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Klinische Sozialarbeit in der Kinder- und Jugendpsychiatrie

Titel: Klinische Sozialarbeit in der Kinder- und Jugendpsychiatrie

Bachelorarbeit , 2021 , 55 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Marlen Siewers (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Rahmen dieser Bachelor-Thesis soll die Relevanz der Klinischen Sozialarbeit im Kontext der stationären Kinder- und Jugendpsychiatrie mittels verschiedener Modelle, Theorien und Handlungsansätze sowie aktueller empirischer Forschungsergebnisse untersucht und dargestellt werden. Dies erfolgt anhand folgender Forschungsfrage: Welche Bedeutung hat die Klinische Sozialarbeit bei der systemübergreifenden Behandlung in der Kinder- und Jugendpsychiatrie im Hinblick auf den Hilfeplanprozess und das Schnittstellenmanagement?

Um einen Einstieg in die Thematik zu gewährleisten, wird im zweiten Kapitel zunächst eine Gegenstandsbestimmung der Klinischen Sozialarbeit als Fachsozialarbeit im Sinne einer Definition und geschichtlichen Einordnung erfolgen und die
entsprechenden Aufgabenbereiche werden hierbei abgegrenzt. Im darauffolgenden dritten Kapitel werden aufbauend auf den allgemeinen Informationen zur Klinischen Sozialarbeit die spezifischen Aufgaben und Methoden von Sozialarbeitenden sowie die Arbeit in einem multiprofessionellen Team in der Kinder- und Jugendpsychiatrie erläutert. Anschließend werden die verschiedenen Arten, Prävalenzen und auslösenden sowie aufrechterhaltenden Faktoren psychiatrischer Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen beschrieben.

Im vierten Kapitel erfolgt eine Darstellung theoretischer Grundlagen der Klinischen Sozialarbeit sowie der Arbeit in der Kinder- und Jugendpsychiatrie anhand des biopsychosozialen Modells als ein Verständnis zur Entstehung und Aufrechterhaltung von Gesundheit und Krankheit. Im Rahmen des fünften Kapitels werden das Hilfeplanverfahren und das Schnittstellenmanagement im Zusammenhang mit der Relevanz einer koordinierenden Klinischen Sozialarbeit erörtert.

Anhand des im darauffolgenden Kapitel erörterten Fallbeispiels aus der Praxis einer Kinder- und Jugendpsychiatrie wird die Relevanz der sozialarbeiterischen Tätigkeit in Bezug auf die Installation von Hilfesystemen und die Unterstützung und Vernetzung von Betroffenen im Sinne des Schnittstellen- und des Entlassmanagements aufgezeigt. Anschließend werden aktuelle empirische Forschungsergebnisse bezüglich des Schnittstellen- und des Entlassmanagements mittels der "ASpeKT"-Studie von Boege et. al. aus dem Jahr 2020 erbracht und diskutiert. Das sechste Kapitel beinhaltet ein abschließendes Fazit sowie die Beantwortung der Forschungsfrage.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Gegenstandsbestimmung „Klinische Sozialarbeit“

2.1 Entstehungsgeschichte

2.2 Begriffsdefinition

2.3 Theoretische Rahmung, Abgrenzung und Aufgabenbereiche

3 Einführung in die Soziale Arbeit in der Kinder- und Jugendpsychiatrie

3.1 Die Arbeit in einem multiprofessionellen Team

3.2 Die Anforderungen an die Sozialarbeitenden in der Kinder- und Jugendpsychiatrie

3.3 Die Klientel: Kinder und Jugendliche mit psychischen Erkrankungen

3.4 Die Behandlung von Kindern und Jugendlichen in einem stationären Setting

4 Theoretische Grundlagen, Modelle und Handlungsansätze

4.1 Das biopsychosoziale Modell

4.1.1 Bezug zur Klinischen Sozialarbeit

4.1.2 Kritik des biopsychosozialen Modells

4.2 Case Management in der Kinder- und Jugendpsychiatrie

4.2.1 Entstehung und Entwicklung des Case Managements

4.2.2 Case Management und Klinische Sozialarbeit

4.2.3 Kritik des Case Managements

5 Der Hilfeplanprozess und das Schnittstellenmanagement

5.1 Die Kinder- und Jugendhilfe

5.2 Hilfen zur Erziehung nach §§27 f. SGB VIII

5.2.1 Der Hilfeplanprozess in der Kinder- und Jugendpsychiatrie

5.2.2 §35a SGB VIII Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche

5.3 Die Kooperation der Kinder- und Jugendpsychiatrie und der Kinder- und Jugendhilfe

5.4 Fallbeispiel aus der Praxis einer Kinder- und Jugendpsychiatrie

5.4.1 Schilderung der Problemlagen

5.4.2 Familienanamnese

5.4.3 Diagnostische Überlegungen

5.4.4 Der Hilfeplanprozess und das Schnittstellenmanagement im Fall Moritz H.

5.5 Die Studie „AsPeKT“ (Aussagen zu Schnittstellenkoordination bei psychisch erkrankten Kindern und Teens)

5.5.1 Methode

5.5.2 Auswertung der Ergebnisse

5.5.3 Empfehlungen für die Praxis

6 Fazit

7 Ausblick

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung der Klinischen Sozialarbeit im Kontext der stationären Kinder- und Jugendpsychiatrie, insbesondere unter Berücksichtigung der systemübergreifenden Zusammenarbeit bei dem Hilfeplanprozess und dem Schnittstellenmanagement. Die zentrale Forschungsfrage lautet, welche Rolle die Klinische Sozialarbeit bei der systemübergreifenden Behandlung einnimmt und welche Anforderungen sich aus der Schnittstellenkoordination ergeben.

  • Grundlagen der Klinischen Sozialarbeit und deren Abgrenzung.
  • Die Arbeit in multiprofessionellen Teams der Kinder- und Jugendpsychiatrie.
  • Das biopsychosoziale Modell als theoretische Grundlage für Interventionen.
  • Anwendung des Case Managements zur Optimierung von Schnittstellen.
  • Empirische Erkenntnisse aus der „AsPeKT“-Studie zur Schnittstellenkoordination.

Auszug aus dem Buch

4.1.2 Kritik des biopsychosozialen Modells

Der Hauptkritikpunkt des biopsychosozialen Modells ist die unvollständige Anwendung auf die „klassische“ Humanmedizin, da das Modell wenig bis gar keine Erklärungsansätze für chronisch kranke Patient*innen bietet. Ähnliches gilt für die somatoformen Störungen (Egger 2015, 64). Darüber hinaus bemängeln Kritiker*innen das Fehlen eines einheitlichen Begriffssystems. Die biologischen, psychischen und sozialen Faktoren werden gemäß dem Modell erkannt, es fehle jedoch eine einheitliche Sprache, die sowohl die organmedizinischen Begriffe als auch die Begriffssysteme der Psychologie, der Sozialen Arbeit und der (Sozial-)Pädagogik beinhaltet und verbindet, um eine ganzheitliche Betrachtung zu gewährleisten (vgl. ebd., 65). Bis heute konnte wissenschaftlich nicht erklärt werden, ein Gedanke als nicht-materieller Vorgang Einfluss auf das materiell existierende Gehirn nehmen kann, ohne tatsächlich physisch existent zu sein (vgl. ebd., 65).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung thematisiert die psychische Belastung von Kindern und Jugendlichen sowie die notwendige koordinierende Rolle der Klinischen Sozialarbeit im multiprofessionellen Behandlungskontext.

2 Gegenstandsbestimmung „Klinische Sozialarbeit“: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Klinischen Sozialarbeit, beleuchtet ihre historischen Wurzeln in den USA und ihre spezifische Ausrichtung im deutschen Gesundheitswesen.

3 Einführung in die Soziale Arbeit in der Kinder- und Jugendpsychiatrie: Hier werden die Anforderungen an Fachkräfte in einem multiprofessionellen Team sowie die Besonderheiten der stationären Behandlung psychisch erkrankter junger Menschen erläutert.

4 Theoretische Grundlagen, Modelle und Handlungsansätze: Dieses Kapitel stellt das biopsychosoziale Modell sowie das Konzept des Case Managements als zentrale methodische Ansätze für die Klinische Sozialarbeit vor.

5 Der Hilfeplanprozess und das Schnittstellenmanagement: Dieses Kapitel analysiert die Kooperation zwischen Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie Jugendhilfe und evaluiert anhand der AsPeKT-Studie praxisnahe Empfehlungen für das Schnittstellenmanagement.

6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und bestätigt die wesentliche Bedeutung einer koordinierenden sozialarbeiterischen Fachkraft für den Behandlungserfolg.

7 Ausblick: Der Ausblick identifiziert weitere Forschungsbedarfe, insbesondere hinsichtlich einer umfassenderen Patientenperspektive und der tiefgreifenden Auseinandersetzung mit sozioökonomischen Rahmenbedingungen.

Schlüsselwörter

Klinische Sozialarbeit, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Hilfeplanprozess, Schnittstellenmanagement, biopsychosoziales Modell, Case Management, Jugendhilfe, stationäre Behandlung, AsPeKT-Studie, Kooperation, systemübergreifende Behandlung, Sozialarbeit, Kinder, Jugendliche, psychische Erkrankung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle und Bedeutung der Klinischen Sozialarbeit bei der systemübergreifenden Behandlung von Kindern und Jugendlichen in der stationären Psychiatrie.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Autorin?

Die Arbeit deckt Themen wie die psychosoziale Diagnostik, die rechtlichen Grundlagen der Jugendhilfe, die Teamarbeit in Kliniken und das Schnittstellenmanagement zwischen Gesundheits- und Jugendhilfesystemen ab.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Das Ziel ist zu klären, welche Bedeutung die Klinische Sozialarbeit bei der systemübergreifenden Behandlung in der Kinder- und Jugendpsychiatrie im Hinblick auf den Hilfeplanprozess und das Schnittstellenmanagement hat.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche sowie der sekundären Auswertung empirischer Ergebnisse aus der „AsPeKT“-Studie.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil im Fokus?

Im Zentrum steht die Verknüpfung von theoretischen Modellen (wie dem biopsychosozialen Modell) mit der praktischen Umsetzung einer koordinierenden Sozialarbeit zur Entlastung von Patienten und deren Familien.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Analyse?

Wesentliche Begriffe sind die Schnittstellenkoordination, die Kooperation zwischen Kinder- und Jugendpsychiatrie und Jugendhilfe sowie die professionelle Identität der Sozialarbeitenden.

Wie trägt das Fallbeispiel zur Argumentation bei?

Das Fallbeispiel von Moritz H. illustriert konkret, welche Hindernisse bei der Schnittstellenkoordination zwischen verschiedenen Hilfesystemen auftreten können und welche intervenierenden Aufgaben die Sozialpädagogen übernehmen.

Welches zentrale Ergebnis liefert die AsPeKT-Studie für die Praxis?

Die Studie zeigt, dass Eltern sich einen koordinierten Hilfeansprechpartner wünschen, der über rechtliche und sozialarbeiterische Expertise verfügt, um nahtlose Übergänge zwischen Klinik und Alltag zu gewährleisten.

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Details

Titel
Klinische Sozialarbeit in der Kinder- und Jugendpsychiatrie
Hochschule
Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg
Note
1,3
Autor
Marlen Siewers (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
55
Katalognummer
V1244953
ISBN (PDF)
9783346671578
ISBN (Buch)
9783346671585
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Soziale Arbeit Klinische Sozialarbeit Kinder- und Jugendpsychiatrie KJP Psychische Erkrankung Kinder- und Jugendhilfe Sozialpädagogik Sozialarbeit Schnittstelle KiGGs Studie Multiprofessionelles Team Psychologie Psychiatrie Case Management Biopsychosoziales Modell
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marlen Siewers (Autor:in), 2021, Klinische Sozialarbeit in der Kinder- und Jugendpsychiatrie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1244953
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Leseprobe aus  55  Seiten
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