Immer wieder wird Laien, Schülern und Studenten das Lesen von sozialwissenschaftlicher- und philosophischer Literatur durch komplizierte Formulierungen und den Einsatz schwieriger Fachbegriffe erschwert.
Die Frage die sich dabei auftut ist die, ob dies tatsächlich immer an der Komplexität der zu vermitteln versuchten Inhalte liegt oder eher an einem wissenschaftlichen Imponiergehabe, das völlig unnötig das Jargon bestimmt?
Dieser und weiterer Fragen soll in dieser Arbeit nachgegangen werden.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Über unnötig komplizierte Formulierungen
- Was einem in der Literatur so begegnen kann
- Lerntheoretische Konsequenzen
- Fachbegriffe als sinnvolles Übel
- Abgrenzungs- und Traditionsverhalten
- Wie können wir die unnötig komplizierten Formulierungen und den unnötigen Gebrauch von Fremdwörtern deuten?
- Lassen sich persönliche Einflüsse aus wissenschaftlichen Arbeiten heraus halten?
- Zusammenfassung und Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit untersucht den Sprachgebrauch in wissenschaftlichen Texten der Sozialwissenschaften und Philosophie. Ziel ist es, die Gründe für oft unnötig komplizierte Formulierungen zu beleuchten und zwischen gerechtfertigter Komplexität und künstlich erzeugtem Schwierigkeitsgrad zu unterscheiden. Die Arbeit hinterfragt die Annahme, dass komplizierter Sprachgebrauch ein Zeichen wissenschaftlicher Qualität sei.
- Analyse unnötig komplizierter Formulierungen in wissenschaftlichen Texten
- Lerntheoretische Auswirkungen von komplexem Sprachstil
- Die Rolle von Fachbegriffen in wissenschaftlichen Texten
- Hintergründe und Motive für komplexen Sprachgebrauch
- Abgrenzung von berechtigtem und unnötigem Komplexitätsgrad
Zusammenfassung der Kapitel
Kapitel 1 (Einleitung): Die Einleitung stellt die These auf, dass viele wissenschaftliche Texte nicht aufgrund ihrer Komplexität, sondern aufgrund unnötig komplizierter Formulierungen schwer verständlich sind. Es wird die Problematik des Lesens wissenschaftlicher Literatur angesprochen und der Fokus auf die Sozialwissenschaften und Philosophie gelegt.
Kapitel 2 (Über unnötig komplizierte Formulierungen): Dieses Kapitel analysiert anhand von Beispielen aus der Literatur, wie unnötig komplizierte Formulierungen die Lesbarkeit und das Verständnis beeinträchtigen. Es werden lerntheoretische Konsequenzen dieser Schreibweise diskutiert. Ein Beispiel von Judith Butler wird zitiert und analysiert.
Kapitel 3 (Abgrenzungs- und Traditionsverhalten): In diesem Kapitel werden mögliche Erklärungen für die in Kapitel 2 festgestellten Phänomene gesucht. Es wird hinterfragt, ob persönliche Einflüsse aus wissenschaftlichen Arbeiten herausgehalten werden können und die Grenzen der Analyse aufgrund des begrenzten Umfangs der Arbeit erläutert.
Schlüsselwörter
Wissenschaftlicher Sprachgebrauch, Komplexität, Lesbarkeit, Fachliteratur, Sozialwissenschaften, Philosophie, Lerntheorie, Fachbegriffe, Judith Butler, Textanalyse.
Häufig gestellte Fragen
Warum ist wissenschaftliche Literatur oft so schwer verständlich?
Die Arbeit untersucht, ob dies an der tatsächlichen Komplexität der Inhalte liegt oder an einem „wissenschaftlichen Imponiergehabe“ durch unnötig schwierige Fachbegriffe.
Was sind die lerntheoretischen Konsequenzen komplizierter Sprache?
Unnötig komplexe Formulierungen erschweren Schülern und Studenten den Zugang zu Wissen und können den Lernprozess massiv behindern.
Sind Fachbegriffe immer ein „sinnvolles Übel“?
Fachbegriffe sind dort sinnvoll, wo sie Sachverhalte präzise abgrenzen, werden aber kritisiert, wenn sie nur zur Selbstdarstellung oder Abgrenzung dienen.
Werden konkrete Autorenbeispiele analysiert?
Ja, die Arbeit zitiert und analysiert unter anderem Texte der Philosophin Judith Butler als Beispiel für komplexe wissenschaftliche Ausdrucksweise.
Kann man persönliche Einflüsse aus wissenschaftlichen Texten heraushalten?
Das Kapitel zum Abgrenzungsverhalten hinterfragt, inwieweit der Schreibstil eines Autors auch dessen Streben nach akademischem Status widerspiegelt.
- Arbeit zitieren
- André Kramer (Autor:in), 2008, Über Sinn und Unsinn wissenschaftlichen Sprachgebrauchs, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/124384