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Zum Ausgangstext: Familie zwischen Flexibilität und Verlässlichkeit

Perspektiven für eine lebenslaufbezogene Familienpolitik (7. Familienbericht)

Title: Zum Ausgangstext: Familie zwischen Flexibilität und Verlässlichkeit

Term Paper , 2008 , 12 Pages , Grade: gut

Autor:in: Sandra Loley (Author)

Pedagogy - Family Education
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Der Deutsche Bundestag hat die Bundesregierung mit der Vorlage von
Familienberichten beauftragt. Die Bundesregierung wird darin unter Anderem aufgefordert eine Kommission mit jeweils bis zu 7 Sachverständigen einzusetzen und dem Bundestag in jeder zweiten Wahlperiode einen Bericht über die Lage der Familien in der Bundesrepublik Deutschland vorzulegen. Jeder dritte Bericht soll die Situation der Familien möglichst umfassend darstellen, es soll verdeutlicht werden, inwieweit bereits getroffene Maßnahmen Wirkung zeigen und welche weiteren Maßnahmen angestrebt und verwirklicht werden sollten/müssen.

Mit dem siebten Familienbericht hat die Kommission eine intenational vergleichende Analyse der grundlegenden und längerfristigen Entwicklung vorgelegt, in welchem es um die Veränderungen in der Demografie, der Arbeitswelt und Wirtschaft sowie der Geschlechterrollen geht. Es werden einzelne europäische Länder auf die jeweiligen oben genannten Veränderungen hin untersucht und es werden Vergleiche zu Deutschland gezogen. Auf diese Weise können nicht nur die Besonderheiten der Entwicklung Deutschlands herausgearbeitet, sondern auch interessante Konzepte aufgegriffen werden.

Der Bericht ist ein Plädoyer für nachhaltige Familienpolitik. Die ernannte Kommission spricht sich darin für einen Perspektivenwechsel und Politikwechsel in Bezug auf Familienpolitik aus. Vorgenommen wurde ein Perspektivenwechsel zu einer nachhaltigen Familienpolitik, deren neue Zielsetzung auch mit demografischen und ökonomischen Argumenten begründet ist. Ziel der Politik der Bundesregierung ist es, den Zusammenhalt der Generationen und damit der gesamten Gesellschaft zu fördern und zu stärken. Es werden neue Netze geschaffen, um die Vorteile früherer Großfamilie auf moderne Sozialstrukturen zu übertragen.

Im Folgenden werden die Typen der Arbeit, sowie die Grundprobleme, die sich aus ihnen ergeben, benannt und beschrieben. Darüber hinaus werden Maßnahmen nachhaltiger Familienpolitik, welche moderne familiale Lebensformen unterstützen sollen, gekennzeichnet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Benennung und Beschreibung der verschiedenen Typen von Arbeit

3. Kennzeichnung der Grundprobleme, welche sich aus dem Verhältnis der verschiedenen Typen von Arbeit ergeben

4. Kennzeichnung möglicher Maßnahmen nachhaltiger Familienpolitik, mit der die modernen familialen Lebensformen unterstützt werden können

Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Analyse des siebten Familienberichts und untersucht das Spannungsfeld zwischen Familienarbeit und Erwerbsarbeit. Ziel ist es, die strukturellen Herausforderungen der Vereinbarkeit von Familie und Beruf aufzuzeigen und Ansätze einer nachhaltigen Familienpolitik zu diskutieren, die moderne familiale Lebensformen wirksam unterstützt.

  • Historischer Wandel der Familienmodelle in Deutschland
  • Differenzierung zwischen Familienarbeit und Erwerbsarbeit
  • Strukturelle Hürden bei der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben
  • Maßnahmen zur Förderung einer nachhaltigen Familienpolitik
  • Die Rolle der Generationensolidarität und Infrastrukturentwicklung

Auszug aus dem Buch

2. Benennung und Beschreibung der verschiedenen Typen von Arbeit

Im siebten Familienbericht wird die Entwicklung/der Wandel der Familie von der unmittelbaren Nachkriegszeit bis heute betrachtet. Jedoch stellt diese Ordnungsvorstellung der Familie in der Nachkriegszeit historisch gesehen eine Ausnahmezeit von relativ kurzer Dauer dar, denn das bürgerliche Familienmodell, in welcher der Mann für die finanzielle Existenzsicherung zuständig ist, hat bereits mit dem OPEC-Schock 1973 einen ersten Wendepunkt erlebt. Heute sind wir bezüglich der Parameter von etwa Heirats- und Scheidungshäufigkeit, dem Durchschnittsalter der Frau bei der Geburt des ersten Kindes, der Zahl allein Erziehender den 20er Jahren ähnlicher als den 60er Jahren. Wobei hier weitere Unterscheidungen getroffen werden müssen bezüglich Ost- und Westdeutschland. Im Ostdeutschen Modell stand die Frau im Arbeitsleben gleichberechtigt gegenüber dem Mann. Auch wenn sie für die Familienbelange zuständige Person galt, wurde sie hinsichtlich der Familienarbeit extern ausreichend unterstützt (Ganztagskrippen, Ganztagsschulen, betriebliche Freizeitorganisation, verlängerte Ladenöffnungszeiten, usw.) Dies ermöglichte eine Vollzeitbeschäftigung der Frauen. Das westdeutsche Modell dagegen ist einen anderen Weg gegangen. Hier galt das Modell der Versorgerehe mit sicherer ökonomischer Perspektive für den Ehemann und gebotener Freistellungschance der Frau für Familienbelange. Im Westmodell konzentrierte man sich auf die Idee der separierten Lebensbereiche Familie und Erwerbsarbeit sowie der Tragfähigkeit entsprechender Arbeitsteilung. Beide Modelle enthalten zudem entsprechende Leitideen des Umgangs mit dem Nachwuchs, die konträrer kaum sein konnten. Mitte der 60er Jahre kam es zu einer Labilisierung der Haupternährerrolle durch zunehmende konjunkturell bedingte Arbeitslosigkeitsrisiken und durch strukturelle Verschiebungen in der Aufnahmekapazität des Arbeitsmarkts zwischen männlich und weiblich stereotypisierten Berufen. Beide Entwicklungsverschiebungen betreffen sowohl das Paarverständnis als auch das Verhältnis zu Familienarbeit, zu Kindern und zu älteren Generationen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Das Kapitel erläutert den Auftrag des Deutschen Bundestages zur Erstellung von Familienberichten und führt in die Zielsetzung des siebten Familienberichts ein, der einen nachhaltigen Perspektivenwechsel in der Familienpolitik fordert.

2. Benennung und Beschreibung der verschiedenen Typen von Arbeit: Es wird die historische Entwicklung der Familienmodelle in Ost- und Westdeutschland beleuchtet und die Unterscheidung zwischen Familienarbeit und Erwerbsarbeit sowie der Wandel der Hausarbeit definiert.

3. Kennzeichnung der Grundprobleme, welche sich aus dem Verhältnis der verschiedenen Typen von Arbeit ergeben: Hier werden die strukturellen Konflikte bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie die Auswirkungen der modernen Arbeitsmarktbedingungen auf die Familiengründung thematisiert.

4. Kennzeichnung möglicher Maßnahmen nachhaltiger Familienpolitik, mit der die modernen familialen Lebensformen unterstützt werden können: Dieses Kapitel stellt konkrete Lösungsansätze wie den Ausbau der Kinderbetreuung, Mehrgenerationenhäuser und familienfreundliche Infrastrukturen vor.

Fazit: Die Arbeit fasst zusammen, dass die Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen notwendig ist, um die Situation für Familien nachhaltig zu verbessern und den gesellschaftlichen Stellenwert der Familiengründung zu stärken.

Schlüsselwörter

Familienpolitik, Familienbericht, Familienarbeit, Erwerbsarbeit, Vereinbarkeit, Nachhaltigkeit, Lebenslauf, Generationensolidarität, Kinderbetreuung, Demografie, Arbeitsmarkt, Infrastruktur, Versorgerehe, Doppelbelastung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den siebten Familienbericht und untersucht, wie Familienpolitik auf den Wandel der Arbeitswelt und veränderte gesellschaftliche Erwartungen reagieren kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder sind die Differenzierung von Familien- und Erwerbsarbeit, die Problematik der zeitlichen Koordination sowie die Notwendigkeit einer infrastrukturellen Neuausrichtung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, die Notwendigkeit eines Perspektivenwechsels in der Familienpolitik darzulegen, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie unter heutigen Bedingungen zu ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven Analyse des siebten Familienberichts und der Einordnung der dort beschriebenen gesellschaftlichen Entwicklungen in einen soziologischen Kontext.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Bestandsaufnahme verschiedener Arbeitstypen, die Identifikation von Problemen bei der Lebenslaufgestaltung und die Vorstellung politischer Maßnahmenpakete.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie "Nachhaltige Familienpolitik", "Vereinbarkeit", "Ernährer-Zuverdienermodell" und "Lebenslaufgestaltung" geprägt.

Warum wird das Modell der Versorgerehe als problematisch dargestellt?

Das Modell wird als historisch überholt und unflexibel beschrieben, da es die heutige Lebensrealität, in der beide Partner erwerbstätig sein möchten oder müssen, nicht mehr adäquat abbildet.

Welche Rolle spielt das Mehrgenerationenhaus im Konzept der Familienpolitik?

Es dient als Ort der gelebten Alltagssolidarität, der die Generationen verbindet, Erfahrungen nutzbar macht und Einsamkeit im Alter entgegenwirkt.

Welche Auswirkung hat die moderne Arbeitsmarktsituation auf die Familiengründung?

Durch die hohe Unsicherheit auf dem Arbeitsmarkt und die Notwendigkeit langer Ausbildungsphasen schieben viele Menschen die Familiengründung auf oder sehen sich mit Doppelbelastungen konfrontiert.

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Details

Title
Zum Ausgangstext: Familie zwischen Flexibilität und Verlässlichkeit
Subtitle
Perspektiven für eine lebenslaufbezogene Familienpolitik (7. Familienbericht)
College
Martin Luther University  (Philosophische Fakultät III, Erziehungswissenschaften)
Course
Familiensoziologie
Grade
gut
Author
Sandra Loley (Author)
Publication Year
2008
Pages
12
Catalog Number
V124305
ISBN (eBook)
9783640296644
Language
German
Tags
Ausgangstext Familie Flexibilität Verlässlichkeit Familiensoziologie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sandra Loley (Author), 2008, Zum Ausgangstext: Familie zwischen Flexibilität und Verlässlichkeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/124305
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