Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Pedagogy - School System, Educational and School Politics

Erziehungsinstitutionen - Merkmale und Organisation

Title: Erziehungsinstitutionen - Merkmale und Organisation

Seminar Paper , 2008 , 11 Pages , Grade: "-"

Autor:in: Franziska Wilhelm (Author)

Pedagogy - School System, Educational and School Politics
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Heutzutage gibt es sehr viele verschiedene pädagogische Institutionen, die von der Kinderkrippe
über den Kindergarten, die verschiedenen Schulstufen, Volkshochschule, Universität,
Jugendhilfe bis hin zu Institutionen reichen, in denen Weiterbildung organisiert wird. Zu
pädagogischen Institutionen kann im Alltagsverständnis all das gerechnet werden, dass
pädagogisches Handeln regelgeleitet rahmt. In diesem Alltagsverständnis lassen sich mit
pädagogischen Institutionen mindestens drei verschiedene Perspektiven verknüpfen. In ihnen
wird erzogen. Sie behindern das pädagogische Handeln und es muss geklärt werden, was das
Pädagogische an ihnen ist.
„Die Praxis pädagogischer Institutionen prägt somit Lebenserfahrung und Persönlichkeit eines
jeden Mitglieds unserer Gesellschaft. Wir wirken [aber auch] alle zumindest zeitweise in der ein
oder anderen Form an der Praxis einer pädagogischen Institution mit.“ (Göhlich 2001)
Ich möchte heute mein Hauptaugenmerk auf den Menschen und seine Erziehung aus sozialer
und personaler Sicht legen, also die soziologischen Grundlagen von Erziehungsinstitutionen
näher beleuchten und zuerst einmal klären, was - soziologisch gesehen - Institutionen sind.
Später werden dann die Merkmale von Institutionen bzw. Erziehungsinstitutionen weiter
beschrieben. Im nächsten Punkt möchte ich den Begriff Organisation beschreiben und ihn im
Abschluss mit dem Begriff der Institution vergleichen bzw. abgrenzen.


[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Zum Begriff von Institutionen

2.1 Soziologische Ansätze zu einer Theorie der Institution

2.2 Grundüberlegungen zur Theorie pädagogischer Institutionen

3 Merkmale der Institution

3.1 Die Organisation pädagogischer Verhältnisse

3.2 Die Organisation von Prozessen des Beurteilens und Bewertens

3.3 Das Organisieren der Verwaltung

3.4 Organisieren von Beratung und Hilfe

3.5 Zur Professionalität der pädagogischen Mitarbeiter

4 Zur Soziologie von Organisationen

4.1 Zum Begriff der Organisation

4.2 Merkmale der Organisation

5 Abgrenzung von Organisation und Institution

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die soziologischen Grundlagen von Erziehungsinstitutionen, um ein tieferes Verständnis für deren Wesen und Funktion innerhalb der Gesellschaft zu entwickeln. Dabei wird insbesondere der Frage nachgegangen, wie sich pädagogische Institutionen definieren lassen und in welchem Verhältnis sie zu den soziologischen Begriffen Organisation und Institution stehen.

  • Soziologische Theoriebildung zu Institutionen
  • Strukturmerkmale und Aufgaben pädagogischer Einrichtungen
  • Die Rolle der Bürokratie im pädagogischen Kontext
  • Soziologische Perspektiven auf Organisationen
  • Differenzierung und Verschränkung von Institution und Organisation

Auszug aus dem Buch

2.1 Soziologische Ansätze zu einer Theorie der Institution

In der Soziologie gibt es kein einheitliches Verständnis davon, was eine Institution ist. Von Wiese hat damit zwischenmenschliche Beziehungen bezeichnet, die von Dauer sind und den Zweck haben, den Zusammenhang zwischen Menschen/ Menschengruppen im Interesse dieses Gebildes zu festigen und aufrechtzuerhalten. (Merkens 2006)

In der Erziehungswissenschaft wird nach Weber oft Institution mit Bürokratie gleichgesetzt. Das trifft zwar für die Vergangenheit nicht so zu, aber die neuen Anforderungen im Kontext von Qualitätsmanagement und Qualitätssicherung machen einen hohen Aufwand an Dokumentation erforderlich, weil Prozesse dokumentiert werden müssen. Nur so lässt sich die Art der Leistungserbringung nachweisen und deshalb müssen Berichtssysteme aufgebaut werden. Ebenso müssen Übergaben dokumentiert werden. Heute wird von Bürokratien auch Effizienz erwartet.

Mit der Wiederkehr der Fachaufsicht und der Einführung von Monitoringsystemen (Schule z.B. über Vergleichsarbeiten) erhöht sich der bürokratische Aufwand. Es ergibt sich ein komplexes Beziehungsnetz zwischen finanzierenden und verwaltenden Institutionen (z.B. Jugendamt.), den operativen Institutionen, z.B. Kindergarten und den Klienten bzw. den Vertretern der Klienten (z.B. Familie.). Das Netzt hat unterschiedlich Merkmale: Finanzierung, Qualitätskontrolle, Beziehungen zwischen Institutionen etc., so dass es keine einheitliche Rationalität gibt, unter die alles Handeln gestellt werden kann. Das Nichtpädagogische in den Beziehungen wird dann häufig als bürokratisch qualifiziert und gleichzeitig unterstellt, dass es durch das pädagogische Handeln erschwert werde. Vor allem die Beziehungen zwischen pädagogischen Institutionen können mit Hilfe des Bürokratiemodells dargestellt und untersucht werden, indem der Informationsaustausch, die Kontrolle und die Vermittlung von Entscheidungen untersucht werden. (Mayntz 1971)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Vielfalt pädagogischer Institutionen ein und umreißt die sozialwissenschaftliche Perspektive auf deren Funktionen und Auswirkungen.

2 Zum Begriff von Institutionen: Dieses Kapitel diskutiert verschiedene soziologische Theorieansätze und beleuchtet insbesondere den Einfluss von Bürokratie und Systemdenken auf Institutionen.

3 Merkmale der Institution: Hier werden zentrale Aufgaben und Kennzeichen pädagogischer Institutionen analysiert, wie etwa die Organisation pädagogischer Verhältnisse und die Rolle der Professionalität.

4 Zur Soziologie von Organisationen: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Organisation soziologisch und beschreibt deren Merkmale sowie die Bedeutung für die Funktionsfähigkeit der Gesellschaft.

5 Abgrenzung von Organisation und Institution: Das abschließende Kapitel verdeutlicht die theoretischen Unterschiede und Überschneidungen beider Begriffe anhand praxisnaher Beispiele.

Schlüsselwörter

Erziehungsinstitutionen, Soziologie, Pädagogik, Organisation, Institution, Bürokratie, Rollenhandeln, Qualitätssicherung, Professionalität, Sozialisation, Bildung, gesellschaftliche Funktion, Systemtheorie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit den soziologischen Grundlagen und Merkmalen von pädagogischen Institutionen sowie deren Abgrenzung und Verflechtung mit Organisationen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die soziologische Theoriebildung, die bürokratischen Anforderungen im Erziehungswesen, die Merkmale von Organisationen und die Analyse pädagogischer Institutionen.

Was ist das Ziel dieser Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, ein besseres Verständnis dafür zu entwickeln, was eine pädagogische Institution aus soziologischer Sicht ausmacht und wie diese strukturell in der Gesellschaft agiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse soziologischer Theorien und pädagogischer Fachdiskurse, um Definitionen und Merkmale von Institutionen und Organisationen systematisch herauszuarbeiten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Institutionen, die Analyse spezifischer pädagogischer Merkmale, die soziologische Betrachtung von Organisationen sowie die theoretische Differenzierung dieser beiden Begriffe.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist insbesondere durch Begriffe wie Erziehungsinstitutionen, Organisation, Sozialisation, Bürokratie und gesellschaftliche Funktionalität geprägt.

Wie unterscheidet sich die pädagogische Arbeit in einer Institution von der in einer Familie?

Der Hauptunterschied liegt laut Autor in der Professionalität der pädagogischen Mitarbeiter, während in der Familie in der Regel nicht professionell gehandelt wird.

Warum wird die Universität als Beispiel für die Verschmelzung von Organisation und Institution genutzt?

Die Universität dient als Beispiel, weil sie einerseits als soziales Gebilde (Organisation) arbeitsteilig agiert und andererseits als gesellschaftliche Einrichtung (Institution) Wissen vermittelt und generiert.

Excerpt out of 11 pages  - scroll top

Details

Title
Erziehungsinstitutionen - Merkmale und Organisation
College
University of Würzburg
Grade
"-"
Author
Franziska Wilhelm (Author)
Publication Year
2008
Pages
11
Catalog Number
V124272
ISBN (eBook)
9783640292752
ISBN (Book)
9783640293841
Language
German
Tags
Erziehungsinstitutionen Merkmale Organisation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Franziska Wilhelm (Author), 2008, Erziehungsinstitutionen - Merkmale und Organisation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/124272
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  11  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint