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Oderint dum metuant. Deutung des Werkes "Caligula: Eine Studie über den römischen Cäsarenwahnsinn" von Ludwig Quidde

Titel: Oderint dum metuant. Deutung des Werkes "Caligula: Eine Studie über den römischen Cäsarenwahnsinn" von Ludwig Quidde

Hausarbeit , 2018 , 19 Seiten , Note: 1.7

Autor:in: Vanessa Anderson (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - 1848, Kaiserreich, Imperialismus
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Hausarbeit geht der Frage auf den Grund, welche Darstellungen des jungen Kaisers heute als überholt gelten müssen und welche im Gegenzug ihre Aktualität behalten und sich nach neuesten Forschungserkenntnissen halten lassen.
Konkret wird dabei die Schrift “Caligula: Eine Studie über römischen Cäsarenwahnsinn” von Ludwig Quidde, die im März 1894 veröffentlicht wurde, auf ihren Bezug zu Wilhelm und auf die Faktizität ihrer Aussagen untersucht.

Die Vielfalt an Quellen, die zur Person Wilhelms II. vorhanden sind, ermöglicht es, die Sichtweise auf die Persönlichkeit Wilhelms mit seinen politischen Entscheidungen und deren weitreichender Wirkung zu vernetzen. Sich mit der Person Wilhelms zu beschäftigen, wird dadurch begründet, dass er erstens einen auffälligen, bemerkenswerten Charakter aufweist und dass er zweitens mit seinen Eigenarten eine außergewöhnliche Herrschaft über dreißig Jahre hinweg ausübte.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2. “Caligula: Eine Studie über römischen Cäsarnwahnsinn” von Ludwig Quidde

3.Die öffentliche Reaktion auf das Werk

4.Abwägung der Bewertungen prominenter Historiker

4.1 Nicolaus Sombart

4.2 John Röhl

4.3. Christopher Clark

5.Zeitgenössische Wahrnehmung

6.Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Faktizität und den politischen Kontext der 1894 veröffentlichten Schrift „Caligula: Eine Studie über den römischen Cäsarenwahnsinn“ von Ludwig Quidde. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwiefern die darin gezogenen Parallelen zwischen dem römischen Kaiser Caligula und Wilhelm II. wissenschaftlich fundiert sind oder ob es sich primär um ein rhetorisch aufgeladenes Instrument der damaligen Zeitkritik handelte.

  • Kritische Analyse von Interpretationen des „Cäsarenwahnsinns“ im Kontext von Wilhelm II.
  • Gegenüberstellung der Ansichten prominenter Historiker wie Nicolaus Sombart, John Röhl und Christopher Clark.
  • Untersuchung der zeitgenössischen öffentlichen Wahrnehmung des Kaisers und seiner Person.
  • Diskussion über die Rolle der Presse und die Funktion von „Tyrannentopoi“ in der Historiographie.
  • Bewertung der historischen Methodik in Ludwig Quiddes politischer Kampfschrift.

Auszug aus dem Buch

2. “Caligula: Eine Studie über römischen Cäsarenwahnsinn” von Ludwig Quidde

Eine Anzahl von Kaisern der römischen Geschichte, wie Caligula, Nero, Domitian oder Elagabal zeichneten sich dadurch aus, dass ihre Verhaltensmuster anders als deren Nachfolger außerordentlich waren, denn sie gingen über gesetzte Schranken der Ordnung des augusteischen Prinzipats bewusst, hinweg.

Interessant ist der Gedanke des Autors, dass solche Konstruktionen die Absicht haben dem Kaiser als Sündenbock die alleinige Schuld für die Entartung der Regierung zuzuweisen. Auch in der modernen Vorstellung ist dieses Bild der römischen Herrscher, sowohl in Büchern als auch in Filmen und in der Forschung fest verankert. Auch Standpunkte, die den Cäsarenwahnsinn rechtfertigen sind vertreten. Witschel bemerkt einen Wandel im Fokus der Forscher. So schreibt er, dass das Ziel nicht mehr die Verurteilung der Herrscher sei, sondern das Finden einer politischen Handlungslogik, was nur dann möglich ist, wenn man „sich in die Perspektive der Kaiser [hineindenkt] und [somit] ihren Handlungenen einen Sinn [gibt]”. Dieses als Cäsarenwahn bekannte Phänomen wurde 1894 von Ludwig Quidde auf Wilhelm übertragen und Quiddes Werk wurde von zahlreichen Autoren diskutiert.

Die Schrift liefert Aussagen über den römischen Princeps Caligula, wobei dem Leser nicht das Bild eines antiken Kaisers sondern das von Wilhelm II vor Augen geführt wird. Quidde fasst unter der Erscheinung des Cäsarenwahnsinns einige Charakterzüge zusammen die diskret den jungen Kaiser kritisieren. Vom ersten Satz an werden zeitübergreifende Parallelen zwischen den antiken römischen Kaiser und den deutschen Kaiser gezogen.

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problemstellung ein, die Person Wilhelms II. darzustellen und die Schrift Ludwig Quiddes auf ihre historische Aktualität sowie Faktizität zu untersuchen.

2. “Caligula: Eine Studie über römischen Cäsarnwahnsinn” von Ludwig Quidde: Das Kapitel erläutert den Inhalt der Schrift von Quidde und dessen methodischen Ansatz, durch das antike Beispiel des Cäsarenwahnsinns indirekt Kritik an Wilhelm II. zu äußern.

3.Die öffentliche Reaktion auf das Werk: Hier wird der Prozess der öffentlichen und staatsanwaltlichen Aufmerksamkeit beschrieben, die Quiddes Schrift durch ihre provokante Politisierung von Geschichtswissenschaft auslöste.

4.Abwägung der Bewertungen prominenter Historiker: In diesem Kapitel werden die unterschiedlichen wissenschaftlichen Positionen zu Wilhelm II. von Sombart, Röhl und Clark detailliert analysiert und gegenübergestellt.

5.Zeitgenössische Wahrnehmung: Dieses Kapitel widmet sich der Wahrnehmung Wilhelms II. durch seine Zeitgenossen und der Rolle der Medien sowie der Kritik durch Bismarck.

6.Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Quiddes Schrift zwar in ihrer Beobachtung der zeitgenössischen Spannungen ihre Berechtigung hat, jedoch als wissenschaftliche Beweisführung kritisch zu hinterfragen ist.

Schlüsselwörter

Wilhelm II., Ludwig Quidde, Caligula, Cäsarenwahnsinn, Historiker, Deutsche Geschichte, Kaiserreich, Sündenbock, Historiographie, Politische Kritik, Byzantinismus, Nicolaus Sombart, John Röhl, Christopher Clark, Herrschaftsanalyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die historische Schrift „Caligula: Eine Studie über den römischen Cäsarenwahnsinn“ von Ludwig Quidde und untersucht deren Anwendung als politische Kritik am deutschen Kaiser Wilhelm II.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind die historische Rezeption des Kaisers, die Konstruktion von Herrschertypen durch „Tyrannentopoi“ sowie die kritische Gegenüberstellung verschiedener Forschungspositionen zu Wilhelms Regentschaft.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Arbeit?

Ziel ist es zu klären, welche Darstellungen des jungen Kaisers als historisch überholt gelten müssen und ob Quiddes Schrift als wissenschaftlich fundierte Analyse oder als reines Instrument der Obrigkeitskritik zu verstehen ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt die vergleichende Literaturanalyse, indem sie Positionen von Historikern wie Sombart, Röhl und Clark gegenüberstellt und in den historischen Kontext der zeitgenössischen Diskurskultur einbettet.

Welche Inhalte stehen im Zentrum des Hauptteils?

Im Hauptteil liegt der Fokus auf der inhaltlichen Zusammenfassung von Quiddes Werk, der Darstellung seiner beruflichen und gesellschaftlichen Auswirkungen sowie der kritischen Diskussion der gegensätzlichen Interpretationen moderner Historiker.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die inhaltliche Ausrichtung?

Wichtige Begriffe sind Wilhelm II., Cäsarenwahnsinn, Ludwig Quidde, historische Forschung, Machtstellung, politischer Diskurs und zeitgenössische Wahrnehmung.

Warum spielt der Historiker Elimar Klebs eine besondere Rolle in dieser Untersuchung?

Klebs wird als zeitgenössischer Kritiker Quiddes angeführt, der die wissenschaftliche Fundiertheit der Broschüre bereits 1894 stark bezweifelte und sie als antimonarchisches Instrument entlarvte.

Wie unterscheidet sich die Bewertung von Nicolaus Sombart von der von John Röhl?

Sombart vertritt eher eine befürwortende Sichtweise und warnt vor einer vorschnellen Sündenbock-Zuweisung an den Kaiser, während Röhl als Vertreter der kritischen Biografie die persönlichen Defizite und die Bedeutung von Wilhelms politischen Entscheidungen betont.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Oderint dum metuant. Deutung des Werkes "Caligula: Eine Studie über den römischen Cäsarenwahnsinn" von Ludwig Quidde
Hochschule
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Note
1.7
Autor
Vanessa Anderson (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
19
Katalognummer
V1245146
ISBN (PDF)
9783346671431
ISBN (Buch)
9783346671448
Sprache
Deutsch
Schlagworte
oderint deutung werkes caligula eine studie cäsarenwahnsinn ludwig quidde
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Vanessa Anderson (Autor:in), 2018, Oderint dum metuant. Deutung des Werkes "Caligula: Eine Studie über den römischen Cäsarenwahnsinn" von Ludwig Quidde, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1245146
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  19  Seiten
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