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Die Rolle des päpstlichen Nuntius Giovanni Battista Rinuccini im Irlandkonflikt (1645-1649)

Titel: Die Rolle des päpstlichen Nuntius Giovanni Battista Rinuccini im Irlandkonflikt (1645-1649)

Hausarbeit , 20 Seiten

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Hausarbeit soll ein spezifischer Teil des umfangreichen "Kriegs der drei Königreiche" untersucht werden: der Irlandkonflikt. Dieser begann mit der Rebellion von 1641 und endete mit Cromwells Unterwerfung der Iren. Er zeichnet sich besonders durch seine Andersartigkeit aus, die vorrangig durch den religiösen Faktor bedingt ist: Die aufständischen Iren waren katholisch und gründeten zur Verteidigung ihrer Religionsrechte eine katholische Konföderation gegen die anglikanische Macht Englands.

Ein besonderer Fokus soll auf die Rolle des päpstlichen Gesandten Rinuccini, der 1645 bis 1649 in Irland war und die Auseinandersetzungen mitbestimmte, gelegt werden und es soll untersucht werden, inwiefern er diese Zeit geprägt hat. Als Stellvertreter des Papstes und der Kirche ist er als externer Faktor zu sehen, der in dem abgeschlossenen Gebilde der irischen Katholiken agierte und dabei auch zeitweise viel Einfluss erlangte. Diese Schlüsselposition soll als festes Element einer Analyse dieser Jahre dienen.

In der Forschung tritt der Name Rinuccini sehr oft auf, Erläuterungen zu seiner Mission im Detail sind vergleichsweise aber selten. Dass er Einfluss ausübte, scheint klar zu sein – aber inwiefern das geschah und wie er zu verschiedenen Akteuren stand, wird oft nur marginal in größerem Rahmen beachtet.

Im Folgenden werde ich, an der Person Rinuccinis orientiert, die Ereignisse in Irland in besagten Jahren betrachten, die Relevanz der Kirche hervorheben und Rinuccinis Beziehung zu einigen Akteuren des Konflikts untersuchen. Hierbei können jedoch nur einige wichtige angeführt werden und viele andere relevante Personen, wie etwa Muskerry, Preston, Plunkett, Bischof French, Bellings, Antrim oder Clanricarde, können – aufgrund des Umfangs – nicht unmittelbar diskutiert werden. Aus dieser vergleichenden Betrachtung soll ein Bild des Nuntius entstehen, das die interdependente Verwobenheit seiner Aktion und seiner Person mit den Ereignissen in Irland illustriert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

I. Irland in den 1640er Jahren

II. Giovanni Battista Rinuccini und die Rolle des Papstes und der Kirche im Irlandkonflikt

III. Rinuccinis Rolle in der Confederacy

1. Ankunft, Aktivität in der clerical faction und Opposition des 1. Vertrags

2. Rinuccinis coup d’etat

3. Machtverlust

4. Rinuccini und Owen Roe O’Neill

IV. Rinuccini und Glamorgan

V. Rinuccini und Ormond

VI. Rinuccini und der irisch-katholische Klerus

VIII. Der Commentarius Rinuccinianus – eine Reflexion?

Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Rolle des päpstlichen Nuntius Giovanni Battista Rinuccini während des Irlandkonflikts von 1645 bis 1649. Im Zentrum steht die Analyse, inwiefern Rinuccinis Wirken als externer Faktor die strategischen, religiösen und militärischen Entwicklungen der Katholischen Konföderation von Kilkenny beeinflusste und prägte.

  • Die politische und religiöse Ausgangslage Irlands in den 1640er Jahren.
  • Rinuccinis diplomatische Mission und sein Einfluss auf die Fraktionsbildung innerhalb der Confederacy.
  • Das Spannungsfeld zwischen religiöser Zielsetzung und realpolitischen Notwendigkeiten.
  • Die Beziehung zwischen dem Nuntius und zentralen Akteuren wie Ormond, Glamorgan und Owen Roe O’Neill.
  • Die historiographische Bedeutung seiner Aufzeichnungen im "Commentarius Rinuccinianus".

Auszug aus dem Buch

2. Rinuccinis coup d’etat

Für die weiteren Entwicklungen in Irland ist besonders die Relevanz der Schlacht bei Benburb nicht zu unterschätzen. Owen Roe O’Neill hatte die Schlagkraft seiner Truppen mithilfe der päpstlichen Ressourcen deutlich verbessern können. Aufgrund der schwachen Position des Königs versuchte Ormond schnellstmöglich den Vertrag zu veröffentlichen, aber O’Neills Sieg am 5. Juni verstärkte den Widerstand des Nuntius. Weitere Siege, auch durch Preston, überzeugten Rinuccini von der Idee, dass die Führung der Konföderation schwach sei und sie Friedensverträge militärischem Erfolg vorzögen. Zudem hielt er den Erfolg für gottgegeben. Am 30. Juli veröffentlichte Ormond, der von Lord George Digby im Namen des Königs erneut dazu angehalten wurde, den finalen Friedensvertrag, der dann am 4. August in Kilkenny bestätigt wurde. Bellings und der Supreme Council glaubten, keinen Widerspruch von Seiten Rinuccinis zu erhalten. Schon im Juni hatte dieser jedoch eine Synode in Waterford einberufen, die ihm ermöglichte, im Namen der gesamten irischen Kirche zu sprechen.

Nun konnte Rinuccini den Klerus überzeugen, dass die religiösen Bedingungen im Vertrag unangemessen waren. Weiterhin ergab sich nun ein Machtvakuum in Kilkenny, da die Vertragsbefürworter nach Abschluss des Abkommens an Einfluss verloren und direkt viel Macht an Ormond übergegangen war, der jedoch nur verzögert agierte. Der Klerus hingegen wurde zunehmend populärer, besonders in den Städten und vor allem direkt in Waterford. Die Synode war sich einig, dass jeder, der den Frieden befürwortet hatte, damit den oath of association gebrochen hatte. Bellings und seine Mitstreiter hatten den Einfluss Rinuccinis massiv unterschättz - so zitierte Ó hAnnracháin Bellings zu der Frage, ob der Council die Handlungen Rinuccinis erwartet hatte: “But they had not any umbrage of a design in the nuncio to interrupt with so high a hand their proceedings; nor in truth had they any apprehension it could lie in his power to do so.”

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Vorstellung der Forschungsfrage zur Rolle Rinuccinis und Einordnung des Irlandkonflikts in den Kontext des „Kriegs der drei Königreiche“.

I. Irland in den 1640er Jahren: Historischer Abriss über die Entstehung der Rebellion und der Confederation of Kilkenny sowie die Akteure vor der Ankunft des Nuntius.

II. Giovanni Battista Rinuccini und die Rolle des Papstes und der Kirche im Irlandkonflikt: Untersuchung der Gründe für die päpstliche Entsendung und die Einbindung Irlands in den europäischen konfessionellen Kontext.

III. Rinuccinis Rolle in der Confederacy: Analyse der internen Fraktionskämpfe und Rinuccinis spezifischen Handelns als Nuntius.

IV. Rinuccini und Glamorgan: Auseinandersetzung mit der Mission des Earl of Glamorgan und der komplexen diplomatischen Verflechtung.

V. Rinuccini und Ormond: Darstellung des antagonistischen Verhältnisses zwischen der royalistischen Führung unter Ormond und dem Nuntius.

VI. Rinuccini und der irisch-katholische Klerus: Analyse der politischen Instrumentalisierung kirchlicher Strukturen und des wachsenden Einflusses des Nuntius auf den Klerus.

VIII. Der Commentarius Rinuccinianus – eine Reflexion?: Kritische Betrachtung der zeitgenössischen Aufzeichnungen und deren Wert als historiographische Quelle.

Fazit: Zusammenfassende Bewertung von Rinuccinis Einfluss als prägende, aber schließlich scheiternde Figur im Irlandkonflikt.

Schlüsselwörter

Giovanni Battista Rinuccini, Irlandkonflikt, Confederacy of Kilkenny, Päpstlicher Nuntius, Ormond, Religionsfreiheit, Katholische Konföderation, Owen Roe O’Neill, Counter-Reformation, Bürgerkrieg, Politische Diplomatie, Religiöse Identität, Supremacy, Exkommunikation, Commentarius Rinuccinianus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle und dem Einfluss des päpstlichen Nuntius Rinuccini in der irischen Politik während der Jahre 1645 bis 1649.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Diplomatie zwischen dem Vatikan und der Katholischen Konföderation, die interne Spaltung irischer Akteure und das Bestreben nach religiösen Freiheiten gegenüber der englischen Krone.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu ermitteln, inwieweit der Nuntius ein prägender Faktor für den Verlauf des Irlandkonflikts war und wie er versuchte, seine religiösen Ziele in der irischen Politik durchzusetzen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf einer Auswertung von Fachliteratur sowie zeitgenössischen Quellen und Dokumenten basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert Rinuccinis Ankunft, seinen faktischen Machtantritt innerhalb der Konföderation, seine Konflikte mit führenden Politikern wie Ormond sowie seine engen Verbindungen zum Klerus und General O'Neill.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe hierfür sind etwa "Rinuccini", "Confederacy of Kilkenny", "Irlandkonflikt" und "Katholische Reform".

Warum war das Verhältnis zwischen Rinuccini und dem Duke of Ormond so problematisch?

Das Verhältnis war deshalb antagonistisch, weil Ormond als Vertreter der Royalisten keine weitgehenden religiösen Zugeständnisse machen wollte, während Rinuccini genau dies als Kern seines Auftrags forderte.

Welche Bedeutung hatte der "Commentarius Rinuccinianus" für die Forschung?

Er dient als umfangreiche, wenn auch subjektive Quelle, die Rinuccinis Sicht auf die Ereignisse wiedergibt und als Ausgangspunkt für die Reflexion der Geschichte dieser Nuntiatur genutzt wird.

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Details

Titel
Die Rolle des päpstlichen Nuntius Giovanni Battista Rinuccini im Irlandkonflikt (1645-1649)
Autor
Anonym (Autor:in)
Seiten
20
Katalognummer
V1245097
ISBN (PDF)
9783346679116
ISBN (Buch)
9783346679123
Sprache
Deutsch
Schlagworte
rolle nuntius giovanni battista rinuccini irlandkonflikt
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), Die Rolle des päpstlichen Nuntius Giovanni Battista Rinuccini im Irlandkonflikt (1645-1649), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1245097
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  20  Seiten
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