Achtung!Hierbei handelt es sich lediglich um eine Seminararbeit mit individueller Benotung!
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ZumTeil handelt es sich um Arbeiten aus dem frühen Semestern, die nicht perfekt sind, was die Benotung ausdrückt!
Inhaltsverzeichnis
1. Natürliche Bevölkerungsbewegung
1.1. Demographische Vorgänge
1.2. Geburtenrate (Fertilität)
1.3. Sterblichkeit (Mortalität)
1.3.1. Säuglingssterblichkeit
1.3.2. Lebenserwartung und Sterbetafeln
1.4. Einflussfaktoren auf die Fertilität und Mortalität
2. Bevölkerungswachstum
3. Modell des demographischen Überganges
3.1. Das variable Modell des demographischen Überganges
3.2. Anwendung des Modells
3.3. Zusammenfassung
4. Das Problem der Tragfähigkeit
4.1. Einleitung
4.2. Die Grundgedanken von Thomas Robert Malthus
4.3. Die allgemeine Definition des Begriffs der Tragfähigkeit
4.4. Wichtige agrarische Tragfähigkeitsuntersuchungen
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die grundlegenden Mechanismen der natürlichen Bevölkerungsbewegung, analysiert das Modell des demographischen Übergangs hinsichtlich seiner theoretischen und praktischen Anwendbarkeit und beleuchtet kritisch das Problem der Tragfähigkeit der Erde im Kontext historischer und aktueller bevölkerungsgeographischer Ansätze.
- Demographische Basisindikatoren (Fertilität und Mortalität)
- Modellhafte Beschreibung der Bevölkerungsentwicklung
- Kritische Analyse von Einflussfaktoren auf Geburten- und Sterberaten
- Theorieentwicklung zur Tragfähigkeit von Lebensräumen
- Historische und aktuelle Ansätze agrarischer Tragfähigkeitsuntersuchungen
Auszug aus dem Buch
4.4. Wichtige agrarische Tragfähigkeitsuntersuchungen
Ende des 19. Jh. kamen die ersten konkreten Schätzungen über die Höchstzahl der Menschen, die ernährt werden könnten von E. G. Ravenstein. Die von ihm errechnete Höchstzahl der Menschen, die durch intensiven Anbau der fruchtbaren Gebiete ernährt werden könnten, betrug 5995 Mio.. In Deutschland war der erste Weltkrieg, der Verlust von Kolonien und die damit verbundenen Bevölkerungs- und Ernährungsprobleme der Grund für die intensive Beschäftigung mit Tragfähigkeitsproblemen. Die grundlegendsten Arbeiten stammen dabei von Penck (1925) und Fischer (1925). Ziel war für beide die Feststellung der Ernährungskapazität und der damit verbundenen Tragfähigkeit der Erde. Penck war der erste, der die Bodennutzungsintensität von natürlichen Faktoren abhängig machte, die Untersuchung physiologischer Nahrungsmittelbedürfnisse und die Durchführung einer Bonitierung forderte.
Fischer kommt der Verdienst zu, den Begriff der Tragfähigkeit in die wissenschaftliche Literatur eingeführt zu haben. Er führte seine Berechnungen auf der Basis kleiner Flächeneinheiten durch, da die Bodenverhältnisse zuverlässiger beurteilt werden und die Nahrungsbedürfnisse und Ernährungsgewohnheiten besser ermittelt werden konnten (z.B. hoher Konsum von Fleisch oder pflanzliche Ernährung). Auf diese Art und Weise ermittelte er eine Gesamtzahl von 6,2 Mrd. Menschen, die im Vergleich zu anderen Berechnungen recht niedrig erscheint. Ein Grund hierfür könnte sein, dass Fischer die Möglichkeiten zur Erweiterung der Lebensgrundlagen nicht einbezogen hat und von gegenwärtigen technischen Mitteln ausgegangen ist.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Natürliche Bevölkerungsbewegung: Dieses Kapitel erläutert die Grundprozesse der Bevölkerungsänderung durch Geburten, Sterbefälle und Migration und definiert hierfür wesentliche statistische Indikatoren.
2. Bevölkerungswachstum: Hier wird die historische Entwicklung der Weltbevölkerung skizziert, wobei der technische Fortschritt und medizinische Verbesserungen als treibende Kräfte für die beschleunigte Zunahme seit dem 18. Jahrhundert identifiziert werden.
3. Modell des demographischen Überganges: Das Kapitel beschreibt den idealtypischen Transformationsprozess von hohen hin zu niedrigen Geburten- und Sterberaten und diskutiert dessen Anwendbarkeit sowie Grenzen.
4. Das Problem der Tragfähigkeit: Dieser Abschnitt analysiert das Spannungsfeld zwischen der wachsenden Erdbevölkerung und den begrenzten Ressourcen, wobei sowohl Malthus’ Theorien als auch moderne agrarische Tragfähigkeitsuntersuchungen kritisch beleuchtet werden.
Schlüsselwörter
Bevölkerungsgeographie, demographischer Übergang, Tragfähigkeit, Fertilität, Mortalität, Geburtenrate, Sterberate, Lebenserwartung, Ernährungskapazität, Bevölkerungswachstum, Bevölkerungsstatistik, Malthus, sozioökonomische Faktoren.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den geographischen Grundlagen der Bevölkerungsentwicklung, analysiert demographische Messgrößen sowie Modelle der Bevölkerungsdynamik und untersucht das Problem der globalen Tragfähigkeit.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentral sind die Dynamik der Bevölkerungsbewegung, die historische und theoretische Herleitung des demographischen Übergangs sowie die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Kapazitätsgrenze der Erde hinsichtlich der Nahrungsversorgung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, die Prozesse der Bevölkerungsentwicklung wissenschaftlich einzuordnen, die Anwendbarkeit von Modellen wie dem demographischen Übergang zu prüfen und verschiedene Ansätze zur Ermittlung der globalen Tragfähigkeit zu diskutieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine deskriptive und analytische Methode verwendet, die auf der Auswertung bestehender bevölkerungsgeographischer Modelle, Indikatoren und historischer Tragfähigkeitsuntersuchungen basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse demographischer Vorgänge, das Modell des demographischen Übergangs mit seiner Kritik sowie das Problem der agraren und allgemeinen Tragfähigkeit der Erde.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Bevölkerungsgeographie, demographischer Übergang, Tragfähigkeit, Fertilität und Mortalität charakterisiert.
Warum ist das Modell des demographischen Übergangs für Entwicklungsländer umstritten?
Das Modell wird kritisiert, da es primär auf historischen europäischen Erfahrungen basiert und die komplexen, oft durch endogene und exogene Faktoren gestörten Transformationsprozesse in Entwicklungsländern nicht immer adäquat abbildet.
Was unterscheidet die „maximale“ von der „optimalen“ Tragfähigkeit?
Während die maximale Tragfähigkeit die theoretisch höchste Anzahl an Menschen definiert, die ernährt werden können, bezieht sich die optimale Tragfähigkeit zusätzlich auf einen angestrebten Lebensstandard und spezifische Konsumgewohnheiten.
- Citar trabajo
- Andreas Reineck (Autor), 2002, Das Problem der Tragfähigkeit, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/12446