Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Medien / Kommunikation - Fachkommunikation, Sprache

Die kognitive Strukturierung in der Verständlichkeitsforschung

Titel: Die kognitive Strukturierung in der Verständlichkeitsforschung

Hausarbeit , 2022 , 11 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Jule Prasser (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Fachkommunikation, Sprache
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit widmet sich der kognitiven Strukturierung und beschreibt ihre Bedeutung in der Verständlichkeitsforschung.
Mit dem Thema Verständlichkeit beschäftigen sich seit Jahrzehnten verschiedene Disziplinen. Dabei befasst sich die Verständlichkeitsforschung vor allem mit der Frage, wie man Texte so gestaltet, dass sie einfach zu verstehen sind bzw. wie man die Textverständlichkeit optimiert. Hierzu existieren verschiedene Verständlichkeitsmodelle, die auf empirischen Untersuchungen basieren und daraus Empfehlungen für das Produzieren verständlicher Texte ableiten.
Dem Thema der vorliegenden Arbeit entsprechend wird die Verständlichkeitsforschung in dieser Arbeit insbesondere aus der Perspektive der Psychologie und Kognitionswissenschaft betrachtet.
In Kapitel 2 erfolgt zunächst eine kurze Erklärung der Begriffe Textverständlichkeit und Textverstehen, bevor in Kapitel 3 ein Überblick über die Forschung gegeben wird. Die Kapitel 4 und 5 bilden den Hauptteil der Arbeit: Sie widmen sich der Kognitiven Strukturierung und dem Verständlichkeitsansatz von Groeben (1978).

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Textverstehen und -verständlichkeit

3. Forschungsüberblick

4. Textverarbeitung: Die kognitive Strukturierung

5. Verständlichkeitsdimensionen nach Groeben

5.1 Stilistische Einfachheit

5.2 Semantische Redundanz

5.3 Kognitive Gliederung/Ordnung

5.4 Konzeptueller Konflikt

5.5 Grenzen

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung der kognitiven Strukturierung innerhalb der Verständlichkeitsforschung, wobei sie insbesondere die psychologische und kognitionswissenschaftliche Perspektive einnimmt, um zu ergründen, wie Textinhalte optimal an die kognitiven Voraussetzungen des Rezipienten angepasst werden können.

  • Grundlagen des Textverstehens und der Textverständlichkeit
  • Historischer Forschungsüberblick zur psychologischen Textverarbeitungsforschung
  • Die Rolle der kognitiven Strukturierung beim aktiven Prozess der Bedeutungskonstruktion
  • Analyse der Verständlichkeitsdimensionen nach Groeben
  • Die Bedeutung der Leser-Text-Interaktion und individueller Wissensstrukturen (Schemata)

Auszug aus dem Buch

4. Textverarbeitung: Die kognitive Strukturierung

In diesem Kapitel wird beschrieben, wie der Leser Informationen aus einem Text aufnimmt und verarbeitet.

Beim Rezeptionsvorgang steht der Text stets in Interaktion mit der Kognitionsstruktur des Rezipienten (vgl. Christmann/Groeben 2018: 125). Die prozessuale kognitive Verarbeitung erfolgt dabei gleichzeitig text- und erwartungsgeleitet (vgl. ebd.). Das Textverstehen hängt also zum einen von den Textmerkmalen, zum anderen von den kognitiven Voraussetzungen des Lesers ab (vgl. ebd.). Beim Verstehensprozess handelt es sich damit um „einen aktiven Prozess der Bedeutungskonstruktion“ (ebd., Hervorh. Original), bei dem der Leser den Textinhalt in sein Vorwissen integriert (vgl. ebd.). Ausubel nennt diesen Prozess der Informationsaufnahme Subsumption, womit er „die sinnvolle Eingliederung […] in die kognitiv-hierarchische Organisation des Individuums“ (Groeben 1978: 28, Hervorh. Original) meint.

Ausubel (1974: 136) beschreibt die kognitive Struktur als Hauptdeterminante für Verstehen bzw. für Lernen und Behalten. Dementsprechend kann Textverstehen „hauptsächlich durch Verstärken der relevanten Aspekte der kognitiven Struktur erleichtert werden“ (ebd.: 137).

Die kognitive Struktur umfasst hierarchisch organisierte, individuelle Wissensstrukturen, sog. Konzepte (vgl. Groeben 1978: 29). Der Konzept-Begriff wird in der Forschung uneinheitlich verwendet, so spricht Lutz (2015: 103) z. B. stattdessen von Schemata: „Kognitive Schemata sind […] Wissensbestände, [die] unser Verstehen […] steuern.“ Dabei baut „immer ein höher inklusives (umfassendes) Konzept auf einem spezifisch-spezielleren auf, so daß an der Basis […] ganz spezifische Einzelinformationen stehen und an der Spitze ein mehr oder weniger völlig inklusives Konzept“ (Groeben 1978: 29, Hervorh. Original). Beim Verarbeitungsprozess werden dann „neue[…] Einzelinformationen in diese hierarchische Organisation der kognitiven Strukturen und ihrer Konzepte eingeordnet“ (ebd.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der kognitiven Strukturierung ein und umreißt die Zielsetzung der Arbeit sowie das methodische Vorgehen.

2. Textverstehen und -verständlichkeit: Hier werden die zentralen Begriffe Textverstehen als aktiver kognitiver Prozess der Leserschaft und Textverständlichkeit als Eigenschaft textimmanenter Merkmale definiert.

3. Forschungsüberblick: Dieses Kapitel skizziert die Entwicklung der Verständlichkeitsforschung von der frühen Leserlichkeits- und Lesbarkeitsforschung bis hin zu den psychologischen Ansätzen der 1970er Jahre.

4. Textverarbeitung: Die kognitive Strukturierung: Dieser Abschnitt erläutert den Rezeptionsvorgang und zeigt auf, wie Textinhalte durch die Einordnung in individuelle, hierarchisch organisierte Wissensstrukturen verarbeitet werden.

5. Verständlichkeitsdimensionen nach Groeben: Detaillierte Betrachtung des Verständlichkeitskonzepts von Groeben mit Fokus auf stilistische Einfachheit, semantische Redundanz, kognitive Gliederung und konzeptuellen Konflikt.

6. Fazit: Die Schlussbetrachtung fasst die Bedeutung der kognitiven Strukturierung zusammen und verdeutlicht, dass aufgrund individueller Wissensvoraussetzungen kein allgemeingültiges Optimum der Verständlichkeit existiert.

Schlüsselwörter

Verständlichkeitsforschung, Kognitive Strukturierung, Textverstehen, Textverständlichkeit, Groeben, Rezeptionsprozess, Wissensstrukturen, Schemata, Subsumption, Leser-Text-Interaktion, Vorwissen, Advance Organizers, Instruktionspsychologie, Bedeutungskonstruktion, Textmerkmale

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der kognitiven Strukturierung und deren zentraler Bedeutung innerhalb der wissenschaftlichen Verständlichkeitsforschung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen die psychologischen Grundlagen des Textverstehens, die historische Entwicklung der Verständlichkeitsforschung sowie die detaillierte Analyse spezifischer Verständlichkeitsdimensionen nach Groeben.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Texte so gestaltet werden können, dass sie durch die Einbeziehung der kognitiven Strukturen des Lesers optimal verstanden und verarbeitet werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretisch orientierte Literaturanalyse psychologischer und kognitionswissenschaftlicher Fachpublikationen zur Textverarbeitung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Funktionsweise der kognitiven Strukturierung beim Lesen sowie den vier von Groeben entwickelten Dimensionen: stilistische Einfachheit, semantische Redundanz, kognitive Gliederung und konzeptueller Konflikt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Kognitive Strukturierung, Textverständlichkeit, Wissensstrukturen (Schemata) und die Theorie von Groeben definiert.

Was genau versteht man laut dem Text unter Konzepten oder Schemata im Leseprozess?

Es handelt sich um individuell und hierarchisch organisierte Wissensbestände, die den Verstehensprozess steuern, indem neue Einzelinformationen in bestehendes Vorwissen integriert werden.

Warum gibt es laut Fazit kein „einheitliches Optimum“ für die Verständlichkeit?

Da der Verstehensprozess wesentlich durch die individuelle Kognitionsstruktur, das Vorwissen, spezifische Erwartungen und Zielsetzungen des jeweiligen Lesers gesteuert wird, ist eine pauschale Optimierung für alle Rezipienten nicht möglich.

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die kognitive Strukturierung in der Verständlichkeitsforschung
Hochschule
Universität Hildesheim (Stiftung)
Veranstaltung
Verständlichkeitsforschung
Note
1,3
Autor
Jule Prasser (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
11
Katalognummer
V1245102
ISBN (PDF)
9783346672643
Sprache
Deutsch
Schlagworte
strukturierung verständlichkeitsforschung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jule Prasser (Autor:in), 2022, Die kognitive Strukturierung in der Verständlichkeitsforschung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1245102
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  11  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum