Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Didaktik - Geschichte

Kriegsfilme über den Zweiten Weltkrieg im Geschichtsunterricht

Chancen und Probleme

Titel: Kriegsfilme über den Zweiten Weltkrieg im Geschichtsunterricht

Hausarbeit , 2021 , 18 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Alexander Fritz (Autor:in)

Didaktik - Geschichte
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit soll bestimmt werden, inwieweit sich Kriegsfilme über den Zweiten Weltkrieg für den Einsatz im Geschichtsunterricht eignen. Dies soll exemplarisch an zwei unterschiedlichen (Anti-)Kriegsfilmen, „Der Soldat James Ryan“ (1998) und „Die Brücke“ (1959), erfolgen. Die beiden Filme zeichnen sich dabei durch eine hohe Bekanntheit und geschichtskulturelle Relevanz aus, gehen das Themenfeld „Zweiter Weltkrieg“ jedoch aus völlig unterschiedlichen Perspektiven an. Somit eignen sie sich, die beiden Pole des Kriegsfilms über den Zweiten Weltkrieg aufzuzeigen.

In der geschichtsdidaktischen Forschung besteht kein Mangel an Literatur über die Behandlung von Spielfilmen im Geschichtsunterricht. Dabei liegt der Fokus jedoch hauptsächlich in der Analyse von Historiendramen. Eine Beschäftigung mit den Chancen und Problemen der Verwendung von Kriegsfilmen im Geschichtsunterricht bietet deswegen die Möglichkeit, dieses beliebte, aber von der geschichtsdidaktischen Forschung wenig beachtete, Themenfeld näher zu erschließen.

Dazu wird zuerst ein Überblick über den Sinn und die Gefahren einer Verwendung von Spielfilmen im Geschichtsunterricht gegeben, um daraufhin auf die beiden hier behandelten Kriegsfilme näher einzugehen. Beide Filme werden kurz zusammengefasst und die Kernthemen aus geschichtsdidaktischer Perspektive analysiert. Zuletzt werden dann noch Vorschläge für mögliche Anwendungen im Unterricht, im Hinblick auf den Kompetenzerwerb und die Zielperspektiven, exemplarisch aufgezeigt sowie am Schluss ein Fazit gezogen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Spielfilme im Geschichtsunterricht

3. Der Soldat James Ryan (1998)

3.1 Zusammenfassung

3.2 Filmanalyse

3.3 Anwendungsmöglichkeiten

4. Die Brücke (1959)

4.1 Zusammenfassung

4.2 Filmanalyse

4.3 Anwendungsmöglichkeiten

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Eignung von Kriegsfilmen über den Zweiten Weltkrieg für den Geschichtsunterricht. Dabei wird analysiert, inwieweit Spielfilme sowohl Chancen als auch Probleme in der historisch-politischen Bildung darstellen und wie sie methodisch zur Förderung des Geschichtsbewusstseins eingesetzt werden können.

  • Didaktische Potenziale und Gefahren des Mediums Spielfilm im Geschichtsunterricht.
  • Analyse und Dekonstruktion filmischer Geschichtsnarrationen am Beispiel prominenter Kriegsfilme.
  • Die Rolle von Emotionen und filmischer Inszenierung bei der Vermittlung historischer Themen.
  • Entwicklung von Anwendungsszenarien für den kompetenzorientierten Unterricht.

Auszug aus dem Buch

3.2 Filmanalyse

Bei der näheren Analyse des Films ergibt sich jedoch m. E. ein anderes Bild. Die Einschätzung zeitgenössischer Filmkritiker als „realistisch“ folgte wohl aus der bis dahin ungewohnten schonungslosen und entindividualisierten Darstellung von Gewalt. Ebenfalls trägt die verwackelte Kameraführung auf Augenhöhe dazu bei, das Gefühl des ‚Mittendrinseins‘ zu verstärken: Besonders während der Landungsszene zu Beginn des Filmes rennt der Zuschauer durch die Augen der Kamera mit den Soldaten in den Tod. Die Kamera wird bei Explosionen durchgeschüttelt, mit Sand und Blut bespritzt und fällt sogar getroffen ins Wasser. Dadurch erfolgt eine intensive emotionale Identifizierung mit den US-amerikanischen Soldaten, ein distanzierter und kontrollierter Blick auf das Geschehen ist dabei unmöglich.

Die direkte und emotionale Verbindung des Zuschauers mit dem Massensterben dient zwar dem Aufzeigen des Kriegsgrauens, verfolgt damit jedoch nicht das zentrale Motiv des Antikriegsfilms, nämlich die Mahnung zum Pazifismus. Der Sinn der Mission und der Krieg an sich werden bei Der Soldat James Ryan keineswegs in Frage gestellt. Vielmehr illustriert das grausame Spektakel, welche großen Opfer die USA bereit waren einzugehen, um Europa in einer gerechten Mission zu retten. Deutlich wird dies durch die erste und letzte Kameraeinstellung des Films, die eine formatfüllende, im Winde wehende US-Flagge zeigt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der Relevanz von Kriegsfilmen und der Zielsetzung der Arbeit sowie des exemplarischen Vorgehens anhand zweier gegensätzlicher Filmbeispiele.

2. Spielfilme im Geschichtsunterricht: Erörterung der lernpsychologischen Vorteile und didaktischen Herausforderungen bei der Arbeit mit Spielfilmen, insbesondere in Bezug auf Geschichtsbewusstsein und Dekonstruktion.

3. Der Soldat James Ryan (1998): Zusammenfassung und filmdidaktische Analyse des Films im Kontext der US-amerikanischen Geschichtskultur und methodische Vorschläge für den Unterrichtseinsatz.

4. Die Brücke (1959): Inhaltsdarstellung und Untersuchung des deutschen Klassikers hinsichtlich seiner Bedeutung für die Vermittlung des Kriegsalltags und des totalen Kriegseinsatzes der Jugend.

5. Fazit: Synthese der Ergebnisse, wobei betont wird, dass der Einsatz von Kriegsfilmen eine kritische Begleitung durch die Lehrkraft erfordert, um emotionale Vereinnahmung zu verhindern.

Schlüsselwörter

Geschichtsunterricht, Kriegsfilm, Zweiter Weltkrieg, Filmanalyse, Dekonstruktion, Geschichtskultur, Filmdidaktik, Der Soldat James Ryan, Die Brücke, Historisches Lernen, audiovisuelle Medien, Geschichtsbilder, Nationalsozialismus, Medienkompetenz, Historische Narration

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das Potenzial und die Problematik von Kriegsfilmen über den Zweiten Weltkrieg als Lehrmittel im modernen Geschichtsunterricht.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Im Zentrum steht die kritische Auseinandersetzung mit filmischen Geschichtsdarstellungen, die Bedeutung von Geschichtskultur sowie die fachdidaktische Entwicklung von Methoden zur Filmanalyse.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Schüler durch Analyse von Kriegsfilmen ein reflektiertes Geschichtsbewusstsein entwickeln können, ohne dabei unkritisch von emotionalen Narrativen vereinnahmt zu werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Der Autor nutzt eine geschichtsdidaktische Filmanalyse, welche die Filme als historische Konstrukte dekonstruiert und deren Triftigkeit im Vergleich zu historischen Quellen bewertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich konkret dem US-amerikanischen Film „Der Soldat James Ryan“ und dem deutschen Anti-Kriegsfilm „Die Brücke“, inklusive ihrer inhaltlichen Analyse und praktischen Anwendungsideen für den Unterricht.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Geschichtskultur, Filmdidaktik, Dekonstruktion, historische Narration und Medienkompetenz treffend charakterisieren.

Warum wird „Der Soldat James Ryan“ als Beispiel herangezogen?

Der Film dient als Beispiel für eine US-amerikanische Perspektive, die trotz realistischer Gefechtsdarstellung den Krieg und die Rolle der USA legitimiert, was ein hohes Dekonstruktionspotenzial bietet.

Welchen didaktischen Mehrwert bietet der Film „Die Brücke“?

„Die Brücke“ eignet sich besonders, um das System des Nationalsozialismus in der Endphase des Krieges und den fanatischen Einsatz Jugendlicher an die Front kritisch zu thematisieren.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Kriegsfilme über den Zweiten Weltkrieg im Geschichtsunterricht
Untertitel
Chancen und Probleme
Hochschule
Eberhard-Karls-Universität Tübingen  (Institut für Geschichtsdidaktik und Public History)
Veranstaltung
Seminar: Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg als Themen des Geschichtsunterrichts
Note
1,3
Autor
Alexander Fritz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
18
Katalognummer
V1244595
ISBN (PDF)
9783346669551
ISBN (Buch)
9783346669568
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Geschichtsdidaktik Didaktik Filme Unterricht Krieg Zweiter Weltkrieg 2. Weltkrieg Kriegsfilme Geschichtsunterricht
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Alexander Fritz (Autor:in), 2021, Kriegsfilme über den Zweiten Weltkrieg im Geschichtsunterricht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1244595
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  18  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum