Die vorliegende Arbeit hat mit Hilfe eines Online-Fragebogens untersucht, inwiefern die Auswirkungen des Selbstmanagements auf Burnout-Tendenzen von den Persönlichkeitstypen nach dem BIG-FIVE-Modell abhängen. Die langanhaltende Problematik steigender Krankheitstage in Folge psychischer Erkrankungen liegt nach wie vor im medialen und empirischen Fokus. Gleichzeitig nimmt das berufliche Selbstmanagement – zuletzt auch in Folge der pandemiebedingten vermehrten Nutzung von Home-Office – zu und offenbart in bereits erfolgten Studien ein widersprüchliches Bild darüber, welche Folgen das berufliche Selbstmanagement für die psychische Gesundheit mit sich bringt.
Die vorliegenden Erkenntnisse liefern eine erste Basis für weitere Forschungen, die diese vertiefen, um ein umfassenderes Bild der Wirkbeziehungen zum erfolgreichen Umgang mit Selbstmanagement im beruflichen Kontext schaffen zu können und somit zukünftig gesundheitsförderliche Arbeitsbedingungen zu entwickeln, die die langanhaltende Problematik steigender Krankheitstage in Folge psychischer Erkrankungen beheben können.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Selbstmanagement
2.1.1 Berufliches Selbstmanagement
2.1.2 Modell des positiven Selbstmanagements
2.2 Burnout
2.2.1 Begriffserklärung
2.2.2 Stress
2.2.3 Symptomatik
2.3 Persönlichkeitstypen
2.3.1 Persönlichkeit
2.3.2 BIG-FIVE-Modell
2.4 Definition der wichtigsten Konstrukte
2.5 Zusammenfassung und Bezugnahme theoretischer Grundlagen
3 Herleitung der Hypothesen
3.1 Aktueller Forschungsstand
3.2 Forschungsfrage
3.3 Ableitung der Hypothesen
4 Methodik
4.1 Design
4.2 Erhebungsinstrumente
4.2.1 Maslach Burnout Inventory
4.2.2 NEO-FFI-30
4.2.3 Selbstmanagement-Fragebogen
4.3 Stichprobe
4.4 Güte der Erhebungsinstrumente
4.5 Statistische Auswertung
5 Ergebnisse
5.1 Auswertung der Fragebögen
5.2 Hypothesenüberprüfung
5.3 Explorative Auswertung
5.4 Reliabilitätsanalyse
6 Diskussion
6.1 Zusammenfassung und Interpretation der Ergebnisse
6.2 Kritische Würdigung
7 Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Diese Bachelorarbeit untersucht, inwiefern das zunehmende berufliche Selbstmanagement – vor dem Hintergrund des BIG-FIVE-Modells der Persönlichkeit – einen Einfluss auf Burnout-Tendenzen bei Arbeitnehmern ausübt. Ziel ist es, Zusammenhänge zwischen spezifischen Persönlichkeitstypen und deren Erfolg beim Umgang mit Selbstmanagement zu identifizieren, um gesundheitsförderliche Arbeitsbedingungen ableiten zu können.
- Wirkweise des beruflichen Selbstmanagements auf die psychische Gesundheit
- Anwendung des BIG-FIVE-Persönlichkeitsmodells im beruflichen Kontext
- Empirische Untersuchung von Burnout-Tendenzen mittels Online-Fragebogen
- Einfluss moderierender Persönlichkeitseigenschaften auf das Stresserleben
- Potenziale und Risiken von zunehmender Arbeitsautonomie
Auszug aus dem Buch
1 Einleitung
Es wird aktuell häufig von einem Wandel in der Arbeitswelt berichtet, welcher sich unter anderem auf die Führung der Beschäftigten bezieht. Der herrschenden Meinung zur Folge entwickelt sich die Führung der Beschäftigten weg von klaren Anweisungen und streng hierarchischen Ordnungen hin zu mehr Selbstmanagement und Entscheidungsfreiheit der Beschäftigten (vgl. Jochmann et al, 2016, S. 213; Fichter, 2018, S. 154f.) Dies fuße zum einen auf der zunehmenden Digitalisierung. Zum anderen sei auch der Wandel von einer Produktions- zu einer Dienstleistungsgesellschaft ausschlaggebend dafür, dass sich die Notwendigkeit ergab, dass Beschäftigte sich sowohl inhaltlich, als auch zeitlich selbst managen (vgl. Fichter, 2018, S. 155).
Auch vor dem Hintergrund von Arbeit 4.0 kann die vermehrte Nutzung von Home-Office, wie sie besonders vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie Einzug in die Arbeitswelt erhalten hat, ein weiterer Beschleunigungsfaktor sein, der den Wandel zu mehr Selbstmanagement forciert (vgl. Jochmann et al., 2016, S.24f.; Fichter, 2018, S. 155). Fraglich ist, wie sich das zunehmende Selbstmanagement auswirkt und welche Folgen es für die Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite hat.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Beschreibt den Wandel der Arbeitswelt hin zu mehr Selbstmanagement und die damit verbundene Problematik psychischer Überlastung.
2 Theoretische Grundlagen: Erläutert die Konzepte des beruflichen Selbstmanagements, des Burnout-Syndroms und des BIG-FIVE-Persönlichkeitsmodells als theoretischen Rahmen.
3 Herleitung der Hypothesen: Fasst den aktuellen Forschungsstand zusammen und nutzt diesen, um Hypothesen zur Interaktion zwischen Persönlichkeitstypen und Selbstmanagement aufzustellen.
4 Methodik: Erläutert das Studiendesign, die verwendeten Erhebungsinstrumente (Maslach Burnout Inventory, NEO-FFI-30, Selbstmanagement-Fragebogen) und die statistische Vorgehensweise.
5 Ergebnisse: Präsentiert die deskriptive Auswertung der Daten sowie die statistische Überprüfung der Hypothesen und ergänzende explorative Analysen.
6 Diskussion: Interpretiert die Ergebnisse im Lichte der Theorie und reflektiert kritisch die Limitations der vorliegenden Studie.
7 Fazit und Ausblick: Resümiert die Erkenntnisse zur Arbeitssituation und gibt Empfehlungen für weiterführende Forschung sowie gesundheitsförderliche Maßnahmen.
Schlüsselwörter
Berufliches Selbstmanagement, Burnout-Tendenzen, Persönlichkeitstypen, BIG-FIVE-Modell, Psychische Gesundheit, Arbeitswelt 4.0, Arbeitsautonomie, Neurotizismus, Extraversion, Gewissenhaftigkeit, Stressmanagement, Online-Umfrage, Gesundheitsförderung, Empirische Studie, Arbeitszufriedenheit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen steigendem beruflichen Selbstmanagement und dem Risiko für Burnout unter Berücksichtigung unterschiedlicher Persönlichkeitsstrukturen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind professionelles Selbstmanagement, klinische Aspekte von Burnout, die big-five-Persönlichkeitsdimensionen und arbeitspsychologische Prävention.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Die Forschungsfrage lautet, wie sich beruflich zunehmendes Selbstmanagement vor dem Hintergrund unterschiedlicher Persönlichkeitstypen auf Burnout-Tendenzen auswirkt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wurde eine quantitative empirische Untersuchung mittels eines Online-Fragebogens durchgeführt, wobei statistische Korrelationsanalysen (Pearson) zur Hypothesenprüfung angewandt wurden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Literaturaufarbeitung, die Herleitung der Hypothesen, die methodische Darlegung der Befragung sowie die detaillierte Präsentation und Diskussion der statistischen Ergebnisse.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Berufliches Selbstmanagement, Burnout-Prävention, Big-Five-Modell, Psychische Gesundheit am Arbeitsplatz und Arbeitsautonomie.
Wie korreliert der Persönlichkeitstyp "Neurotizismus" laut der Studie mit Burnout?
Es konnte bestätigt werden, dass der Typ "Neurotizismus" signifikant positiv mit Burnout-Tendenzen korreliert, was auf eine höhere Anfälligkeit für chronischen Stress hindeutet.
Was zeigte sich bei der explorativen Auswertung bezüglich des Alters?
Die explorative Datenanalyse ergab einen schwachen negativen Zusammenhang zwischen dem Alter der Teilnehmer und der beruflichen Erschöpfung.
- Quote paper
- Jessika Sprenkelder (Author), 2021, Burnout-Tendenzen. Auswirkungen des beruflich zunehmenden Selbstmanagements mit Bezug auf unterschiedliche Persönlichkeitstypen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1243021