilichem Anspruch und politischer Indoktrination
  • Mechanismen der Machtübernahme und Unterordnung unter die SED-Ideologie
  • Die Bedeutung des I. und III. Parlaments für die Konsolidierung des Verbandes

Auszug aus dem Buch

2.1. FDJ-Gründung im Februar/März 1946

In seinen Memoiren berichtet der damalige sächsische KPD-Jugendsekretär Robert Bialek von einem Gespräch mit Erich Honecker im Dezember 1945. Dabei gab ihm Honecker folgende Anweisung:

„Lege dein Augenmerk darauf, dass ab Januar die Gespräche über eine eventuelle Jugendorganisation in den Jugendgruppen Sachsens beginnen. Dann müssen aus allen Jugendsausschüssen und Gruppen Resolutionen an die SMA über den zentralen Jugendausschuss geschickt werden, die die Gründung einer überparteilichen, einheitlichen Jugendorganisation erbitten. Dann sitzen die zentralen Leute der Bürgerlichen und der Kirchen in der Klemme. Sie können es sich gar nicht erlauben, gegen eine einheitlichen Jugendorganisation zu stimmen, denn dann würden sie sich gegen die Mehrheit der aktiven Jugend stellen. Die SMA entspricht dann nur dem Willen der Jugend, wenn sie nur eine einheitliche Jugendorganisation zulässt. Demokratischer geht es gar nicht“ (Honecker 1945, zitiert nach Mählert 1995, S. 86).

Mit diesem Zitat wird meiner Meinung nach einmal mehr deutlich, dass Walther Ulbrichts Aussage „Es muss demokratisch aussehen, aber wir müssen alles in der Hand haben“ auch konsequent in die Praxis umgesetzt wurde (Ulbricht zitiert nach Mählert 2001, S. 7). Und um alles in der Hand behalten zu können, musste die systematische Verhinderung jeglicher „Opposition“ zum Programm gehören.

Zusammenfassung der Kapitel

1. DER WEG ZUR EINHEITSJUGENDORGANISATION: Dieses Kapitel skizziert die ideologischen Grundlagen der kommunistischen Jugendpolitik seit 1935 und die späteren Vorbereitungen zur Etablierung der FDJ im sowjetischen Exil sowie unmittelbar nach Kriegsende.

2. DIE GRÜNDUNG DER FDJ UND DIE ENTWICKLUNGEN BIS 1949: Hier wird der Gründungsprozess der FDJ dargestellt, wobei der Fokus auf dem zunehmenden Machtanspruch der SED und der systematischen Unterordnung der Jugendorganisation unter die Parteilinie bis zum Jahr 1949 liegt.

Schlüsselwörter

FDJ, SED, KPD, Sowjetische Besatzungszone, SMAD, Einheitsjugendorganisation, Überparteilichkeit, antifaschistische Jugendausschüsse, Kaderreserve, politische Indoktrination, DDR, Jugendpolitik, Machtanspruch, Ideologie, III. Parlament.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Entwicklung der FDJ in der unmittelbaren Nachkriegszeit von 1945 bis 1949 und ihre Transformation von einer deklarierten Einheitsorganisation zu einer festen Parteireserve der SED.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Gründungsmechanismen der FDJ, der Einfluss der SMAD, das strategische Vorgehen der SED zur Erlangung des Organisationsmonopols und die sukzessive Verdrängung konkurrierender Strömungen aus der Jugendorganisation.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist der Beleg der These, dass der Wandel der FDJ von der Überparteilichkeit hin zur Instrumentalisierung durch die SED ein von der Partei intendierter und konsequent gesteuerter Prozess war.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer chronologischen Analyse und der Auswertung von Sekundärliteratur, Berichten, Protokollen und zeitgenössischen Dokumenten, um den politischen Wandel der FDJ nachzuvollziehen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorbereitungsphase durch die antifaschistischen Jugendausschüsse, die eigentliche Gründung im Jahr 1946 sowie die darauffolgende schrittweise Unterordnung unter die SED bis hin zum III. Parlament im Jahr 1949.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie FDJ, SED-Machtanspruch, Einheitsjugendorganisation, politische Indoktrination, SMAD und Kaderreserve geprägt.

Welche Rolle spielten die "antifaschistischen Jugendausschüsse" bei der Gründung?

Sie dienten als Vorläuferorganisationen der FDJ, in denen die Kommunisten bereits frühzeitig die entscheidenden Positionen besetzten, um eine einheitliche, kontrollierbare Jugendbewegung unter ihrem Einfluss zu schaffen.

Wie vollzog sich die Unterordnung unter die SED in der Praxis?

Die Unterordnung erfolgte schrittweise durch die Verdrängung nicht-kommunistischer Funktionäre, die Verhaftung oppositioneller Jugendvertreter und die formale Anpassung der Verfassung des Jugendverbandes an die ideologischen Vorgaben der SED.

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Details

Title
FDJ 1945-1949 - der intendierte Wandel von der Überparteilichkeit zur Parteireserve
College
University of Augsburg  (Phil.-Soz. Fakultät)
Course
Das Erziehungs- und Bildungssystem der DDR
Grade
1,0
Author
Markus Bensch (Author)
Publication Year
2007
Pages
21
Catalog Number
V124258
ISBN (eBook)
9783640311965
ISBN (Book)
9783640316007
Language
German
Tags
Wandel Parteireserve FDJ Jugendorganisation DDR Massenorganisation SED FDJ-Gründung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Markus Bensch (Author), 2007, FDJ 1945-1949 - der intendierte Wandel von der Überparteilichkeit zur Parteireserve, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/124258
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