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Magische Requisiten im Wigalois-Roman des Wirnt von Grafenberg. Bedeutung und Funktion

Titel: Magische Requisiten im Wigalois-Roman des Wirnt von Grafenberg. Bedeutung und Funktion

Bachelorarbeit , 2022 , 45 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Bachelorarbeit setzt sich damit auseinander, welche Rolle die magischen Requisiten im Wigalois einnehmen und wie sich deren Einsatz auf das Heldenbild auswirkt. Da es im Wigalois-Roman – einem nachklassischen Artusroman – förmlich von magischen Requisiten mit verschiedenen Funktionen wimmelt, bietet sich dieser für die Analyse dieser außergewöhnlichen Gegenstände an.

Die wissenschaftliche Arbeit gliedert sich in zwei große Teile. Der erste Teil behandelt die literaturhistorischen Grundlagen und Erläuterungen wesentlicher, zum Verständnis der nachfolgenden Diskussionen notwendiger Fachtermini.

Anschließend werden im zweiten großen Teil der Bachelorarbeit die magischen Requisiten im Artusroman Wigalois betrachtet. Nach der Überlegung, wie diese Requisiten systematisiert werden können, wird jedes Requisit einzeln untersucht. Zuerst wird es kurz im Kontext erläutert und dann auf seine Deskription und einzelne Aufgabe in einer spezifischen Situation untersucht.

Daran schließt sich die Betrachtung der Requisiten in ihrer Gesamtheit an. Die Analyse folgt der Frage, inwiefern die Hilfsmittel in die Handlung integriert werden, wie zuverlässig sie in den für sie bestimmten Situationen funktionieren und letztendlich wie die somit eruierten Merkmale sich insgesamt auf das Heldenbild auswirken.

Selbst in unserem Alltag haben magische Requisiten ihren festen Platz, der teilweise sogar auf einen christlichen Ursprung zurückgeht. Ein bekanntes Beispiel ist der heilige Christopherus, dessen Abbild auf einer Plakette oder Medaille in Fahrzeugen vor jeglichem Unheil schützen soll. Auch heute noch ist also die Relevanz solch magischer Requisiten nicht zu unterschätzen; daher lohnt es sich, zu untersuchen, wie sich Vorstellungen, Beschreibungen und Praxis magischer Requisiten über die Jahrhunderte entwickelt haben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Autor und Forschungsstand

2.1 Wirnt von Grafenberg

2.2 Forschungsstand – Der Wigalois im literaturhistorischen Kontext

3 Zur Bedeutung und Funktion von Dingen in Texten

3.1 Systematische und historische Aspekte

3.2 Zur narratologischen Funktion von Dingen im Mittelalter

3.2.1 Allgemeine Überlegungen

3.2.2 Terminologische Abgrenzung und Versuch von Analysekriterien

4 Methodik

5 Die magischen Requisiten im Wigalois-Roman

5.1 Überlegungen zur Legitimierung der Reihenfolge

5.2 Kontextualisierung und Funktion

5.2.1 Gürtel

5.2.2 Schwertbrief

5.2.3 Brot

5.2.4 Blüte

5.2.5 Lanze

5.2.6 Rüstung

5.3 Die magischen Requisiten in ihrer Gesamtheit

5.3.1 Integration oder Distanz?

5.3.2 Funktion(sfähigkeit)und Wirkungsursprung der Requisiten

5.3.3 Welche Auswirkungen hat das Auftreten der Requisiten auf das Heldenbild?

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle, Funktion und Bedeutung magischer Requisiten im Wigalois-Roman von Wirnt von Grafenberg sowie deren Auswirkungen auf die Konstruktion des Heldenbildes im Kontext mittelalterlicher Erzähltraditionen.

  • Analyse des literaturhistorischen Kontextes und der narratologischen Funktion von Objekten im Mittelalter.
  • Systematische Untersuchung der verschiedenen magischen Requisiten (Gürtel, Schwertbrief, Brot, Blüte, Lanze, Rüstung).
  • Erörterung der Wechselwirkung zwischen christlichen und magischen Dimensionen der Requisiten.
  • Evaluation des Spannungsfeldes zwischen Integration und Distanz der Gegenstände in der Handlung.
  • Untersuchung des Einflusses der Requisiten auf die Entwicklung des Helden Wigalois.

Auszug aus dem Buch

5.2.1 Gürtel

Das erste und komplexeste magische Requisit, das in der Handlung auftaucht, ist Jorams magischer Gürtel. Dieses hebt sich von den anderen ab, da es besonders am Beginn der Handlung vorkommt und nicht nur, wie die anderen Requisiten, in der Hauptaventiûre, der Befreiung des Reiches Korntin vom unrechtmäßigen Herrscher Roaz, eine Rolle spielt. Im Gegensatz zu einem Teil der anderen Requisiten erfährt man bei dem Gürtel nichts über einen christlichen Ursprung. Der Gürtel zeichnet sich stattdessen durch seine Multifunktionalität und -symbolik aus. Als Basis für das Verständnis der Analyse werden zunächst die Passagen, in denen der Gürtel präsent ist, aufbereitet.

Der Wigalois-Roman beginnt mit einer ausführlichen Erzählung über die Vorgeschichte der Eltern des Wigalois, Florie und Gawein. Am Tisch wartet man auf aventiûren, da König Artus nicht speisen möchte. Die Königin Ginover geht daraufhin zurück in ihre Gemächer, und, ohne das Wissen der Ritterschaft, erscheint ein unbekannter Ritter bei ihr. Es stellt sich heraus, dass es sich um König Joram handelt, der ihr einen prachtvollen Gürtel anbietet. Er stellt sie sogleich vor folgende Wahl: Sie solle sich überlegen, den Gürtel zu behalten; sollte sie das Angebot ablehnen, fordere er jeden Artusritter zum Kampf heraus (vgl. V. 281–294).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz magischer Requisiten im Wigalois-Roman ein und umreißt die wissenschaftliche Fragestellung sowie den Aufbau der Arbeit.

2 Autor und Forschungsstand: Dieses Kapitel behandelt das Leben des Wirnt von Grafenberg und verortet den Wigalois im zeitgenössischen literaturhistorischen Kontext der Artusepik.

3 Zur Bedeutung und Funktion von Dingen in Texten: Hier werden systematische sowie narratologische Aspekte der Objektdarstellung im Mittelalter beleuchtet und terminologische Kriterien für die Analyse eingeführt.

4 Methodik: Der methodische Ansatz zur Untersuchung der Requisiten wird definiert, insbesondere die Unterteilung in Einzelanalysen der Gegenstände und deren Gesamtbetrachtung.

5 Die magischen Requisiten im Wigalois-Roman: Dies ist das Hauptkapitel, das die einzelnen Requisiten (Gürtel, Schwertbrief, Brot, Blüte, Lanze, Rüstung) sowie deren Gesamtwirkung und Einfluss auf das Heldenbild detailliert analysiert.

6 Fazit: Die Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse der Analyse verdeutlicht die Integration der magischen Requisiten in die Handlung und deren wesentliche Rolle für das Heldenbild des Wigalois.

Schlüsselwörter

Wigalois, Wirnt von Grafenberg, mittelalterliches Erzählen, Artusroman, magische Requisiten, Funktion von Dingen, Narratologie, christlich-magische Verschränkung, Heldenbild, Gürtel, Schwertbrief, Wunderkraft, Mittelalter, ritterliche Literatur, symbolische Funktion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Rolle, Bedeutung und Funktion der magischen Gegenstände, die der Protagonist im Wigalois-Roman zur Bewältigung seiner Abenteuer erhält.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die narratologische Funktion von Dingen, die Verknüpfung von Magie und christlichen Motiven sowie der Einfluss dieser Objekte auf die Charakterentwicklung der Hauptfigur.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu ergründen, ob und wie diese Requisiten das Heldenbild des Wigalois maßgeblich mitkonstruieren und in welchem Verhältnis sie zur Handlung stehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt narratologische Analyseansätze, insbesondere das Modell von Christoph Schanze, um die Funktion und den Wirkungsursprung der Requisiten systematisch zu untersuchen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Dort werden die einzelnen magischen Requisiten – vom Gürtel bis zur Rüstung – kontextualisiert sowie deren Integration in das Gesamtereignisgefüge des Romans kritisch hinterfragt.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit beschreiben?

Dazu zählen Begriffe wie Wigalois, Artusroman, magische Requisiten, Narratologie, christlich-magische Verschränkung und Heldenbild.

Warum spielt der magische Gürtel eine so zentrale Rolle?

Der Gürtel dient laut Analyse nicht nur als magisches Hilfsmittel, sondern fungiert oft als Ankerpunkt für die Vorgeschichte und als Symbol des Übergangs zwischen verschiedenen Lebensphasen des Helden.

Wie unterscheidet sich die Rüstung von den anderen Objekten?

Sie zeichnet sich im Gegensatz zu anderen Requisiten durch ein besonders langes Herkunftsnarrativ aus und wird im Verlauf der Handlung mehr zu einem Teil des ritterlichen Habitus, als rein als magisches Hilfsinstrument zu fungieren.

Warum werden die magischen Requisiten oft nur kurz beschrieben?

Die Arbeit argumentiert, dass das Interesse des Erzählers primär auf den Tugenden des Protagonisten liegt; zu ausführliche Beschreibungen der magischen Wirkung könnten das Bild des „perfekten Helden“ in den Schatten stellen.

Ende der Leseprobe aus 45 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Magische Requisiten im Wigalois-Roman des Wirnt von Grafenberg. Bedeutung und Funktion
Hochschule
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Note
1,7
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
45
Katalognummer
V1242964
ISBN (PDF)
9783346680150
ISBN (Buch)
9783346680167
Sprache
Deutsch
Schlagworte
magische requisiten wigalois-roman wirnt grafenberg bedeutung funktion
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2022, Magische Requisiten im Wigalois-Roman des Wirnt von Grafenberg. Bedeutung und Funktion, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1242964
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Leseprobe aus  45  Seiten
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