Mit dem Erlernen des Lesens und Schreibens werden die Kinder auf neue Weise angeregt, über Sprache in ihrer mündlichen und schriftlichen Form nachzudenken. Die Schüler sollen in der ersten/zweiten Klasse Wortarten in ihrer Leistung kennen und voneinander unterscheiden können. Dabei eignen sie sich erste fachliche Begriffe und Arbeitstechniken an. In der ersten Klasse haben die Kinder Erfahrungen mit Namenwörtern und Wiewörtern machen können, sie haben gelernt, dass es einige wichtige Besonderheiten gibt, nämlich das Namenwörter groß geschrieben werden, dass man sie in vier Kategorien (Menschen, Tiere, Pflanzen, Dinge) einordnen kann und das es eine Überprüfungsmöglichkeit (man kann Namenwörter sehen, anfassen und malen) gibt. Zu den Besonderheiten der Wiewörter haben sie gelernt, dass sie zur Beschreibung von Lebewesen und Dingen verwenden werden können bzw. ein Sprecher mit ihnen angibt, wie es dem Jemanden geht, wie etwas vor sich geht oder geschiet. Vor den Pfingstferien, also Mitte der zweiten Klasse, hielt die Lehrerin ein Stunde mit dem Hauptaugenmerk auf die Umwandlung von Namenwörtern zu Tunwörtern. Als logische Schlussfolgerung setzt meine Stunde eine Woche später an diesem Punkt an. Da neben dem Tunwort, wie schon gesagt auch das Wiewort behandelt worden ist, lag mein Schwerpunkt auf der Umwandlung eines Namenwortes in ein Wiewort und umgekehrt. In den darauf folgenden Stunden wird die Lehrerin diese Umwandlungen noch einmal thematisieren und vertiefen. Allerdings sind dies auch schon die letzten im Lehrplan thematisierten Schwerpunkte zu den Namenwörtern. Danach wird sie auf Sammelnamen eingehen, sie in ihrer Funktion, die Funktionen der Zusammenfassung (z. B. Oberbegriffe wie Gemüse, Obst), der Ordnung (z. B. Spielzeug sortieren), der Orientierung (z. B. im Kaufhaus), untersuchen lassen.
Inhaltsverzeichnis
1. Lehrplanbezug und Unterrichtszusammenhang
2. Sachanalyse
3. Didaktische Analyse
3.1 Bedeutungen des Themas für die Schüler – Auswahlfaktoren des Inhalts
3.2 Anthropogene und soziokulturelle Lernvoraussetzungen bei den Schülern
3.3 Lernzielformulierungen
4. Methodische Analyse: Artikulation des Unterrichts
5. Nachbereitende Reflexion
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der didaktischen und methodischen Planung einer Unterrichtsstunde im Fach Deutsch für die zweite Jahrgangsstufe. Ziel ist es, den Schülern die Umwandlung von Namenwörtern in Wiewörter (und umgekehrt) näherzubringen, dabei Rechtschreibstrategien zu festigen und das Verständnis für Wortstämme und Nachsilben zu entwickeln.
- Wortartenlehre und deren praktische Anwendung im Unterricht.
- Unterscheidung von Namenwörtern und Wiewörtern anhand ihrer Funktion.
- Einführung und Anwendung von Wortstämmen und Nachsilben.
- Förderung der Rechtschreibkompetenz in der Grundschule.
- Methodische Gestaltung einer schülerorientierten Deutschstunde.
Auszug aus dem Buch
1. Lehrplanbezug und Unterrichtszusammenhang
Mit dem Erlernen des Lesens und Schreibens werden die Kinder auf neue Weise angeregt, über Sprache in ihrer mündlichen und schriftlichen Form nachzudenken. Die Schüler sollen in der ersten/zweiten Klasse Wortarten in ihrer Leistung kennen und voneinander unterscheiden können. Dabei eignen sie sich erste fachliche Begriffe und Arbeitstechnik an. In der ersten Klasse haben die Kinder Erfahrungen mit Namenwörtern und Wiewörtern machen können, sie haben gelernt, dass es einige wichtige Besonderheiten gibt, nämlich das Namenwörter groß geschrieben werden, dass man sie in vier Kategorien (Menschen, Tiere, Pflanzen, Dinge) einordnen kann und das es eine Überprüfungsmöglichkeit (man kann Namenwörter sehen, anfassen und malen) gibt. Zu den Besonderheiten der Wiewörter haben sie gelernt, dass sie zur Beschreibung von Lebewesen und Dingen verwenden werden können bzw. ein Sprecher mit ihnen angibt, wie es dem Jemanden geht, wie etwas vor sich geht oder geschiet.
Vor den Pfingstferien, also Mitte der zweiten Klasse, hielt die Lehrerin ein Stunde mit dem Hauptaugenmerk auf die Umwandlung von Namenwörtern zu Tunwörtern. Als logische Schlussfolgerung setzt meine Stunde eine Woche später an diesem Punkt an. Da neben dem Tunwort, wie schon gesagt auch das Wiewort behandelt worden ist, lag mein Schwerpunkt auf der Umwandlung eines Namenwortes in ein Wiewort und umgekehrt.
In den darauf folgenden Stunden wird die Lehrerin diese Umwandlungen noch einmal thematisieren und vertiefen. Allerdings sind dies auch schon die letzten im Lehrplan thematisierten Schwerpunkte zu den Namenwörtern. Danach wird sie auf Sammelnamen eingehen, sie in ihrer Funktion, die Funktionen der Zusammenfassung (z. B. Oberbegriffe wie Gemüse, Obst), der Ordnung (z. B. Spielzeug sortieren), der Orientierung (z. B. im Kaufhaus), untersuchen lassen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Lehrplanbezug und Unterrichtszusammenhang: Dieses Kapitel verortet die Unterrichtsstunde innerhalb des Lehrplans und zeigt die Vorerfahrungen der Schüler auf.
2. Sachanalyse: Hier werden die linguistischen Grundlagen zu den Wortarten Substantiv und Adjektiv sowie deren Charakteristika dargelegt.
3. Didaktische Analyse: Dieser Teil beleuchtet die Auswahl des Themas, die Voraussetzungen der Lerngruppe und formuliert die angestrebten Lernziele.
4. Methodische Analyse: Artikulation des Unterrichts: Hier wird der konkrete Ablauf der Unterrichtsstunde methodisch begründet und der Verlauf dargestellt.
5. Nachbereitende Reflexion: Der Verfasser bewertet den eigenen Unterrichtserfolg anhand von Praxiserfahrungen und Feedback.
Schlüsselwörter
Deutschunterricht, Grundschule, Namenwort, Wiewort, Wortarten, Sprachreflexion, Rechtschreibung, Wortstamm, Nachsilbe, Unterrichtsplanung, Didaktik, Methodik, Lernvoraussetzungen, Wortumwandlung, Sprachkompetenz
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dokumentiert eine Unterrichtsplanung für den Deutschunterricht in einer zweiten Grundschulklasse mit dem Fokus auf Wortarten.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Mittelpunkt stehen die Eigenschaften von Namenwörtern und Wiewörtern sowie deren Umwandlung ineinander.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist, Schülern die sprachliche Flexibilität zu vermitteln, Wörter systematisch in andere Wortarten umzuwandeln.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine didaktische und methodische Analyse nach den Standards der universitären Lehrerbildung angewandt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Sachanalyse, die didaktische Begründung, den konkreten Unterrichtsverlauf und die anschließende Reflexion.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den zentralen Begriffen gehören Deutschunterricht, Wortarten, Didaktik, Methodik, Sprachreflexion und Rechtschreibstrategien.
Wie wurde der Unterrichtsverlauf konkret gestaltet?
Der Verlauf umfasst eine Motivationsphase mit einem Drachen-Bild, Gruppenarbeit mittels Domino-Spielen und eine Sicherungsphase durch ein Arbeitsblatt.
Warum wird im Unterricht mit dem "Drachen Furio" gearbeitet?
Das Bild des Drachen dient als motivierender Einstieg, um die Vorstellungskraft der Kinder zu aktivieren und an Vorwissen anzuknüpfen.
Welche Reflexion zieht die Autorin aus ihrer ersten Stunde?
Die Autorin reflektiert kritisch, dass sie die Arbeitsaufträge präziser hätte erklären müssen und die Schüler stärker selbstständig Regeln hätten erarbeiten sollen.
Welche Rolle spielt die "Nachsilbe" in dieser Unterrichtseinheit?
Die Nachsilbe wird als sprachliches Mittel eingeführt, um den Zusammenhang zwischen Wortstamm und Wortartveränderung zu verdeutlichen.
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- Franziska Wilhelm (Author), 2006, Umwandlung - Namenwort in Wiewort, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/124277