Täglich werden digitale Medien genutzt und viel zu selten werden sie hinterfragt. Die Technologie hat viele Bereiche unseres Lebens verändert. Die moderne Gesellschaft nimmt alle Auswirkungen in Kauf und übersieht häufig, dass die nachfolgenden Generationen bereits im Kindes- und Jugendalter mit den weitreichenden Auswirkungen zu leben haben. Diese Masterarbeit setzt sich mit dem Thema „Digitale Medien und soziale Anerkennung“ auseinander. Dabei wird der Frage nachgegangen, welchen Einfluss die Nutzung digitaler Medien auf das Selbstbild junger Erwachsener, auf das Thema Cybermobbing und den zwischenmenschlichen Umgang in der Gesellschaft hat.
Das Ziel der Forschung ist es, eine umfangreiche Analyse der Auswirkungen des Medienkonsums von Fiktion und Realität vor dem Hintergrund sozialer Anerkennung durch zu führen. Im theoretischen Teil der Arbeit soll allgemein auf digitale Medien, das Nutzungsverhalten von Jugendlichen sowie auf die Bedeutung von Identität und Selbstbild im Netz eingegangen werden. Im nächsten Schritt sollen die Auswirkungen auf die Bereiche Cybermobbing sowie die zwischenmenschliche Kommunikation und soziale Beziehungen untersucht werden.
Nach Abhandlung der Einflüsse und Auswirkungen auf die Jugendlichen unserer Gesellschaft folgt der praktische Teil der Arbeit, in dem zunächst die Anthologie Serie „Black Mirror“ und die Inhalte der Folge „Nosedive“ vorgestellt werden sollen. Anhand ausgewählter Merkmale soll die fiktionale Welt mit unserer modernen Gesellschaft analysiert und verglichen werden. Abschließend soll auf die Sozialkredit-Systeme in China eingegangen und ein Bezug zur Folge hergestellt werden. In der Analyse sollen die Ergebnisse der vorangegangenen Kapitel mit einbezogen werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Zielsetzung der Forschung
1.2 Konzept der Arbeit
2. Digitale Medien
2.1 Definition und Begriffsabgrenzung
2.1.1 Medien
2.1.2 Digitale Medien
2.1.3 Soziale Medien
2.2 Mediennutzungsverhalten
2.2.1 Allgemeiner Überblick
2.2.2 Digitale Bewegtbildinhalte
2.2.3 Digitale Audioinhalte
2.2.4 Digitale Texte und Suchmaschinen
2.2.5 Internet und Smartphones
3. Einflüsse digitaler Medien
3.1 Begriffserläuterung
3.1.1 Identität und Selbstbild
3.1.2 Selbstdarstellung
3.2 Einfluss auf Identität, Selbstbild und Selbstdarstellung
3.2.1 Positive Einflüsse
3.2.2 Negative Einflüsse und Risiken
3.3 Allgemeine Auswirkungen
3.3.1 Positive Aspekte und Chancen
3.3.2 Negative Aspekte und Gefahren
4. Cybermobbing
4.1 Definition und Begriffseinordnung
4.1.1 Ursprung und Begriffserläuterung „Mobbing“
4.1.2 Das Phänomen „Cybermobbing“
4.2 Unterschiede zwischen Cybermobbing und Mobbing
4.3 Ursachen und Motive
4.4 Auswirkungen und Folgen
5. Zwischenmenschliche Kommunikation und soziale Beziehungen
5.1 Einflüsse auf die zwischenmenschliche Kommunikation
5.2 Auswirkungen auf soziale Bindungen
6. Analyse und Vergleich von Fiktion und Realität
6.1 Black Mirror
6.2 Die Folge „Nosedive - Abgestürzt“
6.3 Vergleich von Fiktion und Realität - Ergeht es uns (bald) auch so?
6.3.1 Kritische Betrachtung von Gesellschaft und sozialen Medien
6.3.2 Soziale Bewertungssysteme
7. Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Masterarbeit untersucht den Einfluss digitaler Medien auf die Identitätsbildung, das Selbstbild junger Erwachsener sowie auf zwischenmenschliche Beziehungen und Cybermobbing. Ziel ist es, durch eine Analyse der Sci-Fi-Serie "Black Mirror" (Folge "Nosedive") sowie durch den Vergleich mit realen Sozialkredit-Systemen aufzuzeigen, inwieweit das Streben nach sozialer Anerkennung durch digitale Bewertungssysteme unsere Gesellschaft verändert.
- Identitätsbildung und Selbstdarstellung im digitalen Raum
- Positive und negative Auswirkungen exzessiven Medienkonsums
- Die Dynamik von Cybermobbing
- Der Einfluss digitaler Medien auf zwischenmenschliche Kommunikation und soziale Bindungen
- Dystopische vs. reale Bewertungssysteme
Auszug aus dem Buch
3.1.2.1 Impression Management in sozialen Medien
Der Aufwand der Selbstdarstellung in sozialen Medien liegt in der Inszenierung. Der Nutzen, den eine Person daraus zieht, beläuft sich auf eine gesteigerte Chance auf nützliche Interaktionen bzw. Transaktionen. Das Impression Management stellt somit die aktive Form der Selbstdarstellung zur Nutzenerzielung dar, welche langfristig über Erfolg oder Misserfolg der Person im Netz entscheidet. Wer sich nicht richtig darstellen kann, wird dieses Spiel auf längere Sicht verlieren. Selbstdarstellung in sozialen Medien ist auf vielfältige Weise möglich. Das vorrangige Ziel ist hierbei, überhaupt von der Gesellschaft wahrgenommen zu werden. Das zweite Ziel ist, nach erwünschtem Selbstbild eingeschätzt zu werden.74 Impression Management beginnt bereits bei der Erstellung eines eigenen Profils auf einer oder mehreren Plattformen. Die virtuelle Identität setzt sich dann durch den Beitritt bestimmter thematischer Gruppen, das Veröffentlichen von Bildern und Videos inklusive der Verlinkung von Freunden oder Marken, dem Folgen von Personen des öffentlichen Lebens sowie Unternehmen und der Publikation persönlicher Informationen
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema ein, erläutert die Relevanz der digitalen Medien für die nachkommende Generation und stellt die Forschungsfragen sowie das Konzept der Arbeit vor.
2. Digitale Medien: Dieses Kapitel definiert grundlegende Begriffe wie Medien, digitale und soziale Medien und beleuchtet das aktuelle Nutzungsverhalten Jugendlicher in Deutschland.
3. Einflüsse digitaler Medien: Hier wird untersucht, wie die Nutzung digitaler Medien die Identität, das Selbstbild und die Selbstdarstellung von Jugendlichen beeinflusst, wobei sowohl Chancen als auch Risiken thematisiert werden.
4. Cybermobbing: Dieses Kapitel definiert Cybermobbing, grenzt es vom herkömmlichen Mobbing ab und analysiert Ursachen, Motive sowie die schwerwiegenden Folgen für die Betroffenen.
5. Zwischenmenschliche Kommunikation und soziale Beziehungen: Hier wird der Wandel der sozialen Interaktion durch digitale Medien sowie deren Auswirkungen auf Bindungen, Liebesbeziehungen und das zwischenmenschliche Miteinander beleuchtet.
6. Analyse und Vergleich von Fiktion und Realität: Anhand der Serie "Black Mirror" wird die Dystopie digitaler Bewertungssysteme analysiert und mit der Realität, insbesondere den sozialen Sozialkredit-Systemen in China, verglichen.
7. Fazit und Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen, beantwortet die Forschungsfragen und gibt einen reflexiven Ausblick auf die zukünftige Entwicklung unserer Gesellschaft im Umgang mit Medien.
Schlüsselwörter
Digitale Medien, soziale Anerkennung, Identitätsbildung, Selbstbild, Selbstdarstellung, Cybermobbing, Sozialkredit-System, Black Mirror, Nosedive, Mediennutzungsverhalten, zwischenmenschliche Kommunikation, soziale Beziehungen, soziale Medien, Medieneinfluss, digitale Kommunikation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Masterarbeit?
Die Arbeit untersucht, wie digitale Medien und soziale Netzwerke die Identitätsbildung und das Selbstbild junger Erwachsener prägen sowie deren Auswirkungen auf zwischenmenschliche Beziehungen und Cybermobbing.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Themen sind Mediensucht, Online-Identität, Impression Management, die Mechanismen von Cybermobbing und die gesellschaftlichen Konsequenzen digitaler Bewertungssysteme.
Welches primäre Ziel bzw. welche Forschungsfrage verfolgt die Arbeit?
Die Arbeit untersucht, inwieweit wir in einer Welt leben, in der ein digitales Bewertungssystem über unsere Identität bestimmt, und ob dystopische Darstellungen wie in "Black Mirror" für uns zur Realität werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Die Masterarbeit nutzt eine umfassende Literaturanalyse sowie eine qualitative Analyse der TV-Serie "Black Mirror" im Vergleich zu realen gesellschaftlichen Strukturen, insbesondere Sozialkredit-Systemen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu digitalen Medien, die Auswirkungen auf die Identitätsentwicklung, eine tiefe Analyse von Cybermobbing sowie eine kritische Untersuchung des Mediennutzungsverhaltens in Bezug auf zwischenmenschliche Bindungen und fiktionale sowie reale Bewertungssysteme.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Kern der Arbeit beschreiben?
Wichtige Begriffe sind digitale Identität, soziale Anerkennung, Fiktion vs. Realität, Sozialkredit-Systeme und Medienkompetenz.
Inwiefern ist die Serie "Black Mirror" für die Untersuchung relevant?
Die Folge "Nosedive" dient als dystopisches Fallbeispiel, um die psychologischen und gesellschaftlichen Gefahren eines "Social Scores" und des ständigen Anerkennungswahns in sozialen Medien greifbar zu machen.
Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin bezüglich der Zukunft?
Die Autorin plädiert für eine kritische Reflexion und die Vermittlung von Medienkompetenz, da die drohende Gefahr einer totalen Bewertung der Persönlichkeit durch soziale Medien dystopische Ausmaße annehmen könnte, wenn sie nicht hinterfragt wird.
- Arbeit zitieren
- Franziska Faschingbauer (Autor:in), 2022, Digitale Medien und soziale Anerkennung. Welchen Einfluss haben digitale Medien auf das Selbstbild, Cybermobbing und die Kommunikation?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1243947