Die folgende Untersuchung beschäftigt sich mit dem Designer Paul Poiret. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf seinen orientalischen Kleidungsstücken. Zu diesem Thema wird sich mit der Fragestellung auseinandergesetzt, inwiefern die Kleidungsstücke von Paul Poiret seine Ansicht des Frauenbildes widerspiegeln und wie dies zurückführend auf seinen eigenen Charakter zu sehen ist.
Um Poiret’s Frauenbild zu erfassen, bedarf es zunächst einer Analyse seiner Kleidungsstücke, damit man durch die Ergebnisse auf seine Darstellung der Frau schließen kann. Anschließend werden die visuellen Quellen mithilfe von wissenschaftlicher Literatur genutzt, um die Frau in Poiret’s Vorstellungen zu charakterisieren. Hierbei wird von der qualitativen Methode Gebrauch gemacht und es wird induktiv vorgegangen. Schlussendlich wird durch seine Ansicht der Frau auf seinen Charakter geschlossen, der mit primären und sekundären Quellen verglichen wird, um ein möglichst detailliertes Ergebnis zu erzielen.
Die Arbeit beschäftigt sich zunächst mit der allgemeinen Ermittlung des Hintergrundes von Paul Poiret, für ein umfassendes Verständnis, und um ein Grundwissen für seine Person zu schaffen. Anschließend werden mit detailliertem Blick drei seiner Kleidungsstücke betrachtet, um auch den Bezug zum Orientalismus zu nehmen. Daraufhin wird durch die Silhouetten das Frauenbild charakterisiert, welches die Grundlage für die darauf folgende Analyse von Poiret’s Ansichten bildet. Im Zentrum stehen hier seine Wahrnehmung der Frau, den eigenen Umgang mit dem weiblichen Geschlecht und sein Ansehen in der damaligen Gesellschaft. In der Schlussbetrachtung wird der Versuch gemacht, mithilfe der zuvor analysierten Informationen, nicht nur seine Ansicht des Frauenbildes und seinen eigenen Charakter zusammen zu tragen, sondern auch diese in Bezug auf seinen Erfolg zu kritisieren.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Geschichtlicher Hintergrund
2.1 Analyse der Kleidungsstücke
2.2 Darstellung der Frau durch die Kleidung
3. Charakterisierung des Designers
4. Schlussteil
5. Quellenangaben
5.1 Literaturverzeichnis
5.2 Internetquellen
5.3 Abbildungsverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Wirken des Modedesigners Paul Poiret mit einem besonderen Fokus auf seinen orientalistischen Stil. Ziel ist es zu analysieren, inwiefern seine Entwürfe das damalige Frauenbild widerspiegeln und welche Rückschlüsse sich daraus auf den Charakter und das künstlerische Selbstverständnis des Designers ziehen lassen.
- Historische Einordnung und Einflüsse auf Poirets Schaffen
- Qualitative Analyse ausgewählter Kleidungsstücke und Silhouetten
- Darstellung und Wahrnehmung der Frau in Poirets Mode
- Charakterisierung des Designers als Modeschöpfer und Geschäftsmann
- Wechselspiel zwischen künstlerischer Vision und gesellschaftlichem Erfolg
Auszug aus dem Buch
2.1. Analyse der Kleidungsstücke
Zur Analyse von Paul Poiret’s Ansicht zum Frauenbild gehört es zum essentiellen Teil, sich die Silhouette und Wirkung der Kleidungsstücke genauer anzuschauen. Nur bei genauerer Betrachtung erhält man ein umfassendes Bild der wichtigen Attribute. Somit macht es Sinn sich mehr als ein, in seinem speziellen Fall, Kostüm anzusehen.
Das erste Kleidungsstück zeigt einen kleiderähnlichen Hosenanzug, der für Paul Poiret’s The Thousand and Second Night Event konstruiert wurde. Die Länge beträgt 127,6 cm und es besteht aus grüner Seide, Baumwolle, silberfarbenen Lamé, blauen Folienstoff und verschiedenen Metallen. Des Weiteren wurden die Stoffe mit aufgewickelten Zellophan Kordeln und mit Stickereien in unterschiedlichen Farben wie Türkis, Silber, Blau und Pink versehen. Auch Korallen und diverse Edelsteine wurden mit eingearbeitet. Alles in allem wurde mit unterschiedlichsten Stoffen und Verzierungen gearbeitet, um das Kleidungstück sowohl aufwendig als auch auffällig zu gestalten. Hier ist der orientalische Einfluss auf den ersten Blick deutlich zu erkennen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Thema, die Fragestellung sowie die qualitative Forschungsmethodik zur Untersuchung von Paul Poirets Frauenbild.
2. Geschichtlicher Hintergrund: Dieses Kapitel beleuchtet den Werdegang Poirets, seine Inspiration durch den Orientalismus und die Abkehr vom klassischen Korsett.
2.1 Analyse der Kleidungsstücke: Es werden spezifische Entwürfe wie Hosenanzüge und Abendkleider untersucht, um deren Silhouette und Materialität zu bewerten.
2.2 Darstellung der Frau durch die Kleidung: Hier wird analysiert, wie die Mode Poirets die westliche Frau mit orientalischen Attributen verknüpft und welches Körperideal damit propagiert wird.
3. Charakterisierung des Designers: Dieses Kapitel zeichnet das Bild von Poiret als leidenschaftlichem Künstler und strategischem Geschäftsmann, der den Luxus kultivierte.
4. Schlussteil: Das Fazit fasst zusammen, dass Poirets Erfolg eng mit seiner visionären Art verbunden war, während der wirtschaftliche Zusammenbruch durch die Unvereinbarkeit mit dem Wandel der Moderne bedingt war.
5. Quellenangaben: Dieses Kapitel listet die für die Arbeit verwendete Fachliteratur sowie Internetquellen und Abbildungsnachweise auf.
Schlüsselwörter
Paul Poiret, Orientalismus, Modehistorie, Frauenbild, Silhouette, Korsett, Haute Couture, Luxus, Ballets Russes, Designanalyse, Modegeschichte, Künstlerisches Selbstverständnis, Moderne, Textildesign, 20. Jahrhundert
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit befasst sich mit dem Modedesigner Paul Poiret und seinem spezifischen orientalistischen Stil, den er zu Beginn des 20. Jahrhunderts in die westliche Modewelt integrierte.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zentrale Aspekte sind der geschichtliche Kontext von Poirets Arbeit, die Analyse seiner Entwürfe im Hinblick auf deren Wirkung sowie die Charakterisierung des Designers als Persönlichkeit.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, herauszufinden, wie Poirets Kleider sein Frauenbild reflektieren und was diese Entwürfe über seinen persönlichen Charakter und seine künstlerischen Ambitionen verraten.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit stützt sich auf eine qualitative Methode, bei der induktiv vorgegangen wird, um durch die Untersuchung von Kleidungsstücken Aussagen über philosophische Ansichten und gesellschaftliche Kontexte zu treffen.
Was steht im inhaltlichen Hauptteil im Fokus?
Der Hauptteil konzentriert sich auf die detaillierte Analyse spezifischer Kleidungsstücke, das Frauenbildnis des Designers und die Verknüpfung von Poirets Lebensstil mit seinem beruflichen Erfolg.
Welche Schlagworte charakterisieren diese Publikation?
Die zentralen Schlagworte sind Paul Poiret, Orientalismus, Modegeschichte, Designanalyse, Luxus, Silhouette und das Frauenbild des frühen 20. Jahrhunderts.
Warum spielt das Korsett eine wichtige Rolle in der Untersuchung?
Die Abkehr vom Korsett markiert eine zentrale Veränderung in der Modegeschichte, für die Poiret maßgeblich verantwortlich war, und symbolisiert gleichzeitig sein Ideal der beweglichen, modernen Frau.
Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin über den unternehmerischen Erfolg von Poiret?
Poiret wird als Visionär dargestellt, dessen Unfähigkeit, sich dem Wandel der Moderne anzupassen, letztlich zum Zusammenbruch seines Modeimperiums führte.
- Citar trabajo
- Melina Siregar (Autor), 2015, Orientalismus in der Mode von Paul Poiret. Wie spiegeln seine Kleidungsstücke Pioret's Frauenbild wieder?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1242917