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Werden durch humoristische Rezeptionen Sprachbarrieren abgebaut oder reproduziert?

Eine Aufarbeitung am Beispiel von Pastior als "Vorreiter"und Tedros "Teddy" Teclebrhan

Titel: Werden durch humoristische Rezeptionen Sprachbarrieren abgebaut oder reproduziert?

Seminararbeit , 2017 , 12 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Frieda Giesche (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der folgenden Arbeit soll die Perspektive auf den Umgang mit Anderssprachigkeit gelenkt werden. Dabei soll auch deutlich werden, welche Rolle eine "Muttersprache" generell in der Verarbeitung spielt, und ab wann eine Sprache als "Muttersprache" gilt. Exemplarisch wird hierbei die Auffassung von Sprache und das "Exophonieren" des Schriftstellers Oskar Pastior verarbeitet.

Hierbei soll besonders die Arbeit Pastiors in der Gruppe "OULIPO" herangezogen werden. Pastior geht entschieden über die Grenzen und Regelungen der deutschen Sprache hinaus. Er erschafft eine Kunstsprache, welche besonders durch Leichtigkeit und Witz geprägt ist. Diese humoristische Verarbeitung und Ignoranz der Regeln wendet ebenfalls der Künstler Tedors Teclebrahn an. Um eine weitere Sicht auf diese Art von Kunstsprache und Verarbeitung von Sprachhürden hinzuziehen zu können, wird der Künstler Tedors Teclebrahn aka. Teddy im nächsten Schritt eine Rolle spielen. Dieser lernte bereits im frühen Kindesalter, dass es auch außerhalb der sprachlichen Regeln eine Art der Kommunikation geben muss, und daher die fest definierten Regeln der deutschen Sprache nicht immer von Wichtigkeit sind. Er stellte andere Arten der Verständigung fest und entschied sich besonders für die humoristische Verarbeitung dieser Sprachbarrieren. Pastior als auch Teclebrahn zeigen dadurch auch die Sinnlosigkeiten der Systematiken auf und
spielen immer wieder mit Verfremdungen des eigentlich vertrauten Systems.

Die "deutsche Sprache" soll zunächst als Ausgangslage für "Muttersprache" dienen. Dabei ist klar zu erwähnen, dass weder Pastior noch Teclebrahn "Deutsch" als erste Sprache erlernt haben. Somit war die "deutsche" Sprache und deren Regelwerk für die beiden Künstler in jungen Jahren ein fremdes System. Für die Verarbeitung der Ideen, war diese Ausgangssituation vermutlich nochmals eine spannende und inspirative. Besonders weil die Künstler dadurch einen anderen Blick auf diese Sprache hatten und besonders ihre Stärken und Schwächen herausarbeiten konnten, und auf humoristische Art und Weise weiterverarbeiten konnten. Wie aber wirkt diese Herangehensweise und der Umgang mit Sprache nach außen? Schaffen es die beiden Künstler dadurch eher einen Zugang und einen offenen Umgang mit Anderssprachigkeit zu generieren oder werden Sprachbarrieren gefördert? Unter diesen Aspekten soll am Ende ein Fazit gezogen werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung – Seminar: Anderssprachigkeit

2. Vorreiter: Oskar Pastior – Werdegang, Ideen, Inspirationen

2.1. Auffassung der Sprache & Verarbeitung

3. Tedros „Teddy“ Teclebrhan – Verarbeitung „seiner“ Anderssprachigkeit in Rollen

3.1 Verarbeitung in „Antoine“, und „Percy“

4. Vergleich der Anderssprachigkeit und stilistischen Mitteln in der Sprache

5. Zusammenfassung: Erweiterung unseres Sprachhorizonts und was wir davon lernen können

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie zwei unterschiedliche Künstler – der Schriftsteller Oskar Pastior und der Komiker Tedros „Teddy“ Teclebrhan – auf humoristische Weise mit dem Phänomen der „Anderssprachigkeit“ umgehen und ob ihre künstlerische Praxis dazu beitragen kann, gesellschaftliche Sprachbarrieren abzubauen oder diese durch humorvolle Reproduktion eher hervorhebt.

  • Künstlerische Strategien der Sprachverarbeitung bei Oskar Pastior
  • Die Rolle von Humor bei der Überwindung von Sprachbarrieren
  • Analyse der Bühnenfiguren von Tedros „Teddy“ Teclebrhan
  • Vergleichende Untersuchung zur Wirkung von "Anderssprachigkeit"
  • Der Einfluss der Muttersprache auf den individuellen Spracherwerb

Auszug aus dem Buch

Auffassung von Sprache und künstlerischem Schaffen

Generell ist festzuhalten, dass Oskar Pastiors Schaffen sich jeglichem konventionellem Sprachgebrauch entzieht und seine Arbeit größtenteils ein experimenteller Gebrauch von Sprache und Wörtern ist. Allgemein ist also eine immer andere und spezifische Lesart der Werke nötig und kann nie auf eine klassische Interpretation, welche nach einer Ursache – Wirkung sucht, zurückgreifen.

Die bereits angeschnittene biographische Verarbeitung, sowie der literaturgeschichtliche Kontext Rumäniens ist ebenfalls eine Lesart unter der, die Werke betrachtet und gelesen werden können. Pastior war zeitlebens mit unterschiedlichen kulturpolitischen Phasen konfrontiert und verarbeitete diese in seinem ganz eigenen, freien Sprachstil und Spiel mit der Sprache.

Zentraler Ausgangspunkt in allen Werken ist neben der Lesart immer auch die Semantik und Sprachmaterialität. Pastior bedient sich an dem Spiel mit Sprache häufig mit einer metasprachlichen Ebene. Die Semantik dahinter ist für Rezipienten eindeutig und häufig diskutiert.

Um diese theoretische Auffassung beispielhaft darzustellen und zu untersuchen, wird im Folgenden das Werk des Seminars noch einmal thematisiert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung – Seminar: Anderssprachigkeit: Diese Einleitung führt in die Thematik ein, wie Künstler durch kreative und humoristische Formen eine Berechtigung für „Anderssprachigkeit“ schaffen und Sprachbarrieren hinterfragen.

2. Vorreiter: Oskar Pastior – Werdegang, Ideen, Inspirationen: Dieses Kapitel skizziert den biografischen Hintergrund von Oskar Pastior und beleuchtet sein experimentelles Spiel mit der Sprache und die Einbindung in künstlerische Gruppen wie OULIPO.

2.1. Auffassung der Sprache & Verarbeitung: Hier wird dargelegt, dass Pastiors Arbeit jeglichem konventionellen Sprachgebrauch entzieht und als experimenteller, metasprachlicher Prozess verstanden werden muss.

3. Tedros „Teddy“ Teclebrhan – Verarbeitung „seiner „Anderssprachigkeit“ in Rollen: Das Kapitel analysiert den Werdegang von Tedros „Teddy“ Teclebrhan und dessen gezielten Einsatz von unterschiedlichen Sprachformen und Klischees auf der Bühne.

3.1 Verarbeitung in „Antoine“, und „Percy“: Hier wird untersucht, wie Teclebrhan durch auffällige sprachliche Besonderheiten und die Abwandlung der Semantik verschiedene Rollen und Figuren lebendig macht.

4. Vergleich der Anderssprachigkeit und stilistischen Mitteln in der Sprache: Dieser Abschnitt vergleicht die unterschiedlichen Ansätze der beiden Künstler und ihre Intentionen im Umgang mit Sprache.

5. Zusammenfassung: Erweiterung unseres Sprachhorizonts und was wir davon lernen können: Das Fazit fasst zusammen, wie beide Künstler durch ihren individuellen Umgang mit Sprache starre Muster aufbrechen und Anderssprachigkeit auf humorvolle Weise zugänglich machen.

Schlüsselwörter

Anderssprachigkeit, Oskar Pastior, Tedros Teclebrhan, Humor, Sprachbarrieren, Muttersprache, Sprachverarbeitung, Semantik, Künstlerische Freiheit, Sprachmaterialität, Integration, Exklusion, OULIPO, Lautpoesie, Sprachgebrauch

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie die Künstler Oskar Pastior und Tedros „Teddy“ Teclebrhan auf kreative, humoristische Weise mit dem Phänomen der Anderssprachigkeit umgehen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Mittelpunkt stehen die künstlerische Auseinandersetzung mit Sprachnormen, die Überwindung von Sprachbarrieren durch Witz sowie die biographischen Einflüsse auf den individuellen Sprachgebrauch.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es herauszufinden, ob durch humorvolle Rezeption Sprachbarrieren abgebaut oder im Gegenteil eher zementiert werden.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine literatur- und performanzwissenschaftliche Analyse, die biographische Kontexte mit der Auswertung von poetischen Werken und medialen Auftritten verbindet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Betrachtung von Oskar Pastiors experimenteller Sprachkunst und eine Analyse der komödiantischen Rollenfiguren von Teddy Teclebrhan.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die maßgeblichen Begriffe sind Anderssprachigkeit, Sprachbarrieren, Humor, Semantik und die kreative Transformation von Sprachmustern.

Inwiefern spielt die Herkunft der Künstler eine Rolle für ihre Sprachverarbeitung?

Bei beiden Künstlern wird deutlich, dass Deutsch nicht ihre erste erlernte Sprache war, was ihren Blick auf die „deutsche Sprache“ als ein zu gestaltendes, fremdes System maßgeblich prägte.

Welche unterschiedliche Rolle spielt die Sprachgestaltung bei Pastior im Vergleich zu Teclebrhan?

Während Pastior Sprachregeln für komplexe, teils abstrakte Kunstwerke förmlich neu erfindet, setzt Teclebrhan Sprache gezielt als komödiantisches Werkzeug ein, um gesellschaftliche Klischees zu parodieren.

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Details

Titel
Werden durch humoristische Rezeptionen Sprachbarrieren abgebaut oder reproduziert?
Untertitel
Eine Aufarbeitung am Beispiel von Pastior als "Vorreiter"und Tedros "Teddy" Teclebrhan
Hochschule
Technische Universität Dresden
Note
1,3
Autor
Frieda Giesche (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
12
Katalognummer
V1244623
ISBN (PDF)
9783346671103
ISBN (Buch)
9783346671110
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Pastior Tedros „Teddy“ Teclebrhan ANDERSSPRACHIGKEIT HUMOR
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Frieda Giesche (Autor:in), 2017, Werden durch humoristische Rezeptionen Sprachbarrieren abgebaut oder reproduziert?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1244623
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  12  Seiten
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