Diese wissenschaftliche Arbeit widmet sich der Thematik der integrierten Informationsverarbeitung und geht konkret auf die Fragestellung ein, inwiefern integrierte Supply Chain Management Systeme den betrieblichen Anforderungen eines Unternehmens gerecht werden. Dafür werden die theoretischen Grundlagen des SCM dargelegt, um anschließend tiefergehend auf die Funktionalität und Anwendung von solchen Systemen einzugehen. Die Arbeit beschäftigt sich mit den informationstechnologischen Aspekten des SCM, sodass der Fokus auf Prozessebene bei den Informationssystemen liegt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Gang der Untersuchung
2. Theoretische Grundlagen zum Thema SCM
2.1 Begriffliche Abgrenzung
2.2 Aufgaben des SCM
2.3 Ziele von SCM
3. Informationssysteme im SCM
3.1 Entwicklung von Informationssystemen im SCM
3.2 Funktionalität von Supply Chain Management Systemen
3.3 Aufbau von Supply Chain Management Systemen
3.3.1 Supply Chain Design
3.3.2 Supply Chain Planning
3.3.3 Supply Chain Execution
3.3.4 Supply Chain Controlling
4. Die Supply Chain Management Software am Beispiel SAP
4.1 Aufbau von SAP SCM
4.2 Potenziale der Software
4.3 Grenzen der Software
5. Schlussbetrachtung
5.1 Fazit
5.2 Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, inwiefern integrierte Supply Chain Management (SCM) Systeme den betrieblichen Anforderungen moderner Unternehmen gerecht werden, indem sie theoretische Grundlagen mit der praktischen Anwendung von SCM-Softwarelösungen, insbesondere am Beispiel von SAP SCM, verknüpft.
- Entwicklung und historische Einordnung von Informationssystemen im SCM
- Funktionalität und modulare Struktur von SCM-Systemen
- Analyse des SAP SCM Portfolios als Anwendungsbeispiel
- Potenziale und Grenzen von SCM-Software in der Praxis
- Der Einfluss der Digitalisierung auf das Supply Chain Management
Auszug aus dem Buch
3.2 Funktionalität von Supply Chain Management Systemen
SCM-Systeme ermöglichen es sämtliche Informationen offen zu legen, sodass betriebliche Informationen von allen Mitgliedern der Wertschöpfungskette genutzt werden können und die Kommunikation zwischen den Einheiten erleichtert wird. Es findet somit eine Automatisierung des Informationsflusses zwischen dem Unternehmen und den außerbetrieblichen Einheiten in der Lieferkette statt. Dadurch können eine Vielzahl an zusätzlichen produktivitätsfördernden Nutzenpotenzialen, wie in Kapitel 2.3 angeführt, realisiert werden.
Es ist von größter Notwendigkeit die Funktionalität von SCM-Systemen messbar zu machen, um eine Optimierung der Prozesse zu realisieren. Das Supply Chain Operations Reference (SCOR) Modell ist ein solches Referenzmodell, welches ein idealtypisches Prozessmodell darstellt, um die ganzheitliche Analyse und Bewertung von branchenübergreifenden Supply Chains zu ermöglichen.
Das SCOR-Modell erfasst alle Ströme vom Lieferanten bis zum Konsumenten und somit alle Interaktionen und Transaktionen. Gegliedert ist es in vier hierarchischen Ebenen, wobei der Differenzierungsgrad der Prozesse mit jeder Stufe gegenüber der voranliegenden zunimmt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Definiert die Problemstellung durch Digitalisierung und generiertes Datenvolumen und umreißt den methodischen Gang der Untersuchung.
2. Theoretische Grundlagen zum Thema SCM: Erläutert die begriffliche Abgrenzung, die Kernaufgaben sowie die strategischen und operativen Ziele des Supply Chain Managements.
3. Informationssysteme im SCM: Analysiert die historische Entwicklung von IT-Systemen in der Wertschöpfungskette, ihre Funktionalität und den modularen Aufbau von SCM-Systemen auf verschiedenen Planungsebenen.
4. Die Supply Chain Management Software am Beispiel SAP: Detailliert den technischen Aufbau der SAP SCM Software sowie deren konkrete Potenziale und praktische Anwendungsgrenzen.
5. Schlussbetrachtung: Führt ein Fazit zur Leistungsfähigkeit von SCM-Systemen zusammen und gibt einen Ausblick auf künftige Entwicklungen durch Industrie 4.0 und Cyber-physische Systeme.
Schlüsselwörter
Supply Chain Management, SCM, Informationssysteme, SAP SCM, Wertschöpfungskette, Digitalisierung, Prozessautomatisierung, SCOR-Modell, Advanced Planning and Scheduling, APS, Datenmanagement, Logistik, Effizienzsteigerung, Bullwhip-Effekt, Industrie 4.0
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Einbindung von integrierten Informationssystemen in das Supply Chain Management eines Unternehmens und bewertet, wie diese Systeme betriebliche Anforderungen erfüllen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen des SCM, der modulare Aufbau und die Funktionalität moderner SCM-Systeme sowie die praktische Evaluation dieser Softwarelösungen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, inwiefern integrierte Supply Chain Management Systeme den komplexen betrieblichen Anforderungen von Unternehmen tatsächlich gerecht werden.
Welche methodische Vorgehensweise wurde gewählt?
Es erfolgt eine fundierte theoretische Aufarbeitung des Themenbereichs, ergänzt durch eine praktische Analyse und Quantifizierung der Potenziale und Grenzen von SCM-Software am Beispiel der SAP SCM Plattform.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Erläuterung der SCM-Grundlagen, die technische und funktionale Betrachtung von IT-gestützten SCM-Systemen sowie eine detaillierte Ausarbeitung der spezifischen Software-Komponenten von SAP.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?
Wichtige Begriffe sind SCM, Informationssysteme, SAP SCM, Wertschöpfungskette, Prozessoptimierung, Datenintegration, Effizienz und die strategische Planung im SCM.
Wie unterscheidet sich SAP SCM von klassischen ERP-Systemen laut der Autorin?
Während klassische ERP-Systeme primär auf die Optimierung der internen Unternehmensplanung ausgerichtet sind, spezialisieren sich SCM-Systeme wie SAP auf die überbetriebliche Planung und Koordination innerhalb der gesamten Supply Chain.
Warum wird die automatisierte Steuerung durch SCM-Software in der Arbeit kritisch gesehen?
Die Software dient laut der Analyse primär der Bereitstellung einer Informationsgrundlage. Aufgrund der Unberechenbarkeit des Produktionsfaktors „Mensch“ kann die Software die Steuerung nicht vollständig übernehmen, sondern lediglich Vorschläge unterbreiten.
- Arbeit zitieren
- Angelika Valerie Lapidus (Autor:in), 2019, Integrierte Informationsverarbeitung. Funktionalität und Anwendung von Supply Chain Management Systemen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1243338