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Der Staatsstreich von Elisabeth I. (1741) und Katharina II. (1762) an ausgewählten Aspekten im Vergleich

Titel: Der Staatsstreich von Elisabeth I. (1741) und  Katharina II. (1762) an ausgewählten Aspekten im Vergleich

Hausarbeit , 2015 , 19 Seiten , Note: 1,5

Autor:in: Marie-Luise Mischke (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Karge Wälder, Zwiebeltürme auf den Dächern, riesige Flächen Land und eine bunte Masse von Menschen zeichnen das Zarenreich Russlands aus. Zar und Zarin regieren das immer mächtiger werdende Land. Der Anspruch auf den Thron wird von zwei speziellen Frauen stark umkämpft, die sich gegen ihre Konkurrenten, sei es männlich oder weiblich, behaupten. Dies sind zum einen die pompöse Elisabeth I, die 1742 für eine neue Ära sorgt und zum anderen die machthungrige Katharina II, die im Jahr 1762 ihren Ehemann Peter III vom Thron stößt. Auch wenn das Ziel der beiden Frauen das Gleiche war, waren sie trotzdem, sei es in politischen Interessen oder in ihrer Persönlichkeit, verschieden.
Nun stellt sich die Frage, ob sich Katharina die Große ein Beispiel an dem Staatsstreich Elisabeths I. genommen hat. Diese Frage, die den Schwerpunkt bildet, wird in der vorliegenden Hausarbeit kritisch untersucht.

Die folgenden Punkte sind wesentliche Bestandteile dieser Hausarbeit. Zunächst wird auf den Begriff "Staatsstreich" eingegangen, weil dieser Begriff im 18. Jahrhundert noch nicht existierte. Danach werden erst einmal die Gründe bzw. Motive Elisabeths I. herausgearbeitet, so dass diese im nächsten Schritt mit Katharinas II. Motiven verglichen werden können. Des Weiteren werden die Verbündeten des Staatsstreichs von Elisabeth I. und Katharina II. aufgezeigt, in dem die bedeutendsten Personen zum Staatsstreich analysiert werden. Außerdem werden in einem nächsten Punkt Parallelen des Staatsstreichs bezüglich beider Personen aufgezeigt, um zu unterstreichen, dass diese sich doch sehr ähneln. Zum Abschluss sollen die markanten Unterschiede zum Ausdruck kommen, um zu zeigen, dass die zwei Frauen zwei diametrale Charaktere waren.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Hauptteil

1. Der Staatsstreich von Elisabeth I. und Katharina II. im Vergleich

1.1 Gründe bzw. Motive Elisabeths I.

1.2 Gründe bzw. Motive Katharinas II.

1.3 Verbündete Elisabeths I.

1.4 Verbündete Katharinas II.

1.5 Parallelen

1.6 Markante Unterschiede

III. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht kritisch die Staatsstreiche der russischen Herrscherinnen Elisabeth I. (1741) und Katharina II. (1762), mit dem primären Ziel zu klären, ob Katharina die Große dabei als Vorbild Elisabeth I. heranzog. Dabei werden die persönlichen Motive, die Rolle der Verbündeten sowie die strukturellen Parallelen und Unterschiede zwischen beiden Ereignissen im Kontext russischer Palastrevolutionen analysiert.

  • Vergleichende Analyse der Motive und Beweggründe für den Thronsturz
  • Untersuchung der aktiven und passiven Netzwerke hinter den Staatsstreichen
  • Analyse des Begriffs der Palastrevolution im 18. Jahrhundert
  • Identifikation von Gemeinsamkeiten in der Inszenierung der Machtübernahme
  • Herausarbeitung der wesentlichen Unterschiede in Bezug auf Charakter und zeitliche Umstände

Auszug aus dem Buch

1.2 Gründe bzw. Motive Katharinas II.

Die Gründe Katharinas II. sind vielfältig, haben jedoch immer mit Peter III., ihrem Gemahl, zu tun. Einer der Hauptgründe, die Katharina zu einem „Coup d’état“38 bewegt haben, war hauptsächlich die Abneigung Peters im Volk aber auch die zunehmende Unterdrückung gegenüber ihr.

Schon die Fürstin Daschkowa schreibt in ihren Erinnerungen, dass „nicht viel Zuneigung für den neuen Kaiser“39 bestand. Auch wenn er eine mächtige Person darstellte, mochten ihn die wenigsten.40 So schreibt auch Katharina in ihren Memoiren: „Alle fürchteten den Nachfolger der Kaiserin; er besitze niemandes Liebe oder Achtung.“41 Es gab selbstverständlich mehrere Auslöser, die das Volk verstimmten. Dazu zählte beispielsweise die Einführung neuer Begrüßungsrituale, die die Fürstin Daschkowa in ihren Memoiren aufgreift.42 Das bedeutete, dass Peter III. die russische Art sich zu begrüßen abschaffte, diese dann durch die französische ersetzte.43 Peter III. soll sich daraus einen Spaß gemacht haben, zum Leidwesen anderer.44 Fürstin Daschkowa bezeichnet ihn daraufhin als Narr, der durch eine rosarote Brille guckte, wenn es um politische Angelegenheiten ging.45 Seine Liebe zum Preußentum konnte keiner übersehen, denn er setzte die holsteinischen Soldaten als oberste Offiziere ein.46

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der russischen Zarenherrschaft ein und definiert die zentrale Forschungsfrage, ob Katharina II. sich bei ihrer Machtübernahme an Elisabeth I. orientierte.

II. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert detailliert die Motive, Akteure und methodischen Vorgehensweisen der Staatsstreiche von 1741 und 1762 unter Berücksichtigung der aktuellen Quellenlage.

III. Schluss: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass trotz einiger struktureller Gemeinsamkeiten von einer eigenständigen, durch die Persönlichkeit der Zarin geprägten Handlung Katharinas II. auszugehen ist.

Schlüsselwörter

Staatsstreich, Elisabeth I., Katharina II., Peter III., Palastrevolution, Russland, Zarenreich, Autokratie, Fürstin Daschkowa, Thronwechsel, Machtübernahme, Garde, Usurpation, Adelsherrschaft, Aufklärung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt den Vergleich der beiden Staatsstreiche von Elisabeth I. im Jahr 1741 und Katharina II. im Jahr 1762 im russischen Zarenreich.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den Schwerpunkten zählen die Motive der Herrscherinnen, die Rolle ihrer Verbündeten, die Symbolik der Machtübernahme und die historische Einordnung als Palastrevolutionen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht kritisch, ob sich Katharina II. bei ihrem Staatsstreich bewusst an der Vorgehensweise von Elisabeth I. orientiert hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine auf Sekundärliteratur und verfügbaren Primärquellen (wie Memoiren) basierende historische Untersuchung, die komparativ vorgeht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Beweggründe, Netzwerke und die Durchführung der beiden Coups analysiert sowie Parallelen und Unterschiede direkt einander gegenübergestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Staatsstreich, Palastrevolution, Autokratie, Zarenreich sowie die Namen der beteiligten historischen Persönlichkeiten.

Warum war der Begriff "Staatsstreich" im 18. Jahrhundert problematisch?

Der Begriff war zu dieser Zeit noch nicht gebräuchlich; zeitgenössische Quellen sprachen eher von Revolutionen oder ordneten die Ereignisse als "Palastrevolutionen" ein.

Welche Rolle spielte die Garde bei den Staatsstreichen?

Die Garde fungierte als ein zentraler Machtfaktor und militärische Stütze, die für den Erfolg eines Staatsstreichs unentbehrlich war.

Warum wird Katharina II. teilweise als Usurpatorin bezeichnet?

Aufgrund ihrer deutschen Herkunft und der gewaltsamen Absetzung ihres Ehemannes, dem rechtmäßigen Zaren Peter III., findet dieser Begriff in der Literatur Verwendung.

Welche Bedeutung maß die Autorin der "Uniform" bei?

Die Uniform diente als machtvolles Symbol der Identifikation mit dem Militär und unterstrich den Anspruch der Frauen auf die Führung des russischen Reiches.

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Details

Titel
Der Staatsstreich von Elisabeth I. (1741) und Katharina II. (1762) an ausgewählten Aspekten im Vergleich
Hochschule
Justus-Liebig-Universität Gießen
Note
1,5
Autor
Marie-Luise Mischke (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
19
Katalognummer
V1244767
ISBN (PDF)
9783346670571
ISBN (Buch)
9783346670588
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Katharina die Große Katharina II. Staatsstreich
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marie-Luise Mischke (Autor:in), 2015, Der Staatsstreich von Elisabeth I. (1741) und Katharina II. (1762) an ausgewählten Aspekten im Vergleich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1244767
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Leseprobe aus  19  Seiten
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