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"Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull" von Thomas Mann. Erzählinstanzen und Auktorialität nach Julia Schöll

Título: "Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull" von Thomas Mann. Erzählinstanzen und Auktorialität nach Julia Schöll

Trabajo , 2022 , 19 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor)

Filología alemana - Literatura alemana moderna
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In Anbetracht dieser Fragestellung "Wo genau ist die auktoriale Instanz im Roman "Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull" von Thomas Mann zu verorten?" soll sich in dieser Arbeit eine Analyse der Erzählinstanzen angliedern, um die Position und Qualität der auktorialen Instanz zu umreißen. Da es sich hierbei um Feinheiten wie „Vorbehalte und Anführungszeichen“ handelt, deren diffizile Greifbarkeit aus Meyer-Kalkus Bezeichnung als „schwebende[…] Bedeutungspotenziale“ hervorgeht, ist eine detailgenaue sowie punktuelle Analyse gefragt. Hierfür wird zuerst ein klarer Rahmen festgelegt, wozu die Analyse in der Kommunikationssituation auf den Ebenen des Romans lokalisiert wird.

Hiernach werden die von Julia Schöll eingebrachten Begriffe des Autors und des Erzählers definiert und abgegrenzt sowie die von Feuerlicht und Schöll genutzte Begrifflichkeit der Auktorialität klar definiert. Auf dieser Basis erfolgt dann die Betrachtung einer beispielhaften „Gewebeprobe“ aus dem Stoff des Romans, um die Erzählinstanzen zu differenzieren und nach ihrer Funktion im Roman zu charakterisieren. Aus der Analyse geht ein Fazit über die hierbei vorgefundenen Stimmen und deren Zusammenklang hervor, welches in einen Kontext zu den anderen Aussagen über die Erzählinstanzen im Roman und zu Manns anfangs zitierter Metapher gesetzt wird und aus dem eine Aussage über die Lokalisation der auktorialen Instanz abgeleitet wird.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlage

2.1. Wo? - Lokalisierung der Analyse

2.2. Wer? - Erzähler und Autor

2.3. Wie? Fokalisierung

2.3.1 Auktoriale Fokalisierung - Definition und Merkmale

2.3.2 Erzählung vs. Erzähler (Schöll und Genette)

3. Analyse

4. Fazit

5. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Struktur der Erzählinstanzen im Roman "Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull" von Thomas Mann, um die spezifische Verortung und Wirkungsweise der auktorialen Instanz zu identifizieren. Dabei wird insbesondere analysiert, inwiefern die Erzählweise durch ein Wechselspiel von Kontrasten und Analogien charakterisiert ist.

  • Analyse der narrativen Ebenen nach Genette
  • Differenzierung zwischen Autor, fiktivem Erzähler und auktorialer Instanz
  • Untersuchung von Kontrasten und Analogien im Text
  • Einfluss der musikalischen Metaphorik auf die Erzählstruktur
  • Dekonstruktion des Begriffs der auktorialen Erzählung bei Thomas Mann

Auszug aus dem Buch

[Ich] stamme aus feinbürgerlichem, wenn auch liederlichem Hause; mehrere Monate lang standen meine Schwester Olympia und ich unter der Obhut eines Fräuleins aus Vevey, das dann freilich, da sich ein Verhältnis weiblicher Rivalität zwischen ihr und meiner Mutter – und zwar in Beziehung auf meinen Vater – gebildet hatte, das Feld räumen musste; mein Pate Schimmelpreester, mit dem ich auf sehr innigem Fuße stand, war ein vielfach geschätzter Künstler, den jedermann im Städtchen „Herr Professor“ nannte, obgleich ihm dieser Titel von Amts wegen vielleicht nicht einmal zukam […]

Mit diesen Worten stellt der fiktive Erzähler Felix Krull gleich zu Beginn des Romans seine „Kinderstube“ dar. Im ersten Satz fällt auf, dass die Adjektive „feinbürgerlich“ und „liederlich“, die beide zugleich das Haus der Krulls näher beschreiben sollen, in der durch sie ausgedrückten Qualität unvereinbar sind. Verstärkt wird der Effekt dadurch, dass das Wortfeld des Kleinbürgerlichen durch seine Abwandlung zu „fein-“ ins höhere verschoben wird, während das Wortfeld des Liederlichen keine Schnittmenge hiermit hat und einen gänzlich darunterliegenden Zustand beschreibt.

Wird der Neologismus „feinbürgerlich“ vorerst neutral aufgefasst und als höherer Zustand des Bürgerlichen angenommen, so kann ein Haus dennoch auf Hintergrund des Allgemeinwissens des Lesers, welches er auf Basis seines Lebens in der realen Welt hat, nicht zugleich „feinbürgerlich“ und liederlich sein. Hierin stellt sich ein deutlicher Kontrast zwischen einer guten, zum noch besseren verkehrten, und einer niederen Bewertung dar, die nicht zeitgleich als logischer Tatbestand der erzählten Welt gelten kann, wenn jene Welt nach denselben Regeln funktioniert, wie die reale.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einführung führt in die musikalische Metaphorik von Thomas Mann ein und definiert die zentrale Forschungsfrage nach der Lokalisierung der auktorialen Instanz in diesem speziellen Roman.

2. Theoretische Grundlage: Hier werden die narrativen Ebenen nach Genette sowie begriffliche Abgrenzungen zwischen Erzähler, Autor und den verschiedenen Fokalisierungsarten erarbeitet.

3. Analyse: Dieses Kapitel prüft anhand konkreter Textbelege die Erzählperspektiven und das Wechselspiel von Kontrasten, um die Funktion der auktorialen Instanz als harmonisierendes Element zu identifizieren.

4. Fazit: Die Ergebnisse werden zusammengeführt und das Bild des Romans als "Symphonie" der Erzählinstanzen bestätigt, wobei die auktoriale Instanz als harmonische Melodie interpretiert wird.

5. Ausblick: Hier wird der Ansatz der Dreigliedrigkeit der Fokalisierungen kritisch hinterfragt und ein möglicher theoretischer Transfer zur Musik- und Philosophiegeschichte angedeutet.

Schlüsselwörter

Thomas Mann, Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull, auktoriale Instanz, Erzählinstanz, Fokalisierung, Genette, Erzähltheorie, Kontrapunktik, Identitätskonstruktion, Narratologie, Metaerzähler, Romananalyse, musikalische Metaphorik, Modellleser, Ironie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Erzählstruktur in Thomas Manns Roman "Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull" unter besonderer Berücksichtigung der Frage, wo und wie sich eine auktoriale Instanz manifestiert.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen die narrativen Ebenen, das Verhältnis von Erzähler und Autor, die Funktion von Auktorialität sowie die Anwendung von Kontrasten und Analogien als strukturbildende Elemente.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Qualität der auktorialen Instanz jenseits herkömmlicher Zuschreibungen zu umreißen und darzulegen, dass sie als harmonisierendes Produkt aus dem Zusammenwirken verschiedener Stimmen entsteht.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die narratologische Modelle (nach Genette) nutzt und diese mit einer hermeneutischen sowie kontrastiven Untersuchung spezifischer Textstellen verbindet.

Welche Aspekte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Erzählebenen und eine detaillierte Analyse ("Gewebeprobe") ausgewählter Textpassagen, um die Instanzen der Erzählung voneinander abzugrenzen.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind die auktoriale Instanz, Erzählerebenen, Kontrapunktik, Ironie sowie die Unterscheidung zwischen fiktivem Erzähler und einer sogenannten "II Instanz".

Welche Bedeutung hat die Interpretation des Romans als "Symphonie"?

Die Metapher der Symphonie dient als theoretische Folie, um die Gleichwertigkeit und das harmonische Zusammenspiel der verschiedenen Erzählstimmen in Manns kompositorischem Erzählverfahren zu erklären.

Was zeigt die Analyse hinsichtlich der Rolle des Hochstaplers Felix Krull?

Die Analyse verdeutlicht, dass Krull nicht das auktoriale Zentrum bildet, sondern als eine von mehreren Stimmen fungiert, die erst durch das kontrapunktische Zusammenspiel mit einer externen Perspektive ihre vollständige erzählerische Bedeutung erhalten.

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Detalles

Título
"Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull" von Thomas Mann. Erzählinstanzen und Auktorialität nach Julia Schöll
Universidad
LMU Munich  (NDL)
Calificación
1,0
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2022
Páginas
19
No. de catálogo
V1242609
ISBN (PDF)
9783346667144
ISBN (Libro)
9783346667151
Idioma
Alemán
Etiqueta
Thomas Mann Felix Krull Hochstapler Erzähltheorie
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2022, "Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull" von Thomas Mann. Erzählinstanzen und Auktorialität nach Julia Schöll, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1242609
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