Um am Markt Bestand zu haben sind Unternehmen mehr und mehr dazu angehalten die Globalisierung des Unternehmens anzustreben. Der Fokus dieser Arbeit liegt auf der Internationalisierung der Organisation Parlando GmbH. Der Online-Händler beabsichtigt seine hochwertige Mode, die aktuell nur auf dem deutschen Markt etabliert ist, ebenfalls in anderen europäischen Ländern sowie in Nordamerika zu veräußern. Im Rahmen dieser Einsendeaufgabe wird ein Vorschlag zur geplanten Internationalisierung für die Geschäftsleitung entwickelt.
Die Aufgabe A1 umfasst hierbei die kritische Diskussion einer bestmöglichen Markteintrittsoptionen für die Ländern USA, Kanada sowie die europäischen Länder Schweiz, Österreich, Frankreich, Italien und Großbritannien. Dagegen beschäftigt sich Aufgabe A2 mit den Herausforderungen der interkulturellen Ausrichtung, die sich im Zuge der Internationalisierung für das Management ergeben. Hierbei liegt der Schwerpunkt auf den Ausgestaltungsmöglichkeiten sowie einer Empfehlung für das Management.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau der Einsendeaufgabe
2. Theoretische und empirische Grundlagen
2.1 Internationalisierung
2.2 Markteintrittsoptionen zur Internationalisierung
2.3 Herausforderungen der interkulturellen Ausrichtung
3. Empfehlungen an das Management
3.1 Vorstellung der Parlando GmbH
3.2. Empfehlung zur Markteintrittsoption (A1)
3.3 Herausforderungen der Internationalisierung (A2)
4. Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit hat zum Ziel, für die Parlando GmbH eine fundierte Empfehlung für eine effektive Internationalisierungsstrategie zu erarbeiten. Dabei werden sowohl geeignete Markteintrittsoptionen für Nordamerika und Europa diskutiert als auch die interkulturellen Herausforderungen beleuchtet, um eine erfolgreiche Expansion des Online-Handels unter Berücksichtigung der Unternehmenswerte sicherzustellen.
- Analyse und Vergleich verschiedener Markteintrittsformen wie Export, Lizenzierung und Direktinvestition.
- Erarbeitung eines schrittweisen Internationalisierungskonzepts unter Nutzung von Wasserfall- und Sprinklerstrategien.
- Evaluation des EPRG-Modells zur interkulturellen Steuerung der Auslandsaktivitäten.
- Strategische Empfehlungen zur Beibehaltung der "Made in Germany"-Qualitätsführerschaft bei gleichzeitiger Expansion.
Auszug aus dem Buch
2.2 Markteintrittsoptionen zur Internationalisierung
Zunächst gilt es darzulegen welche Optionen der Markteintrittsstrategie bestehen. Zu nennen sind Exportstrategien, Direktinvestitionen und Vertragsbeziehungen. Eine Differenzierung besteht hierbei in Bezug auf die Leistungserstellung, diese kann im Inland sowie im Ausland erfolgen. Dabei umfassen Exporte die Leistungserstellung im Inland (Macharzina & Wolf, 2010, S. 965). Unter der Exportstrategie wird verstanden, dass ein Produkt, im vorliegenden Fall Modeartikel, in einem Land gefertigt werden, um diese in weiteren anderen Ländern zu vermarkten. Unterscheiden lassen sich hierbei, der direkte Export (unmittelbare Geschäftsbeziehung) sowie der indirekte Export (inkl. Handelsvermittler) (Sternad et al., 2020, S. 61). Je nach Exportland kann es zu zusätzlichen Zöllen oder Handelsbeschränkungen kommen, dies sollte vor der Entscheidung zum Export in das jeweilige Land geklärt werden (Büter, 2020, S. 137). Somit können unschöne Überraschungen, welche langfristig Einfluss auf den Gewinn des Unternehmens haben, vermieden werden. Positiv zu erwähnen ist, dass der Export als Markteintrittsstrategie hohe Beliebtheit trägt, da hierzu wenig Knowhow über den Auslandsmarkt vorhanden sein muss. Ebenfalls sind die Umweltrisiken sowie Auslandsmarktrisiken gering (Macharzina & Wolf, 2010, S. 966).
Demgegenüber steht die Leistungserstellung im Ausland, welche zum einen Internationale Vertragsformen wie bspw. Franchising und Auftragsfertigung sowie zum anderen die Direktinvestition beinhaltet (Macharzina & Wolf, 2010, S. 965). Unter internationalen Vertragsformen zählen langfristige Verbindungen zwischen internationalen Unternehmen und ausländischen Partnern, dabei werden Kenntnisse und keine materiellen Exportgüter verstanden (Macharzina & Wolf, 2010, S. 967). Es bestehen diverse Vertragsbeziehungen die als Markteintrittsstrategie gewählt werden können. Hierzu zählen Lizenzierung, Franchising und Vertragsfertigung. Dabei wird unter Lizenzierung verstanden, dass Lizenzen (Rechte) an Unternehmen vergeben werden, welche im Ausland Lizenzgüter erstellen oder vertreiben. An den Lizenzhalter werden hierfür Lizenzgebühren fällig (Kutschker, 2012, S. 255). Lizenzvereinbarungen räumen dem Lizenznehmer das Recht ein, gewerbliche Schutzrechte des Lizenzgebers (Patente) zu nutzen, um Produkte herzustellen und zu vertreiben.“ (Macharzina & Wolf, 2010, S. 967). Ähnlich verhält es sich im Franchising, hierbei fallen Franchisegebühren an, die der ausländische Franchisenehmer leistet (Kutschker, 2012, S. 255). Wobei im Franchising zusätzlich Rechte gelten. Hierzu zählt das Tragen des Firmennamens und Handelsmarken, das Verwenden der Technologien sowie Support bei Logistik, Organisation und Marketing.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problemstellung ein und definiert das Ziel der Arbeit, eine Internationalisierungsstrategie für die Parlando GmbH zu entwickeln.
2. Theoretische und empirische Grundlagen: Hier werden wissenschaftliche Grundlagen zur Internationalisierung, zu Markteintrittsstrategien sowie zum Einfluss interkultureller Ausrichtungen dargestellt.
3. Empfehlungen an das Management: Dieses Kapitel wendet die theoretischen Erkenntnisse auf die spezifische Situation der Parlando GmbH an und formuliert konkrete Handlungsempfehlungen für den Markteintritt und die interkulturelle Ausrichtung.
4. Fazit und Ausblick: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Empfehlung und einem Ausblick auf die strategische Steuerung der Internationalisierung im Rahmen eines Change-Management-Prozesses.
Schlüsselwörter
Internationalisierung, Markteintrittsstrategie, Export, Parlando GmbH, Managementlehre, interkulturelle Ausrichtung, EPRG-Modell, Polyzentrismus, Ethnozentrismus, Regiozentrismus, Geozentrismus, Wettbewerbsvorteil, Modebranche, Außenhandel, Unternehmenskultur
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Hauptziel dieser Arbeit?
Das Hauptziel besteht darin, für die Parlando GmbH eine fundierte Empfehlung auszusprechen, wie der Markteintritt in andere europäische Länder sowie nach Nordamerika erfolgreich gestaltet werden kann.
Welche zentralen Themenfelder behandelt die Arbeit?
Die Arbeit konzentriert sich auf die Wahl der optimalen Markteintrittsform und die damit verbundenen Herausforderungen hinsichtlich der interkulturellen Ausrichtung und Unternehmensführung.
Wie lautet die Forschungsfrage?
Die Arbeit adressiert, welche Markteintrittsoptionen für hochwertige Mode von "Made in Germany" am effektivsten sind und wie das Management die interkulturelle Orientierung zur Absicherung des Erfolgs steuern sollte.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wird eine deskriptive und analytische Aufarbeitung bestehender Managementtheorien (wie die Internationalisierungsmodelle und das EPRG-Modell) genutzt, um diese kritisch auf das Fallbeispiel der Parlando GmbH anzuwenden.
Was deckt der Hauptteil der Arbeit inhaltlich ab?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit Markteinstiegsstrategien sowie in die direkte Anwendung auf die Parlando GmbH, um Empfehlungen für den Export und die interkulturelle Ausrichtung abzuleiten.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Schlüsselbegriffe sind Internationalisierung, Markteintrittsstrategie, Export sowie die verschiedenen Orientierungsmodelle (EPRG) im interkulturellen Management.
Warum wird der direkte Export als am besten für die Parlando GmbH geeignet erachtet?
Aufgrund des geringeren Risikos und Ressourcenbedarfs erscheint der Export als Initialschritt ideal, um das "Made in Germany"-Qualitätsversprechen zu wahren, ohne die Kontrolle über die Wertschöpfungskette durch externe Partner zu verlieren.
Warum wird von einer sofortigen geozentrischen Orientierung abgeraten?
Da der Geozentrismus sehr komplex ist und eine universelle Unternehmenskultur erfordert, empfiehlt die Autorin für ein mittelständisches Unternehmen im Modesektor den schrittweisen Übergang von einer ethnozentrischen hin zu einer regiozentrischen Orientierung.
- Arbeit zitieren
- Theresa Moog (Autor:in), 2022, Internationalisierung der Parlando GmbH. Markteintrittsoptionen und Herausforderungen der interkulturellen Ausrichtung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1243926