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Die Gruppe 47. Günter Eich und die Generation der Kriegsteilnehmer

Title: Die Gruppe 47. Günter Eich und die Generation der Kriegsteilnehmer

Term Paper (Advanced seminar) , 2018 , 22 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Anonym (Author)

German Studies - Modern German Literature
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In dieser Hausarbeit soll es um die Gruppe 47 gehen. In dem ersten Kapitel wird die Geschichte der Gruppe 47 von ihren Anfängen bis zu ihrer Auflösung skizziert. In dem folgenden Kapitel wird die Generation der Kriegsgefangenen in der Gruppe 47 beschrieben. Dies wird am Beispiel von Günter Eich veranschaulicht. Zunächst wird seine Biografie dargelegt. Hierbei werden vor allem die Jahre, welche er in amerikanischer Kriegsgefangenschaft und in der Gruppe 47 verbrachte, behandelt. Anschließend wird das Gedicht "Inventur", welches er in Gefangenschaft schrieb, in Bezug auf die Kahlschlagliteratur analysiert. Damit soll die Sprache hervorgehoben werden, welche die Gruppe 47 in den ersten Jahren vertreten hat.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Die Geschichte der Gruppe 47

1.1 Der Ursprung: Hans Werner Richter und Der Ruf

1.2 Das erste Treffen und der Ablauf der Sitzungen

1.3 Die 50er Jahre: Der Aufstieg der Gruppe 47 in der Öffentlichkeit

1.4 Das Ende der Gruppe 47

2. Günter Eich – Die Generation der Kriegsgefangenen der Gruppe 47 und ihre Literatur

2.1 Günter Eich – Leben und Werke

2.2 Das Gedicht „Inventur“

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung und den literarischen Einfluss der Schriftstellervereinigung „Gruppe 47“, beginnend bei ihren Ursprüngen in der Nachkriegszeit bis hin zu ihrer Auflösung, und zeigt deren Bedeutung am Beispiel des Autors Günter Eich auf.

  • Die Entstehungsgeschichte der Gruppe 47 ausgehend von der Zeitschrift „Der Ruf“
  • Die soziopolitische Rolle der schreibenden Kriegsgefangenen nach 1945
  • Die Entwicklung der „Kahlschlagliteratur“ als literarischer Ausdruck eines Neuanfangs
  • Günter Eichs Biografie und sein Einfluss auf die Gruppe 47
  • Analytische Betrachtung des Gedichts „Inventur“ als programmatischer Schlüsseltext

Auszug aus dem Buch

2.2 Das Gedicht „Inventur“

„Oft gilt das für Eich eher untypische Gedicht ‚Inventur‘ als frühe Programmschrift der Gruppe 47, als Schlüsseltext.“73 Denn es „datiert [...] den Beginn der deutschen Nachkriegsliteratur. Es gilt als Beleg für die ‚Stunde Null‘, als Manifest einer Literatur des ‚Kahlschlags‘.“74

In dem Gedicht „Inventur“ werden die Besitztümer eines Kriegsgefangenen aufgezählt. Es ist nicht mit Metaphern ausgeschmückt oder ästhetisch. Es besitzt weder ein Reimschema noch ein Metrum. Dennoch hat es einen Rhythmus. Dieser wird zum einen dadurch gegeben, dass das Gedicht einen Rahmen hat. Die erste und die letzte (siebte) Strophe beinhalten eine reine Aufzählung, ohne Verben. Hier handelt es sich zusätzlich um Anaphern in den ersten beiden Versen der ersten Strophe und in der gesamten siebten Strophe. „Dies ist mein/e“ wird am Anfang der Verse wiederholt.75 Des Weiteren sorgen Parallelismen, verborgene Alliterationen („Mütze“ – „Mantel“; „Beutel“ – „Becher“) und die ähnlichen Verslängen für einen Gleichklang.76

In dem Gedicht werden ausschließlich materielle Dinge genannt. Es handelt sich um überlebenswichtige Habseligkeiten, welche als Kleidung, zum Essen, Trinken und Schlafen dienen. In dem gesamten Werk wird nur ein Gegenstand aufgeführt, welcher ein Gefühl ausdrückt: „Die Bleistiftmine/ lieb ich am meisten:/ Tags schreibt sie mir Verse,/ die nachts ich erdacht.“77 Dementsprechend macht die personifizierte Bleistiftmine es möglich, die Situation zu beschreiben, festzuhalten und sich ihrer bewusst zu machen. Hier wird deutlich, dass die Gegenstände für Günter Eich und damit die Situation erst durch das Schreiben Wirklichkeit erlangen.78 „[…] Den Namen geritzt./ Geritzt hier mit diesem/ kostbaren Nagel,/ den vor begehrlichen/ Augen ich berge.“79 Der Nagel wird in fünf Versen behandelt, das zeigt, dass er dem Kriegsgefangenen wichtig ist. Mit dem Nagel wird ein Name in die Habseligkeiten geritzt. Da es nicht heißt „meinen Namen geritzt“ wird das lyrische Ich entindividualisiert, dennoch macht der Kriegsgefangene deutlich, dass er noch da ist.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Situation der deutschen Literatur nach 1945 und stellt die Rolle der „jungen Generation“ sowie die Gründungsintention von Hans Werner Richter dar.

1. Die Geschichte der Gruppe 47: Dieses Kapitel skizziert den Werdegang der Vereinigung, vom Umfeld der Zeitschrift „Der Ruf“ über die Bedeutung der Treffen bis hin zum Wandel durch den wachsenden Öffentlichkeitsgrad und die schließlich unumgängliche Auflösung.

2. Günter Eich – Die Generation der Kriegsgefangenen der Gruppe 47 und ihre Literatur: Hier wird am Beispiel des Autors Günter Eich die spezielle Erfahrung der Kriegsgefangenschaft als literarischer Nährboden sowie die Bedeutung seines Gedichts „Inventur“ für die Gattung der Kahlschlagliteratur analysiert.

Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Gruppe 47 für unterschiedliche Generationen verschiedene Funktionen erfüllte, von der therapeutischen Verarbeitung des Erlebten bis hin zur Präsentationsplattform für neue Talente.

Schlüsselwörter

Gruppe 47, Hans Werner Richter, Günter Eich, Kahlschlagliteratur, Nachkriegsliteratur, Stunde Null, Kriegsgefangenschaft, Trümmerliteratur, Inventur, Autorenvereinigung, Literaturgeschichte, Literarische Öffentlichkeit, Bewältigung der Vergangenheit, Schriftsteller, Moderne Lyrik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit behandelt die Ursprünge, die Entwicklung, den literarischen Einfluss sowie das Ende der Schriftstellervereinigung „Gruppe 47“.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die historische Aufarbeitung der deutschen Nachkriegsliteratur, der Einfluss politischer und sozialer Erfahrungen auf Autoren sowie die Bedeutung literarischer Kritik für den Erfolg der Schriftsteller.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Entwicklung der Gruppe 47 von einer kleinen Gruppe ehemaliger Kriegsgefangener zu einer bedeutenden Instanz im Literaturbetrieb nachzuzeichnen und die Bedeutung von Günter Eichs Werk in diesem Kontext zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine historisch-literarische Analyse, bei der sowohl biographische Bezüge der Autoren als auch literaturgeschichtliche Texte wie das Gedicht „Inventur“ ausgewertet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Gruppengeschichte (inklusive ihrer Auflösung) und eine spezifische Fallstudie zu Günter Eich, wobei auch die Bedeutung des Preises der Gruppe 47 thematisiert wird.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie „Gruppe 47“, „Kahlschlagliteratur“, „Nachkriegsliteratur“ und „Günter Eich“ definiert.

Inwiefern hat die „Stunde Null“ die Literatur der Gruppe 47 beeinflusst?

Die „Stunde Null“ steht für einen radikalen Neuanfang, der sich in der von der Gruppe 47 geförderten Kahlschlagliteratur durch einen schmucklosen, an der Realität orientierten Sprachstil widerspiegelte.

Warum war der Nagel im Gedicht „Inventur“ ein so zentrales Motiv?

Der Nagel dient als Werkzeug der Identitätsbehauptung, um den Namen in die kargen Habseligkeiten zu ritzen, und symbolisiert gleichzeitig die Einsamkeit und die ständige Bedrohung des Kriegsgefangenen.

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Details

Title
Die Gruppe 47. Günter Eich und die Generation der Kriegsteilnehmer
College
RWTH Aachen University
Grade
2,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2018
Pages
22
Catalog Number
V1243936
ISBN (PDF)
9783346672148
ISBN (Book)
9783346672155
Language
German
Tags
Günter Eich Gruppe 47 Inventur
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2018, Die Gruppe 47. Günter Eich und die Generation der Kriegsteilnehmer, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1243936
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