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Guido von Lusignan. Durch günstige Umstände oder per ausgeklügelten Plan zum Souverän von Jerusalem?

Titel: Guido von Lusignan. Durch günstige Umstände oder per ausgeklügelten Plan zum Souverän von Jerusalem?

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2017 , 27 Seiten , Note: 1,9

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit behandelt die Frage, ob Guido von Lusignan durch günstige Umstände oder durch einen ausgeklügelten Plan zum Souverän von Jerusalem gekrönt wurde.

Die Arbeit gliedert sich schließlich in drei Hauptpunkte. Als Erstes wird Guido von Lusignan bis zu seiner Krönung 1186 charakterisiert, so dass man eine Vorstellung von diesem Individuum bekommt. Das findet anhand von Quellen als auch Sekundärquellen statt. Dabei wird auch von Quellen Gebrauch gemacht, die sich auf den dritten Kreuzzug beschränken, weil Guido in ihnen zahlreich Erwähnung findet. Aufgrund dessen wird nochmals zwischen seiner Persönlichkeit und seinen politischen Beziehungen differenziert, in Bezug auf Letzteres speziell die Urkunden zum Tragen kommen.

Zweitens wird sich die Arbeit dem Krönungszeremoniell, wie es in der Allgemeinheit abgelaufen ist, widmen. Die Intention besteht darin, zentrale Merkmale herauszuarbeiten. Als dritten Punkt wird die Königskrönung Guido von Lusignans im Mittelpunkt der Arbeit stehen, da Unterschiede zur normalen Krönung berücksichtigt werden sollen, die mit Hilfe der Augenzeugen bzw. Berichterstatter näher betrachtet werden. Weiterhin werden Gründe für einen günstigen Umstand oder einen ausgeklügelten Plan abgewogen, um zu einem Urteil zu kommen. Ziel ist es, schließlich zu zeigen, dass Guido von Lusignan ohne Sibylle und deren Sympathisanten kein König von Jerusalem geworden wäre.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Hauptteil

1. Charakterisierung Guidos

1.1 Persönlichkeit

1.2 Politik

2. Merkmale einer traditionellen Königskrönung in Jerusalem im 12. Jahrhundert

3. Konflikte um die Königserhebung von Guido von Lusignan

3.1 Mögliche Gründe für zufällige Gegebenheiten

3.2 Eventuelle Gründe für einen ausgeklügelten Plan

III. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Biografie und den Aufstieg von Guido von Lusignan im 12. und 13. Jahrhundert, um zu analysieren, ob seine Krönung zum König von Jerusalem das Ergebnis glücklicher Umstände oder einer zielgerichteten politischen Strategie war.

  • Analyse der Persönlichkeit und politischen Vernetzung Guidos von Lusignan.
  • Untersuchung der Krönungszeremonien in Jerusalem als wissenschaftliches Vergleichsobjekt.
  • Auswertung zeitgenössischer Quellen und moderner Sekundärliteratur.
  • Identifikation der Rolle von Sibylle und des Patriarchen bei der Durchsetzung des Anspruchs.
  • Bewertung der historischen Legitimität des Machtwechsels.

Auszug aus dem Buch

1. Charakterisierung Guidos

Nun werden erst einmal Fakten über Guido von Lusignan zusammengetragen, um dann auf seine Persönlichkeit und seine Beziehungen zu schließen. Dabei wird versucht, erst einmal die Quellen zu analysieren, um letztendlich die Sekundärliteratur wissenschaftlich zu untersuchen.

Schon anhand Guidos Namen lässt sich schnell erkennen, dass er aus dem Westen, also Frankreich, stammte.18 Die ‚Chronique d’Ernoul,‘ die von Ernoul, einem Augenzeugen, verfasst wurde,19 betont zusätzlich, dass Guido aus „Poitau“20 kam und ein Sohn des „Huon le Brun“21 war. Wilhelm von Tyrus bestätigt diese Aussage in seinem ‚Chronicon,‘ in dem er schreibt: „[…] Guidoni videlicet de Liziniaco, filio Hugonis Bruni, de episcopatu Pictavensi.“22 Nach seiner Heirat mit Sibylle durfte er sich sogar „conte de Jaffe“23 nennen. Außerdem zeigt er auf, dass Guido von einem hohen Stand kam.24 Dieser Aussage kann nicht hundertprozentig zugestimmt werden, da Guido ein Ritter war, der nicht aus einer königlichen Familie entstammte wie z.B. seine Frau Sibylle. Auch die ‚Historia Orientalis‘ von Jaques de Vitry, der bei zahlreichen Kreuzzügen im 13. Jahrhundert partizipierte,25 verbreitet diese Fakten, merkt jedoch zusätzlich an, dass Guido ein junger Franzose war, wenn er schreibt: „[…] rex predictam sororem suam tradidit cuidam adolescenti de Pictavensi comitatu, Guidoni scilicet de Lisiniaco.“26 Ob Jaques de Vitry ihn persönlich kennenlernte, ist fraglich, könnte aber in Betracht gezogen werden, da Vitry zwischen 1160 und 1170 geboren wurde.27 Zudem verweist das ‚Itinerarium peregrinorum‘, welches eine Quelle für den dritten Kreuzzug ist, auch auf Guidos Herkunft.28 Obwohl in der ‚Ottonis de Sancto Blasio Chronica‘ zusätzliche Anmerkungen, wie z.B. Nichtbürger von Jerusalem oder auch die Tatsache, dass er ein „[…] advenam videlicet elegantis forme spectateque […]“29 war, zu Guido zugeordnet wird, ist in dieser Chronik nicht bekannt, wo er ursprünglich herkam.30 Das kann daran liegen, dass Otto von St. Blasien kein Augenzeuge des Geschehens war und vermutlich andere Chroniken benutzt hat, um die Geschichte des Guido von Lusignan zu rekonstruieren.

Zusammenfassung der Kapitel

Charakterisierung Guidos: In diesem Kapitel werden herkunftsspezifische Daten, Guidos Persönlichkeit als Ritter sowie sein gesellschaftlicher Stand basierend auf verschiedenen Chroniken untersucht.

Persönlichkeit: Dieser Abschnitt analysiert das Verhalten, die Regierungsfähigkeit und die Machtgier Guidos anhand zeitgenössischer Quellen, wobei ein starkes Spannungsfeld zwischen positiven und negativen Darstellungen sichtbar wird.

Politik: Hier werden die politischen Netzwerke des Königs betrachtet, wobei insbesondere die Rollen von Sibylle, den Baronen und dem Patriarchen zur Absicherung seiner Herrschaft beleuchtet werden.

Merkmale einer traditionellen Königskrönung in Jerusalem im 12. Jahrhundert: Das Kapitel bietet eine theoretische Grundlage über den regulären Ablauf und die Symbolik königlicher Krönungsrituale im Königreich Jerusalem.

Konflikte um die Königserhebung von Guido von Lusignan: Hier wird der tatsächliche Verlauf der Krönung von Guido und Sibylle analysiert, wobei auf die Abweichungen vom traditionellen Zeremoniell und die Widerstände der Adelsgruppen eingegangen wird.

Mögliche Gründe für zufällige Gegebenheiten: Dieses Kapitel prüft, inwiefern äußere Umstände, wie der Tod Balduins V., den Aufstieg Guidos begünstigten.

Eventuelle Gründe für einen ausgeklügelten Plan: Hier diskutiert der Autor, ob das Vorgehen von Sibylle und den Unterstützern einem strategisch geplanten Staatsstreich gleichkam.

Schlüsselwörter

Guido von Lusignan, Königreich Jerusalem, Sibylle von Jerusalem, Krönungszeremoniell, Wilhelm von Tyrus, Balduin IV., Patriarch Eraclius, Kreuzzüge, politische Machtstrukturen, Mittelalterliche Geschichte, Herrschaftslegitimation, Adelskonflikte, Urkundenanalyse, Chroniken, Outsider-Status.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert den politischen und gesellschaftlichen Aufstieg Guido von Lusignans zum König von Jerusalem und bewertet, ob dieser Aufstieg zufälligen politischen Umständen oder einem gezielten strategischen Vorgehen der damaligen Eliten entsprang.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der biografischen Einordnung Guidos, der Rolle des Ritters im Kreuzfahrerstaat, der Analyse von Krönungstraditionen sowie den politischen Intrigen innerhalb des Jerusalemer Adels.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, ob die Krönung Guido von Lusignans durch günstige Umstände begünstigt wurde oder ob sie auf einem ausgeklügelten Plan beruhte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Quellenarbeit, die insbesondere zeitgenössische Chroniken wie das Chronicon von Wilhelm von Tyrus und die Chronica Slavorum mit moderner historischer Sekundärliteratur abgleicht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Charakterisierung Guidos als Person, die Analyse seiner politischen Beziehungen, die Darstellung traditioneller Krönungsriten und die Untersuchung der konkreten Krönungskonflikte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Herrschaftslegitimation, Adelskonflikte, Outsider-Status, Sibylle von Jerusalem und die politische Instrumentalisierung von Krönungsriten aus.

Warum wird Wilhelm von Tyrus in der Arbeit so kritisch beurteilt?

Der Autor weist darauf hin, dass Wilhelm von Tyrus eine deutliche Abneigung gegen Guido hegte, was bei der Interpretation seiner oft herabwürdigenden Schilderungen berücksichtigt werden muss.

Welchen Einfluss hatte Sibylle auf die Königserhebung?

Sibylle wird als eine zentrale Akteurin dargestellt, die durch geschicktes Taktieren und Bedingungensetzung ihrer Ehe sicherstellte, dass ihr Ehemann Guido an der Macht beteiligt wurde.

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Details

Titel
Guido von Lusignan. Durch günstige Umstände oder per ausgeklügelten Plan zum Souverän von Jerusalem?
Hochschule
Justus-Liebig-Universität Gießen
Note
1,9
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
27
Katalognummer
V1244770
ISBN (PDF)
9783346669391
ISBN (Buch)
9783346669407
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Guido von Lusignan Jerusalem Souverän
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2017, Guido von Lusignan. Durch günstige Umstände oder per ausgeklügelten Plan zum Souverän von Jerusalem?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1244770
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Leseprobe aus  27  Seiten
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