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Förderliche Raummerkmale für Prozesse der ästhetischen Bildung im Kontext raumtheoretischer Überlegungen

Titel: Förderliche Raummerkmale für Prozesse der ästhetischen Bildung im Kontext raumtheoretischer Überlegungen

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2022 , 16 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Alexej Eisner (Autor:in)

Pädagogik - Kunstpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Forschungen der Pädagogik kommen zu einem Konsens, dass neben den anderen Lernenden und der Lehrkraft der Raum selbst als dritte Instanz erheblichen Einfluss auf Lehr-Lernarrangements hat. In diesem Zuge soll mithilfe einiger raumtheoretischer Überlegungen die Thematik des Raumes mit grundlegenden Dimensionen der ästhetischen Bildung verknüpft und beleuchtet werden. Dabei ist letztere nicht als ein Ausgleich oder Gegensatz zum vorwiegend kognitiven Lernen zu verstehen, vielmehr reift die Einsicht, dass ästhetische Weisen des Erkundens, Verstehens und Erkennens wesentlicher Bestandteil von Lernen überhaupt sind.

Daher sollen im Rahmen dieser Hausarbeit, Merkmale eines Raumes herausgearbeitet werden, welche förderlich für Prozesse der ästhetischen Bildung sein können. Dabei wird durch Erläuterung der für diese Arbeit zugrundeliegenden Begrifflichkeiten von Raum und ästhetischer Bildung ein Ausgangspunkt geschaffen, von welchem aus die Raummerkmale hergeleitet werden sollen, die Prozesse der ästhetischen Bildung begünstigen können. Obwohl sich auf den aktuellen Forschungsstand, auf bekannte anthropologische, phänomenologische, soziologische und erziehungswissenschaftliche Positionen bezogen wird, kann es sich aufgrund der weit- sowie tiefreichenden und diversen Forschungsstränge nur um einen Versuch der Begriffsbestimmung handeln.

Nachdem auf die Forschungsfrage eingegangen und die raumtheoretischen Überlegungen mit den Teildimensionen der ästhetischen Bildung verknüpft wurden, wird anschließend ein resümierendes Fazit gezogen. Bei diesem sollen nicht nur fachspezifische oder -didaktische Überlegungen ersichtlich werden, sondern vor allem soll ein Ausblick für die allgemeine und disziplinübergreifende pädagogische Praxis aufgestellt werden. Daher ist diese Arbeit nicht als eine exakte Anleitung zu verstehen. Vielmehr soll diese als Impuls dienen, sich mit den hier bearbeiteten Themen auseinanderzusetzen, generell den Blick für bildungsprozess-förderliche Raummerkmale zu schärfen und davon ausgehend diesen für sich als (angehende) Lehrkraft, wie auch für die eigene Lerngruppe, weiterzuentwickeln.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 SKIZZIERUNG DER ZUGRUNDELIEGENDEN BEGRIFFLICHKEITEN

2.1 RAUM

2.1.1 ‚spatial turn’

2.1.2 Der erweiterte Raumbegriff

2.1.3 Raum in der Erziehungswissenschaft

2.2 ÄSTHETISCHE BILDUNG

2.2.1 Ästhetik

2.2.2 Ästhetik als Wissenschaft

2.2.3 Erziehung und Bildung – eine skizzenhafte Perspektivenunterscheidung

2.2.4 Dimensionen ästhetischer Bildung

3 VERKNÜPFUNG VON RAUMTHEORETISCHEN ÜBERLEGUNGEN UND ÄSTHETISCHER BILDUNG

3.1 ZUSAMMENFASSUNG DER BISHERIGEN ERGEBNISSE

3.2 ZUTRÄGLICHE RAUMMERKMALE FÜR PROZESSE DER ÄSTHETISCHEN BILDUNG

3.2.1 Fingerfertigkeiten

3.2.2 Alphabetisierung

3.2.3 Selbstaufmerksamkeit

3.2.4 Sprache

4 FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Wechselverhältnis zwischen raumtheoretischen Überlegungen und den Dimensionen ästhetischer Bildung, um Merkmale für Lernumgebungen zu identifizieren, die ästhetische Bildungsprozesse fördern können. Dabei steht die Forschungsfrage im Fokus, wie architektonische und lernpädagogische Raumkonzepte gestaltet sein müssen, um als "dritter Erzieher" die ästhetische Wahrnehmung und Selbstbildung des Individuums zu unterstützen.

  • Grundlagendefinition von Raumkonzepten und ästhetischer Bildung.
  • Analyse der Transferwirkung ästhetischer Bildung in pädagogische Praxis.
  • Herleitung zuträglicher Raummerkmale basierend auf dem FASS-Schema.
  • Diskussion über die Flexibilität und Gestaltung von Lernräumen im schulischen Kontext.

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Fingerfertigkeiten

In dieser Teildimension ist vorderhand wichtig, dass die Fähigkeit und Sensibilität, „etwas als ein ästhetisches Objekt wahrzunehmen“ (Dietrich et al., 2013, S. 28), herausgebildet wird. Lernende sollen den Raum als „Material“ erkennen, mit dem Sie sich in einer gestalterischen Auseinandersetzung mit ihrer Umwelt ausdrücken können. Dafür muss ein Raum die Möglichkeit aufweisen, Altbekanntes immer wieder neu und im Mantel des Unerwarteten darzubieten.

Dies wird z. B. durch die Möglichkeit der flexiblen Raumgestaltung und -nutzung erreicht, was mit beweglichen Elementen eines Klassenraumes, wie bspw. beweglichen Schränken, Wandabtrennungen, leicht zu transportierenden Sitzmöglichkeiten und mobilen Tischen bewerkstelligt werden könnte. So ließen sich die sozialen Güter im Kontext des gestimmten Raumes passend zu bestimmten Phasen und Stimmungen des Unterrichts im Klassenzimmer platzieren und bieten niedrigschwellige Raumgestaltungsoptionen. Durch enge und abgeschiedene Anordnungen ließen sich bspw. Rückzugsorte für Einzel- und Gruppenarbeitsphasen schaffen und durch offene Anordnungen entstünden Flächen für Präsentationsphasen.

Aufgrund der permanenten Veränderungs- und Nutzungsmöglichkeiten des Raumes kann die Aufmerksamkeit immer wieder bewusst auf diverse Raumqualitäten gelenkt werden, was im Nachhinein gestaltend, verbal verarbeitet und reflektiert werden könnte. Ein regelmäßiges Praktizieren, Ausprobieren, Entdecken und Reflektieren führt dann abermals zu einer Verbesserung der Fingerfertigkeiten und kann den Blick dahingehend modifizieren, alltägliche Gegenstände und Gegebenheiten als ästhetische Objekte wahrzunehmen. Weist ein Klassenraum also das Merkmal von Flexibilität bei Raumgestaltung und -nutzung auf, entsteht die Möglichkeit über die Umgebung ins raumbildende Handeln und Erkunden zu kommen und kann somit zuträglich für Erfahrungen mit ästhetischem Charakter sein und dadurch ästhetische Bildungsprozesse begünstigen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Diese Einleitung führt in die historische Entwicklung der pädagogischen Raumnutzung ein und formuliert das Ziel, raumtheoretische Impulse mit den Dimensionen ästhetischer Bildung zu verknüpfen.

2 SKIZZIERUNG DER ZUGRUNDELIEGENDEN BEGRIFFLICHKEITEN: Hier werden zentrale theoretische Begriffe wie der 'spatial turn', erweiterte Raumbegriffe und die Grundlagen sowie Dimensionen ästhetischer Bildung präzise definiert und in den erziehungswissenschaftlichen Kontext eingeordnet.

3 VERKNÜPFUNG VON RAUMTHEORETISCHEN ÜBERLEGUNGEN UND ÄSTHETISCHER BILDUNG: Dieses Kapitel synthetisiert die theoretischen Vorüberlegungen und leitet daraus konkrete, zuträgliche Raummerkmale für ästhetische Bildungsprozesse ab, unterteilt in die Dimensionen Fingerfertigkeiten, Alphabetisierung, Selbstaufmerksamkeit und Sprache.

4 FAZIT: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und diskutiert die praktischen Herausforderungen sowie die Bedeutung der Lehrerausbildung für die zukünftige Gestaltung pädagogischer Lernräume.

Schlüsselwörter

Raumtheorie, Ästhetische Bildung, FASS-Schema, Schularchitektur, Raumgestaltung, Pädagogik, Lernarrangements, Fingerfertigkeiten, Alphabetisierung, Selbstaufmerksamkeit, Sprache, Bildungsraum, Relationionalität, Ästhetische Erfahrung, Raumsoziologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Einfluss des schulischen Raumes auf ästhetische Bildungsprozesse und wie dieser als aktives Medium pädagogisch genutzt werden kann.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder sind die Raumsoziologie (insb. der 'spatial turn'), unterschiedliche Raumtheorien und die erziehungswissenschaftlichen Dimensionen ästhetischer Bildung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, förderliche Merkmale für Räume zu identifizieren, die ästhetisches Wahrnehmen und Lernen bei Lernenden begünstigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch orientierte Hausarbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse und dem Transfer bestehender Raumtheorien auf die ästhetische Bildung basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine begriffliche Fundierung und die anschließende Herleitung konkreter Raummerkmale entlang des FASS-Schemas.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Flexibilität, der dritte Erzieher, ästhetische Empfindung, Selbstaufmerksamkeit und die Gestaltung von Lernräumen.

Inwieweit spielt das "FASS-Schema" eine Rolle für die Raummerkmale?

Das FASS-Schema dient als methodisches Gerüst, um die vier Dimensionen – Fingerfertigkeiten, Alphabetisierung, Selbstaufmerksamkeit und Sprache – systematisch mit praktischen Anforderungen an die Schulraumgestaltung zu verknüpfen.

Warum betont die Autorin/der Autor die Bedeutung von "Differenzerfahrungen"?

Differenzerfahrungen, wie etwa unebene Böden oder spezielle Lichtverhältnisse, dienen dazu, den Alltag zu durchbrechen und die Aufmerksamkeit der Lernenden gezielt auf die sinnliche Wahrnehmung zu lenken.

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Details

Titel
Förderliche Raummerkmale für Prozesse der ästhetischen Bildung im Kontext raumtheoretischer Überlegungen
Hochschule
Universität Osnabrück
Note
1,0
Autor
Alexej Eisner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
16
Katalognummer
V1244927
ISBN (PDF)
9783346671479
ISBN (Buch)
9783346671486
Sprache
Deutsch
Schlagworte
ästhetische Bildung Raumsoziologie Phänomenologie Raum Raummerkmale Erziehungswissenschaft Bollnow Merleau-Ponty Ästhetik Schule relativistische Raumtheorien
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Alexej Eisner (Autor:in), 2022, Förderliche Raummerkmale für Prozesse der ästhetischen Bildung im Kontext raumtheoretischer Überlegungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1244927
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  16  Seiten
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